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Plötzlicher Herztod bei eigentlich gesundem Körper

CqlubDlexss


Hallo zusammen,

der Thread ist schon etwas länger her aber mal ne generelle Frage:

Wie schon gelesen hat es immer einen Grund und häufig auch eine HME. Aber wie kann es sein, dass z.B. Fußballer die eine HME haben so Fit sind, dass diese noch Fußball spielen können?

Gruß

C^ha-xTu


Da musst Du die Sportler fragen.

Einer der bekanntesten Fälle war der Lauf-Guru James (Jim) Fixx. Er propagierte Laufen als Herztzraining (eines seiner Bücher, weltweit verbreitet, hiess "Lauf dem Herzinfarkt davon."). Er lief täglich viele Kilometer, nahm an Marathons teil etc..

Er war angeblich "topfit", und brach eines Tages nach einem Lauf tot zusammen.

Natürlich stand am nächsten Tag in diversen Zeitungen "Kerngesunder Sportler bricht tot zusammen", und solche Fälle bereiten dann unseren Herzschätzchen hier im Forum die nächste Panikattacke.

Die Obduktion ergab, dass er bereits mehrere (!) Herzinfarkte (!!) erlitten hatte, die er anscheinend nicht bemerkt oder die Symptome ignoriert hatte (hätte er sich mal kardiologisch untersuchen lassen, hätte man das wohl festgestellt). Und an jenem Tag traf ihn dann ein tödlicher Infarkt.

Aber GESUND war er eben NICHT, obwohl er täglich Leistungssport trieb. Man vermutete damals, dass es einfach nicht in sein Selbstbild passte, dass der "Herzsport-Guru" selbst herzkrank sein könnte, und er daher Symptome ignoriert hatte. Und ich glaube, das tun viele Spieler. Sie WOLLEN nicht wahrhaben, dass da etwas nicht in Ordnung ist, und ignorieren das bis zum Umkippen.

Gruss

Cha-Tu

C\lublxess


Ja das trifft in der Tat zu. Ich hatte aber mal, eben auch im Fernehen mitbekommen, dass ein junger Fußballer, also 24J glaub ich an einer HME gestorben ist. Nur hört man ja, dass eine relevante HME starke Symptome hat. Deshalb die Frage. Wie kann ein Mensch mit einer stark ausgprägten HME noch so fit Fußball spielen. Weil ein Infarkt mit dem Alter ist ja doch sehr unwahrschneinlich. Und Fußballer denke ich werden ja bestimmt Kardiologisch untersucht.

Gruß

K_nutscjhile


Wie schon gelesen hat es immer einen Grund und häufig auch eine HME.

Ich denke zu 95% gibt es einen Grund, bei den restlichen 5% gibt es keinen!

Ich denke der Krankheitsverlauf wie bei einer Herzmuskelentzündung ist sehr unterschiedlich. Von Symptomlosigkeit bishin zu starken Beschwerden kann alles auftreten. Viele verkennen sicher auch die Symptome, ich persönlich befasse mich seit 2 Jahren mit dem Herzen, davor war mir nicht im Ansatz klar, welche Anzeichen auf eine Herzmuskelentzündung deuten könnten. Bei Sportlern wäre sicher eine bessere Aufklärung von nöten!

Hier ein Fall Bsp.

[[http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1021006/Laeufer_Herms_starb_durch_Herpes_Infektion.html]]

Beidseitige Herzmuskelentzündung! Hat er nichts gemerkt oder die Symptome verkannt? Ich denke von beiden ein wenig!

CDl^u=blVess


Obwohl diese Krankheit so selten ist, tritt´s dann meistens Sportler!

Cpha-xTu


Halo, Knutschile,

Ich denke zu 95% gibt es einen Grund, bei den restlichen 5% gibt es keinen!

Das kann der Wissenschaftler in mir so nicht hinnehmen ]:D

Die Gründe/Ursachen für die restlichen 5% kennt man nicht.

Hallo, Clubless,

Nur hört man ja, dass eine relevante HME starke Symptome hat. Deshalb die Frage. Wie kann ein Mensch mit einer stark ausgprägten HME noch so fit Fußball spielen.

Wie kann ein Mensch, der mehrere Infarkte erlitten hat, noch Marathon laufen, wie das bei Fixx der Fall war. Das ist die gleiche Frage. Darauf gibt es keine Antwort. Mein erster Infarkt war höchst dramatisch, wie man sich das so vorstellt, wenn man "Herzinfarkt" hört oder liest. Er hat mich fast getötet und unendliche Schmerzen ausgelöst, die ich nie mehr wieder erleben möchte. Mein zweiter Infarkt passierte in einer Rehaklinik, und mir war nur etwas "komisch" zumute, Schmerzen hatte ich keine, nur Übelkeit. Dennoch habe ich einem Arzt Bescheid gesagt, und das war mein Glück. Warum war der eine Infarkt so dramatisch, der andere nicht? Lebensgefährlich waren beide.

