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"EF" nach Herzinfarkt

C.h/ri5s6x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

es wäre lieb,wenn ich eine Antwort auf meine Fragen hier im Forum bekommen könnte.

Ist eine EF von 55% nach einem Herzinfarkt (Hinterwand) noch ein guter Wert?

Habe gelesen,das dieser normal bei 60-70% oder 65-75% (weiß es nicht mehr so genau) liegt.

...

Ist die Bildung einer Narbe eine normale Reaktion auf einen Herzinfarkt oder ist dies u.a. abhängig von der Schwere?

...

Mich würde noch interessieren,wie bei Euch die Nachsorge aussah,also nach der Reha,z.B. in welchen Abständen wurde ein EKG durchgeführt usw.?

...

Was haltet ihr von der Bestimmung des Homocysteinwertes,ein noch höherer Risikofaktor für die Entstehung eines Infarktes,als das Cholesterin?

Danke im voraus und viele Grüße *:)

Antworten
C'han-Tu


es wäre lieb,wenn ich eine Antwort auf meine Fragen hier im Forum bekommen könnte.

Ist eine EF von 55% nach einem Herzinfarkt (Hinterwand) noch ein guter Wert?

Ja, ist es. 55-60% ist der Normalwert bei einem nicht mehr ganz jungen Menschen.

Ist die Bildung einer Narbe eine normale Reaktion auf einen Herzinfarkt oder ist dies u.a. abhängig von der Schwere?

Ja und Nein. Natürlich besteht bei einem schweren Infarkt die Gefahr, dass das Herz stärker geschädigt ist als bei einem leichteren (so war es bei mir, die ganze Vorderwand ist "kaputt", d.h. vernarbt). Aber in erster Linie kommt es darauf an, wie schnell man Hilfe bekommt. Wenn man innerhalb weniger Minuten oder einer halben Stunde im Krankenhaus ist und dort alles optimal abläuft (Lyse-Therapie, evtl. Dilatation), kann der Schaden minimal gehalten werden, evtl. sogar gar keine Narbe entstehen.

Mich würde noch interessieren,wie bei Euch die Nachsorge aussah,also nach der Reha,z.B. in welchen Abständen wurde ein EKG durchgeführt usw.?

Da ich innerhalb von nur 5 Monaten 2 Infarkte hatte, wurde im ersten Jahr monatlich ein EKG gemacht, alle 2 Monate ein Belastungs-EKG. Ab dem zweiten Jahr war ich alle halbe Jahre dran, und seit ca. 5 Jahren einmal im Jahr. Fernerhin wurde ich sehr gedrängt, einer Herzsportgruppe beizutreten, was ich zunächst widerwillig auch getan habe. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass das sehr wichtig und gut war. Das hat mich wirklich aufgebaut, zumal ich einen Teil der Übungen auch zuhause gemacht habe. In den ersten Jahren habe ich Walking gemacht, erst sehr langsam, später immer schneller. Seit drei Jahren muss ich da zurückschrauben, weil bei mir auch andere Krankheiten hinzu gekommen sind, aber ich mache nach wie vor leichtes Walking, also "zügiges Spazierengehen".

Selbstverständlich muss man seine Lebensweise überdenken. Ernährung optimieren. Falls man raucht, damit aufhören. Falls man übergewichtig ist, abnehmen. Stress reduzieren. Und vor allem: Sich seelisch bei der Verarbeitung helfen lassen. Obwohl ich selbst Therapeut war (ich bin mittlerweile in Früh-Rente), brauchte ich die Hilfe einer Kollegin, weil so ein Infarkt auch seelisch aufzuarbeiten ist (man ist nach so einem Geschehen viel ängstlicher als vorher, bei mir sind Panikattacken aufgetreten). Das geht meistens nicht von alleine, auch wenn viele Menschen (vor allem Männer) das glauben.

Der Homocysteinwert wurde bei mir meines Wissens nach noch nie genommen, vielleicht in der ersten Zeit nach dem Infarkt, das weiss ich nicht mehr. Aber bewusst wurde das bei mir nie gemacht. Daher kann ich dazu nichts sagen.

Bist Du selbst betroffen, oder schreibst Du für jemanden?

