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Faktor V Leiden, Pille und Heparin

f6ienc)heon_8x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo und guten Abend,

mich würde es brennend interessieren ob es möglich ist trotz Faktor V Leiden die Pille (mit Östrogene) zu nehmen. Würden da nicht Heparinspritzen zur Profilaxe gegen Thrombosen helfen? Oder müßte man dann gleich zu Marcumar greifen?

Veilleicht ist hier ja jemand vertreten die dazu was beitragen könnte. Wäre ganz toll und ich bedank mich schon mal im Voraus!

LG

Steffi

Antworten
SBamWlMeHma


Negativ. Keine Thromboseneigung mit hormonhaltiger Verhütung kombinieren.

Wieso unbedingt die Pille?

PLrima8x1


Hallo fienchen_83,

es ist natürlich nicht empfehlenswert, mit einem Faktor-V-Leiden eine Pille mit Östrogenen einzunehmen. Ich nehme an, dass Du eine heterozygote Faktor-V-Mutation hast? richtig?

Natürlich könnte man wenn man die Pille einnimmt, Heparin prophylaktisch spritzen, aber willst Du das wirklich? Dich jeden Tag deswegen zu pieksen? Vorallem wird mit dieser Begründung Dir die Krankenkasse sicherlich nicht auf Dauer die Kosten für das Heparin übernehmen. Naja und deswegen gleich zu Marcumar zu greifen, das ist dann schon die hardcore-Variante und es wird kaum einen Arzt geben, der Dir deswegen das Marcumar verschreibt, ist ja auch nicht ohne Nebenwirkungen.

Ich empfehle Dir eine Hormon-Spirale, dir geeignet ist für Frauen mit Gerinnungsstörungen und Frauen empfohlen wird, die noch keine Kinder haben. Denn generell haben die Spiralen den Ruf weg, dass dies Frauen die noch keine Kinder zur Welt gebracht haben, sich nicht einsetzen sollen, dies bezieht sich aber auf die "alten" Kupferspiralen.

N?alIa8x5


Wieso unbedingt Hormonspiralen?

Das sind die größten am Markt und bergen unnötige Risiken.

SPam:lem+a


Ich würd noch nicht mal ne Hormon-Spirale nehmen, weil die auch das Thromboserisiko erhöht.

Alleine durch die Mutation ist das Risiko 5-10fach erhöht, mit der Pille noch mal um das 35fache, insgesamt also ein 175 bis 350 faches Risiko. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hormonspiralen da wesentlich besser sind.

P rimZa81


Ich selber habe eine heterozygote Faktor-V-Mutation. Diese Spirale wirkt mit sehr sehr wenigen Hormonen, und ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich meine sogar ohne Östrogen.

Diese Spirale wurde mir von verschiedenen Ärzten empfohlen (speziell bei Gerinnungsstörungen) und ich finde sie super! Kann ich nur weiterempfehlen! :)^

S]amxlema


[[http://www.aekno.de/downloads/aekno/iqn-kontrazeption03.pdf]]

Kein Risiko: Kupfer IUD, Tubensterilisation, Vasektomie, Natürliche Familienplanungsmethoden, Kondome/Spermizide

Geringes Risiko: Levonorgestrel-IUD (Mirena)

Mittleres Risiko: Hormonimplantate, Minipille, östrogenfreie Ovulationshemmer

Erhöhtes Risiko: Hormonpflaster, Vaginalring

Deutlich erhöhtes Risiko: Ovulationshemmer, ungewollte Schwangerschaft

Lies mal durch, den Link. Viele Dinge sind unverständlich, aber vieles ist sehr sehr interessant.

NfalNaL85


Aber wieso Hormonspiralen wenn man es viel einfacher ohne Hormone haben kann?

Kupferspiralen und Gynefix sind wesentlich kleiner und nicht so sperrig und sie beeinflussen den Körper nicht.

P-rima.81


Ich habe die Mirena-Spirale, also geringes Risiko!

SKaam@le]mAa


Ich habe die Mirena-Spirale, also geringes Risiko!

Du schießt dir selbst ins Bein. Es ist zwar gering, aber das Risiko ist da. Außerdem ist das Thromboserisiko durch das Leiden eh schon 5-10fach erhöht.

o rBbit7uxs


Abgesehen davon, dass es keinen arzt gibt der dir die pille+blutverdünner verschreibt und keine krankenkassa die dir das bezahlen wird, ist eine dauerhaft blutverdünnung mit sehr vielen risiken verbunden (diverse blutungen, schlechte wundheilung, die knochen werden angegriffen, haarausfall, blutbildveränderungen etc etc) und du müsstest dir mehrmals täglich eine spritze geben (bei heparin). Also erkundige dich über alternative verhütungsmethoden, die stehen der pille teilweise in punkto sicherheit um nichts nach (bei richtiger anwendung ;-) ).

