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Mikroangiopathie oder was sonst?

Loebe;nhshung rigxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich mache mir ziemliche grosse Sorgen und noch grösser ist meine Angst.

Alles begann vor vier Wochen als ich in der Arbeit umfiel.

Im Ruhe EKG wurde eine T Negativierung und eine zögerliche R Progression festgetellt.

Der Ultraschall war ( wie ich denke, weil meine Kardiologin nichts anderes sagte) unauffällig.

Allerdings zeigte sich im Belastungs EKG gegen Ende der Last eine ST (Senkung/Hebung(?)

Zur Abklärung schickte mich die Kardiologin dann zum Myokardszintigramm.

Ergebnis: inhomogene Perfusion über das ganze Herz

sowohl in Ruhe als auch unter Belastung.

Das Wochenende verbrachte ich in Todesangst,

da die Radiologin sich nicht äussern wollte.

Montags darauf war ich also wieder bei meiner Kardiologin,

die mich zum Herzkatheter schickte.

Dieser war nun am letzten Mittwoch.

Ergebnis: alles frei

Ich solle die EKGs und das Szintigramm vergessen.

Aber ich KANN nicht

und habe immer noch diese tierische Angst.

Ich habe auch viel gelesen

vielleicht zu viel.

So lese ich z.B. dass Mikroangiopathie nicht im Katheter zu sehen ist, wohl aber im Szintigramm (wie soll ich das dann einfach vergessen?)

Auf der anderen Seite lese ich dann, dass Mikroangiopathie ein häufig falsch positives Ergebnis bei einer Myokardszinitgraphie ist.

Ich habe einfach nur noch tierisch Angst

und kann nicht mehr einordnen ob meine Luftnot

(habe ich schon seit 1998, Angststörung)

oder vom Herzen kommt.

Ansonsten bin ich im Alltag körperlich nicht eingeschränkt

bin weiblich, NR, 35 Jahre alt, 170cm und wiege 75 Kilo

Was denkt ihr über all das?

Wie würdet ihr weiter vorgehen?

Herzlichen Dank fürs Lesen

Antworten
CJhaT-Txu


Hallo,

hast Du schon mal daran gedacht, wegen der Angststörung eine Psychotherapie zu machen?

Eine Mikroangiopathie muss in der Tat in der Katheter-Untersuchung nicht immer zu sehen sein, aber meistens ist sie es dennoch. Ich habe eine Makro- und eine Mikroangiopathie, und man sieht meistens beides, weil man aufgrund vieler Katheteruntersuchungen bei mir sogar eine Entwicklung nachvollziehen kann.

Eine Myokardszintigraphie ist da aussagefähiger, wenn sie denn stimmt. Wie Du schon schriebst, gibt es bei Myokardszintigraphien manchmal falsch-positive Ergebnisse. Um das abzuwägen, müsste eine zweite, ggfs. eine dritte Szintigraphie gemacht werden, aber das zahlt die Krankenkasse meistens NICHT. Zumal sich dann auch nur die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Szintigramm stimmt (oder nicht), nicht aber eine Sicherheit geschaffen werden kann. Es GIBT keine Sicherheit dafür, dass man in den nächsten Minuten nicht tot umfällt, weil man Kammerflimmern, Herzinfarkt, Schlaganfall oder einen Stein auf den Kopf bekommt, wenn man am Haus entlang geht. Mit dem Restrisiko, das "Leben" heisst, wird man leben müssen...

Meiner Meinung nach bist Du kardiologisch befriedigend untersucht. Wenn die Fachärzte der Meinung sind, da sei nichts, würde ich das glauben können, denn es GIBT nun einmal keine anderen Möglichkeiten als die, die Du schon hinter Dir hast. Genauso bin ich der Meinung, dass Du Dich psychotherapeutisch begleiten lassen solltest.

Alles Gute

Cha-Tu

Lheben.shu7ngrixge


Hallo Cha -Tu

mit Tränen in den Augen lese ich deine Worte.

Ich bin bereits seit 5 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung aufgrund frühkindlicher Traumata.