Alles Gute

Cha-Tu

CXhmri2sx64


Hallo Cha-Tu,

danke dir sehr für deine Antwort.

Ich bin nicht selber betroffen,"leider" oder doch lieber "Gott sei Dank".....ich schreibe wegen meiner Mutter (76),die Mitte Oktober einen Herzinfarkt erlitt.Sie hatte unbeschreibliches Glück,die RCA war zum Zeitpunkt des Katheders schon zu 98% zu,noch ein wenig mehr und sie wäre vermutlich nicht mehr unter uns....

Über Schmerzen in der Magengegend und zum Rücken hin klagte sie schon die ganze Woche zuvor,die an diesem besagtem Tag zusätzlich zum Hals austrahlten......leider wußte ich nicht,das es alles schon Vor- bzw Anzeichen für einen Infarkt waren.Aber sie hat es überstanden und darüber bin ich mehr wie froh......trotzdem beschäftigt es mich noch sehr und versuche soviel wie möglich darüber zu erfahren.

Die Hinterwandnarbe wurde während der Reha festgestellt und dachte mir schon,das in diesem Bereich das Gewebe praktisch "abgestorben" ist.Mir ist jedoch nicht klar,welche Auswirkungen dies auf die gesamt verbliebene Pumpleistung bzw. Herztätigkeit hat!?

Der EF Wert bezieht sich doch nur auf die Vorderwand oder?

Was die Nachsorge betrifft,da kann ich im Moment noch nicht soviel zu sagen.Im Befund wurde eine halbjährliche Kontrolle bei einem Kardiologen dringend angeraten.Ihr HA schrieb beim letzten mal nur die Medikamente auf,die während der Reha dazu kamen,sagte aber nichts über regelmäßige Kontrollen usw. Insgesamt muß sie nun 11 Medikamente nehmen über den Tag verteilt,wobei es morgens ein ganzer Cocktail ist.....

Seelisch hat sie es auf jeden Fall noch nicht verarbeitet,denn das merke ich immer wieder in den Gesprächen.Es kommen dann Worte wie "das brauche ich doch nicht mehr,du siehst doch,wie schnell es mit einem male vorbei sein kann".........ich kann nur versuchen soweit es mir möglich ist,sie wieder aufzubauen,aber das wird nicht von heute auf morgen gehen,sondern braucht seine Zeit.

Tut mir leid Cha-Tu,das du deinen Beruf als Therapeut aufgeben mußtest durch diese beiden innerhalb so kurzer Zeit aufgetretenen Infarkte.

Nochmals Danke und auch dir alles Gute *:)

Cdha-xTu


Der EF Wert bezieht sich doch nur auf die Vorderwand oder?

Hallo, Chris,

der EF bezieht sich auf die Kraft, mit der das Herz das Blut "auswirft", also auf die gesamte Herzkraft. Und 55% sind wirklich gut! Ich hatte nach meinem Infarkt um die 25%, mittlerweile (aktuelle Zahl von vor 1 Woche) 42%.

Ich würde in diesem Punkt eher dem Kardiologen vertrauen. Wenn der sagt, sie soll alle halbe Jahre kommen, sollte sie das tun. Vielleicht kann man nach 1-2 Jahren das Intervall ja dann erhöhen.

Dass Deine Mutter seelisch noch daran zu knacken hat, das ist klar. Wäre sie jünger, würde ich nun dringend zu einem Therapeuten raten. Aber ich weiss, wie wenig Therapeuten bereit sind, Menschen jenseits der 60 als Patienten anzunehmen. Manche Therapeuten lehnen sogar Patienten ab, die über 50 sind. Absurd...

Allerdings könnte man mal andenken, ob eine sehr geringe Dosis eines Antidepressivums hilfreich sein könnte. Ich habe das damals auch gebraucht, eine Mini-Dosis Citalopram habe ich genommen. Sprich doch mal mit dem Hausarzt darüber, oder wende Dich an einen Psychiater. Vielleicht gibt es in Eurer Gegend eine Uniklinik? Dort sind oft Geronto-Psychiater zu finden, die auf Depressionen nach so einem Geschehen besonders im Alter spezialisiert sind. Man sollte das wirklich ernst nehmen, denn es kann sich zu einer Altersdepression ausweiten, und das ist etwas, das man einem älteren Menschen ersparen sollte, falls es möglich ist.

