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Betablocker für immer?

M(icKhaknixebis hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin neu hier, bin männlich und 25 Jahre.

Ich bin zwar Übergewichtig, hatte aber nie Blutdruckporbleme, der lag immer so zwischen

120 und 130 zu 70 bis 80, bis vor einem viertel Jahr.

Wachte mit Herzrasen auf (Puls um 140), dass seit dem immer wieder auftrat.

Die Angst kam dazu und ich begann ständig nachzumessen.

In diesem Zusammenhang schnellte auch mein Blutdruck immer mehr in die Höhe.

Ärzte fanden nichts. Blut, Schilddrüse, alles in Ordnung.

Letzte Woche war ich im Urlaub und da hatte ich eine Blutdruck von 188 zu 118

bzw. zwei Tage lang um die 160 zu 110.

Musste dann dort zu einem Arzt gehen der mir 2x tägl. Atenolol 25 mg und 1x Atacand 8mg

verschrieben hatte. Da meine Eltern Bluthochdruck haben sei dies vererbt (obwohl es bei

ihnen erst mit 50 begann).

Zuhause angekommen bin ich zum Hausarzt der sagte ich solle diese Medikamente weiter nehmen. Obwohl hier mein Blutdruck voll in den Keller ging 108 zu 62 (vielleicht

weil ich wieder in einer "sicheren" Umgebung bin), Puls ging bis 58 runter (normalerweise hatte ich immer zwischen 80 und 90 bzw. bei hohem Blutdruck zwischen 110 und 130.

Jetzt bin ich nur noch müde, schwindelig und glaube manchmal schwerer atmen zu müssen (vielleicht die Nebenwirkungen?)

Ich glaube, dass mein Blutdruck eher wegen dem ganzen Stress so hoch ging und dass

es nicht unbedingt vererbt ist.

Meint ihr es gibt für mich eine Möglichkeit (mit psychologischer Hilfe), diese Medikamente

irgendwann wieder ganz los zu werden? Im Moment kann ich mir nicht vorstellen mit dem

Zeug ständig irgendwie in "Standby" zu leben. Habe aber auch schon gehört, dass einmal

Beta Blocker immer Beta Blocker, oder meint ihr es gibt noch eine Chance, den loszuwerden,

nehme ihn ja erst seit 4 Tagen. :°(

Danke für Eure Antworten!

Antworten
KUaFtzenp[fötcxhen


Hallo, bei mir ist bzw war es ähnlich wie bei Dir. Auch meine Eltern sowie mein Bruder leiden unter Bluthochdruck. Ich nehme schon seit ca 15Jahren Betablocker. Werde Nachts auch wach vom Herzrasen. Auch bei mir wurde Organisch alles ausgeschlossen, war beim Kardiologe, er befand mich auch als Herzgesund.

Ich bin von Natur aus schnell aufgeregt und nervös, was sich bei mir gleich als Herzrasen niederläßt.

Mein Kardiologe sowie mein Hausarzt sind sich einig, das ich Betablocker voraussichtlich mein leben lang nehmen muß. (das heißt aber nicht das es bei jedem so ist)

Wurde bei Dir denn mal ein Langzeit EKG und Langzeit Blutdruckmessung gemacht? Ich finde ja, das man sowas als erstes machen sollte, bevor man Betablocker verschreibt. – Naja, jeder Arzt reagiert nun mal anders-

Warte erst mal ab, da Du die Betablocker ja erst ein paar Tage nimmst, bist Du bestimmt noch in der Eingewöhnungsphase.

Wenn es nicht besser wird, dann geh noch einmal zum Doc und laß erst mal Checken, ob Dein Blutdruck und Puls auf dauer hoch sind.

Cjha-bTu


Hallo, Micha,

man kann Betablocker auch wieder absetzen, wenn sie nicht mehr benötigt werden, aber das sollte IMMER ein Arzt veranlassen und überwachen. Wenn man erst einmal eine gewisse Zeit BB genommen hat, müssen sie LANGSAM ausgeschlichen werden, und das sollte der Arzt entscheiden und auch das genaue Vorgehen empfehlen.

Generell: Auch "vererbter" Blutdruck lässt sich durch Änderungen der Lebensgewohnheiten positiv beeinflussen. Erst wenn diese nicht wirken, würde ich an eine medikamentöse Behandlung denken.

Die Änderung der Lebensgewohnheiten bedeutet:

.

Nicht rauchen!

Übergewicht reduzieren (schon 5 Kilo weniger können den Blutdruck um bis zu 10 Einheiten senken, bei manchen sogar noch mehr!)! Dass Dein Übergewicht bisher keinen Einfluss auf Deinen Blutdruck hatte, bedeutet doch nicht, dass das immer so bleiben wird. Bereits ab Anfang 20 baut man ab, d.h. man "altert", und damit bekommen Mechanismen Gültigkeit, die früher keine Rolle spielten. Mit 18 kann man durchaus auch trotz Übergewicht zu niedrigen Blutdruck haben, mit 22 kann er schon "normal" sein und mit 28 hat man dann dank seines Übergewichts zu hohen Blutdruck.

Bewegung, Bewegung, Bewegung! Das Minimum an Bewegung ist eine halbe Stunde GEHEN pro Tag (Spaziergang, Wege zum Einkauf oder zur Arbeit nicht mehr mit dem Auto, sondern zu Fuss; statt des Aufzugs die Treppe benutzen usw.)

Eine gesunde vollwertige Ernährung, die nicht zu viel Salz enthalten sollte!

Und schliesslich: Eine Methode zur Stressreduktion erlernen (z.B. Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation), sofern man die Ursache des Stresses nicht ändern kann.

Alles Gute

Cha-Tu

CWhax-Tu


Hallo, Katzenpfötchen,

trifft irgendwas von den Lebensgewohnheiten, die ich oben beschrieben habe, auf Dich zu? Ist da alles im grünen Bereich? Falls Du da noch etwas ändern kannst, würde ich Dir das gerne empfehlen. Ich weiss wirklich, wovon ich rede...

Lieben Gruss, alles Gute

Cha-Tu

Kdatzpenp3fötchexn


Hallo Cha-Tu, ja, da trifft einiges zu.

Bin leicht übergewichtig, habe es aber geschafft, in einem Jahr 10kg abzunehmen. Ca 5-8 könnten noch weg.

RAUCHEN tue ich LEIDER auch.

Da ich selber Arzthelferin bin (nicht im Hausärztlichen Bereich) weiß ich natürlich auch, was man alles so tun sollte, um dem entgegenzuwirken. Trotz meinen Kilos, die ich verloren habe, läßt sich mein BD nur mit Tabletten im norm-Bereich senken. Bin damit aber sehr gut eingestellt und fühle mich auch wohl.

Natürlich, Rauchen erhöht den BD, würde es auch gerne lassen, aber dafür hat es in meinen Kopf noch nicht richtig "klick" gemacht. Hut ab vor allen den, die es geschafft haben.

Cha-Tu, was hast Du für erfahrungen gemacht?

B0ENATOH


Hallo Michakniebis,

ich habe auch einen unregelmäßigen Blutdruck, der bei Stress, Ärger, Aufregung ansteigt. Deswegen habe ich auch vor ewigen Zeiten Betablocker bekommen. Zwischenzeitlich mal wieder jahrelang abgesetzt und vor 6 Jahren wieder angefangen nach schwerem Stress, allerdings sehr gering dosiert. Bei mir steigt der Blutdruck schon an (und das merke ich dann selber), wenn ich weiß, beim Arzt wird der Blutdruck gemessen. Zu Hause ist er dann wieder runter. Man kann sich auch reinsteigern. Wenn ich lange nicht gemessen habe und fühle mich gerade mal nicht gut und bilde mir ein, der Blutdruck sei zu hoch, dann merke ich, wie er immer weiter rauf geht.

Am Besten misst Du ihn jetzt mal regelmäßig zu Hause 1x am Tag und nimmst erstmal die Medikamente, wie verordnet. Dein Arzt wird die Dosierung ja ggf. anpassen, wenn es zu viel ist. Ich denke, wenn ein Stressfaktor wegfällt, kann es durchaus sein, daß Du die Medis irgendwann wieder absetzen kannst.

Alles Gute *:)

Cyha*-xTu


Hallo, Katzenpfötchen,

das alles muss ja nicht auf einmal und sofort sein. Wenn Du diese Probleme im Hinterkopf behältst, ist das schon mal sehr gut. Und wie gesagt: Wenn Du eines Tages das Rauchen doch sein lassen kannst, vielleicht noch etwas abnehmen kannst (herzliche Gratulation zu den 10 Kilo, super!!!), vielleicht ist dann irgendwann auch der Betablocker wieder absetzbar...?

Ich selbst war extrem dick, ein extremer Raucher und hatte einen extrem stressigen (aber von mir sehr geliebten!) Job. Darum hat mein Körper auch mit extremem Blutdruck reagiert, den ich aber nicht wirklich ernst genommen habe, bis ich 1995 innerhalb von 5 Monate zwei Herzinfarkte erlitten habe, der erste war so schwer, dass ich knapp überlebt habe, und seitdem nicht mehr berufstätig sein kann.

Ich kann also viel von Lebensgewohnheiten, Risikofaktoren und menschlicher Blind-(oder Dumm-)heit berichten, ich habe das alles durch... Leider.

Herzliche Grüsse

Cha-Tu

KRatxzenpifötchen


Cha-Tu, das ist ja schon heftig. Darf ich mal fragen wie alt Du bist?

Ich bin 38 und wenn man mal so überlegt und wie man auch hier so ließt, sind die betroffenen mit Herz-Kreislauf Erkrankungen immer jünger.