Die Kardiologen beim Herzkatheter haben mir gasagt, ich solle aufpassen, dass ich nun keine Herzneurose entwickle.

Aber die Angst wurde mir von der Radiologin eingepflanzt.

Ihr Satz: "Das Herz ist nicht in Ordnung" hat sich in meine Gedanken eingefressen

und verschwindet einfach nicht mehr

Ich war immer der Meinung, dass man im Katheter nur die grossen Gefäße sehen könnte

allerdings weiss ich nicht ob es etwas zu bedeuten hat, dass sie einen ganz dünnen Katheter verwendet haben.

Kann man damit evtl. feiner in die Gefässe vordringen?

Zudem bin ich in grosser Panik, was es noch für Ursachen für die inhomogene Persussion über das ganze Herz geben könnte. Die Radiologin sprach nämlich von mehreren Ursachen von Kardiomyopathie über Herzinsuffizinez bis hin zu Tumoren ist jetzt alles in meinen Gedanken und ich google und google und es geht mir immer schlechter; ich möchte abschlaten aber es geht gar nichts mehr.

Dazu kommt, dass meine Kardiologin bis Montag im Urlaub ist.

Ich wollte einen Termin machen und habe erst für April einen bekommen; früher wäre nicht möglich.

Als ich sagte, ich würde gerne mit meiner Kardiologin den Befund des Katheters besprechen sagte mir die Sprechstundenhilfe nur: "dann gehen Sie zu Ihren Hausarzt, früher als April geht nicht"

Aber ich kann nicht warten bis April

ich komme hier schier um den Verstand....

CGha-;Tu


Hallo, Lebenshungrige,

Die Kardiologen beim Herzkatheter haben mir gasagt, ich solle aufpassen, dass ich nun keine Herzneurose entwickle.

Aber die Angst wurde mir von der Radiologin eingepflanzt.

Ihr Satz: "Das Herz ist nicht in Ordnung" hat sich in meine Gedanken eingefressen

und verschwindet einfach nicht mehr

Hier musst Du aber mal rational vorgehen: Ein Kardiologe ist ein FACH-Arzt fürs Herz, ein Radiologe ist es NICHT. Wenn ein Augenarzt Dich zur CT schickt, und der Augenarzt danach sagt, alles sei in Ordnung, der Radiologe aber meint, irgendwas "entdeckt" zu haben, dann glaubt man doch auch dem Augenarzt.

Ich war immer der Meinung, dass man im Katheter nur die grossen Gefäße sehen könnte

allerdings weiss ich nicht ob es etwas zu bedeuten hat, dass sie einen ganz dünnen Katheter verwendet haben.

Kann man damit evtl. feiner in die Gefässe vordringen?

Ja, das kann man, Und dadurch kann man das Kontrastmittel auch tiefer ins Herz spritzen.

Zudem bin ich in grosser Panik, was es noch für Ursachen für die inhomogene Persussion über das ganze Herz geben könnte. Die Radiologin sprach nämlich von mehreren Ursachen von Kardiomyopathie über Herzinsuffizinez bis hin zu Tumoren ist jetzt alles in meinen Gedanken und ich google und google und es geht mir immer schlechter; ich möchte abschlaten aber es geht gar nichts mehr.

Ich kann nur sagen, dass diese Radiologin überhaupt keine diagnostischen Hinweise in Sachen Herz geben darf. Sie ist keine Kardiologin und sie überschreitet meiner Meinung nach ihre Kompetenz.

Dazu kommt, dass meine Kardiologin bis Montag im Urlaub ist.

Ich wollte einen Termin machen und habe erst für April einen bekommen; früher wäre nicht möglich.

Als ich sagte, ich würde gerne mit meiner Kardiologin den Befund des Katheters besprechen sagte mir die Sprechstundenhilfe nur: "dann gehen Sie zu Ihren Hausarzt, früher als April geht nicht"

Aber ich kann nicht warten bis April

Nun, da kann ich die Sprechstundenhilfe verstehen. Es liegt ja bei Dir nichts Akutes vor, und leidergottes sind die Kardiologentermine über Monate ausgebucht. Für meinen jährlichen Check, der immer im November stattfindet (habe ihn gerade hinter mir), melde ich mich bereits im März, spätestens April an, sonst kann ich meinen Novembertermin vergessen.