Alles Gute für Euch

Cha-Tu

CyhriSs64


Hallo Cha-tu,

liegt die Ursache für den sehr niedrigen EF Wert bei dir darin,das es Infarkte der Vorderwand waren?Soweit ich gehört habe,sind diese ungünstiger,als die der Hinterwand.

Wünsche dir das sich die Herzleistung noch weiter verbessert :)*

Meine Mutter muß nun u.a. Clopidogrel 75 (1Jahr) und ASS 100 zur Blutverdünnung (lebenslang) nehmen,damit der Stent offen bleibt.

Allerdings kann es trotz alledem erneut zu einem Verschluß kommen.

Kannst du mir sagen,wie sich das äußert bzw. merkt man dann körperlich (Infarktähnlich?) etwas oder läßt sich so etwas nur anhand der Echokardiographie feststellen?

Aber ich weiss, wie wenig Therapeuten bereit sind, Menschen jenseits der 60 als Patienten anzunehmen. Manche Therapeuten lehnen sogar Patienten ab, die über 50 sind. Absurd...

Als wenn man mit 50 oder 60 schon zu alt ist :|N haben nicht alle Menschen ein Recht darauf,das ihnen geholfen wird und das unabhängig vom Alter ???

Leider gibt es bei uns in der Gegend (ein sehr ländlicher Raum) keine Uni-Klinik,deshalb wurde neben dem Notarzt-, und Rettungswagen zusätzlich der Rettungshubschrauber angefordert.

Therapeuten gibt es nur sehr wenig und wenn,dann sind diese mehr als überlastet,so das man mindestens mit einer Wartezeit von einem halben Jahr oder noch länger rechnen muß.

Ich werde wohl erst einmal mit dem Hausarzt sprechen,ob sie allerdings bereit ist ein Antidepressivum zu nehmen,kann ich schlecht sagen,ich denke eher,das sie es nicht möchte.

Trotzdem Danke Cha-Tu für diese Tipp´s.

Sorry,wenn ich dich hier mit meinen Fragen bombardiere,obwohl ich nicht betroffen bin.

Eigentlich müßtest du dir Hilfe und Zuspruch holen und nicht umgekehrt.Es ist bewundernswert,wie du das alles verarbeitet hast und anderen zur Seite stehst.

Respekt,ich weiß nicht,ob ich das so könnte.

Viele Grüße *:)

Chris

COha-Txu


Hallo, Chris,

nein, es ist völlig in Ordnung, dass Du fragst. Dieses Forum ist auch für Angehörige gedacht, nicht nur für Betroffene. Ich wollte halt nur wissen, ob Du für Dich fragst, oder für jemanden anderen.

Mein niedriger EF liegt daran, dass die Vorderwand völlig undurchblutet war und sie quasi eine einzige Narbe ist. Für diesen Zustand ist ein EF von 42% sogar recht gut. Bessern wird sich das nicht mehr, dafür ist die Sache schon zu lange her(1995).

Meine Mutter muß nun u.a. Clopidogrel 75 (1Jahr) und ASS 100 zur Blutverdünnung (lebenslang) nehmen,damit der Stent offen bleibt.

Ja, das ist sinnvoll. Ist es ein beschichteter Stent? Dann würde ich mit dem Arzt reden, ob das Clopidogrel nicht sogar 1,5 Jahre genommen werden kann. Wenn es ein unbeschichteter Stent ist, reicht meistens 1 Jahr gut aus. Jedenfalls sind das die Erfahrungen einer Leute in meiner Herzsportgruppe.

Allerdings kann es trotz alledem erneut zu einem Verschluß kommen.

Das ist leider niemals auszuschliessen, auch bei Herzgesunden nicht...

Kannst du mir sagen,wie sich das äußert bzw. merkt man dann körperlich (Infarktähnlich?) etwas oder läßt sich so etwas nur anhand der Echokardiographie feststellen?

