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Asthma oder Copd?? Was hab ich denn nun?

ZxinSaX 5 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mal kurz zur Vorgeschichte: Ich war 1986 das erste Mal beim Lungenfacharzt, weil ich Probleme mit dem Atmen hatte, konnte vor allem schwer ausatmen. Die Tests konnten wir nicht zuende führen, weil ich mit Platzangst aus der LUFU-Kabine floh, aber er sagte, ich hätte ein Asthma-Anfangsstadium, wär allergisch gegen Katzenhaare + Hausstaub und ich sollte ein Spray nehmen u die Katzen abschaffen, damit es nicht schlimmer würde. Ich hab beides nicht gemacht, und die Beschwerden verschwanden auch wieder.

Wenige Jahre später: Im Rahmen einer Bronchitis machte ich einen kleinen LUFU beim Arzt und hatte 100% Lungenfunktion.

Die folgenden Jahre: Schleichend zunehmender Prozess von Atemnot bei Belastung und leichter Erschöpfbarkeit (nach viel Rumgerenne in der Stadt und ähnlichem total kaputt usw.).

Innerhalb des letzten Jahres hatte ich 2 x mal eine heftige Bronchitis, die sich über 3 Wochen zog, und 3 x eine Intercostalneuralgie. Als ich die Bronchitis hatte, bekam ich dermaßen schlecht Luft (halbe Treppe hoch und keine Luft mehr bekommen), dass meine Hausärztin mir Cortison verschrieb, weil sie beim Abhorchen feststellte, dass meine Bronchien spastisch verengt waren, und ein Salbutamol-Spray (das hab ich aber nicht genommen, weil mein Sympathicus eh immer überreagiert und ich oft genug mit Herzrasen u Extrasystolen zu kämpfen habe).

Die letzte Bronchitis war im April dieses Jahres und ich nehme das Cortisonspray immer noch, weil meine HÄ Asthma vermutete – vor allem nachdem ich beschrieb, dass ich oft unbewusst mit aufgestützten Armen und in Kutscherhaltung dasitze, um das Atmen zu erleichtern. Das Spray hilft aber nicht viel.

Letzte Woche: Termin beim Lungenfacharzt, um den von meiner HÄ angeratenen Lungenfunktionstest endlich mal zu machen. Katastrophales Ergebnis. Äußerst "sensibler" Arzt, der mir nach einem Blick auf die Lufu-Ergebnisse entgegenschmetterte: "Sie haben COPD, und zwar sehr stark, Stadium III, insgesamt gibt es 4." Ich hätte nur 30 % Lungenfunktion. Ich war ganz am Boden zerstört ... Bei meiner Frage, kein Asthma? winkte er ab, nee, dann hätte ich ja nur sporadisch Probleme, wenn ich dem Allergen ausgesetzt sei. Ich sagte, es gäbe doch auch nicht-allergisches Asthma?? Ich habe mich nämlich in einigen Beschreibungen wiedergefunden, zB dass die Atemnot schlimmer wird, wenn ich in Stress u Hektik gerate ... Er negierte das aber und schob mir ein Rezept für ein bronchienerweiterndes Spray über den Schreibtisch, ansonsten zur Kontrolle mal in 4 Monaten, Röntgen wär auch nicht verkehrt.

So – ich hab also COPD – chronisch obstruktive Bronchitis , und habe überhaupt keine Bronchitis: Bis auf ein bisschen Husten am Morgen oder Husten, weil der Kehlkopf irgendwie gereizt ist und kitzelt, habe ich überhaupt keinen Husten. Seltsame Diagnose, oder nicht? Gibt es COPD OHNE Husten ???

Insgesamt fühle ich mich schlecht, bin schon bei leichtem Anstrengungen (staubsaugen, einkaufen usw.) leicht erschöpft, spüre ständig irgendwie meine Lunge (so ein Schweregefühl und Engegefühl, ab und an auch ein Brennen oder Zusammenziehen oder eine gereizte Schleimhaut). Kann nicht lange stehen. Die schlechte Lungenfunktion hat sich im Peak flow Meter, das ich heute kaufte, bestätigt: Normwert bei meiner Altersgruppe wäre bei 388 (andere Quelle: 450), und ich schaffte gerade mal maximal 140. Dennoch mache ich mein Tanztraining, geh auf den stepper und skate (muss aber sagen, dass mich das alles sehr anstrengt, aber wenn ich mich gar nicht bewege, geht’s mir noch schlechter).

