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04.03.10 17:41
Guten Abend liebes Forum,
Vor 3 Wochen begann bei mir ein recht diffuser Schmerz im linken Thorax, ein leichtes zeiehn und ein Druckgefühl.
Alarmiert ging ich zum Hausarzt, EGK war okay, Blutdruck zu hoch, ich wurde noch am gleichen Tag zu einem Internisten verwiesen.
BelastungsEKG okay, aber ich machte früh schlapp (125 Watt nach einer allerdings auch schlaflosen Nacht), Herzultraschall, beides völlig befundlos. Blut ebenfalls.
Danach ein Röntgen des Thorax, ebenfalls Befundlos. Die Beschwerden lösten sich auf.
Kehrten aber vor 9 Tagen wieder auf.
2 Besuche in der Notaufnahme der hiesigen Klinik, 2 Blutbilder, wieder befundlos, ebenso ein Ultraschall des Bauchraums. Beide male ambulant entlassen worden. Verabreichung von Beruhigungsmitteln und einem milden Betablocker, da ich scheinbar zur Hypertonie neige.
Die Beschwerden sind noch immer vorhanden, verändern sich manchmal minimal - heute habe ich den Druck im linken Thorax, dazu einen Wirbelsäulenschmerz.
Was kann das sein? Doch Infarktvorboten, oder müsste dann gerade das BelastungsEKG/Echo etwas ergeben haben? Rein Orthopädische Beschwerden?
Bitte um Aufklärung!
04.03.10 18:06
Bleibt halt die Frage, ob die bisherigen Untersuchungen eine koronare Krankheit ausreichend ausschliessen können...
04.03.10 19:06
BelastungsEKG okay, aber ich machte früh schlapp (125 Watt nach einer allerdings auch schlaflosen Nacht), Herzultraschall, beides völlig befundlos. Blut ebenfalls.
Bleibt halt die Frage, ob die bisherigen Untersuchungen eine koronare Krankheit ausreichend ausschliessen können...
Es kommt darauf an, was Du unter "ausschliessen" verstehst. Einen 100%igen Ausschluss bietet nur eine Herzkatheter-Untersuchung, die allerdings mit Risiken verbunden ist.
Wenn ein Belastungs-EKG "ausreichend hoch belastet" ist, kann man recht sicher sein, dass keine KHK vorliegt.
Das Problem ist bei Dir natürlich, dass "ausreichend belastet" so eine Sache ist. Wenn ich mal rückschliesse aus Deinem Nickname, dass Du ca. 28 Jahre alt bist, sind 125 Watt natürlich sehr "mager", und man kann kaum von "ausreichend belastet" reden.
Und was heisst also "früh schlapp"?
Konntest Du atem-mässig nicht mehr, hattest Du Probleme mit den Oberschenkeln?
Ferner: Bist Du übergewichtig? Rauchst Du?
Das alles sind Dinge, die man wissen müsste, um Näheres dazu zu sagen.
So viel kann aber gesagt werden: Wenn ein Belastungs-EKG ausreichend belastet ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer KHK sehr gering.
Gruss
Cha-Tu
04.03.10 19:18
Früh schlapp bezog sich auf die 125 Watt, meine Oberschenkel haben gesäuert, Atem war relativ in Ordnung. Ich habe Übergewicht (~115kg auf 188cm), allerdings habe ich im Verlauf der letzten 8 Monate bereits knapp 30 Kg verloren und natürlich sollen das auch noch mehr werden.
Ich bin Nicht-Raucher, 27 Jahre alt und untrainiert, beim Belastungs-EKG hatte ich halt durch vorherige Aufregung etc. die Nacht über nicht geschlafen.
Mein Blutdruck war scheinbar laut Befund in Ruhe deutlich zu hoch, reagierte aber normal auf die Belastung.
Über jede weitere Antwort, gerade von dir Cha-Tu, würde ich mich sehr freuen.
04.03.10 19:48
Hallo, Ferris,
herzlichen Glückwunsch zur Gewichtsreduktion. Das ist schon mal ein sehr guter Start in ein gesundes Leben 
Dass der Blutdruck belastungsmässig normal reagiert hat, ist auch ein gutes Zeichen. Und dass der Atem bei 125 W i.O. war, ist auch gut. Klar, wenn man nicht trainiert ist, machen die Oberschenkel als erstes schlapp.
Vielleicht könntest Du das Belastungs-EKG wiederholen, wenn Du ein wenig trainiert hast? So in 3 Monaten?
Wichtig wäre halt, eine für Dein Alter halbwegs normale Belastung zu erreichen. Ich denke, 150, besser 175 Watt in Deinem Alter würden eine deutlichere Aussage ergeben (wenn Du irgendwann mal Normalgewicht hast, müsstest Du nach einigem Training durchaus 225 oder mehr schaffen).
Wenn dann a) während des EKGs keine Angina Pectoris Beschwerden auftreten und b) sich die ST-Strecke im EKG nicht absenkt, dürftest Du recht sicher sein, keine KHK zu haben.
Wenn weitere Fragen sind: Bitte gerne...
Lieben Gruss
Cha-Tu
04.03.10 21:15
Mh okay, leuchtet soweit ein.
Eins bleibt aber dennoch offen. Ich habe ja nun seit circa 3 Wochen diesen diffusen Thoraxschmerz, selten dazu auch "echten" Rückenschmerz. Der Schmerz ähnelt einem gewissen Druck kombiniert mit einem leichten Ziehen & Präsenzgefühl. Wärme hilft zumeist, auch liegen auf der Seite, Belastung scheint dem Schmerz grösstenteils egal zu sein. (manchmal klingt er eher ab, manchmal nimmt er etwas zu)
Er ist Atemunabhängig, Nahrungsunabhängig und manchmal für mehrere Stunden (fast) völlig verschwunden.
Ich empfinde ihn als massive Bedrohung, allerdings haben bisher alle Ärzte mich damit nach Hause geschickt.
Erste Blutdruckmessungen ergaben stets um die 160/100, bei relativer Ruhe und im Krankenhaus war der Blutdruck zumeist bei 145/95.
Insgesamt wurden 3 komplette Blutbilder (auch mit Troponin) gemacht, das BelastungsEKG&Echo vor 3 Wochen nach dem Auftreten der Beschwerden, insgesamt 5 EKG´s zu verschiedenen Tageszeiten, ich wurde 2mal komplett abgehorcht, einmal verkürzt.
Mein Puls reagierte einmal nach relativ starker privater Belastung etwas über, daher war ich auch das Zweite mal in der Notfallklinik, da ich in der Woche davor zum ersten mal über 3 Tage lang ein Blutdrucksenkendes Medikament einnahm wurde mir gesagt, dass es normal sei, dass der Ruhepuls sehr lange braucht, bis er wieder in einen Normalbereich zurückkommt. Dank Panik hatte ich in der Klinik einen Puls von 120, nach einiger Zeit 96, Stunden später zuhause dann wieder meine üblichen ~80.
Ich bin halt total verunsichert, habe nun wieder das Blutdrucksenkende Medikament verschrieben bekommen "und das wars".
Kann das sein? Spricht irgendetwas doch für eine KHK?
04.03.10 21:24
Nein - es spricht nichts für eine KHK.
Wohl aber für sogenannte "vertebragene" Beschwerden. D.h. vom statischen System (Wirbelsäule, Muskeln und Bänder) ausgehend. Eine Blockierung im BWS-Bereich kann solche - nicht belastungsinduzierten - Beschwerden typischerweise verursachen.
Du solltest dich bei einem Chirotherapeuten und/oder Orthopäden vorstellen um dies abklären und behandeln zu lassen.
Viel Erfolg dabei und gute Besserung, 
A.
04.03.10 21:25
Edit: (Gibts hier keine Editierfunktion oO?)
Auch weiss ich absolut nicht, ob ich unserem Hauseigenen Blutdruckmessgerät überhaupt trauen kann (ist schon etwas älter), heute habe ich mit 150/71 z.B ein für mich sehr wirres Ergebnis erhalten (ein paar Minuten nach dem Treppensteigen), generell sind alle Messungen von Ärzten immer deutlich "netter", als die, die ich privat erziele.
04.03.10 21:26
@Annalena64 - Der Orthopäde ist morgen früh (endlich) dran, da war der Termin harte Arbeit 
04.03.10 23:14
Ich leide an einer Angststörung und versuche mich auf diese Weise mich zu beruhigen, mich zu konfrontieren & dazu zu lernen.
05.03.10 07:29
Hallo, Ferris,
tust Du etwas gegen Deine Angststörung? Durch Sammeln von Fakten ist die nämlich nicht in den Griff zu bekommen. Das nur nebenbei... 
Machen wir mal Realitätsprüfung:
Wenn Du, wie Du sagst, diese Schmerzen oft sehr langanhaltend hast (und wenn ich Dich richtig verstanden habe, dauern manche Schmerzepisoden stundenlang (zumindest schliesse ich das daraus, wenn Du schreibst, dass Du sie manchmal für Stunden verschwunden sind)), dann müsstest Du eine gravierende (!!!) KHK haben. Eine "normale" KHK tut immer nur kurz weh, wenige Minuten bis maximal 20 Minuten (Angina Pectoris, die mehr als 20 Minuten dauert, ist meist ein Infarkt) und vor allem: Sobald man sich hinsetzt, oder unterwegs stehen bleibt, ist der KHK-Schmerz innerhalb weniger Sekunden (!) verschwunden.
Wenn das NICHT der Fall wäre, dann läge nämlich eine "instabile Angina Pectoris" vor, und die hast Du GARANTIERT nicht, weil jeder Arzt die bereits auf einem Ruhe-EKG erkennen könnte. Ein Belastungs-EKG hält kein Mensch mit instabiler Angina aus, jedenfalls nicht bis 125 W.
Das sind FAKTEN.
Ich denke, wie auch Annalena, dass Deine Problem vom Rücken/Knochen/Muskulatur/Halteapparat kommen, das ist bei Übergewichtigen leider sehr oft der Fall (ich weiss, wovon ich rede...
und ich denke, der Orthopäde wird Dir heute auch einiges dazu sagen.
Zum Thema Blutdruckgerät: Nimm das Gerät das nächste Mal mit zum Arzt und mache eine Probemessung: Erst soll er Deinen RR links messen, und dann Du Dein RR links. Aber bitte am gleichen Arm bleiben, denn die Blutdrücke sind links und rechts immer unterschiedlich, daher kann man es nicht vergleichen, wenn man an verschiedenen Armen misst.
Gruss zum Morgen
Cha-Tu
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