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Vorhofflimmern-Medikamente-sportliche Betätigung

G*oldschxuh hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen - bin neu im Forum, aber versuche es mal

Habe unter Sportmedizin gestern meinen ersten Beitrag zum o.g. Thema geschrieben. Passt aber vielleicht besser hier her, weiß aber nicht, wie man den Text hier rüber bekommt. Insider zum Thema mögen bitte kurz rüber schalten.

Habe gelesen, dass manche das Vorhofflimmern auf/mit dem Hometrainer bekämpfen und dadurch vorübergehend wieder los werden. Wer hat da Erfahrungen? Kann man/darf man sich in dieser Phase so richtig belasten?

Gestern las ich Beiträge zu diesem Thema aus den Jahren 2006/2007. Da gab es muntere Diskussionen zum Thema "Auslöser" des Flimmerns und sprach davon, dass es auch aus der Magen/Darmgegend entstehen kann.

Dem könnte ich zustimmen - diese Unruhe fängt oft in dieser Gegend an. Habe aber persönlich noch nicht beobachtet, was ich vor solchen Anfällen esse - muß ich mal machen.

Gut wäre, wenn mir jemand seine Erfahrungen mitteilen könnte zum Thema Medikamente und Sport. D.h., wenn jemand Marcumar nehmen muss, Beloc-Zok schluckt,Sevikar und Crestor futtern soll - dadurch auf einen Ruhepuls von ca. 50 und Blutdruck von 120 zu 70 kommt - wie sehr darf er sich dann belasten?

Da ich ständig meine Sportuhr trage - beobachte ich meinen Puls. Wahrscheinlich durch die Medikamente rast er nicht auf 160-180 beim Flimmern hoch - mein Puls bleibt "vornehm" zwischen 60 - 80 und pendelt in dieser Spanne.

An der starken inneren Unruhe und an dem Pulsverlauf merke ich diese Vorhofflimmeranfälle.Dann nehme ich Digimerck o.1 und mir wird schwindelig usw.. In dieser Phase ist man völlig ohne Interesse, ohne Antrieb und auch recht kraftlos - wie kann ich dann auf den Hometrainer gehen oder muß man sich einfach überwinden?

Danke und tschüss

Goldschuh

Antworten
K5nuvtschi:le


Hallo Goldschuh,

über Sport und Vorhofflimmern gibt es unterschiedliche Meinungen. Habe selber 1 1/2 Jahre unter Vorhofflimmern gelitten und dagegen Flecainid genommen. Mein Kardiologe war der Meinung, moderater Sport unter Vorhofflimmern sei okay, ich solls nicht übertreiben. Der Prof. im Herzzentrum war der Meinung, kein Sport unter VHF, da sich das Risiko ein "Plötzlichen Herztod" zu erleiden erhöht.

Ich hatte dieses VHF anfallsweise, meine Leistung ging runter, war antriebslos. So richtig Sport konnte ich da nicht machen und wenn es beim Sport passiert ist, wurde mir kurz schwarz vor Augen und schwindelig.

Wielang gehen bei Dir die Phasen?? Wurde diese Pahsen schonmal im EKG festgehalten??

*:)

G4olWdscxhuh


@ Knutschile

Danke.

Z.Zt dauern die Phasen so 2 Tage - wie gesagt angefangen hat es vor ca. 5 Monaten. Bisher wurde während VHF kein EKG geschrieben - lasse ich demnächst aber mal machen. Was soll man daran erkennen? Warum schreibst Du in der Vergangenheitsform über VHF? Bzw. wie bist Du diese Situation los gewurden?

Richtig ist, dass leider 5 Ärzte 6 verschiedene Meinungen zu dieser Thematik haben. Deine "plötzlicher Herztod" Variante habe ich noch nicht gehört und erschreckt mich etwas - bisher sprachen die Ärzte immer von einer harmloseren Geschichte aber mit erhöhtem Risiko nochmals einen Schlaganfall zu bekommen.

Noch eine Frage ans Forum. Mein Hausarzt bekämpft VHF mit Medikamenten - im Moment Digimerck.

