» »

Herzrythmusstörungen und Alkohol

Chhi[zzxo hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

bin von Geburt an Herzkrank und hatte nie Probleme im Altag. Seit ca. 4 Wochen allerdings merke ich in unregelmäßigen Abständen ein "Rumpeln" des Herzens. Jetzt war ich heute beim Kardiologen. Der hat EKG und Ultraschall gemacht und meinte dann ich hätte Herzrhytmusstörungen. Ich soll wenig Kaffee trinken, mit dem Rauchen aufhören und KEINEN Alkohol mehr trinken. Jetzt habe ich ein bisschen gegoogelt – welche Art von Herzrhytmusstörungen ich habe hat er mir nicht gesagt... Mein Puls lag bei 60... ist in letzter Zeit eh etwas niedrig glaube ich (fühle mich auch oft schlapp und müde...) Blutdruck war 150 zu 90 (was aber an der Aufregung lag denke ich... normalerweise neige ich zu niedrigem Blutdruck).

[Frage 1] Wie kann der Arzt in so nem kurzen Moment erkennen ob ich diese Rhytmusstörungen habe?

[Frage 2] Wie ist das mit dem Alkohol? Weil der Arzt das "gar keinen" Alkohol so betonte... Darf ich jetzt nie wieder Alkohol zu mir nehmen? Darf ich jetzt nicht mal mehr ein Tiramisu essen? Oder mir nach Feierabend ein Bier genehmigen? In so vielen leckeren Lebensmitteln ist Alkohol drin und auf 1-2 Bier Abends möchte ich auch nicht verzichten... Und ab und zu feiern gehn und auch mal ein bisschen mehr trinken will ich auch mal wieder... ich bin doch erst 23 :(

PS: Nächste Woche wird noch Langzeit-EKG und Blutdruck gemacht...

Antworten
FeorgEerxon


Hallo Chizzo,

unter der besonderen Bedingung, von früh an herzkrank zu sein und nun weitere Probleme zu erleben, bleiben nur 2 Wege: Entweder Verzicht auf alles, was die Situation verschärfen kann oder Teilnahme an nicht lebensnotwendigen Ritualen im Bewußtsein weiterer Risiken.

Gruß

Kurt Schmidt

CFha-T{u


Grüss Dich, Chizzo,

ich würde den Arzt erst einmal fragen, welche Rhythmusstörung vorliegt. Diese "Diagnose" ist viel zu wenig, um irgendeine Aussage dazu zu machen. Auch harmlose Extrasystolen sind "Herzrhythmusstörung". Der Begriff "HRS" geht von "ganz harmlos" bis "lebensbedrohlich". Aber bevor man etwas dazu sagt, muss man wissen, was vorliegt. Wenn ein Arzt sagt "Sie haben eine Magenstörung", reicht das ja auch nicht. Das kann von Blähung über Geschwür bis zu Krebs alles sein.

Also: Nachfragen, welche HRS vorliegt. Dann weitersehen.

Gruss

Cha-Tu

s`chnyeirderxin


Hi Chizzio,

natürlich kann ein Kardiologe schnell erkennen ob jemand Herzrhymusstörungen das ist sein Beruf dafür gibt es den doch. Ich denke mal er hat dich abgehört und wahrscheinlich auch ein kurzes EKG gemacht.

Was ist die wichtiger deine Gewohnheit oder deine Gesundheit?

Nur der Arzt kann dier sagen welche Form von Herzrythmusstörungen,, warum fragst du nicht einfach den Arzt welche genau das ist wenn du dein Untersuchungen bekommen hast.

Aber mal Hand aufs Herz egal welche Form du hast das mit dem Alkohol gildet für jede Form zudem kann ich dir sagen das es auch ganz viele leckere alkoholfreie Lebensmittel gibt.

LG

Hey man kann auch feiern ohne Alkohol.

LG

t3iterl200x8


lies dir mal die 'Biologische Wirkung' dieses Artikels durch, vielleicht hilft er dir weiter...

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Taurin]]

ob es jedenfalls sinnvoll ist, redbull mit alkohol zu kombinieren, musst du entscheiden. ":/

Cphizzxo


Wie kommst du auf Taurin? Ist in Tiramisu Taurin drin?

Und wieso kommen die Beschwerden so plötzlich? Ich hatte jetzt über 20 Jahre keine Probleme und jetzt kommt so ein richtiger Schock.....

CPhizzxo


Hallo Leute,

war heute wieder beim Arzt wegen dem 24 Stunden EKG und Blutdruck und hab mir meinen Befund zeigen lassen von letzter Woche (Arzt hatte leider keine Zeit für mich...). Also er kam nur auf Herzrhytmusstörungen zu sprechen weil ich ihm sagte das ich ab und zu so ein "Rumpeln" oder Stolpern fühle... Allerdings stand im Befund, dass alles rhytmisch ist :) Also handelt es sich wohl um harmlose Extrasystolen, oder was meint ihr? (Gibt es eigentlich auch gefährliche Extrasystolen?? Hatte jetzt bestimmt schon ne Woche keine mehr... bzw habe keine gespürt...). Und auch sonst wäre alles soweit in Ordnung stand drin...