Ja, wie ein neues Infarkt, die typischen Beschwerden, die sie auch bei ihrem ursprünglichen Infarkt hatte, vielleicht etwas milder.

Ich werde wohl erst einmal mit dem Hausarzt sprechen,ob sie allerdings bereit ist ein Antidepressivum zu nehmen,kann ich schlecht sagen,ich denke eher,das sie es nicht möchte.

Das ist einerseits schade, andererseits kann ich es verstehen. Man nimmt ja fürs Herz schon eine ganze Menge Medikamente und darum geizt man bei der Verwendung eines weiteren Präparates. Dennoch: Sie sollte es sich überlegen. Es hilft, gerade in den ersten 1-2 Jahren, die nach einem Infarkt seelisch meist die belastendsten sind.

Lieben Gruss

Cha-Tu

C=hriGsx64


Hallo Cha-Tu,

ist der EF Wert bei Dir in diesen 15 Jahren Schritt für Schritt besser geworden oder unterliegt dieser auch Schwankungen?

Haben die Übungen in der Sportgruppe,eine gesunde Lebensweise usw. dazu beigetragen,das dieser nun bei 42% liegt?

Ich habe mal im Befund geschaut und wenn ich die Abkürzung richtig übersetzt habe,hat sie einen unbeschichteten Stent bekommen -> BMS 3,0/15mm und denke,das eine Behandlung mit Clopidogrel von 12 Monaten ausreichend sein wird,aber entscheiden tut es sowieso der Arzt.

Kannst Du mir bitte noch sagen,was eine "diastoliusche Relaxionsstörung" ist?

Ich hatte danach schon mal gegoogelt und bin auf das "Hypertonieherz" gestoßen,wobei "Relaxionsstörung" Grad 1 bedeutet. Hat dieser Begriff unter anderem etwas mit der "Koronaren Zweigefäßerkrankung" (Vorderwand und Hinterwand ??? ) zu tun?

Meine Frage nach dem "Homocystein" hatte ich noch nicht näher erläutert.

Ein Bekannter meinte zu mir, ich wäre nun auch "gefährdet" für einen Herzinfarkt.Natürlich interessierte es mich und googelte wieder......aber erst mal ist das vom Alter des Angehörigen abhängig (vor dem 60. Lj) und andere Faktoren wie familiere Häufung usw. spielen dabei auch eine Rolle.

Gut ich kann das Rauchen nicht lassen |-o und Stress habe/hatte ich in den letzten Jahren nicht gerade wenig,aber keinen Bluthochdruck/Diabetes/erhöhtes Cholesterin/Übergewicht usw. alles Dinge,die einen Infarkt geradezu herausfordern.

Von daher,denke ich,das ich dem Ganzen doch gelassen entgegensehen kann.

Dieses "Homocystein" soll die Gefäße/das Herz noch stärker schädigen,als das Cholesterin,aber ob dieser Wert tatsächlich erhöht ist,kann man nur anhand der Blutuntersuchung feststellen (keine Kassenleistung,ist aber auch nicht sehr teuer).

Aber erstens würde ich mich ein wenig blöd vorkommen,wenn ich den Wunsch nach einer Untersuchung des Wertes gegenüber meinem HA äußern würde,bin sowieso seltener Gast dort und zum anderen weiß ich nicht,ob es überhaupt notwendig ist.Von daher dachte ich,das du etwas dazu sagen könntest aus persönlicher Erfahrung.

Lieber Gruß

C5ha-Txu


Guten Morgen, Chris,

ist der EF Wert bei Dir in diesen 15 Jahren Schritt für Schritt besser geworden oder unterliegt dieser auch Schwankungen?

Ja, der unterliegt Schwankungen. So war er vor ca. 3 Jahren bei 45%, 2008 und 2009 sank er ab bis 38%, und nun wieder 42%. So "um die 40" bewegt er sich, und eigentlich kann man GANZ exakte Werte sowieso nur bei einer direkten Messung mit Katheter beziffern. Aber per Ultraschall und Szinti geht es auch "im Groben" (Abweichungen bis zu 3% immer möglich, manchmal sogar mehr).