Mein Kardiologe schickt jeden Patienten bei VHF ins Krankenhaus - stationär - wer hat denn Erfahrungen was dauerhafter anhält diese elektro-magnetische (oder was auch immer) Krankenhausmethode oder gute Medikamenteneinnahme ???

Danke und beste Grüße

Goldschuh

K6nutsEchisle


Hallo Goldschuh,

noch mal zum Verständnis, sry falls ich was überlesen habe |-o

Du hast 2 Tage hintereinander VHF?? Was für eine Therapie bekommst du zur Zeit?? Blutverdünner? Woher weisst Du das es VHF ist?? Sowas sollte immer aufgezeichnet werden und von einem Arzt beurteilt!

Ich hab 2008 VHF bekommen, leider auch mehrere tausende Extrasystolen, die Ärzte vermuten das ich damals eine HME hatte. Hab dann 1 1/2 Jahre Flecainid genommen und dieses Jahr im März wurde das Medikament ausgeschlichen. Teu teu teu.. bisher kein VHF mehr und nur noch wenige Extrasystolen.

*:)

G@ol;dschxuh


Hallo Knutschile,

gute Fragen. Festgestellt wurde VHF kurz vor einem Belastungs EKG. Als man mich anstöpselte fing das Herz an zu rasen. 140 - 190. Der Arzt brach das EKG ab. Damals nahm ich seit 4 Wochen bereits Marcuma,ASS, Beloc Zok,Crestor und Co.

Ob dies der erste Anfall von VHF war - weiß ich nicht.

Seit dem (April 2010) hatte ich 4 x VHF allerdings nur noch mit einem niedrigeren Puls (schwankt dann immer zwischen 60 -90 nur noch). Dann nehme ich Digimerck 0.1 und jetzt geht diese VHF so nach 1 1/2 Tagen vorbei.

Wieder merke ich dies nur am wieder "normalen" gleichmäßigen Puls.

Natürlich bemerke ich das VHF an einer großen inneren Unruhe, kraftlos, ohne Antrieb, ohne Interesse - ich fühle mich einfach krank.

Vielen Dank und beste Grüße

Goldschuh

M-uskualoHwskxi


Hallo

Ich habe seit 1.3. ständig VHF, nehme Multaq, Metoprolol und Marcumar.

Mein Ruhepuls ist 70 – 80 ca. fahre regelmäßig Rad und beobachte mich dabei, wohne im 3. Stock ohne Fahrstuhl und gehe da hoch unter leichtem Außeratem sein.

Ich vermute das es jeder unter ständiger Puls beobachtung selbst ausloten muß.

Ich würde bei einem Puls über 100 sofort den Sport beenden bis sich der Puls wieder erholt hat.

Das sind nur meine persönlichen Vermutungen.

