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Bronchitis fast ausgeheilt – jetzt auf einmal Blut im Auswurf?

s\chnuUbbelso!n hat die Diskussion gestartet


Schönen guten Morgen allerseits.

Ich hab grad das Schlimmste meiner alljährlichen Bronchitis hinter mir – ich bin Raucher. Vor einer guten Woche fing's an, heute ist der vierte Tag an dem ich verschriebene Medikamente nehme (Doxycyclin und Ambroxol). Auswurf ist eigentlich nur noch morgens nach dem Aufstehen vorhanden, das nervige Rasseln in der Lunge ist weitestgehend verschwunden und allgemein geht's mir wieder prächtig.

Gestern abend fing ich an ein ansteigend gereiztes Gefühl im oberen linken Lungenflügel zu haben, verbunden mit Schleim der sich dort löste (sonst hat sich bei mir immer nur unten was gelöst).

Heute morgen wache ich dann auf und das gereizte Gefühl ist immer noch da, dazu Blut im Auswurf. Das sah zwar erst sehr spektakulär aus, aber nach dem fünften oder sechsten Ausspucken war auch keines mehr da.

Meine Frage wäre nun: warum jetzt auf einmal Blut im Schleim? Richtige Hustenanfälle hatte ich schon einige Tage nicht mehr, allgemein ist die Krankheit diesmal relativ unbeeindruckend verlaufen – nicht einmal Fieber hatte ich, zumindest keines, was mir aufgefallen wäre. Und was hat das mit diesem Gefühl oben in der Lunge auf sich? Ich will's nicht dramatischer klingen lassen, als es sich anfühlt, aber es ist so eine Mischung aus Brennen, Stechen und Ziehen, nur eben sehr schwach. Richtig bemerkbar macht es sich auch nur beim tiefen Atmen, sonst fällt's kaum auf.

In meiner Lungenfunktion eingeschränkt fühle ich mich nicht, ich fühle mich auch nicht schlapp oder antriebslos. Fieber ist auch keines vorhanden, außerdem schlucke ich schon Antibiotika, daher nehme ich nicht an, dass meine Bronchitis zur Lungenentzündung gereift ist.

Vielen Dank schon mal fürs Lesen. :)

PS: Einen Arzt werde ich den Tag wohl noch aufsuchen.

Antworten
F:orgIeroxn


Hallo Schnubelson,

auf Ihre letzte Bemerkung:

Wenn der Ihnen nicht empfiehlt, das Rauchen zu unterlassen, wird er seiner Verantwortung als Arzt nicht gerecht.

Gruß

Kurt Schmidt

VMigexo


Hallo,

Blut im Auswurf muss abgeklärt werden; Ursachen gibt es mehrere.

Den Arzt solltest du nicht wohl aufsuchen, sondern ganz sicher!

RKotsc9hopfx2


Ja, du solltest unbedingt zum Arzt gehen.

Als ich noch geraucht habe, hatte ich auch mal Blut im Auswurf. Erst Eiter, dann Blut. Ich mußte weiterhin Antibiotika nehmen, und der Arzt sagte "spätestens wenn Sie unter der Erde liegen, werden Sie mit dem Rauchen aufhören". Danach "konnte" ich nie wieder rauchen.

Ich bin meinem damaligen Arzt sehr dankbar.

R#ots=chxopf2


Ich kann mir nicht vorstellen, dass du fast ausgeheilt bist, wenn Blut rauskommt. Das hört sich eher nach Wunschdenken an. ;-)

s[cEhnu4bbxelson


@ Forgeron

Sicher hat mein Arzt mir geraten, das Rauchen aufzugeben, über die Jahre schon öfters. Nur ist es doch so, dass man bei Süchtigen nicht unbedingt den klarsten Verstand erwarten kann – bestes Beispiel ist ein ehemaliger Arbeitskollege meinerseits: wenige Tage nach der Entfernung eines Lungenflügels wegen einem Karzinom hatte er schon wieder einen Glimmstängel im Mund, nun liegt er im Grab.

So enden will, nein werde ich nicht. Vor allem, da ich mit meinen 21 Lenzen noch einiges vor mir habe. Über die Jahre habe ich meinen Konsum schon stark reduziert, von über einer Schachtel am Tag auf 4-8 Zigaretten. Ich werde mich demnächst auch noch bei einem Lungenfacharzt vorstellig machen und so einen Lungenfunktionstest machen – ich hoffe mal, das wird mir endgültig den letzten Ruck geben, doch endlich den kalten Entzug durchstehen zu können.

Sie haben zwar recht, dass es des Arztes Pflicht ist, mir von Rauchen abzuraten, aber da ich dem ja bekanntlich nicht nach kam, bin ich es, der fahrlässig handelt, nicht der Mediziner.

@ Vigeo,

Rotschopf2

Gut, dann kein weiteres Zögern und auf zum Doc.

sOchnuobbels#oxn


Ja, mit "fast ausgeheilt" meinte ich eigentlich nur, dass ich nicht mehr leide. Habe dann auch gemerkt, dass es ungünstig formuliert ist und gehofft, niemand merkt es. ;-)

R=otsTchopxf2


Ja, mit "fast ausgeheilt" meinte ich eigentlich nur, dass ich nicht mehr leide. Habe dann auch gemerkt, dass es ungünstig formuliert ist und gehofft, niemand merkt es. ;-)

schnubbelson

Ich heiße zwar nicht "niemand", aber ich merke es trotzdem.

Du weißt ja – Mütter merken immer das, was sie nicht merken sollen. ;-D

Hast du schon einen Arzttermin ausgemacht? :=o

s chnub"belsoxn


Komme gerade vom Hausarzt, der konnte durch erneutes Abhorchen nichts feststellen. Er sagte mir, falls ich nochmal Blut im Auswurf habe, solle ich zum Blutabnehmen kommen.

Nun werde ich erstmal schauen, ob besagtes eintritt, spätestens dann lass ich mich zum Lungenarzt überweisen.

Ich heiße zwar nicht "niemand", aber ich merke es trotzdem.

Du weißt ja – Mütter merken immer das, was sie nicht merken sollen. ;-D

Wie wahr, wie wahr... :)z

s9chnu.bbelscon


So, kleines Update, da sich mein Problem nicht in Luft aufgelöst hat.

Gestern Abend wurde das Gefühl im linken Lungenflügel langsam merkbarer, später war's dann so weit, dass ich meine Lunge bei fast jedem Atemzug "an der Rippe" gespürt habe. Hab natürlich erstmal tierisch Panik gehabt und jeden einzigen inhalierten Glimmstängel der letzten 7 Jahre verflucht.

Ich bin kein Arzt, sonst würde ich wohl hier auch nichts fragen, aber ich nehme an, dass ich doch eine Lungenentzündung kriege. {:( Obwohl meine Bronchitisbeschwerden soweit verschwunden waren, geht's jetzt wieder in die andere Richtung – immer noch Blut im Auswurf, belegte Lunge. Ein gutes kann ich aber dennoch daran finden: der ganze verdammte Teer kommt langsam aber sicher aus den letzten Fugen meines Atemorgans. Zwar mit Blut dazu, aber immerhin.

Werde mich dann jetzt mal anziehen und wieder zum Doc gehen.

Eine Sache ist mir grad noch eingefallen: der Arzt hat mir ja Doxycyclin und Ambroxol als Kombipräparat (Doxy von ct) verschrieben, jedoch ist das nur für Personen von 50 bis 70kg Körpermasse geeignet – ich wiege knapp über 100. Ob das wohl der Grund ist, dass ich obwohl ich mich gesund gefühlt habe jetzt rückfällig werde?

sFchnu.bbelxson


Zurück vom Arzt. Bis das Analyseergebnis meines Aderlasses vorliegt, habe ich erstmal fürs Wochenende ein anderes Antibiotikum bekommen: Cefuroximaxetil (ein wahrer Zungenbrecher). Doxycyclin wurde abgesetzt. Letzteres habe ich über die Jahre schon öfters verschrieben bekommen und hat auch immer gut geholfen, habe aber in der Packungsbeilage gelesen, dass es recht oft vorkommt, dass Krankheitserreger resistent gegen den Wirkstoff sind – da es aber billig ist und meistens ausreicht, rät selbst die Atemliga (Verband von Lungen- und HNO-Ärzten) zu Doxycyclin als Erstmedikation. Die Gewichtsangabe bei dem Medikament ist auch meistens zu ignorieren, sagt mein Hausarzt – gefährlich wird's da nur, wen man unter der Grenze liegt.

Außerdem hab ich ACC verschrieben bekommen – wusste gar nicht, dass man das noch zuzahlungsfrei bekommen kann.

Selbst wenn den Thread hier keiner mehr interessiert, werde ich trotzdem weiter berichten. Irgenwie, irgendwo, irgendwann wird sich schon jemand finden, dem das hier was nützt. :)z

Vligxeo


Also mich interessierts immer noch! :)z

sHchnuUbbelson


Mensch, hab ich doch glatt den Thread hier vergessen. |-o

Gestern war ich nochmal bei meinem Hausarzt die Blutergebnisse einholen. Außer, dass meine Leberwerte ein wenig abnormal sind, war nichts eindeutiges festzustellen – Antikörper ohne Ende aber eben gegen so ziemlich jeden Erreger, der in Frage käme. Freitag soll ich mich nochmal anzapfen lassen.

Die Krankheit ist übers Wochenende nicht wirklich schlimmer geworden, besser aber auch nicht wirklich. Blut ist nur noch wenig drin im Auswurf, nach wie vor nur morgens nach dem Aufstehen. Ich hab leichte Rückenschmerzen und der unterste Rippenbogen fühlt sich vorne "merkwürdig" an. Richtige Schmerzen habe ich immer noch nicht, nur konnte ich die ersten zwei oder drei Tage kaum einschlafen, weil sich alles extrem verspannt angefühlt hat beim Liegen – musste dann auf dem Bauch schlafen, was ich eigentlich gar nicht kann. Fieber hatte ich immer noch keines seit Tag 1 meiner Erkältung, die dann zur Bronchitis wurde und jetzt zur Lungenentzündung.

So langsam kommt jedoch das Verlangen nach der Zigarette zurück, aber falls ich überhaupt wieder rauchen werde, dann frühestens in zwei Wochen.

Das einzige, was mich wahrhaftig stört ist, dass niemand mir glaubt, dass ich krank bin, weil ich eben kein Fieber habe und auch sonst nicht schwach oder krank aussehe. ;-)

C=haL-Txu


So langsam kommt jedoch das Verlangen nach der Zigarette zurück, aber falls ich überhaupt wieder rauchen werde, dann frühestens in zwei Wochen.

Und warum nutzt Du diese Pause nicht, mit diesem gesundheitsschädlichen Scheiss aufzuhören ???

Cha-Tu

s#chnSubb=elson


So, war heute im Krankenhaus und hab mir mal 'ne zweite Meinung eingeholt. Dort wurde ich erstmal geröntgt, dann nochmal ein großes Blutbild angelegt und fix EKG-isiert. :D

Befund: null komma nüscht! ":/

Keine Lungenentzündung – keine entsprechenden Antikörper im Blut, nichts auf dem Röntgenbild zu sehen.

Das Blut kam von 'ner geplatzten Ader (woher auch sonst), muss wohl beim Husten passiert sein. Die "Schmerzen" sind nur Verspannungen, die werden jetzt mit Voltaren-Massagen von meiner Freundin behandelt. ;-)

Das Rauchen wird trotzdem sein gelassen.

Danke für die Anteilnahme und gute Besserung an alle wirklich Kranken. Ich geh mich erstmal 'ne Runde schämen. ;-)

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