Haben die Übungen in der Sportgruppe,eine gesunde Lebensweise usw. dazu beigetragen,das dieser nun bei 42% liegt?

Sie haben dazu beigetragen, dass mein Herz sich erholte, ja. Anfangs lag ich auf Leben und Tod. Immerhin habe ich das schon 15 Jahre überlebt, und ich hoffe auf weitere 15.

Ja, wenn der Stent unbeschichtet ist, reicht das aus. So jedenfalls wurde es immer in den Vorträgen gesagt, die ich besucht habe. Und auch in Bücher fand ich das schon.

Kannst Du mir bitte noch sagen,was eine "diastoliusche Relaxionsstörung" ist?

Das Herz entspannt sich in der "Auswurfphase" nicht mehr so gut. Das ist bei Hochdruck recht oft der Fall.

Ich hatte danach schon mal gegoogelt und bin auf das "Hypertonieherz" gestoßen,wobei "Relaxionsstörung" Grad 1 bedeutet. Hat dieser Begriff unter anderem etwas mit der "Koronaren Zweigefäßerkrankung" (Vorderwand und Hinterwand ??? ) zu tun?

Hypertonieherz besagt, dass Deine Mutter aufgrund von Bluthochdruck, den sie vermutlich seit vielen Jahren hat, ein vergrössertes Herz hat. Die Koronare Zweigefässerkrankung hat damit indirekt zu tun, sie besagt, dass zwei der Herzkranzgefässe verengt sind. Und das kann durch Hochdruck und andere Risikofaktoren passieren.

Ein Bekannter meinte zu mir, ich wäre nun auch "gefährdet" für einen Herzinfarkt.Natürlich interessierte es mich und googelte wieder......aber erst mal ist das vom Alter des Angehörigen abhängig (vor dem 60. Lj) und andere Faktoren wie familiere Häufung usw. spielen dabei auch eine Rolle.

Ob es diese familiäre Gefährdung für Infarkt gibt, ist unklar. Sicherlich aber gibt es gewisse familiäre Parameter, die vererbt werden. Aber sie spielen meiner Meinung nach LÄNGST nicht die Rolle, die viele annehmen. Wenn die Eltern einen Infarkt erlitten haben, heisst das keineswegs, dass die Kinder auch einen erleiden MÜSSEN.

Gut ich kann das Rauchen nicht lassen |-o und Stress habe/hatte ich in den letzten Jahren nicht gerade wenig,aber keinen Bluthochdruck/Diabetes/erhöhtes Cholesterin/Übergewicht usw. alles Dinge,die einen Infarkt geradezu herausfordern.

Das Rauchen ist der Infarktauslöser schlechthin, weil das Nikotin als Nervengift für die Verkalkung der Gefässe mitsorgt. Bei mir war das die Hauptursache, neben dem Stress. Hochdruck hatte ich erst die letzten 2 Jahre vor dem Infarkt, vorher immer im Normalen; und meine Blutwerte waren immer im guten Bereich...

Lieben Gruss

Cha-Tu

C5hrixs64


Hallo Cha-Tu,

ich wünsche es dir von Herzen,das alles weiterhin so gut und stabil verläuft,dann sind es nicht nur

weitere 15 Jahre

,sondern MINDESTENS 15 Jahre :)z -> :)*

Vor allem siehst du nicht nur die negativen Seiten,die so eine Krankheit mit sich bringt und ich denke,das dies gerade sehr wichtig ist,trotz allem positiv in die Zukunft blicken.

Du weißt sehr viel,was das Herz angeht.Aber hattest/hast du manchmal nicht das Gefühl,etwas besser nicht zu lesen oder zu wissen?

Ich habe mich nun erst seit kurzer Zeit damit auseinandergesetzt und bewusst die ersten Tage nach dem Infarkt meiner Mutter das "Googeln" gelassen,um mir nicht noch mehr Gedanken und Sorgen zu machen,als so schon........vor allem konnte ich einfach nicht einschlafen,obwohl ich müde war begleitet von Herzklopfen (Blutdruck normal und Puls etwas erhöht mit 121).Mein HA verschrieb mir dann auf meine Bitte hin etwas zur Beruhigung, Diazepam,aber nur bei Bedarf.


