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Beginnender Zelltod in allen Organen eine Woche nach Bypass-OP

G}rauahmsel hat geantwortet


Er würde nie sagen, dass er stolz auf mich ist. Ich kriege das nur um drei Ecken und vier Kanten mit

Väter sind unheimlich scheu, wenn es um Gefühle geht! Und Väter neigen dazu, das versteckte Lob SO zu streuen, dass es ankommt... x:)

jwu>nlipxer hat geantwortet


Ja. Stimmt.

Allerdings hat es eine Weile gebraucht, bis es ankam.

Das ist erst in den letzten Jahren passiert.

Kam irgendwie mit dem Erwachsen(?) werden.

Zu sehen, dass ich sehr wohl alleine lebensfähig bin. Und gar nicht so unselbstständig und verschreckt wie es immer den Anschein hatte.

Und ich habe aufgehört, mein Haar zu färben, das ist über die Jahre grau geworden. Wie bei vielen Frauen in seinem Teil der Familie.

jiunpipexr hat geantwortet


Meine Mutter hatte eben auf dem Weg zum Krankenhaus eine Reifenpanne.

Das gibt's doch alles nicht.

CAha?-Tau hat geantwortet


Liebe Juniper,

so war es damals, vor gut 20 Jahren, auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in Belgien, als meine Mutter dort operiert wurde und während der OP einen Schlaganfall bekam. Die 10 Tage, die sie im Koma auf der Intensivstation lag, waren für mich die Hölle. Ich war damals mit nach Belgien gefahren, habe mir im Krankenhaus ein Zimmer genommen (in Belgien ging das, jedenfalls damals), um immer und sofort zur Stelle zu sein. Ich wachte morgens auf und dachte "Mutter" und ging abends zu Bett und dachte "Mutter". Zwischendurch war ich fast ständig am Telefon, um die Geschwister und Verwandten meiner Mutter im Münsterland zu informieren und um mir selbst Kraft aus den Telefonaten mit meiner Frau zu holen, die berufstätig war und nicht mit nach Belgien kommen konnte (wir lebten in Süddeutschland). Es war einfach nur SCHLIMM. Und dabei immer die Angst, meine Mutter zu verlieren...

Die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schrecklich, ich fühle das genau mit Dir, denn ich habe diese Angst sowohl bei meinem Vater als auch bei meiner Mutter erfahren. Bei meiner Mutter war es schlimmer als bei meinem Vater. Die Mutter ist für den Sohn und der Vater für die Tochter "die erste grosse Liebe", da hat Grauamsel absolut Recht. Und die zu verlieren, das zerreisst einen, ja, allein der Gedanke daran zerreisst einen, zumindest dann, wenn man noch ein jüngerer Mensch ist (ich war damals Ende 30, schon älter, aber noch jung genug, um dieses Zerreissen zu spüren).

Ich denke an Euch, und drücke Euch beide Daumen, dass Dein Vater es schafft, sich den Weg zurück ins Leben kämpft. Glaube mir, ich habe sehr sehr schlimme "Fälle" gesehen, die heute topfit sind. Irgendwo im Forum schrieb ich von meinem besten Freund, der in der Schweiz lebt. Er lag 2000 "auf Leben und Tod", es hatte sich nach einer Bypass-OP eine schwere Infektion des Brustkorbs gebildet, er lag tagelang mit geöffnetem (!) Brustkorb auf der Intensiv, weil der Brustkorb ständig von Antibiotika durchspült wurde. Seine Familie und wir Freunde haben nicht mehr viel für sein Leben gegeben, obwohl ein letzter winziger Rest Hoffnung immer blieb. Und im Jahr 2001 kam dieser Schwerstkranke mit dem Fahrrad (!!!) aus der Schweiz bis ins Rheinland, 800 km in 10 Tagen, um uns zu besuchen! Er ist Lehrer, wie Dein Vater, und hat sich wieder hochgestrampelt. Das ist nun im kommenden Jahr 10 Jahre her, und ihm geht es besser denn je. Natürlich arbeitet er immer noch als Lehrer, und wird in 3 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen...

Herzliche Grüsse und bitte bewahre die Hoffnung!

Cha-Tu

fCrechxpony hat geantwortet


juni, ich weiß, ich habs schonmal geschrieben - ich wünsche dir viel kraft und deinem vater noch mehr! ich denk an dich!

s]a<llyhvessxen hat geantwortet


ALLES GUTE FÜR DEINEN VATER UND FÜR DICH GANZ VIEL KRAFT.

Mein Vater hatte auch nach der Bypass-OP Wasser in der Lunge. Es hat lange gedauert, aber es ist zurückgegangen.

Und sein Bein war fast schwarz von einer inneren Blutung.

Es hat zwar gedauert - aber jetzt ist alles in Ordnung.

Ich weiß es ist leicht gesagt, hab Geduld und viel Vertrauen in die Ärzte.

jLunUipexr hat geantwortet


Wow. Ihr seid echt toll.

Sie wollen heute nachmittag, wann auch immer das ist, nochmal operieren, um der Lunge zu helfen.

Vielleicht geht ja doch alles gut.

sXallyhe8ssexn hat geantwortet


Bestimmt wird alles gut :)*

_6TsuLnamix_ hat geantwortet


Vielleicht geht ja doch alles gut.

:)* :)* :)*

A,my]g_dallxa hat geantwortet


Liebe juniper, es ist schwer, diese Ungewissheit....wenn Du magst....ich nehm Dich mal virtuell in den Arm :°_

Zu sehen, dass ich sehr wohl alleine lebensfähig bin. Und gar nicht so unselbstständig und verschreckt wie es immer den Anschein hatte.

Deine Worte hier im Faden klingen klug, warm und ausgesprochen sympathisch. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Dein Vater stolz auf Dich ist. Auch wenn er es nicht zeigen kann.

Weiter viel Kraft :)*

jSunipxer hat geantwortet


;-D @:) Danke Amygdalla

Mein Vater wird gerade wieder in den OP gebracht. Das ist Wahnsinn, wie die da arbeiten. Die OP war für den Nachmittag angedacht und wird jetzt am späten Abend noch gemacht.

Zu den Menschen in der Klinik habe ich wirklich Vertrauen und Hochachtung. Die Arbeit, die da geleistet wird, lässt sich kaum in Worte fassen.

Ich war heute nicht in der Klinik. Meine Mutter war eben noch da und mit ihr habe ich telefoniert. Die Reifenpanne heute früh hat uns viel Zeit gekostet. (Komischer Ausdruck ...Zeit kosten...). Jetzt hat der Wagen vorne zwei neue Reifen.

Mein Vater war die Nacht über soweit stabil. Die Lunge macht Probleme und das Herz tut sich noch schwer beim Pumpen, die Sauerstoffversorgung ist entsprechend schlecht. Die Beatmung ist auf 80% Sauerstoff.

Aber - und jetzt kommt ein fettes, positives Aber - das Herz pumpt selbstständig, es wird nur unterstützt. Puls und Blutdruck haben sich positiv entwickelt.

Sie wollen die Lunge entlasten, Blutergüsse, wohl Reste der Blutungen(?), entfernen. Auch lagert sein Körper weiter Wasser ein, was nicht unproblematisch ist und die Lunge weiter beeinträchtigt. Wenn ich das alles richtig verstanden habe.

Wir reden nicht über die Zukunft, betrachten die anderen Probleme die sich auftun eher mit Humor und streiten uns nicht.

Jeder tut was er kann und wird soweit entlastet und geholfen wie es geht.

Und dem ist jetzt auch erstmal nichts hinzuzufügen.

Grüße und eine gute Nacht für alle.

Juni

jrun^ipexr hat geantwortet


Oh. Der fette Smily war nur ein Test, der sollte da gar nicht hin. Ich war nur neugierig, ob ich den auch finde. Bin nicht so der Smily-Experte.

Vielleicht bringt er ja Glück, mit seinem Kleeblatt.

LOiTtL?e2x9 hat geantwortet


Liebe Juniper

fühl dich ganz doll gedrückt von mir. habe auch einen "Herzpapa" hier zu Hause sitzen und bin froh das er soweit fit ist....wenn ich lese was ihr da mit macht und deine Worte

Ich habe Angst das ich meinen Papa nicht wieder kriege

könnten von mir sein :°(

Ich habe auch Angst vor Rückfällen oder ähnlichem....

Seit stark haltet zusammen und dein Papa merkt genau wann ihr da seit...glaub mir!

Ich bin übrigens auch 29 wie du :)* :)* :)* :)* :)* *:)

Liebe Grüße

Zein~a 5 hat geantwortet


@ Juniper

Zu allererst: Ich drücke deinem Vater die Daumen! Und ich verstehe, wie dir zumute ist.

Dennoch bin ich entsetzt. Da kommt ein relativ gesunder Mensch zur Herzkatheteruntersuchung ins KH, es erfolgt eine Bypass-Op, und nun schwebt dieser Mensch zwischen Leben und Tod. Und es wird kein einziges Mal hinterfragt, ob dies alles mit rechten Dingen zugeht. Stattdessen wird der Klinik weiterhin uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht, als sei es Gesetz, dass alles, was dort passiert bzw. sich verschlechtert, allein dem Patienten anzulasten ist.

Vielleicht ist das zumindest eine Anregung, den Ärzten ein paar kritische Fragen zu stellen. Mit blindem Vertrauen kommt man leider meistens nicht weiter.

M"r.P>uschwexl hat geantwortet


den Ärzten ein paar kritische Fragen zu stellen.

Welche denn?

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