kwlemYpnermJeis1texr


Hallo liebe Leute, jetzt muß ich mich doch einfach mal einmischen. Seit Jahren leide ich ebenfalls unter Vorhofflimmern. Angeblich ausgelöst durch übermäßigen Alkoholgenuß. Ich bin jetzt 48 Jahre alt und das erste Vorhofflimmern entstand vor ca. 2 Jahren nach einem Saufgelage. Notarzt gerufen und ab in die Klinik. Nach ca. 15 Stunden Aufenthalt auf der Intensiv sprang mein Herz wieder von selbst in den Sinusrhythmus. Ich wurde ohne Medikation wieder entlassen und ging meiner Arbeit wieder nach. Leider auch der Sauferei. Dieser Vorgang hat sich ca. 5 mal wiederholt. Sauferei, Vorhofflimmern, Ausnüchterung, Sinusrhythmus. Beim nächsten male, ich wurde ja nicht schlauer, sprang mein Herz nicht wieder von allein in den Sinusrhythmus. Nach 3 Tagen Vorhofflimmern ab in die Klinik und ich bekam folgende Medikamente: Metroprolol, Digimerk, Amiodaron und Marcumar. Ein paar Tage später wurde ich aus der Klinik entlassen mit dem Plan, ist mein Quickwert 4 Wochen in einem bestimmten Wertbereich, sollte ich geschockt werden. Man hätte mich auch schneller geschockt, dann hätte ich ein Schluckecho machen müssen, was ich aus Panik dankend ablehnte. Nach gut 4 Wochen ging ich wieder in die Klinik und ließ mich schocken (wie heißt der Fachausdruck, Kardioversiert?!). Alles bestens verlaufen, Herz wieder im Sinusrhythmus, es blieb bei meiner alten Medikation und alles war bestens, ich war wieder voll belastbar. Nach weiteren 4 Wochen wurde bei mir das Marcumar abgesetzt und ich bekam ASS 100. Die Sauferei habe ich dann radikal eingeschränkt. Ab und zu am Wochenende mal einen "gepfiffen" aber alles lief gut. Im März 2009 mußte ich eine 21 Monatige Haftstrafe (fahrens ohne Fahrerlaubnis in mehreren Fällen und im Wiederholungsfall) in Kiel antreten. Im August 2009, meinem Herz ging es bestens, besprach ich mit unserem Anstaltsarzt, meine Medikation herunter zu setzen. Das Amiodaron wurde vollständig abgesetzt, das Digimerk 0,07 gestrichen und das Metroprolol um 50 % gesenkt. Alles lief bestens. Im Dezember 2009 durfte ich auf "Urlaub" übers Wochenende nach Hause. Was soll ich sagen, abgefeiert, Alkohol und ich war wieder im Vorhofflimmern. Nach der Rückkehr in die JVA Kiel meldete ich mich beim Anstaltsarzt, der sofort einen Krankenwagen rief und dieser mich in die Uni-Klinik Kiel schaffte. Nun ging die Experimentelle Phase los. Meine alten Medikamente wurden gestrichen und ich bekam neue. Ich bekam wieder Marcumar, Nevibolol und Verapamil. nachdem mein Ruhepuls von 160 pro Minute wieder auf normalem Niveau war, dank der Medikamente, wurde ich mit dem Ziel entlassen, wieder nach 4 Wochen geschockt zu werden, da ich dieses Schluckecho wieder dankend ablehnte. Nach ca. 3 Wochen versagten die Medikamente und ich hatte wieder einen Ruhepuls von 160 pro Minute und der Anstaltsarzt hatte meinen Quickwert überhaupt nicht im Griff. In der Uni Klinik wurde mir wieder das Schluckecho und das Schocken angeboten, was ich wieder ablehnte (ich weiß, für manche unbegreiflich, aber ich habe eben Panik davor). So bekam ich eine Pille Verapamil mehr und somit senkte sich mein Puls wieder auf einen normalen Wert, aber trotzdem war ich noch im Vorhofflimmern. Nachdem ich wieder in die JVA zurückgekehrt bin, beantragte ich bei der Staatsanwaltschaft eine Haftunterbrechung, um mich wieder in den Segeberger Kliniken behandeln lassen zu können. Diese Haftunterbrechung wurde genehmigt und am 12.März 2010 wurde ich vorübergehend entlassen. Geschlagene 3 Wochen habe ich versucht, eine Krankenversicherung zu bekommen. Ich habe sämtliche Ämter abgelaufen und bei meiner Krankenkasse, wo ich schon Jahre vor meiner Inhaftierung versichert war, die Tür eingerannt, keiner war für mich zuständig!! In diesen 3 Wochen habe ich mir dermaßen den Kopf dicht gehauen, gesoffen wie ein Loch!! Nach 3 Wochen, nach dem ich einen Anwalt eingeschaltet habe, bekam ich endlich meine Krankenversicherung. Und jetzt kommt der Hammer! An einem Donnerstag bekam ich von meiner Krankenkasse Bescheid, das ich wieder versichert bin. Warum und weshalb keiner für mich zuständig war, dieses will ich hier jetzt nicht aufführen, es würde einfach zu lange dauern und vom Thema ablenken. Donnerstag Abend abgefeiert, Freitag morgen aufgewacht und mein Herz lief wieder im Sinusrhythmus!!! Von allein!!! Unglaublich aber wahr. Ich zum Kardiologen, dem alles erklärt, Belastungs-EKG und alles mögliche gemacht, als wenn nie was gewesen wäre! Ich nach 2 Monaten Haftunterbrechung wieder in die JVA zurückgekehrt um den Rest abzusitzen. Nach gut 1 Woche in der Anstalt besorgte mir unser Anstaltsarzt einen Termin in der Uni Klinik Kiel zur Nachuntersuchung. An einem Freitag nahm ich den Termin in der Uni-Kiel wahr und man berichtete mir folgendes. Die Medikamentenkombination Nevibolol und Verapamil darf überhaupt nicht verschrieben werden! Diese Kombination könne zum Herzstillstand führen!! Ich bin ja wohl fast ausgerastet?! Ich erklärte der Kardiologin, das ich diese Medikation vor gut 6 Monaten in diesem Hause bekommen habe!! Außerdem funktioniert doch alles bestens!! Nee, diese Kombination darf ich nicht weiter nehmen, Punkt und aus. Ich sollte ab nächsten Tag ein neues Medikament Namens Dronedarone nehmen. Leute, was soll ich Euch sagen, ich meine alten Pillen abgesetzt und dieses Dronedarone reingezogen! Geiles Mittel, denn am Sonntag Abend lag ich wieder mit Vorhofflimmern in der Uni-Klinik!! Die Ärzte hatten wirklich ein riesen Problem mit mir. Ich habe alles und jeden in Grund und Boden gepöbelt. Es wurden wieder Experimente mit sämtlichen Medikamenten gemacht, um mein Herz wieder in eine normale Frequenz zu bringen. Doch nichts half. Nach ca. 14 Tagen Testphase, ich hatte mich mit meinem Stationsarzt in einer ruhigen Minute und in einer stillen Ecke "freundlich" unterhalten, bekam ich mein Nevibolol und Verapamil wieder!! Und nach 2 Tagen hat diese "kann zum Herzstillstand führen" Mix mein Herz wieder in den Sinusrhythmus gebracht. Ich also schnellstmöglich aus dieser Irrenanstalt von Uni-Klinik raus und wieder zurück in die JVA. Seit gut 2 Monaten bin ich im offenen Vollzug. Seit ca. 4 Wochen ist mein Herz wieder aus dem Sinusrhythmus raus und ich habe Vorhofflimmern. Diesmal war aber kein Alkohol im Spiel, ich habe mehr Bedenken, das es einfach Psychisch bedingt ist, denn weder die Medikation wurde geändert noch sonst einen Grund gab es. Ich werde bis zu meiner Entlassung nichts mehr in dieser Hinsicht unternehmen. Wenn ich entlassen bin, werde ich mich in die Obhut der Segeberger Kliniken begeben und die sollen schauen was los ist. Was Sportaktivitäten unter permanenten Vorhofflimmern betrifft, da kann ich nicht mitreden, denn auf dieses Gedanken bin ich in keinster Weise gekommen. Wenn ich 4 Etagen Treppen steigen muß, wenn ich oben angekommen bin, bin ich dermaßen im Arsch, als wäre ich einen Marathon gelaufen. Also erübrigt sich die Frage des Sportes unter permanenten Vorhofflimmern, es fehlt einfach Leistung und Ausdauer.