Am 2.Tag nach dem Infarkt ging es meiner Mutter nicht so gut,denn der Blutdruck war so niedrig,das die Nieren begannen zu versagen.Dabei dachte ich immer,das ein niedriger Blutdruck eine Art "Gute Lebensversicherung" ist ??? Das die Nieren geschädigt werden können,wußte ich bis dahin nicht oder besteht dieses Risiko nur in Verbindung mit bestimmten Krankheiten oder Ereignissen,wie z.B. ein Herzinfarkt?

Kannst du mir etwas dazu sagen?


Das Rauchen aufzugeben,da habe ich momentan weder den Willen noch die nötige Kraft dazu.Wahrscheinlich muß es erst zu einem "Warnschuß" kommen oder "Klick" im Kopf machen,ich würde es vielleicht ein paar Stunden aushalten,jedoch nicht länger.

Aber wenn ich so lese,das dein Blutdruck und die Blutwerte vor den Infarkten immer grünen Bereich lagen,dann macht man sich doch schon so den einen oder anderen Gedanken.

Ist es dir schwer gefallen aufzuhören?

Liebe Grüße

*:)

C^haP-Tu


Guten Morgen, Chris,

danke für Deine guten Wünsche. Aber mit 15 Jahren wäre ich schon gut bedient, hoffe aber natürlich, dass es noch ein paar mehr werden, daher hoffe ich, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen :-)

Du weißt sehr viel,was das Herz angeht.Aber hattest/hast du manchmal nicht das Gefühl,etwas besser nicht zu lesen oder zu wissen?

Ich habe grössere Probleme damit, über Krankheiten zu lesen, die meine Freunde und Verwandten haben als über meine eigene Krankheit. Als es meiner Frau mal sehr schlecht ging, und sie ein bestimmtes "hartes" Medikament nehmen musste, habe ich dieses Medikament kurz angegoogelt, dann aber sein lassen, ich spürte, dass die Nebenwirkungen mir Angst machten, also habe ich die Informationen gemieden. Aber was meine eigenen Krankheiten angeht, will ich "alles" wissen. Ich komme viel besser mit einer knallharten Diagnose und knallharten Informationen zurecht als mit Ungewissheit und "Hin und Her".

Sei mit dem Diazepam bitte sehr vorsichtig. Wenn man es regelmässig nimmt, kann das schon nach 3 Wochen bereits eine Abhängigkeit bewirken. Als Einmal-Medikament bei Bedarf ist das aber okay, und so nimmst Du es wohl auch. Ich wollte aber nicht unterlassen, diese kleine Warnung abzugeben.

Inwiefern die Nieren durch einen zu niedrigen Blutdruck geschädigt werden, kann ich leider auch nicht sagen, ich höre das jetzt hier zum ersten Mal. Allerdings weiss ich natürlich nicht, wie niedrig der RR Deiner Mutter war. Ich denke, so bei 50:30 besteht schon Gefahr für den GANZEN Körper, aber als nicht akut kranker Mensch erreicht man solche Werte ja nie. Dann existiert ja im Körper ein Notstand, er wird nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und stellt dann die Funktion der Organe ein, die er nicht "akut" braucht. Das Gehirn wird bis zuletzt ausreichend versorgt, und darum zieht der Körper von anderen Organen die Versorgung ab. Aber das sind Mutmassungen, wie es bei Deiner Mutter genau war, weiss ich nicht.

Das Rauchen aufzugeben,da habe ich momentan weder den Willen noch die nötige Kraft dazu.Wahrscheinlich muß es erst zu einem "Warnschuß" kommen oder "Klick" im Kopf machen,ich würde es vielleicht ein paar Stunden aushalten,jedoch nicht länger.

Das verstehe ich sehr gut, ich habe ja auch mal stark geraucht.

Ist es dir schwer gefallen aufzuhören?

