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Keine Spermaproduktion mehr.

sYwatkat9tenx162 hat die Diskussion gestartet


Vorgeschichte:

Ein Blutgerinnsel verstopfte die Linke Beinvene, OP im Elbe-Klinikum Stade, wobei ich eine Lungenembolie erlitt und zwei Wochen im Koma lag, und zweimal reanimiert werden musste. Es wurde hier ein Stent durch die linke Leiste im Unterbauch eingesetzt. Noch auf der Station klagte ich über Schmerzen im unteren Bauchraum, welche aber ignoriert wurden ("Ist nur eine kleine, mit Wasser gefüllte Zyste, geht von alleine wieder weg"). Denkste. Ich wurde zur Reha nach Gyhum geschickt, wo meine Schmerzen immer stärker wurden und ich nach zwei Tagen Aufenthalt dort, in der Nacht mit dem RTW ins Diakonie-Krankenhaus Rotenburg gefahren.

Nach einer schweren Not-OP ("in letzter Minute...") im unteren Bauchraum (Vereiterung, Ursache war der Stent, der verrutscht war) wurde mir dort noch linksseitig ein Doppel-J-Katheter eingesetzt, der aber nach 3 Wochen entfernt wurde.

Problem:

Nun habe ich das Problem, daß bei mir keine Spermaproduktion mehr erfolgt. Außerdem habe ich an der Innenseite des linken Oberschenkels sowie an der Leiste ein Taubheitsgefühl, sowie Stiche im Unterbauch und im linken Hoden. Zunächst glaubte ich, daß der Samenleiter durch das hin- und hergeschiebe diverser Blasenkatheter verklebt war, eine MRT ergab jedoch ein negatives Ergebnis. Nun vermute ich, daß bei einer OP, entweder in Stade oder in Rotenburg diverese Nerven durchtrennt wurden, die für die Spermaproduktion verantwortlich sind. Beim Orgasmus, der jetzt auch eher halbherzig ist, sind ein bis zwei Pumpversuche zu verzeichnen, aber wo nichts ist, kann auch nichts kommen. Auch die 'Ansaugmethode' funktioniert nicht. – Mit meinem Latein bin ich am Ende, aber ich fahre demnächst zur Kur, wo ich in der Kurklinik das Problem nochmal ansprechen werde. Vielleicht können die da ja was machen, in Rotenburg, wo ich nochmals vorsprach ergab die Untersuchung, daß alles in Ordnung sei.

Man sagte mir, es wären die Nerven. Jetzt werde ich mich wohl in einer Nervenklinik behandeln lassen müssen. ;-)

Antworten
N8ouga8terin,neruxng


dürfte ich fragen wie alt sie sind? meine mutter erlitt auch vor ca.4 jahren 3 thrombosen bzw. eine lungenembolie,eine im linken bein und unterm bauch bereich.sie war damals 38.sie hatte glück im unglück :( jetzt erfahre ich das man durch eine embolie ins komma kommen kann?

LqöckcDhenx1


Ich glaube ja einiges und die Psyche kann viel, aber ich glaube nicht, das die Psyche es schafft die Sperminproduktion zum völligen erliegen zu bringen.

Hattest du während dieser ganzen Geschichte mal Schmerzen in den Hoden?

sewatkat]temn16x2


Ich bin jetzt 60, die Spermaproduktion sollte noch nicht eingestellt sein, vor allem nicht so plötzlich, das geht, nach Aussage der Ärzte, eher langsam vor sich.

Während der OPs und danach (ich lag 8 Wochen in der Klinik) hatte ich keine Schmerzen. Erst danach ging es so langsam los.

Nochmal zum Koma: es kam zum hyperbolischen Schock, daher das Koma. Es wurde außerdem nochmals künstlich erzeugt, da noch eine Lungenentzündung hinzukam, die nur auf diesem Wege abgewendet werden konnte. Außerdem wurde ich an ein Beatmungsgerät angeschlossen und wurde künstlich ernährt. An einen Traum, den ich während des Komas hatte, werde ich mich noch mein ganzes Leben lang erinnern.

Ich glaube nach wie vor, daß bei einer der OP's zuviel weggeschnippelt wurde...

Ein Gutes hat die Sache ja: Ich benötige keine Kondome mehr. – Jedenfalls habe ich noch meinen Humor...

L[öcktchen1


Hi swatkatten162

Du bist 60. Meist wollen Männer in diesem Alter keine Kinder mehr zeugen. Somit ist es ja nicht weiter schlimm.

Aufenthalt dort, in der Nacht mit dem RTW ins Diakonie-Krankenhaus Rotenburg gefahren.

Nach einer schweren Not-OP ("in letzter Minute...") im unteren Bauchraum (Vereiterung, Ursache war der Stent, der verrutscht war) wurde mir dort noch linksseitig ein Doppel-J-Katheter eingesetzt, der aber nach 3 Wochen entfernt wurde.

Was ich viel eher als Ursache vermute ist, das die Sauerstoffversorgung der Hoden zu diesem Zeitpunkt beeinträchtigt war.

.

Dein Sexualleben ist beeinträchtigt. Das ist etwas das nur schwer verdaulich ist.

Mein Mann und ich, wir müssen uns mit dem selben Problem rumschlagen, bei uns allerdings medikamentenbedingt. Und wir haben den "Vorteil" beide betroffen zu sein.

Allerdings durfte ich feststellen, das es Liebe in der Ehe/Patnerschaft auch ohne Sex gibt. Und wenn es dann doch seltenerweise klappt, ist das Erlebniss viel intensiver, als zu Zeiten als Sex noch regelmäßig möglich war. Das ganze hat also auch was Gutes.