Selbst WENN (!) an Deinem Herzen etwas sein sollte, ist das ja nichts Akutes. Und da gehen die "regulären Termine", auf die die anderen Patienten ja auch Monate lang warten mussten, oder gar Akuttermine immer vor. Da musst Du schon Verständnis für aufbringen. Falls das nicht geht, müsstest Du mit Deinem Therapeuten reden, ob er Dir nicht ein leichtes Beruhigungsmittel verordnen kann bzw. falls er kein Arzt ist, Dich an einen Arzt verweist, der Dir dann etwas gibt.

Das mag jetzt hart klingen, bitte verzeih, aber es kann nicht angehen, dass schwer herzkranke Patienten des Kardiologen warten sollen, damit Du einen schnelleren Termin bekommst. Die schwer herzkranken Patienten haben auch Ängste, vielleicht sogar begründetere als Du und sie warten auch schon seit Monaten.

Lieben Gruss

Cha-Tu

L=eb>ensUhu`ngr@ige


Danke Cha-Tu für deine ehrlichen Worte!

Ich bin absoluter Neuling auf dem Gebiet und wusste wirklich nicht,

dass Kardiologen derart lange Wartezeiten hatten.

Als ich vor vier Wochen umfiel

hatte ich binnen weniger Stunden einen Termin

aber wahrscheinlich wurde das dann als Notfall gezählt (?)

Und selbstverständlich möchte ich keinem schwer herzkranken Menschen einen Termin wegnehmen und auch da war mir nicht klar, dass diese Erkrankten auch lange auf ihre Termine warten müssen.

Aber irgendwo liegt da auch mein Problem.

Ich WEISS eben NICHT ob meinem Herzen etwas fehlt oder nicht.

Dass die Herzkatheteruntersuchung gut ausfiel – bedeutet das wirklich, dass alle (lebens-) gefährlichen Erkrankungen ausgeschlossen sind und keine akute Gefahr besteht oder schnell gehandelt werden müsste?

Mistige, irrationale Angst...

LG

C:ha-STu


Dass die Herzkatheteruntersuchung gut ausfiel – bedeutet das wirklich, dass alle (lebens-) gefährlichen Erkrankungen ausgeschlossen sind und keine akute Gefahr besteht oder schnell gehandelt werden müsste?

Eine Herzkatheteruntersuchung ist die äusserste, wichtigste, aussagefähigste und irgendwo auch letzte Untersuchungsmöglichkeit, denn danach gibt es nix mehr, um eine Angiopathie zu untersuchen. Zumindest sind mit dieser Untersuchung alle schweren Erkrankungen ausgeschlossen, die durch verengte Herzkranzarterien ausgelöst werden können. Und wenn diese Inhomogenität der Perfusion wirklich vorhanden ist, hätte man in der Katheterangiographie etwas sehen müssen.

Klar, es sind extreme Mikroverschlüsse möglich, aber die haben viele Menschen, das ist fast eine "normale" Folge des Alters (Und "Alter" fängt im Prinzip schon bei der Geburt an). Nur wenn sie überhand nehmen (wie bei mir) haben sie einen pathologischen Wert. Sie sind aber so winzig, dass man sie meist nicht direkt feststellen kann, sondern indirekt, halt durch eine nicht optimale Perfusion. Aber TUN kann man nichts dagegen, muss es auch nicht, denn wie gesagt: Das haben viele.

Sollten klinische Symptome einer typischen Angina Pectoris auftreten, könnte man Medikamente geben (z.B. Nitrate), aber das sollte man wirklich nur tun, wenn eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels a) nachgewiesen ist und b) gravierend ist.

Beides sehe ich bei Dir nicht.

Ich bin allerdings etwas erschrocken, dass Du trotz 5 Jahre Psychotherapie immer noch so gravierende Ängste hast. Ist das eine tiefenpsychologisch-fundierte Therapie oder eine Verhaltenstherapie? Oder eine Traumatherapie?