Auch die Angst vor zu langsamem Puls ist weg. Das Gerät zeigt mir nen konstanten Puls von 71 an. Wenn ich mit den Fingern gemessen habe kam ich teilweise nicht mal auf 60...

C~ha4-Tu


Also handelt es sich wohl um harmlose Extrasystolen, oder was meint ihr?

So sehe ich das auch.

(Gibt es eigentlich auch gefährliche Extrasystolen??

Wenn jemand herzkrank ist, können ES (selten!) gefährlich werden.

Gruss

Cha-Tu

CQhizxzo


Der Puls liegt jetzt bei jeder Messung ein bisschen weiter unten... Ist es normal einen Puls von ca. 60 (war NOCH nicht unter 60!!) zu haben wenn man die ganze Zeit nur sitzt oder liegt?

s5chInateterguxsche


Mein Ruhepuls liegt bei 56, und ich bin normal.

cDeterium cne?nseo


Gibt es eigentlich auch gefährliche Extrasystolen??

Ja. Mir hat das mal ein Arzt ganz einfach erklärt: Treten sie nur bei Ruhe auf, sind sie meist harmlos. treten sie bei körperlicher Anstrengung auf, sollte man das untersuchen lassen.

Ccha-xTu


Ceterum,

das stimmt zwar, aber auch bei belastungsinduzierten ES sind diese überwiegend harmloser Art!

Und selbst wenn einige potentiell gefährliche ES dabei sind, hat das praktisch wenig zu sagen. Sie werden nur gefährlich, wenn derjenige herzkrank ist.

Und selbst bei Herzkranken sind sie meistens harmlos. Ich selbst habe nach zwei Infarkten und einer Herzmuskelschwäche bis zu 4000 ES am Tag, und davon sind ca. 3% potentiell gefährliche ES, was aber keinerlei "praktische Bedeutung" hat.

Das nur zur Ergänzung.

Gruss

Cha-Tu

Ckhizzxo


Spürst du alle dieser ES ??? Wenn nicht, wieviele davon merkst du ungefähr? Und kann man da nichts gegen machen?

CAha-xTu


Normalerweise habe ich in meinem EKG um 1000 ES pro Tag, an klimatisch üblen Tagen (Tiefdruckgebiete verträgt mein Herz nicht) eben bis 4000. Aber ich spüre nur 200-300 am Tag, die anderen finden sich nur auf dem EKG.

Nö, dagegen kann man nichts machen. Bzw. ich nehme einen Betablocker, vielleicht hätte ich noch viel mehr ES, wenn ich den nicht nehmen würde. Ich kenne Leute, die 16000, 18000 ES am Tag haben, eine Frau mit um die 20000 ES hat hier auch mal im Forum gepostet, aber sie scheint nicht mehr da zu sein.

Gruss

Cha-Tu

CAhizxzo


So mein kompletter Befund ist nun da... ich tipp einfach mal alles ab und hoffe das mir hier jemand noch bisschen mehr sagen kann als mein Arzt...

Tranthorakale Farbduplex-Echokardiographie: Linker Ventrikel normal groß mit global normaler systolischer Funktion, keine regionalen Kontraktionsstörungen. Linker Vorhof normal weit, rechte Herzhöhlen normal groß, rechtsventrikuläre Pumpfunktion erscheint unauffällig. Pulmonalklappenprothese zeigt eine regelrechte Funktion (PI max. I°, Vmax 1,6m/sec), rekonstruierte Trikuspidalklappe weist keinen nennenswerten Gradienten auf (dPmean 1mmHg), TI max. I°, desweiteren unauffällige Klappen. Wände nicht verdickt. Kein Pericarderguß. Nach dem MItraleinflussprofil kein Hinweis auf gestörte diastolische Funktionsstörung ("Compliance") des linken Ventrikels. V. cava inf. nicht gestaut. Aorta abdominalis normokalibrig, unauffällige Flussverhältnisse. Ao 32mm, LA 36mm, IVS 8mm, LVEDd 45mm, LVPWd 9mm, EF 60%.

LZ-EKG-Befund: Durchgehend SR, mit HF max. 133/min, HF mittel 71/min, HF min 45/min. 4 polytope VES, somit VES Lown IIIa. Einzelne SVES und gelegentliche SA-Blockierungen in der Nacht, ohne signifikante Pausen. Keine Phasen intermittierenden Vorhofflimmerns. Insgesamt kein Anhalt für höhergradige brady- oder tachykarde HRS.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH