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Eine Kur direkt nach Herzinfarkt, bringt es was?

PEentxium hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen,

wer von Euch hat so eine Kur gemacht? Wie sah es konkret aus? Hat das etwas gebracht?

Alle Ärzte empfehlen jedem Patienten der einen Herzinfarkt hatt direkt danach eine Kur zu machen.

Viele ältere Menschen wollen es jedoch nicht.

" spazieren gehen kann ich auch zu hause"

" man wird zu Sachen gezwungen" usw.

Welche Erfahrungen habt Ihr dort gemacht? Was hat es Euch konkret gebracht? Was wurde dort unternommen?

VIELEN DANK!

Antworten
C|ha-5Tu


Ich wollte damals auch nicht in die Reha, aber ich muss sagen, dass es meine wichtigste Entscheidung war, es DOCH zu machen.

Man wird langsam und unter ärztlicher Kontrolle aufgebaut, man erfährt viel über seine Krankheit, man lernt, seinen Alltag anders zu gestalten, und vor allem: Man spürt im Laufe der Zeit, wie intensiv man sich belasten darf und was man lieber sein lassen sollte.

Wer aber vorhat, seinen Lebensstil, seine Ernährung, seine Bewegung sowieso nicht zu ändern, der kann auch zuhause bleiben. Wer in die Reha geht, sollte sich bewusst sein, dass er sein Leben grundlegend ändern muss (dafür ist man nie zu alt!). Dabei hilft die Reha (wenn sie gut abläuft). Wer aber alles so haben und machen will "wie bisher", der ist in der Reha fehl am Platze, wird aber wohl in absehbarer Zeit wieder mit einem Infarkt im Krankenhaus liegen. Denn nach einem Infarkt MUSS man sein Leben überdenken und manches ändern, sonst war der Schuss vor den Bug vergeblich...

Schönen Gruss

Cha-Tu

BRenitKa-V?ita


Hallo alle zusammen,

wer von Euch hat so eine Kur gemacht? Wie sah es konkret aus? Hat das etwas gebracht?

Alle Ärzte empfehlen jedem Patienten der einen Herzinfarkt hatt direkt danach eine Kur zu machen.

Viele ältere Menschen wollen es jedoch nicht.

" spazieren gehen kann ich auch zu hause"

" man wird zu Sachen gezwungen" usw.

Welche Erfahrungen habt Ihr dort gemacht? Was hat es Euch konkret gebracht? Was wurde dort unternommen?

VIELEN DANK!

An dummquatschigen Menschen, die nie eine Reha machten, würde ich mich gewiß nicht orientieren.

Und was gemacht wird, könnte so individuell verschieden sein, wie es eben dem individuellen Geschehen angepaßt ist.....

AZl!cxe


Mal wieder sehr gut geschrieben, Cha-Tu.

Dem kann ich nur zustimmen. Habe selbst in einer Rehaklinik für Cardiologie gearbeitet und mitverfolgen können, wie die Patienten aufgebaut wurden und es ihnen sehr geholfen hat :)z

Aber es gibt natürlich auch Menschen, die dort " Wiederholungstäter" waren, weil sie ihr Leben genauso weiter gelebt haben, wie bisher.

Die Verantwortung für sich selbst hat immer nur eine Person...

CNhax-Tu


Die Verantwortung für sich selbst hat immer nur eine Person...

Genau. Und darum sollte man (besonders alte) Menschen auch nicht zwingen. Aber (mit sanftem Druck) darauf hinweisen, warum es wichtig ist, und auch, dass sich in ihrem Leben etwas ändern muss, wenn Sie Wiederholungen verhindern wollen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

A~l@!c}e


Und darum sollte man (besonders alte) Menschen auch nicht zwingen

Die meisten haben es aber auch eingesehen und quasi gern mitgemacht bei der Therapie,

da mussten wir keinen zwingen. Man achtet ja auch bei den Patienten auf Überlastungszeichen oder auf ihr Verhalten und bietet Gespräche an.

CUha-#Tu


Nee, ich meinte nicht das Personal, sondern die Angehörigen, die oft enormen Druck auf die Patienten ausüben, einfach aus Angst, etwas falsch zu machen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

CQhrisx64


Meine Mutter (76) hatte vor 5 Wochen einen Herzinfarkt,anschließend eine 3 wöchige Reha.

Die ersten Tage dort sind ihr schwer gefallen,mußte sie immer wieder aufbauen,das es ihr gut tun würde.

Gezwungen wurde sie dort zu nicht´s.Im Gegenteil,sie erlangte ein Stück Mobilität und Lebensqualität in dieser Zeit zurück.

Ein Herzinfarkt ist ein einschneidendes Erlebnis (auch für mich als Angehörige) im Leben und das muß erst einmal verarbeitet werden.

Seit Donnerstag ist sie nun wieder zu Hause und sie sagte,das diese Kur auf keinen Fall verkehrt war und ihr geholfen hat.

Lieber Gruß

A*l!cxe


Nee, ich meinte nicht das Personal, sondern die Angehörigen,

achso, ok, nur falsch verstanden. Aber oft ist es auch so, dass Verwandte sich den Mund fusselig reden können, aber wenn ein Außenstehender was sagt, oder ein Arzt mit weißem Kittel, dann ist das was anderes. Dann macht der Betroffene auch was dagegen.

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