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Nach Bypass-OP Wasser im Körper

C1ha-xTu


Hallo, Wuselchen,

für Deine OP wünsche ich Dir alles Gute. Da die Pumpfunktion Deines Herzens sehr gut ist, hast Du alle Chancen, dass die ganze OP schon bald "Vergessenheit" sein kann.

Ich selbst war 1995 in Bad Salzuflen zur Reha. Das ist also 15 Jahre her und in der Zwischenzeit kann sich das alles sehr verändert haben. Aber damals hat mir das dort in der Klinik in einem Aspekt ganz und gar nicht gefallen: es gab kaum psychologische Betreuung! Die rein medizinische und physiotherapeutische Rehabilitation war in Ordnung, aber psychologisch ging man "auf Krücken". Allerdings bestand damals in dieser Klinik schon die Möglichkeit, dass Ehepartner mit aufgenommen wurden, es gab dafür sogar Doppelzimmer (üblich waren Einzelzimmer). In diesem Punkt war man damals dort schon sehr fortschrittlich.

Aber wie gesagt, das alles ist nun 15 Jahre her, und ich denke (hoffe), dass sich da auch was in psychologischer Betreuung getan hat.

Wo wirst Du denn operiert? Wenn das in der Nähe oder gar in Oeynhausen wäre, dann böte sich ja die dortige Reha an...?!

Liebe Grüsse und alles Gute für den 19.1.!

Cha-Tu

w3uselrchse+n2010


Hallo Cha-Tu,

herzlichen Dank für Deine guten Wünsche und Deine Anwort zu Bad Salzuflen. Ja, in 15 Jahren kann sich natürlich vieles geändert haben. Mal sehen, vieleicht höre ich ja noch etwas von den anderen Kliniken.

Ich werde im Herzzentrum Duisburg Meiderich operiert, die haben einen guten Ruf und schon jahrelange Erfahrung. Für die soll eine Bypass Op Routine sein. Ich hoffe nur, das das nicht zur Oberflächlichkeit verführt!

Am Montag ist erst mal eine 3 -4 stündige Vorbesprechung. Dabei möchte ich auch was über die Op-Methode wissen. Ich habe gelesen, dass es möglich ist am schlagenden Herzen (soll schonender sein) oder unter zu Hilfenahme der Herz-Lungenmaschine zu operieren. Wobei sich beim Einsatz der Herz-Lungenmaschine kleinste Partikel durch den Blutdurchfluss von den Maschinenwänden lösen können, die dann zu Komplikationen führen können. Was bei mir möglich ist, ist natürlich dem Op-Team vorbehalten, aber wissen möchte ich es schon.

Cha-Tu, ich habe heute schon viel auf dieser med1-Seite gelesen, und mir ist aufgefallen, dass Du hier schon vielen Nutzern Rat und Trost gespendet hast, herzlichen Dank dafür. Du scheinst ein wirklich einfühlsamer Mensch zu sein.

Liebe Grüße

Wuselchen

C9ha-5Tu


Hallo, Wuselchen,

ja, die Duisburger Klinik ist gut. Ich bin selbst im Ruhrgebiet gebürtig und viele meiner Verwandten leben noch dort, und eine Tante wurde in Duisburg operiert, sie war ausgesprochen zufrieden.

Bei der OP am schlagenden Herzen ist es wichtig, dass der Patient a) keine schwereren Rhythmusstörungen hat, dass er b) nicht stark übergewichtig ist und dass c) die Stelle an der Herzkranzarterie gut erreichbar ist. Aber das wirst Du am Montag ja alles erfahren. Ich drücke die Daumen, dass es bei Dir "minimal-invasiv" möglich ist, das ist schon viel milder als die OP mit der Herz-Lungen-Maschine. Vor allem ist man danach wohl schneller wieder auf den Beinen, was ja auch wichtig ist. Aber die Leute in Duisburg werden sicherlich das Richtige tun.

Wäre schön, wenn Du Dich noch mal meldest, um zu berichten, wie alles abgelaufen ist.

Danke für Dein nettes Kompliment

und liebe Grüsse

Cha-Tu

wIuselchFen20x10


Hallo lieber Cha-Tu,

vielen Dank für Deine Anteilnahme. Ich werde mich auf jeden Fall wieder melden und über das Gespräch am Montag berichten.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

wuselchen2010

w3useSlachexn2010


Hallo Cha-Tu,

heute vormittag war ich zu den ganzen Voruntersuchungen und Gespräch über alle meine Vorerkrankungen usw., ca. 3 Std. in der Herzklinik.

Es war für mich sehr von Vorteil, dass ich mich zuvor schon sehr ausführlich über die bevorstehende OP und allem was dazu gehört beschäftigt habe.

Das ganze Prozedere ist doch stramm durchorganisiert und läuft auch mit den ganzen Untersuchungen (trotz 3 Std. Dauer) sehr schnell ab. Wenn ich nicht so vorbereitet gewesen wäre, hätte ich bestimmt nur die Hälfte von allem richtig mitbekommen.