Solche Fragen sind sinnlos. Unbeantwortbar. Und selbst wenn es eine Antwort gäbe, sie brächte dem anderen nichts, denn letztendlich läuft das alles sehr individuell ab.

Gruss

Cha-Tu

C`ha#-Tu


Obwohl diese Krankheit so selten ist, tritt´s dann meistens Sportler!

Nein! Wenn es Sportlern und Prominenten passiert, dann wird das nur in den Medien hochgepuscht, während es keine Notiz wert ist, wenn so etwas irgendeinem "normalen" Menschen passiert.

Cha-Tu

Mxae>raxd


So ist es, Cha-Tu. Ein plötzlicher Herztod kann bei jedem auftreten. Die eigene Unsterblichkeit ohne krank zu sein ist eine Illusion.

C}lrublexss


Das tut mir Leid mit dem zwei Infarkten. Ja das ist echt schwer einzuschätzen. Wie bei deinem zweiten Infarkt wo du nur Übelkeit gehabt hast. Ich meine, viele Menschen würden bei Übelkeit gar nicht zum Arzt gehen und dennoch kann eine schwerwiegende Krankheit dahinter stecken. Das zu unterscheiden ist im Endeffekt gar nicht einfach oder möglich. Aber wie du schon schreibst, 100%ige Sicherheit gibt es nicht.

Gruß

Csha-xTu


Hallo, Maerad,

und genau das ist das Problem einiger User in diesem Forum: Sie wollen in Sachen Herz "Sicherheit" und die gibt es nun einmal nicht. Nirgendwo im Leben. Daher zitiere ich spätestens hier immer gerne meinen Lieblingsspruch (einige können ihn schon nicht mehr lesen ;-D ): Das Leben ist nun einmal lebensgefährlich... @:)

Cha-Tu

CTha-xTu


Clubless,

ich muss gestehen, dass ich vermutlich auch nicht zum Arzt gegangen wäre wegen der Übelkeit, wenn ich da gerade zuhause gewesen wäre. Ich war da aber gerade in der Rehaklinik und habe das meinem Arzt quasi in einem Nebensatz gesagt. Der wollte dann aber sofort einen Katheter legen, und da kam das dann heraus.

Gruss

Cha-Tu

Cklub^leoss


ja da hast schon recht. Ich wäre auch nicht gegangen.

Gruß

M'aerxad


Ja, dem kann ich mich nur anschließen, Cha-Tu. Es kann alles sehr unterschiedlich verlaufen, je nachdem, ob man darauf kommt, dass es ein Herzproblem ist oder auch nicht. Es macht einem Angst, wenn man sieht, dass offensichtlich "gesunde" Menschen plötzlich sterben (so passiert auch bei einem Freund von mir, der ansonsten völlig gesund mit Mitte 40 plötzlich umfiel und weg war. Für immer.). Es macht uns Angst, dass uns sowas auch passieren könnte. Und die Antwort "Ja, das kann es" erschreckt uns. Aber es ist nunmal die Realität. Und seien wir mal ehrlich: Der Tod ist ohnehin unausweichlich.

Klar möchten wir alle gerne alt werden und dabei immer gesund und fit sein. Aber mal ehrlich: Wie häufig ist das? Das schlimmste an den plötzlichen Todesarten ist immer die Tatsache, dass Familie und Freunde keinen Abschied nehmen konnten, dass es eben so plötzlich ist.

Vor einigen Wochen ist der Physiotherapeut meiner Schwiegermutter zusammengebrochen. In seiner Praxis. Er war 52. Er ist tot. Er war auch gesund.

Es passiert einfach, so traurig es ist. :°(

Der Herzinfarkt im Speziellen hat sehr viele Gesichter. Es gibt diese klassiche Hollywoodvariante mit den Brustschmerzen linksseitig in den Arm ausstrahlend. Und ja, die gibt es tatsächlich. Aber jeder Mensch beschreibt seinen Infarkt anders.

Der eine dachte, er habe Zahnschmerzen gehabt, der andere empfand (wie hier ja auch geschrieben) nur Übelkeit. Dies ist vor allem bei Frauen häufig der Fall, dass er nicht die klassischen Symptome zeigt, sondern schwer zu fassen ist.