Schönen Gruss

Cha-Tu

LieQbenshuFngArigxe


Danke, dass du mir noch immer so geduldig antwortest.

Irgendwie kommen einem bei Ängsten wirklich die klaren Gedanken völlig abhanden – mir zumindest. Ich kann dann gar nichts mehr mit Abstand betrachten.

Ja, seit 5 Jahren mache ich eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie;

mein Problem ist, dass ich nicht zu meinen Ängsten stehen kann.

Es fällt mir enorm schwer sie zu thematisieren, denn das bedeutet für mich Schwäche

und Schwäche...macht verletztbar...und auch vor der Schwäche habe ich Angst.

Aber heute bin ich lebensfähig, ich habe eine Familie und einen schönen Beruf der mich ausfüllt und darauf bin ich stolz.

Leider haben mich auch während der Therapiezeit zwei Schicksalschläge getroffen und zwei unserer Söhne sind verstorben, ein Kind im 5. Monat, eines im 4. Monat.

Das letzte erst Ende September diesen Jahres.

Und mitten hinein kam dann diese "Herzgeschichte"

Mein grosses Problem das ich habe ist auch, dass ich immer alles bis aufs letzte wissen möchte, hat wahrscheinleich etwas mit Kontrolle zu tun.

Und so lese ich seit vier Wochen alles was ich finden kann über das Thema "Herz"

und bekomme immer mehr und mehr Angst.

Warum ich es nicht einfach lasse?

Ich kann es dir nicht sagen.

Meine Therapeutin findet es massiv selbtschädigend, ich eigentlich das Gegenteil, denn ich möchte mir doch helfen, leben und nicht sterben.

Du scheinst dich mit der Thematik "Herz" leider sehr gut auszukennen?

Wie gehst du damit um, wenn du Angst bekommst?

LG

L/eben)sYhungrigxe


Noch einige Fragen:

es wurden lediglich die Herzkranzgefäße untersucht

keine Laevo.

Auf dem Aufklärungsbogen stand:

Linkskatheteruntersuchung/ Koronarangigraphie

evtl.

mit PTCA

mit Stent

mit Laevoangiographie

Meine Kardiologin hatte alles angekreuzt

ich brauchte ja keine Aufdehnung, kein Stent

aber warum er nicht auf die Herzkammer angeschaut hat

das verstehe ich nicht...

Laevo ist doch die Herzkammer, oder?

Und noch eine Frage zum Szintigramm:

da fällt der Begriff Volume

und es steht einmal 62 und einmal 70 ml da

weisst du, was das bedeutet?

Frage zum Ultraschall:

hätte meine Kardiologin da eindeutig eine Kardiomyopathie erkannt (z.B. eine hypertrophe)

und wären damit auch Tumore sichtbar?

Kann sie im US auch die Pumpfunktion des Herzens sehen?

LG

Cqh8a-Txu


mein Problem ist, dass ich nicht zu meinen Ängsten stehen kann.

Es fällt mir enorm schwer sie zu thematisieren, denn das bedeutet für mich Schwäche

und Schwäche...macht verletztbar...und auch vor der Schwäche habe ich Angst.

Schwach sein zu können, ist aber ein Zeichen grosser Stärke, und sicherlich weisst Du das auch. Sich schwach zu zeigen, TROTZ der Gefahr, verletzt zu werden, das ist stark!

Aber heute bin ich lebensfähig, ich habe eine Familie und einen schönen Beruf der mich ausfüllt und darauf bin ich stolz.

Das kannst Du sicherlich auch sein.

Leider haben mich auch während der Therapiezeit zwei Schicksalschläge getroffen und zwei unserer Söhne sind verstorben, ein Kind im 5. Monat, eines im 4. Monat.

Nun, ich habe aus Deinen Andeutungen herausgehört, dass Du in der Kindheit traumatisiert worden bist. Wenn dann noch so schwere Schicksalsschläge wie der Tod eines oder gar zweier Kinder dazu kommt, dann bringt einen das aus der Fassung.

