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Ständig kalte Füße (z.T. auch Taubheitsgefühl der Zehen)

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Das Raynaud-Syndrom..

..ist mit spontan bei deinen Schilderungen eingefallen!

Folgend ein Bericht dazu:

Was ist ein Raynaud-Syndrom?

Das Raynaud-Syndrom ist eine Gefäßerkrankung, die durch Gefäßkrämpfe, auch Vasospasmen genannt, hervorgerufen werden. Die Gefäßkrämpfe treten anfallartig meist an den Fingern und Zehen auf. Dadurch wird die Blutzufuhr des betroffenen Gebietes vermindert. Auslöser sind Kälte und psychische Belastung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Lehrbüchern zufolge sind vor allem Frauen zwischen 15 und 40 Jahren von der Erkrankung betroffen.

Es werden zwei Formen unterschieden: die erste Form mit unbekannter Ursache (primäres Raynaud Syndrom) und die zweite, die bei anderen Erkrankungen wie beispielsweise Sklerodermie, Lupus erythematodes, nach Traumen oder Überdosierung bestimmter Medikamente auftritt (sekundäres Raynaud Syndrom).

Wie entsteht ein Raynaud-Syndrom?

Gefäßspasmen können infolge einer Störung der Blutgefäße in den Zehen und Fingern oder infolge gestörter Nervenaktivität auftreten. Auch Störungen im Hormonhaushalt gelten als gesichert bei der Entstehung des Raynaud-Syndroms. Wie diese Faktoren allerdings zusammenspielen, ist bisher nicht bekannt.

Bei einigen Erkrankungen wie zum Beispiel der Sklerodermie oder dem Rheuma treten Gefäßspasmen begleitend auf.

Welche Symptome treten beim Raynaud-Syndrom auf?

Es treten anfallweise Blässe, Blaufärbung und Rötung der Finger oder Zehen auf. Es kommt zu Missempfindungen. Schmerzen sind eher ungewöhnlich. Diese Attacken können Stunden andauern. Bei längerem Bestehen werden die Gefäße auf Dauer geschädigt. Spätfolge ist eine Nekrose, auch Zelltod genannt. Normale Farbe und normales Empfinden werden durch Erwärmen der Hände und Füße wiederhergestellt.

Bei der Sklerodermie ist die Haut der Hände, Arme oder des Gesichts verdickt und gespannt.

Wie diagnostiziert man das Raynaud-Syndrom?

Meistens reicht dem Arzt eine ausführliche Beschreibung der Beschwerden. Er kann aber auch versuchen, einen Raynaud Anfall zu provozieren, in dem er Sie bittet, die Hände in Eiswasser zu legen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem primären und dem sekundären Raynaud Syndrom. Deshalb wird ihr Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, um eine mögliche andere Grunderkrannkung zu erkennen.

Wie wird das Raynaud-Syndrom behandelt?

Das Raynaud Syndrom ist eine unangenehme, aber in den allermeisten Fällen nicht gefährliche Erkrankung. Das Raynaud Syndrom an sich kann nicht behandelt werden, einige Dinge können Sie aber selbst machen:

Schützen Sie den Körper vor Kälte

Rauchen Sie nicht

Treiben Sie regelmäßig Sport (das verbessert den Kreislauf)

Lernen Sie mit Stress umzugehen, fangen Sie mit Entspannungsübungen wie autogens Trainig oder Muskelrelaxation an. Manchen Betroffenen hilft auch Biofeedback. Hierbei lernen Sie, Ihre Handtemperatur durch Ihren Geist zu kontrollieren. Fragen Sie Ihren Arzt nach der für Sie richtigen Methode.

Lassen Sie bei sekundärem Raynaud Syndrom Ihre Grunderkrankung behandeln

In einigen Fällen verschreibt Ihr Arzt gefäßerweiternde Medikamente

Auch wenn so ein Raynaud Anfall kommt, können Sie was tun: Gehen Sie ins Warme oder lassen Sie warmes – nicht heißes – Wasser über Ihre Finger laufen, bewegen und massieren Sie Ihre Hände oder stecken Sie sie unter die Achsel.

Liegt eine sehr schwere Form des Raynaud Syndroms vor, kann der Nerv, der die Gefäßweite in der Hand reguliert, durchtrennt werden.

Wie ist die Prognose für das Raynaud-Syndrom?

Die meisten Betroffen haben eine gute Lebensqualität. Bei fortgeschrittenen Fällen kann die Erkrankung auch zur Invalidität führen.

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