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Herzstolpern/ -aussetzer

Caha-yTu


Jason,

die klientenzentrierte Gesprächstherapie ist eine psychotherapeutische Methode (sagen wir es mal so knapp, denn eigentlich ist es eine regelrechte Therapiephilosophie), die von Carl Rogers entwickelt worden ist. Sie geht davon aus, dass der Klient (sie nennen den Patienten auch "Klienten", weil das gleichberechtigter ist als "Patient") im Mittelpunkt der therapeutischen Sitzung steht, und dass der Klient allein bestimmt, was Thema der Sitzung ist. Der Therapeut ist im Prinzip nur moderierend tätig, nicht wirklich "lenkend" (darum heisst diese Therapieform auch öfters mal "nicht-direktive Therapie", also "nicht-lenkend")

Wichtig dabei ist, dass der Therapeut den Klienten bedingungslos wert schätzt und so annimmt, wie er gerade in diesem Augenblick ist.

Dann hat der Therapeut "echt", authentisch zu sein. Nicht irgendwelche Tricks im Umgang miteinander sind Inhalt, sondern der Therapeut als Mensch steht dem Klienten als Mensch gegenüber, und versuchen, miteinander im Gespräch etwas für den Klienten zu tun.

Und drittens hat der Therapeut empathisch zu sein, d.h. er muss sich einfühlen können in die Probleme des Klienten, er muss sich also zeitweise die (Welt-)Sicht des Klienten zu Eigen machen können.

Auf dieser Grundlage finden klärende Gespräche statt.

Diese Form der Therapie wird von den Krankenkassen nicht anerkennt, aber es gibt zunehmend mehr Therapeuten, die "offiziell" Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie machen, "inoffiziell" aber durchaus eine Therapiesicht haben, wie Rogers sie empfiehlt.

Löckchen,

ich freue mich sehr, dass Du es so sehen kannst...

Schönen Gruss

Cha-Tu

jZasKon2x7


ok ich habe verstanden aber es hört sich nicht an als würde mir diese form von therapie helfen. es klingt als müssten man viel mehr selber machen und versuchen selber daraus zu kommen.

K5nutischixle


zum Beispiel mit Sport :-@

L0öckch+enx1


Knurschile ???

KHnuts:cxhile


es klingt als müssten man viel mehr selber machen und versuchen selber daraus zu kommen.

Eine gute Methode ist Sport, so gewinnt man wieder Vertrauen in den Körper, Löckchen.

Das wollte ich damit sagen.

LAöckcYhenm1


Hi Jason

Dich hat doch die Verhaltenstherapie interessiert. Schau mal hier:

[[http://www.palverlag.de/Kognit.-Verhaltenstherapie.html]]

L1öckchJexn1


Ja und Sport senkt den Stresshormonspiegel im Blut, man kann dadurch besser entspannen.

Das ist aber auch schon alles.

Ein Angststörung läßt sich damit nicht therapieren.

K(nutwschixle


Ich kann nur meine Erfahrungen weiter geben, die ich gemacht hab. Als 2008 mein Herz verrückt gespielt hat (üb. 5000 Extraschläge, VHF, SA-Block, AV-Block, Sinusarrhythmie) habe ich auch eine Angststörung (Panikattacken etc.) entwickelt. Es gab Wochen da habe ich mich nicht mehr aus den Haus getraut, hatte Angst einkaufen zu gehen, dachte mein Herz bleibt stehen. Hatte absolut kein Vertrauen in meinem Körper, wollte aufkeinenfall so weiter leben, wo die Angst mein Leben geherrscht.

Hab dann wieder den Mut gefasst mit Sport anzufangen und begleitend eine Psychotherapie gemacht, bin viel geradelt, habe mich jeden Tag ein wenig gesteigert und jeden Tag wieder mehr und mehr Vertrauen in mein Körper/Herz gewonnen. Ich kann für mich sagen, Sport hat mir sehr viel gebracht und ich gebe sehr gern die Erfahrung weiter! Du hast deine Meinung und ich meine, was jeder damit anfängt, ist jeden selbst überlassen.

