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Bitte um Hilfe bei Befund Lz-Ekg

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Hallo,

ich bin es nochmal. Ich wollte schon länger noch vom letzten Befund (Langzeit-EKG) berichten, welches am 21.10. gemacht wurde.

Im Brief steht nun u.a.:


Diagnosen: Ventrikuläre Extrasystolie, keine sicheren Zeichen einer manifesten koronaren Herzerkrankung, gute linksventrikuläre Funktion. Ausschluss Vitium cordis. Kardial beschwerdefreie Belastbarkeit bis 150 Watt.

In der Zusammenfassung steht weiterhin:

Bei der jetztigen kardiologischen Untersuchung lässt sich eine strukturelle Herzerkrankung nicht nachweisen. Die ventrikulären Extrasystolen haben keine eigene prognostische Bedeutung und bedürfen keiner spezifischen antiarrhythmischen Therapie. [...] Ich sehe daher zum jetztigen Zeitpunkt noch keine Indikation zur invasiven Koronardiagnostik. Eine Therapie wäre nur vom Beschwerdebild der Patientin abhängig. Gegebenenfalls kann dann ein niedrig dosierter Beta-Blocker in die Dauertherapie eingeführt werden. [...] Eine kardiologische Verlaufskontrolle halte ich in 6 Monaten für sinnvoll.


So...ich bin mir nun unsicher, ob ich, wie Cha-Tu ja vorgeschlagen hat, nochmal eine Klinik aufsuchen, oder es erst einmal auf sich beruhen lassen soll.

So, wie der Brief nun formuliert ist, hört sich das ja erst einmal ganz gut an, oder?

Der Arzt meinte auch, dass er im Belastungs-EKG keine polytopen VES feststellen konnte.

Allerdings war ja im letzten Befund beim Langzeit-EKG die Diagnose u.a. "Deutlich vermehrte ventrikuläre Extrasystolie mit gehäuften polytopen VES sowie einzelnen Couplets...".

Ich war die letzten 2 Monate recht viel mit anderen Dingen beschäftigt und habe mir nach dem letzten Befund auch nun erstmal gesagt, dass ich mir darüber nicht mehr soviel Sorgen machen möchte, aber mich lässt das Thema doch nicht ganz los...

Deshalb wäre es super, wenn ihr mir nun nochmal einen Rat geben könntet.

Liebe Grüße!

*:)

CDha-/Tu


Guten Morgen, delilah,

das hört sich doch gut an. Objektiv, also anhand der erhobenen Daten, kann keine strukturelle Herzerkrankung festgestellt werden, ebenso wenig eine behandlungsbedürftige Rhythmusstörung.

Dass vor einiger Zeit polytrope VES festgestellt worden sind, hat nun, nach dem neuen Befund, keine Bedeutung mehr. So etwas KANN passieren, vorübergehend, und dann nie wieder auftauchen. So ist das Herz nun mal, es tickt nie im Gleichtakt, sondern ist von vielen Faktoren (Stress, Hormone, Wetter etc.) tages-abhängig. Aus diesem Grunde sollte ein pathologischer Befund ja auch immer noch einmal überprüft werden, das wurde bei Dir getan.

Ich würde an Deiner Stelle das Ganze jetzt "zu den Akten legen". Wie empfohlen, würde ich in einem halben Jahr noch einmal nachschauen lassen, und wenn dann wieder alles in Ordnung ist, wird der Kardiologe auch sicherlich empfehlen, auf weitere regelmässige Untersuchungen zu verzichten. Du bist ja nicht herzkrank.

Lieben Gruss und angenehme Weihnachtstage und ein gutes, GESUNDES neues Jahr!

Cha-Tu

_fdeli"lah_


Vielen Dank Cha-Tu für die rasche Antwort, das beruhigt mich ein wenig, was du schreibst. :-)

Ich bin mir allerdings weiterhin noch etwas unsicher, weil die polytopen VES ja im Langzeit-EKG anscheinend deutlich sichtbar waren – jetzt, beim Belastungs-EKG, waren zwar keine polytopen VES erkennbar, allerdings spielt sich so ein Belastungs-EKG ja auch in einem viel kürzeren Zeitraum ab, und schon im Langzeit-EKG ein halbes Jahr zuvor (im Februar) wurden gehäuft polytope VES festgestellt.

Dies bedeutet ja, dass es recht wahrscheinlich ist, dass im Zeitraum zwischen den beiden Langzeit-EKG's (also von Februar – Oktober) es durchaus auch wahrscheinlich ist, dass in dieser Zeit weiterhin polytope VES aufgetreten sind...oder?

Mich beruhigt das nicht-auftreten der polytopen VES im Belastungs-EKG eben nicht so, weil man da ja nur ca. 15 min. am EKG-Gerät hängt...Oder ist ein EKG unter Belastung irgendwie aussagekräftiger als ein Langzeit-EKG?

Dem leicht erhöhten TSH-Wert würdest du auch keine Bedeutung beimessen (siehe eine Seite vorher)?

Dank dir! @:)

*:)

C1ha\-Txu


Hallo...

Mit Wahrscheinlichkeiten kann man in der Rhythmologie nicht viel anfangen. Es kann sein, dass Du mal einige Tage lang irgendeine Störung hattest, und danach nie wieder. Manche haben Vorhofflimmern, und danach nie wieder. Wieder andere haben monatelang Extrasystolien "vom Feinsten" und danach nie wieder.

Solche Gedankenexperimente sollte man nicht anstellen, denn die Frage "Was wäre wenn" kann einen in den Wahnsinn treiben. Ich würde die aktuellen Tatsachen betrachten, und nicht das, was mal war oder sein könnte. Damit macht man sich nur verrückt. Wenn ich mir vorstelle, dass das Risiko, einen dritten Infarkt zu bekommen, sehr gross und die Chance, diesen zu überlegen sehr klein ist, würde ich hier nicht sitzen, sondern wäre schon völlig durchgedreht. Ich weiss um die Gefahr, beschäftige mich aber nicht sehr oft damit, weil es mir das Leben vermiesen würde.

Und ja, ein Belastungs-EKG ist insofern aussagekräftiger, als dass Rhythmusstörungen, die bei Belastung auftreten, etwas genauer zu untersuchen sind als die, die bei Ruhe und im Alltag auftreten. Belastungsinduzierte Rhythmusstörungen können ein wenig öfter "bösartig" werden.

Wurde denn nur der TSH gemessen? Der sagt nicht in jedem Fall etwas aus. Wenn man die Schilddrüse als Ursache für eine Rhythmusstörung in Verdacht hat, müssen auch alle anderen SD-Werte abgenommen werden. Ich selbst durfte erfahren, dass ich eine Schilddrüsenentzündung mit verstärkter Extrasystolie hatte, obwohl mein TSH sogar normal war.

Schönen Gruss

Cha-Tu

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