Ja. Aber nur die ersten 4-5 Tage, die waren wirklich schrecklichst. Danach war dieser akute körperliche Entzug aber vorbei. Das einzige, was auch bis heute noch so ist (obwohl ich seit 29 Jahren Nichtraucher bin), ist, dass ich nach einem guten Essen mit Freunden, wenn der eine oder andere sich eine Zigarette anzündet, auch gerne eine rauchen würde. Aber das mache ich nicht. Ich weiss, dass ich so schwer süchtig war (bin), dass ich SOFORT wieder beginnen würde, wenn ich auch nur eine Zigarette rauchen würde. Ich glaube nämlich, diese Sucht verliert man nie, und daher besteht auch immer eine gewisse Gefahr. Ich kenne Freunde, die nach 20 Jahren "Pause" wieder zu rauchen angefangen haben, obwohl ihnen von der Einsicht her klar war, dass das absolut "bescheuert" ist.

Lieben Gruss

Cha-Tu

CNhri@s6x4


Hallo Cha-Tu,

ich nehme Diazepam wirklich nur bei Bedarf,d.h. in den letzten 3-4 Wochen gar nicht und auch nie länger als 3Tage in Folge.

Es reicht schon,das ich vom Nikotin abhängig bin,da müssen es nicht auch noch Medikamente sein und zum anderen ging es mir am Tage,wo ich fit sein muß und will,dann nicht so gut,wahrscheinlich wegen der relativ langen Halbwertszeit von Diazepam im Gegensatz zu Tavor.

Am besten ist es natürlich ohne Beruhigungsmittel auszukommen,manchmal geht es jedoch nicht anders.

Meine Mutter hat nun arge Probleme an der Stelle (Leiste),wo der Katheter gesetzt wurde.Habe aber auch gelesen,das man das u.a. auch am Arm durchführen kann.Warum ist das so unterschiedlich ??? kannst du es mir sagen?

Eine genaue Antwort im Bezug auf Hypotonie und Nierenversagen habe ich bisher nicht gefunden und auch der HA ,der gleichzeitig auch meiner ist,ist nicht darauf eingegangen,als ich es erzählte.Er meinte nur,das es zu so etwas kommen kann,nicht nur ein hoher Blutdruck.

Weißt du,ob Kardiologen eine lange Wartezeit haben bei der Terminvergabe?Dann müßte ich ev. jetzt schon anrufen,um im April einen Termin zu bekommen.

Liebe Grüße und Danke @:)

C'haS-Txu


Hallo, Chris,

ich nehme Diazepam wirklich nur bei Bedarf,d.h. in den letzten 3-4 Wochen gar nicht und auch nie länger als 3Tage in Folge.

Super! Dann ist dagegen auch nichts zu sagen. Ich weise nur immer "gerne" darauf hin, weil zum einen die Leute nicht alle so diszipliniert sind, und zweitens weil ich mit etwas Besorgnis sehe, wie oft Benzodiazepine doch verschrieben werden, obwohl den Ärzten das Suchtpotenzial bekannt sein müsste...

Meine Mutter hat nun arge Probleme an der Stelle (Leiste),wo der Katheter gesetzt wurde.Habe aber auch gelesen,das man das u.a. auch am Arm durchführen kann.Warum ist das so unterschiedlich ??? kannst du es mir sagen?

Durch die Leiste ist das zum einen einfacher als durch den Arm, zumindest der Linksherzkatheter. Zum anderen wird der Arm meistens beim Rechtsherzkatheter genommen. Das hat mit der "Ziel" (Abschnitt des Herzens) zu tun, der untersucht werden soll und dem "Weg" durch die Adern zu tun.

Vermutlich hat Deine Mutter ein Hämatom in der Leiste. Das kommt recht häufig vor, ist unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich.

Ich würde Dir raten, schon jetzt einen Termin für April beim Kardiologen zu machen. Ich rufe meinen meistens im März an, um im November meinen Kontrolltermin zu haben.

Ich denke, das mit dem Nierenversagen wird sich nicht eindeutig klären lassen. Es kann tausend Gründe für so etwas geben, besonders auch, wenn Kontrastmittel im Spiel sind. Und auch ein deutlich zu niedriger Blutdruck kann die Ursache sein. Zwar heisst es, dass niedriger Blutdruck "gesund" ist, aber wenn es dadurch zu Mangeldurchblutungen kommt (besonders im Alter), würde ich das nicht mehr gesund nennen...

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

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