Das letzte erst Ende September diesen Jahres.

Und mitten hinein kam dann diese "Herzgeschichte"

Ich weiss nicht, ob die Herzgeschichte "mitten hinein" kam, oder ob das nicht sogar eine Folge des Todes Deines Kinder gewesen sein kann. Dir ist das "Herz gebrochen", im übertragenen Sinn...

Mein grosses Problem das ich habe ist auch, dass ich immer alles bis aufs letzte wissen möchte, hat wahrscheinleich etwas mit Kontrolle zu tun.

Genau, Kontrolle. Wissen schafft ja auch Kontrolle. Und Menschen mit herzneurotischen Problemen haben ein ganz besonders schwieriges Verhältnis zum Thema Loslassen und Kontrolle... Und loslassen hat auch was mit "Schwäche und Stärke" zu tun...

Und so lese ich seit vier Wochen alles was ich finden kann über das Thema "Herz"

und bekomme immer mehr und mehr Angst.

Nun, das habe ich damals auch getan, gelesen, gelesen, gelesen, Infos zusammen getragen, Seminare der Herzstiftung besucht, Vorträge angehört, und später dann im Internet recherchiert, nachdem das Internet zur Verfügung stand. Ich denke, das ist normal. Aber wie man darauf reagiert, das hängt von der eigenen Lebensgeschichte ab. Ich selbst war früher ein eher ängstlicher, der das aber sehr gut kompensieren konnte. Als ich dann 1995 aber zwei Herzinfarkte in 5 Monaten überlebt habe, kam eine Phase sehr sehr grosser Angst, die ich auch gezeigt (!) habe! Ich habe zu dieser "Schwäche" gestanden und bei einer Kollegin eine Therapie gemacht (und das war für mich als Therapeut nicht einfach! Es ist auch ein Eingeständnis, dass man sich selbst nicht helfen kann). Aber das war wichtig. Das JA zu mir und meiner Angst. Und nach 2 Jahren Therapie war das Problem "gegessen". Seitdem habe ich kaum noch Ängste, obwohl mein "kaputtes Herz" mich heute (realistisch gesehen) jeden Tag gefährdet, jeder Tag kann mein letzter sein, aber ich vertraue mir und meinem Herzen so sehr, dass ich denke, dass es mich (noch) nicht "in Stich" lässt.

Meine Therapeutin findet es massiv selbtschädigend, ich eigentlich das Gegenteil, denn ich möchte mir doch helfen, leben und nicht sterben.

Ich finde, Dir soviel Angst zuzumuten, auch selbstschädigend. Diese Angst ist unnötig, kostet aber extrem viel Kraft, und das kann man durchaus als selbstschädigend bezeichnen.

es wurden lediglich die Herzkranzgefäße untersucht

keine Laevo.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass kein Kontrastmittel in die Kammer gespritzt worden ist. Das passiert doch zwangsläufig. Das läuft eigentlich "nebenbei", wenn man sich mal eine Katheteraufnahme anschaut, ist auch immer die Kammer zu sehen.

und es steht einmal 62 und einmal 70 ml da

weisst du, was das bedeutet?

Die Füllungen der Kammer, ich weiss aber nun nicht, ob enddiastolisch oder endsystolisch, das müsste dabei stehen.

Frage zum Ultraschall:

hätte meine Kardiologin da eindeutig eine Kardiomyopathie erkannt (z.B. eine hypertrophe)

und wären damit auch Tumore sichtbar?

Eine Kardiomyopathie hätte sie erkannt, wenn Du nicht sehr übergewichtig bist, und das bist Du ja nicht. Ich habe durch den Infarkt eine leichte KMP, bin etwas übergewichtig und selbst bei mir ist das zu sehen.

Zu Tumoren kann ich nichts sagen. Da Herztumore sehr sehr selten sind, habe ich mich damit nie beschäftigt.

Kann sie im US auch die Pumpfunktion des Herzens sehen?

Aber ja, der wird im sogenannten EF-%-Wert ausgedrückt.