Vielleicht kannst Du es ja auch so sehen.

C9hax-Tu


Allerdings durfte ich feststellen, das es Liebe in der Ehe/Patnerschaft auch ohne Sex gibt.

Richtig, Löckchen. Und es gibt auch Erotik ohne Koitus...

Hallo, Swatkatten,

wenn ich das richtig verstehe, ist ja die Potenz an sich nicht eingeschränkt, sondern nur die Spermaproduktion. Fall kein Kinderwunsch mehr besteht, wäre das ja kein Problem. Aber es könnte sein, dass das für Dich psychisch ein Problem ist. Viele Frauen haben ja durch die bzw. nach den Wechseljahren ähnliche Probleme. Sie sind in ihrer Libido keinesfalls eingeschränkt, erleben sich selbst aber durch die fehlende Menstruation nicht mehr als "vollwertig". Vielleicht erlebst Du Dich durch das fehlende Ejakulieren auch so? Dann wäre es vielleicht sinnvoll, mal mit einem Therapeuten, Sexualberater, Paartherapeuten etc. zu sprechen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

s?watkatMtexn162


Libido ist OK, keine Einschränkungen. Nur eben, daß ich nicht 'abspritzen' kann ist sehr nervig. Wie gesagt, ist der Orgasmus dadurch auch nicht gerade das gelbe vom Ei, es fehlt einfach was. Immer wieder sage ich mir (bzw. wir), mist, wieder nix gekommen...

Na ja, bei der Kur werde ich weitersehen, die haben da ja alles zur Diagnostik. Es geht übrigens nach Bad Salzuflen.

sEwatkat|tenx162


So, die Kur liegt nun schon etwas länger zurück, aber das Ganze hat überhaupt nix gebracht, außer, daß ich mich da durchgefressen habe. :-|

Das Spermaproblem besteht immer noch, bei der Kur hatte das sowieso keine Bedeutung, es war leider keine Urologie vorhanden. Mal sehen, was ich da jetzt noch machen kann. Ich werde mich wohl wieder in der Klinik einfinden müssen und da nochmal nachhaken. ":/

Inzwischen bin ich auch noch in der Pflegstufe 1, schwerbehindert sowieso (LW-Syndrom, mehrere BS-Vorfälle und Spinalkanalstenose, gehe am Stock). Seit ein paar Tagen bin ich auch stolzer Besitzer eines Treppenliftes. Das Ding kommt mir aber ziemlich langsam vor, nix is', mit 50-60 kmh, sodaß ich an die Wand katapultiert werde. Dann kann ich die dort vorsorglich an die Wand genagelte Matratze ja wieder abnehmen... ;-) ;-D

sZwatBkaRttenJ162


Und wieder ist ein Jahr vergangen, getan hat sich nichts. Die Ärzte meinten ja, daß es die Nerven wären und es sich in etwa 1,5 Jahren wieder normalisiert hätte, aber nichts von dem ist eingetreten. Ich überlege ernsthaft, eine der Kliniken (ich vemute, daß es Stade war, denn die hatten die OP von der Leistengegend aus praktiziert) zu verklagen. Aber ob das nach so langer Zeit noch möglich ist, weiß ich nicht. Ich wüßte auch nicht, an wen ich mich da wenden sollte. – Ich denke, ich werde mir erstmal 'nen Termin bei einem Neurologen bzw. Andrologen geben lassen. Mal sehen , was dabei rauskommt...

P)edd+i


Finde ich gut, einen Termin beim Neurologen. Vielleicht kann er Dir ja helfen.

Ganz viel Erfolg wünsch ich Dir, das belastet Dich ja sehr.

Lieben Gruß

scwatkantten$162


So, beim Neurologen war ich jetzt, der hat aber nichts feststellen können. Er will sich aber die OP-Unterlagen aus dem Stader Klinkum zukommen lassen, bzw. dort mal anfragen, ob da evtl. was schiefgelaufen ist. Der nächste Termin bei ihm ist im Dezember.

srwatkajtte'n162


'Klinikum'

sUwatk5a<ttexn162


So, wieder ist ein Jahr vergangen, noch immer ist das Problem vorhanden. Eine Klage gegen das Elbe-Klinikum, in dem die Entzündung angefangen hat, läuft jetzt. Die meinten, daß das KH in Rotenburg die Nerven, – es handelt sich um ein sehr kleines Nervengeflecht um die Bauchschlagader -, beim Einsetzen eines Y-Stents beschädigt hätten. Das ist m.E. egal, denn wäre die Entzündung nicht gewesen, hätte die OP nicht sein müssen. Somit gebe ich der Elbe-Klinik die ganze Schuld, zumal die Libido nun auch am Nachlassen ist. Die Erektion ist auch nur noch 'halbherzig'. Jetzt warte ich auf den Prozeß-Termin, der für mich hoffentlich gut ausgeht. In einem ähnlichen Fall bekam ein ehemaliger Patient 150.000 Euro Schmerzensgeld. Aber was nützt mir noch soviel Kohle, wenn ich nicht mehr kann. Das ist schließlich eine erhebliche Einbuße der Lebensqualität, einhergehend mit lebenslangen Depressionen. :°(

Schön wäre es, wenn die Neurologie inzwischen Fortschritte gemacht hätte und man solche 'Unfälle' wieder reparieren könnte, indem man z.B. die Nervenenden wieder zusammenschweißen könnte oder so, falls diese nicht endgültig verkümmert sind. Aber auch in diesem Fall müsste es eine Lösung geben... :[]

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