Gruß

Achim *:)

H@ollexrfrau


Hallo Goldschuh,

ich hatte vor 3 Wochen nach 9 Jahren Ruhe wieder mal eine Vorhofflimmer Episode. Bin nachts um 4 Uhr damit aufgewacht. Dann gleich in die Klinik und auf die Intensivstation gekommen.

Mit Hilfe von Medikamenten hat sich nach 36 Stunden der Sinusrhythmus wieder eingestellt.

Jetzt nehme ich 2x tägl. Metoprolol ( Beta Blocker) und hab furchtbar Angst, daß sich das Ganze wiederholt. Kann auch nicht mehr richtig schlafen, da der Rhythmus ja beim Schlafen umgesprungen ist. Und Angst ist ja auch nicht besonders gut und fördert die Rhythmusstörungen ja noch.

erzählt doch mal, wie ihr mit der Angst davor umgeht. Schont ihr Euch? ich bin nach wie vor im Sinusrhythmus und hab ab und zu mal ES. Wie macht ihr das mit Urlaub ???

Viele Grüße

von Hollerfrau

nXajanaxgut


@ Klempnermeister:

Wenn du alles Unwichtige rauslöschst, den Beitrag dann auf die Hälfte kürzt und noch ein paar Absätze reinmachst, les ich ihn. Soory, aber so schaffe ich das gar nicht.

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