Alles zwischen EF 55 und 65% ist normal. Bei jüngeren Menschen sogar bis 75%.

Schönen Gruss

Cha-Tu

LMebenshrungrixge


Zwei Herzinfarkte in 5 Monaten

und so eine Einstellung wie du sie hast

so etwas finde ich extrem bewundernswert!!!

Aber wie konnte es nur innerhalb so kurzer Zeit zu einem zweiten Infarkt kommen?

Ich meine: bei Herzinfarkt ist doch Herzkatheter eine MUSS Untersuchung oder?

Und aufgrund der Infarkte hast du also quasi die Kardiomyopathie ausgebildet?

Zur Herzkammer:

Ich kann es dir leider nicht sagen,

denn – ich stand total unter Valium – und habe nicht ein einziges Mal auf diesen Bildschirm geschaut.

Erst nachher las ich im Bericht, dass lediglich die Koronarangiographie durchgeführt wurde

und der Befund lautet auch nur: keine KHK

es steht gar nichts dort von Druckverhältnissen o.ä.

Zum Szintigramm:

nein, da steht leider nur Volume und diese Werte mehr nicht.

Zu meinem "gebrochenen" Herzen:

Wie meinst du das?

Ich meine die Befunde habe ich ja schwarz auf weiss

ist ein gebrochenes Herz nicht eher psychisch zu verstehen?

Herzneurose:

ich frage dich ganz dirket: denkst du wirklich ich leide schon unter einer Herzneurose?

Ich meine auch hier: die Befunde sind da...vor allem an diesem Szintigramm hänge ich mich irgendwie auf.

Gewicht:

Ich bin 1,70 gross und wiege 75 Kilo

also ein bisschen Speck ist da schon.

Allerdings habe ich begonnen mich an den Ernährungsumstellungsplan der Kardiologin zu halten und ich muss sagen: es tut mir gut.

Auch wurde mir ans Herz gelegt Sport zu betreiben.

Ängste:

Ich möchte mich dieser Angst nicht mehr aussetzen;

deswegen ist mir der Termin bei meiner Kardiologin ja auch so extrem wichtig.

Aber es hat mich nachdenklich gemacht, dass du schreibst

dass auch schwer herzkranke Menschen so eine lange Vorlaufszeit haben.

Ich habe halt nur Angst irgendetwas zu versäumen und dass es dich drastisch verschlechtert bis April.

Wenn sich ein Kardiologe vielleicht einmal zu mir gesetzt hätte

und es mir so erklärt hatte wie du heute Nachmittag

dann wären meine Ängste vielleicht um ein vielfaches kleiner...

Wurde deine Mikroangiopathie eigentlich auch im Szintigramm erkannt.

L#ebe!nsshZungjrixge


Befund Belastungs EKG:

Maximaler Abbruch bei 125 Watt

submaximal belastet. 110Watt

max Last: 125 Watt in Laststufe 4 bei 7.31

max HF: 159 in Laststufe 4 bei 7.31, 95% von Soll 166

max St Hebung in Kanal aVR: 0.09 mV in Laststufe 4

max. St. Senkung in Kanal II: -0.16 mV in Laststufe 4

kannst du damit was anfangen?

Abbruchgrund: Dyspnoe, muskulär erschöpft, keien kardialen Beschwerden, fast ausbelastet. St. Senkung gegen Ende der Last.

Kann das kommen, weil ich so fruchtbar unsportlich bin?

Chha-Txu


Ich antworte im Laufe des Tages...

