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Meine Oma liegt seit gestern Abend im Koma

T.obyxa hat die Diskussion gestartet


Hi ihr,

wir wurden gestern vom Krankenhaus angerufen, meine Oma ist eingeliefert worden.

Sie wurde von einem Passanten im Auto am Schwimmbad gesehen, da sie zusammengesunken im Auto saß. Der hat dann wohl sofort einen Krankenwagen geholt. Meine Oma hatte einen Schlaganfall und wir wissen gar nicht, wie lange sie schon so alleine im Auto lag. Ich weiß auch gar nicht, was sie am Schwimmbad vorhatte, denn sie hatte gar keine Schwimmsachen dabei... Jetzt liegt sie im Koma und wird beatmet.Es wurde ein CT gemacht, dass leider nicht gut aussah, was auch genau das heißen soll, leider hatte der Arzt nicht viel Zeit. Heute wird wohl noch einmal geschaut, ob sich das Gerinsel aufgelöst hat. Ich habe wirklich angst um meine kleine Oma, sie ist wirklich nur so klein und zierlich... Was meint ihr denn, wie die Chancen aussehen, ob sie wieder aus dem Koma erwacht? Ich weiß, kann mir wahrscheinlich niemand beantworten, aber vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt?

Antworten
Mvondhägsche$n91


tobya

das tut mir leid für dich :°_ :)*

wie alt ist deine oma denn?

ich würde mal auf die ärzte zugehen, du bist ja eine angehörige, dir werden sie bestimmt auskunft erteilen @:)

T$obxya


Sie ist schon 79 aber vor zwei Tagen war sie noch fit und aktiongeladen!

SLamletmxa


Ohje, erst mal gute Besserung. :)*

Wenn sie sonst so fit ist, denke und hoffe ich, dass sie das gut übersteht, was auch immer sie hat. Normalerweise wird man nicht einfach so "zum Pflegefall".

Ich denke auch, dass sie wieder erwachen wird. Der Körper setzt sich selbst in diesen Schlaf, um die Genesung nicht unnötig zu belasten. Wenn das Gerinnsel wieder weg ist, wird sie bestimmt bald aufwachen. :)*

h'all_igaliUleo


Hallo Tobya,

wenn deine Oma wirklich einen Schlaganfall haben sollte, dann hat sie sicherlich eine schwere Krankheit. Die Gerinnsel in einer Ader des Gehirns können manchmal auch wichtige Partien des Gehirns von der Blutzufuhr abschneiden. Wenn die Blutzufuhr zu lange unterbrochen ist, dann ist dieser Teil des Gehirns manchmal unwiderbringlich geschädigt. Es gibt aber auch Patienten, bei denen das Gerinnsel sich auflöst oder durch Medikamente auflösen lässt, und die nur geringe Schädigungen erleiden.

Viele Patienten haben nach einem Schlaganfall aber auch deutliche Beeinträchtigungen, z.B. Lähmungen oder Taubheit, motorische Störungen, Störungen bei Sprechen, Sehen, Hören, Gleichgewicht, aber auch Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit. Vielen kann dann durch umfangreiche Reha-Maßnahmen wieder geholfen werden, manche werde aber auch auf Hilfen oder gar umfangreiche Pflege angewiesen sein.

Ich musste vor etwa 14 Jahren auch erleben, dass meine Großmutter durch einen Schlaganfall pflegebedürftig wurde. Das war für alle in der Familie eine schlimme Nachricht. Wir haben für sie gebetet, und dann haben sich insbesondere ihre Söhne sich bei Besuchen und Gesprächen um sie gekümmert. Sie hat trotz vieler gesundheitlicher Probleme sicherlich die Besuche und die Gespräche genossen und auch noch die Geburt ihrer ersten Urenkelin miterlebt und das Baby auf Bildern angeschaut. Jetzt kommt die Zeit, in der die Familie der Großmutter viel Liebe und Fürsorge zurückgeben kann. Ich wünsche euch und besonders deiner Oma nur das Beste !

TAobyxa


Vielen Dank für eure Nachrichten. Ja, meine Oma war vor drei Jahren schon mal länger im Kh. Sie hatte eine Darmverschlingung und wurde Operiert. Ein paar Tage nach der OP ging es ihr ziemlich schlecht und sie mußte, wegen einem Fehler, der bei der OP gemacht wurde, noch einmal operiert werden. Das alles hatte sie sehr geschwächt und sie war wirklich lange im Krankenhaus. Aber sie hatte den Willen durchzuhalten und als sie wieder aufstehen konnte, war sie diejenige, die die Bettnachbarn bemuttert hat und die Schwestern unterstützt,. Ja so isse, da hab ich verstanden warum sie früher, als meine Mum und Tanten noch klein waren, von allen in der Nachbarschaft immer minitante genannt wurde.

Das ein Schlaganfall nicht immer schäden hinterlassen muss, habe ich bei meinem Vater Gott sei Dank erlebt. Aber er wurde auch sofort behandelt. Wie lange meine Oma im Auto lag weiß niemand. Die Ärzte sagen, dass es nicht sehr gut aussieht und sie wohl Schäden davon tragen muss, aber genau weiß es noch niemand.

