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Beginnender Zelltod in allen Organen eine Woche nach Bypass-OP

j,unipxer


Heute?

Nein. Alleine die Vorstellung.

Der Blumenladen ist bei meinen Eltern gegenüber, schon seit Jahrzehnten. Man kennt sich. Am Freitag (15.) waren wir dort, um Blumen für den Spiegel im Flur zu kaufen, etwas weißes. Dort kamen sie auch die Idee Kirschzweige mit einzubinden. Über das Wochenende hat uns diese Idee immer besser gefallen, und wir sind dann am Montag gleich hin, damit die Blüten bis heute Gelegenheit haben aufzublühen.

Das ist auch so eine Sache, an die man denken muss.

jDunKijpxer


Natürlich nicht heute, Donnerstag. Ich krieg auch schon nichts mehr mit.

Lji'TtzLex29


Juni... Ich habe heute an dich gedacht und sende dir gaaanz viel Kraft und liebe Menschen an eurer Seite, auch für deinen Mama!

Seit stark :)* :)- :)* :)- @:)

jfunge Kxatze


Wie geht es Dir? :)- :)- :)* :)* @:) @:) :°_ :)_ *:)

jHunipxer


wortlos. ganz gut.

ich weiß nicht.

ich schreibe, wenn ich es weiß.

jNungAe Katxze


:)_ :°_ :)- :)* @:) *:)

h#ei_di69


:°_ :°_ :)- :)- :)- :)- :)* :)* :)* :°_

j2unipxer


traurig.

Ich sagte dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand:

Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegengehen kann.

Aber er antwortete:

Geh nur hin in die Dunkelheit und lege deine Hand in die Hand Gottes.

Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg.

Der Text ist von der Trauerkarte. Er stand auf einer Tafel an der Krankenhaus-Kapelle. Meine Mutter hat ihn Anfang Januar gefunden. Und er passte von Tag zu Tag mehr.

Es ist seltsam was passiert. Die einen sehen dich nicht mehr, haben es vielleicht nie, für die anderen bist du plötzlich wieder sichtbar.

:)-

j1unipver


Oh man... Dieser Smiley mit der Kerze ist irgendwie furchtbar.

Ich wollte nur den Text irgendwie abschließen.

Grüße und einen schönen Abend für Euch.

h1eiMdQi6x9


:)*

CVha-MTxu


Liebe Juniper,

ich habe mal gelesen "Krankheit, Sterben und Tod klären Verhältnisse", und ich denke, das trifft zu.

Menschen, die einem nahe schienen, sind plötzlich nicht mehr da bzw. "wechseln die Strassenseite, wenn sie einen sehen" (im übertragenen Sinne).

Und Menschen, von denen man nicht dachte, dass sie überhaupt einen Gedanken an uns verschwenden, sind plötzlich "da". Ich habe das mit einer Kollegin erlebt, zu der ich ein sehr gespanntes Verhältnis hatte, sie war meine Mitarbeiterin und es "zoffte" recht oft. Als ich dann schwer erkrankte, war sie eine von denen, die mich besuchten, die an meinem Bett sassen, die offen und klar mit mir redeten, und die mich einfach nicht alleine liessen. Einen "Freund" dagegen, von dem ich wirklich dachte, er sei ein solcher, habe ich seitdem nie wieder gesehen. Ich nehme ihm das noch nicht einmal übel. Sterben, Tod, Trauer und Leid zu "begleiten", ist nicht jedermanns/jederfraus Sache.

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

jjuniVpexr


Naja,

im Moment erlebe ich eher, wie Leute mich nicht sehen, wie die 'Freundin', die mir erzählte, ich wäre nicht traurig genug und müsse auch Verständnis haben, dass sie nicht immer für mich da sein kann. Oder die Mutter einer Freundin aus der Mittelstufe, unsere Familien waren sehr eng befreundet bis plötzlich der Kontakt wegbrach. Ich war ein Jahr im Ausland, kam zurück und irgendwas war passiert. Ich weiß genau nicht was.

Seit 2003 gibt es gar keinen Kontakt mehr.

An der offenen Gruft meines Vaters meint sie plötzlich zu mir, sie und auch ihre Tochter würden sich über mehr Kontakt freuen.

Wir wohnen nur ein paar Kilometer auseinander. Ihre Tochter hat inzwischen geheiratet und zwei Kinder bekommen. Das war alles kein Grund Kontakt aufzunehmen. Aber jetzt plötzlich.

Ich kann es mir nicht vorstellen. Jetzt nicht mehr. Nicht so.

Spreu vom Weizen trennen ist ja gut, aber war tut man, wenn nur Staub übrig bleibt?

Eine Erfahrung wie du mit deiner Kollegin hatte ich nicht. Es hier zwar nicht um mich, aber trotzdem ist das nicht schön.