Ctha-4Tu


Hallo, Katzenpfötchen,

als ich den ersten Infarkt hatte, war ich 42, beim zweiten knapp 43. Jetzt bin ich 58. Und ich glaube wirklich, dass mein damaliger "Lebensstil" zum allergrössten Teil verantwortlich dafür ist, dass ich so krank wurde. Der Rest sind "Gene", aber dieser Anteil ist viel geringer als wir uns gerne einreden... (und übrigens: Mein nach den Infarkten radikal veränderter Lebensstil ist auch dafür verantwortlich, dass ich heute noch lebe; meine Chancen waren nicht sehr gut)

Lieben Gruss!

Cha-Tu

K#atzenp4Otxchen


Hut ab Cha-Tu, so einen durchhaltewillen, muß man erst mal aufbringen, vor allem nach 2 Infarkten.

Na, das mit dem "Genen" sehe ich etwas anders. Bei meinem Vater war es so, das sein Körper zu viel schädliches Cholesterin selbst produziert hat. Da halfen selbst Chol-Senker nichts. Bei meinen Bruder sowie bei meiner Mutter ist es auch so ziehmlich schwer ihn möglichst untern zu halten. Ich dagegen habe damit Null Probleme.

Michakniebis, bitte mach Dir durch unser Gespräch hier keine Gedanken. Ich denke bei Dir ist es wirklich erst mal wichtig, das Deine LANGZEITWERTE festgestellt werden.

Ich finde es sowieso nicht richtig, wegen ein paar mal zu hohe Werte gleich mit Betablocker anzufangen.

Crha-xTu


Hallo, Katzenpfötchen,

natürlich gibt es solche Familien, ohne Frage. Meine Frau kommt aus einer solcher. Sie ist schlank, Nichtraucherin, hat einen Topblutdruck, lebt seit 30 Jahren vegetarisch und hat dennoch einen erhöhten Cholesterinspiegel, genauso wie ihre Mutter, und deren Geschwister, und deren Mutter, usw..

Aber lies mal, wieviele hier im Forum behaupten, ihr Hochdruck läge an der "Vererbung" ;-) Sie haben Übergewicht, sind Raucher, haben Superstress und sitzen den ganzen Tag am PC..., aber nein, das sind nicht die Ursachen, sondern die Gene... ;-) Ich meine damit nicht Dich, bitte nicht missverstehen, bei Dir scheint es tatsächlich eine familiäre Häufung zu geben. Aber ich möchte halt auch ein paar Anregungen zum Nachdenken geben... Ich sage damit keineswegs, dass es solche Familien nicht gibt, und die sollten auch engmaschig untersucht werden (mindestens jährlich). Aber es ist leider oftmals (nicht immer) ähnlich wie beim Übergewicht: Die meisten behaupten, es läge nicht an ihrem Essverhalten, sondern"an den Drüsen" oder an den schweren Knochen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

Keatzen7pföztchen


Hallo Cha-tu, da hast Du vollkommen Recht :)^

Viele suchen die Fehler die sie selbst machen immer bei anderen. An sich selbst was tun...ist ja mit Arbeit verbunden.

Erst wenn der große Knall kommt, dann kommt man ans grübeln, wobei dann auch noch bei vielen die Ärzte schuld sind, die dann falsch diagnostiziert haben....(weißt schon wie ich das meine, oder?)

Wünsche noch ein schönes Wochenende.

pMraxxa


Zuhause angekommen bin ich zum Hausarzt der sagte ich solle diese Medikamente weiter nehmen. Obwohl hier mein Blutdruck voll in den Keller ging 108 zu 62 (vielleicht

weil ich wieder in einer "sicheren" Umgebung bin), Puls ging bis 58 runter (normalerweise hatte ich immer zwischen 80 und 90 bzw. bei hohem Blutdruck zwischen 110 und 130.

Der Blutdruck ging nicht runter, weil du wieder "hier" bist, sondern wegen dem Betablocker und dem Sartan (Atacand). Das sieht man auch an deinem Puls, dass der Betablocker gut bei dir anschlägt.

Allerdings bin ich der Meinung, dass du etwas hoch dosiert bist. Wahrscheinlich genügen auch 25 mg oder 37,5 mg Atenolol.

Wenn du, nach Absprache mit deinem Arzt, die Dosis senkst, dann wird du auch nicht mehr so müde sein und der Schwindel sollte auch verschwinden.

Ich glaube, dass mein Blutdruck eher wegen dem ganzen Stress so hoch ging und dass

es nicht unbedingt vererbt ist.

Das es nur an Stress liegt glaube ich nicht, denn dafür sind die Werte zu hoch. Wahrscheinlich eher eine Kombination aus beidem.

Habe aber auch schon gehört, dass einmal Beta Blocker immer Beta Blocker,

Nein, dass ist Blödsinn.

Wenn wirklich ein Teil des Hochdruckes vom Stress kommt und du ohne Stress nur einen leicht erhöhten BD hast, dann kann man die BB auch absetzen und nur mit einem Sartan oder ACE Hemmer weiter behandeln.

Vor allen Dingen, die Sartane sind ein sehr gutes Medikament um den Blutdruck gut einzustellen und haben in der Regel, so gut wie keine Nebenwirkungen.

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