Hormonspiralen haben nur gestagene, aber dass die das thromboserisiko nicht erhöhen stimmt nicht, nur nicht so stark wie eine kombipille oder eine schwangerschaft.

NSala8x5


Ich leg nach

[[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=34684]]

Beim Vorliegen von Thrombosen oder thrombembolischen Komplikationen ist eine strenge Indikationsstellung beziehungsweise gegebenenfalls vorzeitiges Entfernen von Mirena angezeigt (1). Auf Symptome wie Unterleibsschmerzen, Hypermenorrhö, Dysmenorrhö und passagere Zwischenblutungen sollte nach Insertion von Mirena besonders aufmerksam geachtet und die Patientinnen sollten über das Perforations- bzw. Expulsionsrisiko adäquat aufgeklärt werden.

Kxalon\ike


Hallo!

Also ich hab auch dieses Faktor V -Gen (heterozygot), was erst vor kurzem festgestellt wurde...Habe knapp vier Jahre lang eine "normale" Pille (Belara) genommen und keine Probleme gehabt. Jetzt nehme ich die Pille "Cerazette", weil die nur Gestagen enthält. Ich komme mit der klar, hab jetzt vier Wochen damit hinter mir...nur die ersten Tage waren ein wenig schwierig...aber keine Schmerzen, sondern Stimmungsschwankungen...hat sich aber schnell gelegt...Ich empfehle dir, dich von deinem Frauenarzt beraten zu lassen, der weiß es am besten.

Lieben Gruß

MconiM


Ich empfehle dir, dich von deinem Frauenarzt beraten zu lassen, der weiß es am besten.

Ja, da kann man nur hoffen, dass er es wirklich am besten weiß.

Mit einem Faktor V Leiden gehört man zu einer Risikogruppe, für die hormonelle Präparate kontraindiziert oder sehr strenge Indikationsstellung haben. Man sollte also lieber auf nicht-hormonelles Ausweichen. Auch hier gibt es sehr sichere Präparate. Da hier schon die (relativ große) Hormonspirale erwähnt wurde: Moderne Kupferspiralen sind laut Dachverband der Gynäkologen (siehe Leitlinien für Verhütung von 2007, die sollte mittlerweile hoffentlich jeder Gyn kennen) auch für junge Frauen vor Entbindung geeignet, va die Kupferkette wäre hier auch eine Möglichkeit. Gerade bei einem Faktor V Leiden sollte man darüber ernsthaft nachdenken.

nZanc7hen


Hey,

also ich hab auch eine APC-Resistenz die extremere Version. Als das Problem noch nicht bekannt war habe ich mit dem Verhütungspflaster verhütet. Nachdem mich aber mehrere Ärzte für bekloppt gehalten haben. Ich sogar einmal fast heulend aus der Praxis von meinem HA gelaufen bin, weil der mich für verrückt gehalten hat, habe ich auch wegen anderen Dingen das Pflaster nicht mehr verwendet. Dann hab ich es mit der Cerazette versucht, nachdem mich meine alte FÄ, mehr oder weniger dazu gedrängt hat, hab aufgegeben, weil ich damit überhaupt nicht klar gekommen bin. Dann hat mich meine "ehemalige" FÄ zu der DMS überredet. Seitdem bringt mich NIEMAND mehr dazu irgendwelche Hormone zu nehmen. Übrigens steht im BPZ der Cerazette, das sich das Risiko für einen Gefäßverschluss durch die Pille nicht vermindert (so, oder so ähnlich). Dass heißt, das der Pharmakonzern dazu Abstand nimmt, diese Pille als Verhütungsmittel bei Risikopersonen, zu verwenden.

Ich persönlich halte absolut gar nichts davon, Hormone zu zu führen, und erst recht nicht bei einem bekannten Risiko. Meine neue FÄ hat mir, als ich das erste mal bei ihr war, nachdem ich ihr meine "Leidengeschichte" erzählt habe, direkt zur Kupferspirale geraten. Dieses Märchen, von wegen, durch die Spirale bekommt man richtig Probleme wenn man seine Tage hat, die Blutungen werden stärker etc. Diese Probleme können genauso bei einem hormonellen Verhütungsmittel auftreten. Bei mir waren die Probleme mit dem Pflaster viel extremer wie jetzt. Seit dem ich die Kupferspirale habe, fühle ich mich gut. Es ist ein gutes Gefühl, das alles seinen normalen Gang läuft. Das ist irgendwo auch eine Art sich weiblich zu fühlen. Wenn man merkt, ohh jetzt kommen die Zyklusbedingten Fressattacken wieder ;-D

Das einzige was ich denke was einen an der Spirale hindert ist, das das ein richtiger Eingriff ist, den man da machen lassen muss. Das kostet Überwindung.

So, is nen bissl viel Gelaber geworden

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