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Machen Betablocker glücklicher?

k)or)k1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bei mir wurde kürzlich eine Herzinsuffizienz festgestellt. Dagegen habe ich das Medikament "Beloc-Zok" verschrieben bekommen. Heute morgen habe ich das zum ersten Mal eingenommen und ich fühlte mich direkt nach 1-2 Stunden später total glücklich. Ich war in den Tagen zuvor deprimiert und war jahrelang immer sehr nervös, vor allem in Wartezimmern, in der Bahn usw. doch jetzt fühle ich mich total gelassen, wie ein neuer Mensch. Ich habe den starken Verdacht, dass mir das Medikament nicht nur das Herz unterstützt, sondern auch meine Ängste / Depressionen gelöst hat. Ist das irgendwie möglich oder wie kann man sich das erklären?

MfG

kork1

Antworten
Cwha-xTu


In der Tat wurden früher Betablocker recht häufig als eine Art Antidepressivum eingesetzt, vor allem als entspannende und angstlösende Medikamente, das ist eine Art "Nebenwirkung" der Betablocker: Er bewirkt ja nicht nur geringere körperliche Symptome (senkt den Blutdruck, reduziert Herzstolperer), was bereits angstmildend wirken kann, sondern durch eine Blockade bestimmter Rezeptoren (nicht nur am Herzen) kann es auch zu Entspannung, Stressreduktion etc. kommen, was noch einmal die Angst senkt. Wenn das bei Dir so eindeutig und schnell wirkt, sei froh, zumal Du ja Depressionen etc. zu haben scheinst.

Alles Gute!

Cha-Tu

ktorkx1


vielen dank für deine antwort! ich bin eigentlich eher skeptisch gegenüber medikamente, aber das was ich momentan erlebe, diese rapide besserung ist einfach unglaublich! ich hoffe, dass es mir nun langfristig gut gehen wird und es nicht nur kurzzeitig effekt ist! ich hätte nie gedacht, dass eine tablette soviel gutes bewirken kann und mir wird jetzt erst bewusst wie sehr ich zuvor eingeschränkt war und dass sich vieles erst in diesen tagen "normalisiert"!

mfg

kork1

ZCinax 5


Ich denke, das ist als Betablocker-"Wirkung" eher ungewöhnlich. Im Gegenteil, es werden als Nebenwirkungen auch oft Depressionen aufgelistet. Ich habe auch einmal Beloc-zoc genommen und sie gerade wegen des Auftretens von Depressionen wieder abgesetzt. Woran ich mich erinnere, ist ein relativ kurzwährendes "Durchgangsstadium" leichter Euphorie 20 Min. nach Tabletteneinnahme. Das war´s aber auch.

Vielleicht spielen bei dir da andere Faktoren mit hinein? Vielleicht erleichtert es dich, eine Medikamentation erhalten zu haben? Und bekommst du gegen die Herzinsuffizienz nicht auch noch weitere Medikamente? Meistens erhält man doch eine Kombi aus 2 oder 3 Medis.

@ Cha-tu

Betablocker können durchaus Ängste und körperliche Stresswahrnehmung reduzieren, weil sie den Sympathicus runterdimmen, aber als Antidepressivum wurden sie, soweit ich weiß, nie eingesetzt.

C7ha-TFu


Hallo, Zina,

in den 70er Jahren gab es durchaus solche Indikationen. An der Klinik, in der ich damals arbeitete, war das durchaus so. Allerdings, und ich vermute, dass Du darauf anspielen willst, waren das immer Depressionen, bei denen Angstattacken im Vordergrund standen. Über die Milderung der Angst wurde versucht, auf die Depressionen einzuwirken. Ich schrieb ja "als eine Art Antidepressivum" und ich beschrieb ja auch die erwünschte Wirkung (Entspannung etc.).

Gruss

Cha-Tu

CKha-xTu


Hallo, Kork,

möge es so bleiben.

Aber es kann auch sein, dass die von Zina angesprochene Erleichterung, dass Deine Herzkrankheit nun therapiert wird, seinen Teil dazu beiträgt. Aber wie dem auch sei: Schön!

Gruss

Cha-Tu

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