Vor vielen Jahren ging eine 27jährige Frau zu ihrem Hausarzt, ihr war übel und sie hatte Angstzustände, ihr Herz rase so, sie wollte, dass er ihr Herz untersuche. Er lehnte ab und schickte sie wieder weg mit der Begründung: 27jährige haben nichts am Herzen. ( >:( >:( >:( )) Drei Stunden später brach sie zu Hause zusammen und war tot. Sie hatte einen Infarkt.

Selbst die Ärzte wissen manchmal nicht, was sie tun sollen, da auch Angsterkrankungen immer mehr werden. Und die äussern sich auch oft mit Symptomen eines Infarktes. Die meisten sind sich aber dahingehend einig, dass sie lieber ein EKG zuviel als eines zu wenig schreiben. Und das ist auch gut so. :)^

C1ha4-TSu


Hallo, Maerad,

obwohl ich sicher bin, dass das einige Angstpatienten hier im Forum wieder mal in Panik versetzen wird, gebe ich Dir Recht. Dennoch sind solche Fälle wie die mit der 27jährigen selten, und vor allem lag hier eine Fehleinschätzung des Arztes vor. Hier im Forum haben viele Menschen genau davor Angst: in jungen Jahren herzkrank zu sein und tot umzufallen. Aber sie sind alle durchuntersucht, und haben dennoch diese Ängste.

Ich denke, das Hauptproblem ist, dass das Thema "Tod" immer mehr aus der Gesellschaft verschwindet. Kranke sterben nicht mehr zuhause, sondern im Krankenhaus, oft sogar in "Abstellräumen". Man will den Tod nicht mehr wahrhaben (wenn man die Todesanzeigen liest, kann man manchmal nur schmunzeln über die Formulierungen), man will ihn nicht mehr sehen, man ignoriert ihn durch Nicht-sehen-wollen, durch Jugendwahn und was den Leute noch so alles einfällt, um ihr Alter(n) zu ignorieren und damit auch ihren irgendwann einmal sicher bevorstehenden Tod.

Ich finde das schade, denn der Wert eines Lebens bemisst sich immer auch an der Tatsache des Todes. Ein ewiges Leben wäre langweilig, nichts besonderes, und letztendlich sehr ermüdendes.

Schönen Gruss

Cha-Tu

M@aexrad


Ja, sie sind in der Tat selten. Und im Endeffekt kann man doch auch nur sagen: Solche Dinge geschehen nunmal. Wer welches Schicksal mal erleiden wird, wissen wir vorher nicht. Ganz ehrlich: Ich persönlich würde lieber plötzlich und schnell sterben, als langsam und schleichend und mit elenden Quälereien.

Was die Panikpatienten angeht: Ja, es mag sie in Angst versetzen, aber ihre Angst tut doch auch nichts "dagegen". Wo liegt also der Sinn darin? Vielleicht geht genau die Angst weg, wenn man sich näher damit beschäftigt. Auch ich hatte Panikattacken, ich weiß, wie sich Todesangst anfühlt. Da ich in der Medizin arbeite hatte ich wohl damals zu Beginn meiner Karriere nicht damit gerechnet, dass es mir soviel anhaben kann diese verschiedenen Krankheitsbilder zu sehen und die Tode auch in ihren Blutbilder mitzubekommen.

Wie oft hab ich Serum von der Intensivstation, was ich mir nur anschaue und sage: "Das kann nicht mehr lange gut gehen" Und zack, ein paar Tage später stirbt der Patient. Eine Zeit lang setzte mir dies sehr zu. Dann stelle ich fest: Mir passierte gar nix. Jedesmal verflog die Panik wieder. Und selbst wenn mir etwas passiert WÄRE: Ich fragte mich: Was hätte die Angst genutzt? Genau! Gar nichts!

Angst und Panik sind gute Mechanismen, wenn man vor einer Gefahr davonlaufen kann. Vor dem Tod kann niemand davonlaufen.

Der Jugendwahn gehört sicher auch dazu den Tod so weit wie möglich wegzuschieben, da gebe ich dir recht. Wenn ich mir anschaue, wer sich heute was alles operieren lassen will, dass Frauen in der Werbung entweder ab 30 was gegen Falten tun MÜSSEN oder bereits undicht sind und Tena Lady brauchen.....und wieviele fallen auf den quatsch rein, sind nicht in der Lage in Würde zu altern.

Ich finde es ehrlich gesagt auch wirklich alten Menschen von 80 oder 90 Jahren gegenüber eine absolute Unverschämtheit, wenn man Alter als ein Makel propagiert!

Weia, jetzt bin ich ganz weit vom Thema weg oder? |-o ;-D

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