Schneller Gruss

Cha-Tu

dIy,nast/y7x7


Hallo, Lebenshungrige,

habe mir das eben auch mal alles so durchgelesen und ich muss dir sagen, dass das schon einen organischen Hintergrund haben kann. Lies mal im wikipedia nach bei Syndrom X. Da wird genau dein Krankheitsbild beschrieben und deine Befunde passen auch 100% dazu. Außerdem sieht man eine Mikroangiopathie nicht im Herzkatheter. Das gute daran ist allerdings, dass du dich nicht aufregen musst. Tödlich ist das für gewöhnlich nicht, man hat aber einen enormen Leidensdruck und es wird gerne auf die Psyche geschoben. Du musst die kardiovaskulären Risikofaktoren runterschrauben und es muss nach einer möglichen Ursache für diese Mikroangiopathie gesucht werden. Darunter fallen Bluthochdruck, Diabetes, eine Speichererkrankung des Herzens oder wie bei mir eine chronische Viruserkrankung des Herzmuskels. Wurde bei dir schon eine Biopsie des Herzens gemacht. Wenn ich das hier so lese, kann ich wieder nur mit dem Kopf schütteln. Deine Ärzte machen es sich wie bei mir sehr einfach, nach dem guten Herzkatheter Befund direkt die Psyche zu bemühen. Erst nach einer negativen Biopsie kann man von einem Syndrom X ausgehen, dass nicht weiter gefährlich ist, aber dennoch mit Medikamenten wie Beta Blockern und Calcium Antagonisten behandelt gehört.

Ich weiss von meinen behandelnden Ärzten, dass die "neuen" Viren wie HHV6 und ParvoB19 nicht mehr wie früher klassisch den Herzmuskel angreifen und lähmen ( können sie auch, aber nicht zwangsläufig). Meistens greifen sie die kleinen Gefässe an und verursachen ein Bild in der Szintigraphie wie bei dir. Wenn du ein postives Belastungs EKG aufweist, also ST Streckensenkungen hast und auch in der Szintigraphie Anzeichen einer Minderdurchblutung sind, dann lass dir von deinen Ärzten nicht erzählen, dass du nichts organisches hast. Setze dich mit der Berliner Charite oder der Marburgen Uniklinik in Verbindung und lass dem auf den Grund gehen. Deine Angst muss natürlich auch behandelt werden. Aber erst muss geklärt werden, ob diese Ursache oder ein Symptom ist.

Bei näheren Fragen, kannst du mir auch gerne ne PM schreiben.

LvebendsXhungrxige


Hallo Cha-Tu

ich werde warten :-)

Hallo dynasty,

nun sitzt mir wieder die Angst total im Nacken.

Du schreibst aber es ist NICHT tödlich

und das ist vorerst einmal das wichtigste.

Ich habe ja keine Beschwerden.

Es ist zufällig ans Licht gekommen

als ich auf der Arbeit umgefallen bin

und dann ein Ruhe EKG geschrieben wurde.

Da entdeckten sie eine T Negativierung, im Belastungs EKG dann die ST Hebung.

Was genau sind kardiovaskuläre Risiken?

Also mein Blutzucker ist normal, auch mein Cholesterin, ich rauche nicht

allerdings mache ich keinen Sport und habe noch 5-10 Kilo zu viel auf den Rippen.

Eine Biopsie wurde beim Katheter nicht gemacht.

Was könnte man hierbei erkennen?

Was ist wenn ich eines der Viren habe?

Bin ich dann im Leben bedroht?

LG

Lyebe}nshu+ngrxige


Ich nochmal, dynasty,

danke für deinen Hinweis x Syndrom.

Ich habe ein wenig gegoogelt

und bin auf einen sehr interessanten Artikel gestossen.

Ein Krankheitsbild bei dem ich aktiv etwas tun kann,

das zwar lästig ist aber wirklich nicht tödlich.

Aber muss man – um es sicher zu diagnsotizieren – wirklich eine Biopsie vornehmen?

In diesem Artikel stand, dass man es an der koronoaren Flussreserve erkennen kann, dass die Kardiologin ja mittels US (Doppler) feststellen kann und ein MRT dürfte bei mir ja überflüssig sein, da ich bereits das Szintigramm habe, was die inhomogene Perfussion aufweist, oder?

Interessant im Artiel war auch folgender Satz:

Hohe Koinzidenz behandlungspflichtiger, psychiatrischer Erkrankungen (ca. ein Drittel aller Patienten)

Mein Fazit:

Okay, alles nicht wirklich sooo toll

aber auch kein Beinbruch

und trotzdem doch auch irgendwo gut

dass wenigstens die grossen Gefäße frei sind, oder?

LG

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