Sehr gut waren auch meine eigenen Aufzeichnungen über meine vielen früheren OPs, Untersuchungen, derzeitige Medikamente, Impfungen usw. So eine "Buchführung" über mich mache ich schon viele Jahre. Man vergisst im laufe der Jahre doch vieles und bei einer aktuellen Befragung zu solchen Sachen, fällt mir dann nicht mehr alles Wichtige und speziell die Jahreszahl dazu ein. So hilft so ein Zettel ungemein.

Die Ärztin erklärte mir wie der Ablauf mit der Untersuchung, Aufklärung über OP und Risiken ablaufen soll und ich ihr anschließend alle meine Fragen stellen kann.

Zuerst wurden etliche Röhrchen Blut abgezapft und Abstriche von Nase, Mund und Haut im Brustbereich gemacht. Die Ärztin (eine Russin) sprach etwas gebrochen deutsch und schnell, aber doch gut verständlich. Wenn ich etwas nicht verstanden hatte, sagte sie es mir noch einmal. Während der anderen Untersuchungen EKG, Lungenfunktionstest, Echolot, Wiegen und Größe messen wurden das Blut und die Abstriche untersucht ob das alles ok ist. Die Abstriche werden auf Krankheitserreger untersucht, da sowas bei so einer großen OP von großer Wichtigkeit ist um evtl. entsprechend reagieren zu können.

In erster Linie wird für den Bypass die Brustwandaterie verwendet, aber wenn das nicht geht oder nicht genug ist werden auch Venen aus dem Unterschenkel entnommen.

Was verwendet wird, kann man im Voraus nicht sagen, es kommt auf die Beschaffenheit an. Das entscheidet der operierende Arzt während der OP. Ebenso welche OP-Technik angewandt wird. Aber sehr warscheinlich wird bei mir die Herz-Lungenmaschine eingesetzt, weil auch die hinteren Herzaterien betroffen sind und man sonst nicht richtig da ran kann. Aber es würde das Optimalste was in meinem Fall das Richtige ist gemacht.

Die Ärztin sieht bei mir kein erhöhtes Risiko für die OP, da meine Diabetes II - Werte (keine Medikamente) gut sind, sich mein Übergewicht in Grenzen hält, Asthma bronchiale und Lungenfunktion ok sind.

Morgen ist der Aufnahmetag, an dem Tag wird noch nicht operiert. Wenn keine Notfälle dazwischen kommen wir es am Mittwoch gemacht. Insgesamt werde ich 7 - 10 Tage in der Herzklinik bleiben (je nach Verlauf) und dann in mein Heimatkrankenhaus mit dem Krankenwagen verlegt.

Ich habe noch so ein Röhrchen zur Lungenstärkung bekommen, das soll ich ab morgen bis zur OP alle 15 Minuten 5 mal benutzen. Man atmet ein und durch das Röhrchen langsam aus, wobei ein Piepton zu hören ist als Signal das es richtig benutzt wird.

Außerdem habe ich noch allerlei Papierkram (Fragebögen und Infos) bekommen, die ich morgen wieder mitbringen muß.

So, dann will ich mal meine obigen Schularbeiten machen, meine 7 Sachen packen und meine Kinder beruhigen damit sie sich nicht so große Sorgen machen.

Im Moment geht es mir ganz gut und habe noch nicht so große Angst. Ich sage mir da mußt du durch, denn ohne die OP geht es leider nicht. Wenn nicht hat es nicht sollen sein.

Ich gehe davon aus, dass ich mich nach erfolgreicher OP und Nachsorge wieder hier melde und über meine Erfahrungen auch zur Beruhigung anderer denen es ähnlich geht wieder berichte.

Auch wenn es bestimmt nicht Jedermans Sache ist sich so ausführlich im Vorhinein mit der Materie, einschließlich OP-Videos anzuschauen so intensiv zu beschäftigen wie ich es tat, aber mich hat es beruhigt und ich weiß was auf mich zu kommt. Das ist für MICH wichtig.

Außerdem hat es mir gut getan das alles hier im Forum zu schreiben und Deine guten Wünsche und Dein Mitgefühl von Dir lieber unbekannter Cha-Tu zu erhalten.

Liebe Grüße

wuselchen2010

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Hallo

Wollte mal mein Bericht fdazu schreiben.

Mein VBater 68 ist anfang Feb. drei Bypässe eingesetzt worden, und soweit ist alles super verlaufen. Nach 8 Tagen haben sie ihn dnn ins andere KH verlegt, wo er auch schon wieder ganz normal bewegen und Laufen konnte.Drei Tagen später bekamm er dann Wasser in der Lunge und sein zustand dann jeden Tag schlechter wurde, das sie ihn dann sogar auf intensiv zurück gelegt haben, wo er ihn der Nacht dann ein Herzstillstand bekamm und sie ihn dann 3 mal Reanimiert haben, und er ein Multiorganversagen bekam.

Er wurde dann in ein anderes KH verlegt wo er dann an zig Geräte kam (Dialyse Herz lungenmaschiene usw).

Dort hat er dann drei Wochen gelegen in Hoffen und Bangen, bis er am 26.03.10 dann verstarb. Leider war es doch nicht so ne leichte OP wie man uns das mitgeteilt hat.Und mein Vater war immer Fit. Das zu den Thema.

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