@halligalileo Das war sicher sehr schön für deine Großmutter, dass ihr so für sie da wart und sie noch das Urenkelchen kennenlernen konnte. Freut mich sehr!

C$ha-xTu


Hallo, Tobya,

meine Mutter hatte 1990 auch einen schweren Schlaganfall, auch dieser Anfall wurde erst nach ca. 36 Stunden behandelt (obwohl sie wegen einer Herzoperation im Krankenhaus lag, erkannte man erst nach 1,5 Tagen, dass sie einen Schlaganfall hatte), war fast 1 Woche im Koma und als sie aufwachte, war sie linksseitig gelähmt, sie war halbblind und sie konnte kaum sprechen, nur stammeln. Aber durch eine sehr gute Reha, durch ihre vor dem Anfall sehr gute Kondition/Fitness und vor allem durch einen enorm starken Willen wurde sie wieder so weit "hergestellt", dass sie wieder (am Stock) gehen konnte, dass sie sich an die Seh-Einschränkung gewöhnte und dass sie auch wieder richtig sprechen konnte.

Was für Deine Oma wichtig ist: Sobald sie aus dem Koma ist, sollte die Mobilisierung beginnen, und so schnell wie möglich in eine gute Rehaklinik! Sie scheint eine gute Kondition zu haben, und wenn sie keinen starken Willen hat, dann könnt Ihr ja "nachhelfen". Zeigt ihr immer wieder, wie wichtig sie ist, wie lieb ihr sie habt, und dass sie nicht aufgeben soll.

Ich wünsche Deiner Oma und Euch alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit.

Cha-Tu

T?oTbya


Der Arzt hat gerade mit meiner Mum gesprochen und ihr gesagt, dass er es nicht genau sagen kann, meiner Oma aber nicht mehr viel Zeit gibt, bis sie sterben wird. Heute oder morgen. Und das so viel geschädigt worden ist im Gehirn, aber wie kann er denn das schon sehen, wenn sie gar nicht wach ist... Irgendwie müßte man da doch mehr machen können oder?

C ha-xTu


Hallo, Tobya,

ganz sicher kann ein Arzt nie sein. Aber anhand von CT und MRT und evtl. Röntgen sowie an den Blutwerten kann man schon ziemlich genau erkennen, wie es um einen komatösen Patienten steht. Aber wie gesagt: Ganz sicher kann auch der Arzt nicht sein.

An Eurer Stelle würde ich zwar die Hoffnung nicht aufgeben, aber auch bereit sein, von Eurer Oma Abschied zu nehmen. Das bedeutet nicht, dass Ihr sie aufgebt. Haltet ihr die Hand, redet mit ihr (auch im Koma können manche Menschen das wahrnehmen), sagt ihr, wie lieb Ihr sie habt. Wenn sie das hört oder spürt, wird sie vielleicht weiterkämpfen können. Aber sagt ihr auch, dass sie "gehen" darf, wenn sie nicht mehr kann oder wenn sie nicht mehr will. Für Menschen, die sterben, ist es oft eine grosse zusätzliche Qual, zu spüren, dass ihre Verwandten sie nicht loslassen können...

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

S'te\ph- Boun1ty


Erst mal :°_ eine tröstende Umarmung an Dich. Es tut mir so leid! Für mich war es auch sehr schlimm, meine Omi zu verlieren.

Cha-Tu hat es wunderschön formuliert: lasst sie nun einfach nicht alleine, sprecht mit ihr, spielt ihr ihre Lieblingsmusik vor, macht einfach, dass sie sich wohl und geborgen fühlt. Und ja, "erlaubt" ihr zu gehen... Ich glaube, sterben ist ein ganz schrecklicher Prozess und ein schwerer Gang. Nicht umsonst heißt es aber auch "Sterben ist nicht schlimm für den Sterbenden, sondern für die, die er zurücklässt". Und wenn Eure Omi merkt, das ihr sie Euch damit so sehr weh tut, wird sie weiter für sich "kämpfen" und sich vielleicht noch viele Tage länger "quälen"...

Twobxya


Hi, danke für eure Antworten.

Meine Oma ist am letzten Donnerstag gestorben. Sie war nicht alleine, einer ihrer Kinder oder Enkel war immer bei ihr. Sie fehlt uns wirklich so sehr, aber sie muss nicht Leiden, dass ist gut. Ich bin so froh, dass alle noch bei ihr waren und das wir auch in den letzten Wochen oft was mit ihr unternommen haben. Sie wußte, dass es, nach allem was in der Familie so war, momentan allen gut geht. Ich denke sie war glücklich darüber und muss sich keine Sorgen machen.

Gestern war die Beerdigung und das Grab ist wunderschön.

Ich hoffe, dass sie nicht so leiden mußte, in den Tagen bevor sie starb. Ich bin sher traurig, aber auch froh, dass sie nicht alleine war.

Caha-Txu


Liebe Tobya,

Du machst das ganz wunderbar. Du lässt Trauer zu, bist aber auch zugleich froh, dass Deine Oma sich nicht quälen musste und sie nicht alleine war. Das ist gut.

Mein herzliches Beileid und alles Liebe

Cha-Tu

aVgon\y of `feharx*


mein beileid :)*

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