Wie kann man nun Asthma gegen COPD abgrenzen? Sieht bzw. sähe man das tatsächlich beim LUFU? Ich hab den Lufu in der Glaskabine gemacht; ein provozierendes oder erweiterndes Spray wurde dabei nicht verwendet. Wie aussagekräftig ist das Ganze??

Irgendwie weiß ich momentan nicht weiter. Nochmal zum andere Lungenfacharzt? Ich traue mich nicht, das verschriebene Spray zu nehmen. Nebenwirkungen wie Vorhofflimmern (wo mein Herz eh schon immer so rumkaspert) klingen nicht so verheißungsvoll. So geht’s aber auch nicht weiter. Und mit nur 30 % Lungenfunktion will ich auch nicht weitermachen. Ich schlepp mich nur noch so rum .....

Antworten
ZwinoaO 5


Was ich noch vergass: Beim Treppensteigen oder auch schon bei leichten Steigungen bekomm ich halt diese Atemnot, und vor allem dieses Engegefühl, das aber nicht im oberen Brustraum ist, sondern um die Magengegend herum. Dort verspannen sich dann alle Muskeln und es ist so, als hätte ich einen engen Gürtel um die Taille. Ich atme dann nur noch ganz flach (Brustatmung) und viel zu schnell. Vielleicht kennt das jemand mit Asthma oder COPD??

L?öckcxhen1


Du sollest das verordnete Medikament inhallieren, wenn Du willst das es dir besser geht.

Wichtig ist , danach ein Glas Wasser, Saft, Kaffee zu trinken um das Medikament aus dem Mund zu spülen. Denn über die Mundschleimhaut aufgenommen gibt es schnell Nebenwirkungen (Herz) und auch Pilzerkrankungen des Mundes.

Ich persönlich nehme meine Medikamente nach dem Frühstück ein und trinke dann ausgibig. So habe ich keine Nebenwirkungen wie Herzrasen usw.

Zcinax 5


@ Löckchen1

naja, ich möchte ungern ein Medi nehmen, das in den USA bereits verboten wurde, weil es die Schlaganfallgefahr erhöht, soweit ich das mitbekommen habe.

Mein Cortisonspray nehme ich ja ..... klar, spüle immer den Mund aus usw.; aber das Cortison alleine bringt mir wenig Besserung leider.

Was nimmst du für ein bronchienerweiterndes Mittel?

L`öckc4hen1


Was nimmst du für ein bronchienerweiterndes Mittel?

Keines. Mein letzter Lungenfunktionstest ist gut ausgefallen.

Es gibt noch andere bronchienerweiternde Mittel.

B}odh_ran


Das Kortison wirkt langfristig entzündungshemmend, also nicht direkt auf Deine Vitalität, dazu ist das Salbutamol gedacht. Es ist ein "Notfallspray" und umgehend bronchienerweiternd, welches man vor einer Belastung einnehmen sollte, um Atemnot zu vermeiden. Ich kann Dir nur ans Herz legen, bei Deiner KK mal zu fragen, ob es für Dich Asthmaschulungen gibt, dort lernt man, mit seiner Krankheit umzugehen, und für sich selbst ein besserer Arzt zu sein, als der Doc nebenan. Nichtsdestotrotz ist eine Abklärung mit einem anderen Arzt sicher nicht von Nachteil, wenn Du unsicher bist. Vor Allem würde ich einen Provokationstest machen lassen, und auch einen allgemeinen Allergietest (Prick etc).

Für Stadium 3 bist Du noch meiner Meinung nach noch unterversorgt, ich muß zusätzlich noch Theophyllin einnehmen, damit gehts mir als Belastungs- und Allergieasthmatiker (ja, eine Mischform) gut. Alles Gute, und laß Dir gesagt sein, daß man damit gut Leben kann, sofern man auf den Rat des Arztes, und auf sich selbst hört @:) .

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