» »

Herzrythmusstörungen und Alkohol

Cxhag-ATu


Chizzo,

Du hättest uns aber bei Fragestellung schon darüber informieren müssen, dass Du bereits eine Herzklappenprothese und eine rekonstruierte Klappe hast ;-)

Ich vermute, Dein Arzt hat Dir diese strengen Empfehlungen bzgl. Alkohol gegeben wegen LOWN IIIa (polytope VES). Das ist in der Tat sinnvoll. Diese ES, die mehrere Ursprünge haben (daher polytop oder auch polymorph genannt), können durchaus durch Dein vorgeschädigtes Herz kommen. Hat der Arzt etwas über eine Therapie gesagt? Üblicherweise soll man wenig Kaffee trinken, wenig bzw, kein Alkohol, keinen Sport (!), wobei ich da nicht ganz sicher bin, ob es dann nicht auch auf die Anzahl der VES ankommt, aber da müsstest Du bitte den Arzt fragen. Und üblicherweise wird bei LOWN IIIa Betablocker gegeben. Hat er dazu was gesagt?

Lieben Gruss

Cha-Tu

Cqhizxzo


Sorry das ich das nicht mitgeteilt habe aber das vergess ich eben immer weil das schon so lange her ist^^

Er hält keine spefizische Medikation für indiziert steht in dem Befund. Außerdem steht da nicht mehr drin gar kein Alkohol, sondern nur noch Reduktion (war bisschen viel in letzter Zeit wegen WM und so). Explizit hat er nicht gesagt gar kein Sport, er meinte sogar ich soll spazieren gehen und so.... ab und zu ne Runde Fußball oder Volleyball muss schon sein sonst dreh ich komplett durch. Und er empfiehlt die nächste Kontrolle in 12 Monaten.

Wie schlimm ist denn dieses Lown IIIa ??? Bei wikipedia steht irgendwas mit Risiko für plötzlichen Herztod aber es steht nicht dabei wie hoch das Risiko jetzt ist...

Denke mal das auch ein Grund gegen Betablocker war, dass mein Blutdruck "eher hypoton" ist...

C-ha-#Txu


Hallo, Chizzo,

ich würde nochmal mit dem Arzt reden und ihn konkret auf den Sport ansprechen.

LOWN IIIa ist kein Grund zur Panik, und ich denke, es könnte bei Dir durchaus mit der Klappenprothese bzw. -rekonstruktion zu tun haben, aber eine gewisse Vorsicht ist schon geboten.

Lieben Gruss

Cha-Tu

Cyhioz1zo


Ich hab ihn explizit gefragt "Wie gefährlich können diese Dinger werden?" und er antwortete "Überhaupt nicht"..

In der Diagnose steht von den Dingern auch gar nix drin... da stehen nur die Sachen die ich eh schon immer hatte... Wenn das tragisch wär müsste der doch die Dinger mit reinschreiben oder ???

C:hxa-Txu


Dann ist das vermutlich nur eine Computerauswertung. Also: Alles zurück ;-) Wenn er diese Dinger gesehen hat, und NICHT in den Abschlussbericht geschrieben hat, kannst Du das wirklich vergessen. DENNOCH würde ich nachfragen, warum Du nun keinen oder wenig Alkohol trinken sollst, denn LOWN IIIa wäre eine Erklärung. Da die aber nun nicht mehr zur Verfügung steht, würde mich interessieren, was denn da Sache ist.

Ferner (für die Zukunft): Bitte konkret und ALLES hier hinschreiben, was wer gesagt und geschrieben und empfohlen hat. Ich frage jetzt zum dritten oder vierten Mal nach, weil Deine Informationen so "tröpfchenweise" kommen ;-)

Nichts für ungut...

Cha-Tu

C-hizzxo


Naja, ich hab noch nicht Medizin studiert und weiss halt nicht immer was is wichtig und was nicht...

Zu dem Alkohol sagte er etwas in der Richtung wie "... weil sich das direkt aufs Herz auswirkt" (Oder auf die ES ???)