Natürlich hat mir Cha-Tu damals auch viel geholfen @:)

Heute geht mir supi und die vielen HRS sind Nebensache *:)

L7öc%kch%eqnx1


Kann es sein, das der Mut zum Sport und der Mut die Angst aushalten zu können durch den Zuspruch des Forum und Cha-Tu und deines Psychotherapeuten kam?

CrhOa-xTu


Hallo, Knutschile,

wichtig ist bei Deinem Bericht, dass Du (Deine Worte!) "begleitend eine Psychotherapie gemacht" hast. Genau das ist der wichtige Punkt. Sport alleine "schafft" eine ausgewachsene Angststörung nicht, aber er kann sehr unterstützend wirken (und den Heilungsprozess sehr beschleunigen), weil er die Vertrauensbildung in den eigenen Körper unterstützt (was bei "Organneurosen" extrem wichtig ist).

Generell hat Sport eine sehr positive Wirkung auf die Psyche, und zwar sowohl physiologisch (Zunahme bestimmter "Glückshormone" ;-)) als auch psychologisch. Ich selbst kann leider keinen Sport mehr machen (jedenfalls nicht so, wie ich es vor 5 Joder sogar vor 3 ahren noch konnte), aber ich gehe jeden Tag 30-60 Minuten, das ist für mich ein absolutes Muss (zügiges Spazierengehen; noch nicht ganz "Walking", aber an der Grenze), und es tut mir gut, trotz deutlicher Verschlechterung der Herzsituation in 2009. Wenn ich aufhören würde, mich regelmässig zu bewegen, würde meinem Leben sehr viel fehlen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

KpnutsFch]ile


Löckchen,

ich treibe Sport seid ich denken kann, gehört einfach zu meinem Leben. Ich wollte von mir selber aus endlich wieder Sport treiben, ich wusste wie mein Leben früher war, ohne Angst, ohne Panik. Da wollte ich unbedingt wieder hin, meine Hausärztin, mein Kardiologe, mein PsychoDoc und Cha-Tu haben mich dabei unterstützt. Ich denke das persönliche Gespräch ist da wichtiger, als so ein Forum, hier kann man sich höchstens Ratschläge holen.

Sport hat mir sehr geholfen, es muss ja kein Leistungssport sein, sondern wie Cha-Tu schon schrieb, 30-60 stramm laufen oder radeln, sowas sollte bei jeden zum Alltag gehören.

Weiter so Cha-Tu ;-)

LZöck^chxen1


Sport hat mir sehr geholfen, es muss ja kein Leistungssport sein, sondern wie Cha-Tu schon schrieb, 30-60 stramm laufen oder radeln, sowas sollte bei jeden zum Alltag gehören.

Dem kann ich nur zustimmen.

zj 750- (Jx)


hallo ihr lieben..bei mir wirds auch wieder wilder...tief einatmen herzstolperer wie verrückt... das macht mich waaaaahnsinnig.... :-(

jEasojnx27


ich habe heute den ersten therapeuten angerufen , den fand ich nicht gut. er fragte mich ob ich schon mal eine therapie gemacht habe. ich sagte ja und fügte hinzu das ich mit der menschlichen seite des therapeuten zufrieden war aber es brachte kein erfolg. er sagte ich solle wieder zum ihm gehen und mit ihm reden und noch mal die therapie versuchen !

ich rufe gleich noch andere an !

CQhaR-Tu


Was soll das denn? Seltsame Antwort des Therapeuten...

Jason,

ich würde dem Angerufenen auch nicht so viel am Telefon erzählen. Ich würde auf so eine Frage sagen, dass ich bereits in Therapie gewesen bin, das aber schön länger her sei, und mehr dazu (noch) nicht sagen möchte.

Mach weiter, lass Dich nicht entmutigen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

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