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Beginnender Zelltod in allen Organen eine Woche nach Bypass-OP

l=ovelyx285 hat geantwortet


IHR SCHAFFT DAS SCHON! :)z du und deine familie müsst ganz stark zusammen halten und euch gegenseitig kraft geben. ich wünsche dir und deinen lieben alles gute. :)* :)* :)* :)* :)- :)- :)- :)-

C_ha-TKu hat geantwortet


Liebe Juniper,

Du ahnst kaum, wie sehr ich Deinem Vater die Daumen drücke. Er ist in meinem Alter, ich weiss, wie es ihm geht und ich weiss auch, wie es Euch geht, denn ich kenne beide Seiten, die des Patienten und die des Angehörigen. Ich denke an Euch und wünsche Euch viel Kraft und Mut, Geduld und Hoffnung, und Deinem Vater die lebensnotwendige Portion "Kampfgeist".

Cha-Tu

AMmyg0dfallxa hat geantwortet


:)*

jeunikpOe!r hat geantwortet


Der nächste Tag.

Meine Mutter war gestern abend noch mal im Krankenhaus. Ich habe den Abend bei meinem Bruder auf dem Bett liegend zugebracht. Irgendwann stand mal der Gedanke nach Kino im Raum, aber ich kann mich in den letzten Tagen nicht auf einen Film konzentrieren.

Also sind wir zu Hause geblieben, haben geredet, geschrieben und telefoniert.

Bem letzten Anruf meiner Mutter habe ich einen kleinen Schreck gekriegt. Sie hat gelacht, als sie angerufen hat. Ich dachte nur: 'Sie lacht jetzt wirklich, oder?'

Manche Sachen klingen ja recht ähnlich.

Sie hat wirklich gelacht. Freunde hatten sie begleitet, waren auch mit drin, mein Vater war wieder auf der Intensiv-Station, und es gab verhalten positive Nachrichten.

Verhalten Positiv ist jetzt schon ein Grund zu Freude und fast zu Lachtränen.

Er wurde für die Nacht an ein Dialyse-Gerät angeschlossen. Die OP hatte ein paar größere Blutungen schließen können.

Je nach dem mit wem man spricht, kann eine Situation sehr anders aussehen. Die Frau von gestern, ich weiß nicht wer sie ist, sie hatte sich nicht vorgestellt und wir hatten nicht gefragt, ist leise positiv und nach dem ich gestern gesehen habe, wie sie geschaut hat, als sie sagte, es sei kritisch, glaube ich ihr da auch.

Leise positiv.

Der Arzt, der an Neujahr um zwölf Uhr mittags von Zelltod sprach, formuliert anders.

Die Blutungen scheinen zurück zu gehen, trotzdem ist die Sitaution nicht gut. Der Begriff 'Baustelle' passt ganz gut.

Mein Vater liegt im künstlichen Koma.

Künstliches Koma. Ich verwende solche Begriffe hier nur, wenn ich sie von jemandem anders gehört habe. Ich stelle keine Vermutungen an und keine Ratespiele.

Er ist nicht bei bewusstsein, er ist im künstlichen Koma.

Meine Mutter fährt jetzt nochmal hin, am abend werden wir gemeinsam fahren. Sie war verhalten, als ich fragte, ob ich mitkommen soll. Sie meint, mein Vater sieht sehr aufgeschwemmt aus im Moment.

Gestern erzählte sie, er hat eine Wärmematratze und eine von diesen goldbeschichteten Decken, die die Wärme speichern.

Sie kann es kaum glauben, dass ich gestern unbedingt nochmal ins Krankenhaus wollte, um mit jemandem zu sprechen und auch darauf bestanden habe, das wir nochmal in die Station gehen und dort jemanden suchen.

Wir werden uns danach noch mal kurzschließen. Ich werde auch selbst noch mal hinfahren.

Ich würde ja gerne mal den Arzt treffen, den mit den Analysen, die nur bitter klingen, in denen man dann suchen muss, damit man etwas zum Festhalten findet.

Ich bin nicht mehr so geschockt wie gestern. Dieser Text fühlt sich anders an deswegen.

Was ich vielleicht noch nicht geschrieben habe, der Pfleger meinte, Hirnschäden sein nicht wahrscheinlich. So lang war die Phase der Reanimation nicht und die Leute dort haben Erfahrung.

Trotzdem.

Ich merke gerade, ich will gar nichts über die Zukunft schreiben. Das geht hier eher im vier Stunden-Takt. Danach kommt eine graue Masse. Jetzt vielleicht mehr hellgrau als gestern.

Danke euch fürs lesen und die guten Worte.

PQebbxie hat geantwortet


Hallo !

Du hast recht, sehe nicht in die weitere Zukunft, sondern was positives in nahe liegender Zeit passiert.

Für die nächsten Tage wünsche ich Dir ein immer heller werdendes grau :)_

G#rMauamxsel hat geantwortet


Ich sehe es genau so wie Pebbie.

Dass Du Deinen Vater besuchen gehst, auch wenn Du Deinem Herzen jedesmal einen Schubs geben musst - weil Du nicht weisst, was auf Dich wartet -, finde ich ganz lieb. Deine Anwesenheit wird Deinem Vater helfen bei seinem Kampf ins Leben zurück. Er kriegt es wahrscheinlich nur unbewusst mit, dass Du seine Hand hältst, aber er wird sich irgendwie "heimisch" fühlen in der lärmigen Intensiv-Station-Welt. (Ging mir damals so.)

Und dass Euer Familienzusammenhalt in diesen schweren Tagen so gut ist, stärkt Euch alle - auch für die Zukunft, was sie auch bringen wird.

Das Grau möge immer heller werden - wie Pebbie so schön formulierte.

:)*

Awmygwdallxa hat geantwortet


Das Grau möge immer heller werden....ein schöner Wunsch, dem ich mich gerne anschließe :)*

j~unDipexr hat geantwortet


Ich heute auf der Intensiv-Station, bislang habe ich ihn nur auf der normalen Station gesehen. Als ich das erste Mal auf der Intensiv war war er gerade wieder in den OP gekommen.

Ich mags gar nicht schreiben. Vielleicht morgen.

Gleich gibt es noch mal den aktuellen Stand, sie machen gerade Übergabe auf der Station.

jmun7ipe%r hat geantwortet


Ach ja, und danke für die Wünsche.

Mehr Licht, bitte.

ANmygdxalla hat geantwortet


:)- :)*

l%ncoRgnxito hat geantwortet


Ich schick mal ganz viel Glück 5km weiter ins Herzzentrum und an dich juniper :)* :)* :)*

PZebbHixe hat geantwortet


Hallo !

Von mir gibt es auch ein ganzes Lichtermeer für einen Start in eine Woche mit hoffentlich nur guten Nachrichten.

Intensivstationen sind für jemanden der dort einen Menschen besuchen will kein schöner Anblick. Besonders, wenn derjenige in dem Moment gar nicht so aussieht wie man ihn im Leben kennt. Versuche die ganzen Geräte aus Deinem Blickfeld auszuschalten und nimm Deinen Vater bei der Hand. Er wird merken das Du da bist, ich bin ganz sicher.

Liebe Grüsse

Ute

:°_

j%uniZper hat geantwortet


Heute morgen war sein Zustand unverändert im Vergleich zu gestern.

Das Dialyse-Gerät ist ein künstliche Niere, seine eigenen haben die Arbeit eingestellt. Auch in der Lunge ist Flüssigkeit, er kriegt 75% Sauerstoff und die Sauerstoffsättigung im Blut ist knapp über 90%.

Eine Hand ist vom Ellenbogen bis zum Fingeransatz bläulich verfärbt, ein Blutstau.

Wir wissen jetzt auch mehr über den 1. Januar. Ein Bypass war wieder zugegangen, er hattte einen Infarkt. Es sah nicht gut aus, er war 15 Stunden unter enger Beobachtung im OP-Bereich.

Momentan ist es so, dass alles kann, nichts muss.

Eine Frau hat ihren Mann im Saal nebenan besucht, er liegt dort seit 14 Tagen und soll langsam wieder aufwachen. Soweit ist mein Vater noch nicht.

Ich weiß nicht, ob er merkt, dass ich da bin, dass überhaupt jemand da ist.

Er hatte gestern eine Träne im Auge.

Ich weiß es nicht.

Er kriegt Unterstützung für alle wichtigen Funktionen. Auf der Intensiv-Station, das ist wie ein Brutkasten. Sie sind alle auf Hilfe von Aussen angewiesen.

Ich hab so Angst, dass ich meinen Papa nicht wiederkriege.

GHrvauDam|sel hat geantwortet


Er hatte gestern eine Träne im Auge.

Er spürt Euch und Eure Liebe und den Kummer.

Ich hab so Angst, dass ich meinen Papa nicht wiederkriege.

Ja, Töchter haben ein ganz spezielles Verhältnis zum Papa - er ist der erste vom anderen Geschlecht, den sie lieb haben. Weil ich selber solchen Schmerz auch erlebt habe, wie Du ihn jetzt ertragen musst, weiss ich, dass es Dich innerlich fast zerreisst.

Ich denke an Dich und drücke Dich. :)-

jJunipxer hat geantwortet


Ich bin 29. Die Beziehung zu meinem Papa... Er würde nie sagen, dass er stolz auf mich ist. Ich kriege das nur um drei Ecken und vier Kanten mit.

Aber wir sind uns nah, das bestimmt.

Sie überlegen, ob sie ihn wieder in den OP holen, wegen der Lunge.

Mein Bruder ist elend erkältet, der hat die Silvesternacht auch im Krankenhaus verbracht, weil ein Freund sich den Fuss gebrochen hat. Das rächt sich jetzt.

Also er wird heute nicht in die Intensiv-Station gehen.

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