Ich tipp jetzt einfach nochmal den Rest vom Zettel ab :P

Diagnosen:

Fallot´schen Tetralogie

Z.n. VSD Patchverschluss, Komissurotomie der Pulmonalklappe und Patcherweiterung des rechtsventr. Ausflusstraktes in 06/90.

Homograftwechsel/Trikuspidalklappenrekonstruktion in 04/06 bei TI III° und PI III°

Rechtsseitiger Aortenbogen

Kompletter RSB

Aktuell: stabiler kardialer Befund bei TI I° und PI I°

Befund:

Guter EZ und AZ, keine kardialen Dekompensationszeichen. Herzaktionen rhytmisch, leises Systolikum PM über Erb. Lunge seitengleich belüftet, vesikuläres AG, keine RGs. Carotis-, Radialis-, Leisten- und Poplitealpulse regelrecht, keine Ströumgsgeräusche. RR 150/90mmHg, HF 64/min (Der Blutdruck war nur wegen der Aufregung so hoch, normalerweise neige ich, wie bereits erwähnt, eher zu Hypotonie).

Zusammenfassende Beurteilung:

Im Rahmen meiner elektro- und echokardiographischen Untersuchungen ergibt sich ein insgesamt stabiler kardialer Befund mit weitgehend unauffälliger Funktion der rekonstruierten Trikuspidal- und der Pulmonalklappenprothese. Höhergradige brady- oder tachykarde RMS waren nicht dokumentierbar, auch die Blutdruckwerte waren eher hypoton, sodass ich aktuell keine Medikation für indiziert halte. Deweiteren empfahl ich Nikotinkarenz und Reduktion des Alkoholkonsums. Eine kardiologische Verlaufskontrolle empfehle ich in 12 Monaten...

C'ha>-Txu


Hallo, Chizzo,

ich vermute, dass der LOWN-Wert nur eine Computerauswertung war, die der Arzt in Zweifel zieht (diese Computerauswertungen haben wirklich KEINEN Sinn!).

Als Ursache für den Hinweis auf den Alkohol kann natürlich infrage kommen, dass Du aufgrund der Herzklappenprobleme generell nicht trinken solltest. Nimmst Du eigentlich Marcumar oder einen anderen Verdünner? Oder ist die Prothese eine organische (Schwein)? Wenn Du Marcumar nimmst und schon zwei Klappenersatze/rekonstruktionen hast, solltest Du wirklich überdenken, ob der Alkohol das alles wert ist (an alkoholfreies Bier kann man sich gewöhnen!).

Gruss

Cha-Tu

C;hizxzo


Es geht ja nicht nur um den Alkohol, es geht ja auch um den Sport... Hab jetzt ne Seite im Internet gefunden die mir sagt wann ich welchen Sport mit meiner Krankheit machen darf. Ich such jetzt schon ne Stunde im Internet aber ich find manche Sachen einfach nicht, vllt kannst du mir ja dabei helfen!

Sport ist möglich in den Gruppen 2, 4 und 5 unter folgenden Voraussetzungen:

* unauffälliges 24 h-EKG

* normale Belastungsuntersuchungen

* Druck in der rechten Herzkammer unter 40mmHg

* keine bedeutsame Undichtigkeit der Pulmonalklappe (Pulmonalklappeninsuffizienz) PI max I° also erfülle ich diesen Punkte schon mal

* kein oder nur geringer Restshunt (VSD)

Sport aus der Gruppe 2, 4 oder 5 nicht als Wettkampf, sondern nur als lockere Freizeitbeschäftigung:

* wenn der systolische Druck in der rechten Herzkammer höher ist als der halbe systolische Blutdruck,

* wenn eine erhebliche Undichtigkeit der Pulmonalklappe besteht (Pulmonalklappeninsuffizienz)

kein Sport:

* bei belastungsabhängigen Herzrhythmusstörungen

Na gut, ich finde wohl nichts außer den ersten Punkt :-(

CHhizzxo


Und noch ne Frage... im Internet steht das nur etwas 75% der Menschen mit dieser Krankheit das 40. Lebensjahr erreichen... Ist das wirklich so oder sind das veraltete Werte? Dann hätte ich schon über 50% meines Lebens hinter mir... :-(

C3hao-Txu


Und noch ne Frage... im Internet steht das nur etwas 75% der Menschen mit dieser Krankheit das 40. Lebensjahr erreichen... Ist das wirklich so oder sind das veraltete Werte? Dann hätte ich schon über 50% meines Lebens hinter mir...