Ausserhalb des Forums gibt es mich in dem Thema kaum. Da ist niemand. Nein. Stimmt auch nicht.

Aber es ist niemand hier.

GGrauyamsexl


Juniper, Armes, Liebes - im Moment bist Du nicht nur alleine, sondern auch sehr einsam. Ich kann einfühlen, wie es Dir jetzt zumute ist.

Es ist möglich, dass Du jetzt - auf einem Tiefstpunkt Deines Lebens - zugleich "auch sonst noch" in eine neue Lebensphase eintrittst; gleichzeitig also ZWEI Tiefpunkte zu überstehen und verarbeiten hast.

Ich kann das schwer erklären, aber ich versuche es:

Das Erste ist, dass Du die Krankheit und den Tod Deines Vaters verkraften musst und auch den Gedanken ertragen musst, jetzt eine Halbwaise zu sein - auch wenn Du kein Kind mehr bist. Einen Elternteil zu verlieren ist so schwer!

Das Zweite ist, dass Du - vom Alter her - jetzt ins "Mittelalter" eintrittst, Kindheit und Jugend liegen längst hinter Dir und die Zeit als "junge Erwachsene" auch. Du rutschst so langsam Richtung Lebensmitte (die Du nach heutiger Lebenserwartung etwa mit 43 erreicht haben wirst), und dieses "zur mittleren Generation gehören" macht in irgend einer Weise manchmal Sorgen/Angst/Unbehagen.

Jeder Aufbruch zu neuen Ufern ist auch mit etwas Angst/Skepsis/Unruhe verbunden - wie wird es werden?? Du hast gleich zwei solcher Aufbrüche zu verkraften, schätze ich, und das ist ganz viel Arbeit. Speziell für einen feinfühligen, liebenswürdigen Menschen, wie Du einer bist.

Zu solchen Aufbrüchen gehört es auch, dass man vom einen oder anderen Freund/Weggefährten/Kameraden Abschied nehmen muss - sie gehörten zu einer Lebensphase, die vorbei ist. Ich sage immer, dass es Freundschaften/Bekanntschaften gibt, die irgendwie "verwelken" - man hat nicht Streit bekommen, aber das Gemeinsame beginnt sich zu verabschieden - man teilt die Interessen je länger je weniger. Man nimmt eine andere Richtung in der persönlichen Entwicklung. Vielleicht musst Du auch hier - als Drittes - in neue Gefilde aufbrechen.

Ich wünsche Dir alles Gute dabei - Neues wird werden und sicher auch ganz viel Schönes, Gutes, Beständiges... Jedes Wellental ist einmal durchschritten, leider dauert es manchmal sehr lange. Ich hoffe, dass Du bald wieder ein bisschen die STerne funkeln siehst.

Liebgrüsse - Grauamsel

S ignalgfarbeZ


Ich möchte dir auch Mut machen.

Mein Vater hat 2006 einen schweren Herzinfarkt überlebt, er wurde nach der Herzkatheteruntersuchung in einer Spezialklinik operiert und bekam 5 Bypässe.

Auch bei ihm gab es einige Komplikationen, aber er hat alles gut überstanden und heute geht es ihm blendend. (Gut, die Krankheit fordert natürlich ihren Tribut und er hat ein paar kleine Dinge die ihn belasten, dass die Belastbarkeit von Früher nicht mehr gegeben ist etc... Aber er lebt, und das nicht schlecht, macht etwas Sport etc...

Natürlich ist keine Situation die Gleiche und dein Dad hat sicher ein etwas anderes Krankheitsbild als meiner es hatte/hat, aber verliere nie deinen Mut. Die Medizin kann vieles ermöglichen, es ist auch immer gut jemanden an seiner Seite zu haben, der medizinische Ahnung hat. Ich rate dir, dich mit den Ärzten gut zu stellen und alle deine Fragen zu stellen, ein guter Arzt wird sie dir ehrlich beantworten. Ehrlich ist manchmal hart, aber mir war es immer lieber als keine Antwort zu bekommen.

Ich möchte Dir Mut zusprechen, denn auch in den schwärzesten Stunden deines Lebens ist jemand da, der dich nun braucht, dein Vater. Also sei stark für ihn und kämpfe weiter, ich weiß wie schwierig es ist, aber gib dich niemals auf :)* :)* :)*

SPignlalfaor4beZ


Oh...Jetzt seh ich erst... :°_ Das tut mir Leid. Hab das Ende zu spät gelesen. Hoffe du nimmst mir das nicht übel.

Ich wollte dir mit meinem Beitrag eigentlich Mut machen.

Der Schluß trifft trotzdem zu.

Auch in den schwärzesten Stunden deines Lebens gibt es Menschen und Dinge die es wert sind weiterzuleben und irgendwann wird man mit der Trauer fertig. Jeder auf seine eigene Art und Weise.

Ich wünsch dir viel Kraft :)*

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