Da würde ich nichts drum geben, Chizzo... Das sind Statistiken, und von Statistiken halte ich nix. Als ich damals die beiden Infarkte hatte, sagte man mir, statistisch würde ich mit DEM Herzen keine 50. Nun bin ich fast 60 und habe vor, die 80zu erreichen...

Wie ist denn die genau Diagnose?

Liebe Grüsse

Cha-Tu

COhizz0o


Naja hab hier in dem Thread alles geschrieben was auf dem Zettel vom Arzt steht...

Denke mal in dem folgenden Abschnitt müssten die Werte irgendwo "versteckt" sein...

Tranthorakale Farbduplex-Echokardiographie: Linker Ventrikel normal groß mit global normaler systolischer Funktion, keine regionalen Kontraktionsstörungen. Linker Vorhof normal weit, rechte Herzhöhlen normal groß, rechtsventrikuläre Pumpfunktion erscheint unauffällig. Pulmonalklappenprothese zeigt eine regelrechte Funktion (PI max. I°, Vmax 1,6m/sec), rekonstruierte Trikuspidalklappe weist keinen nennenswerten Gradienten auf (dPmean 1mmHg), TI max. I°, desweiteren unauffällige Klappen. Wände nicht verdickt. Kein Pericarderguß. Nach dem MItraleinflussprofil kein Hinweis auf gestörte diastolische Funktionsstörung ("Compliance") des linken Ventrikels. V. cava inf. nicht gestaut. Aorta abdominalis normokalibrig, unauffällige Flussverhältnisse. Ao 32mm, LA 36mm, IVS 8mm, LVEDd 45mm, LVPWd 9mm, EF 60%.

Cuha-JTu


Nein, das meinte ich nicht. Ich meinte, welche KRANKHEIT Du hast, deren Prognose angeblich bei 40 Jahren liegt...

Cha-Tu

C#hFixzzo


Fallot´sche Tetralogie

Cgha-Txu


Danke.

Nun, im Wikipedia-Artikel zumindest ist die Prognose ja nicht schlecht...!

Und wie gesagt: Statistiken... Im Ernst: Ich kenne so viele "statistische Aussagen", dienicht zutrafen... Die schrecklichste war für eine Freundin, die an Darm- und Leberkrebs erkrankte, und die man aus dem Krankenhaus entliess mit den Worten, sie solle ihre Sachen regeln und dafür sorgen, dass ihre Kinder (damals 10 und 12) in gute Hände kämen, denn ihre Lebenserwartung sei maximal 6 Monate... Das war 1995!!! Sie lebt immer noch, hat in der Zwischenzeit mit über 50 Jahren noch ein Psychologie-Studium absolviert und arbeitet immer noch in der Beratungsstelle, in der ich früher auch tätig war. Soviel zum Thema "Prognose" und "Statistik".

Lieben Gruss!

Cha-Tu

C6hiTzzo


Ja... ich bin halt ein kleiner Hypochonder und sowieso eher pessimistisch eingestellt... ^^ Außerdem bin ich erst 23... Man kann also noch gar nicht sagen wieviele Leute die (wie ich) 1990 operiert worden wirklich 40 geworden sind... Und die, die schon 40 sind die wurden operiert als die Medizin noch lange nicht so weit war wie 1990 (geschweige denn heute). Seh ich das richtig?^^

Kannst du nochmal in der Diagnose schauen wegen den Voraussetzungen für Sport? Ob da was steht von Druck in rechter Herzkammer oder Restshunt?

Danke :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH