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Nach einem Herzstillstand

H8ambiurg22W222 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute

Mein Vater hatte vor ein paar Tagen einen Herzstillstand ,umglücksort war ein Lokal,nachdem die Feuerwehr verständigt wurde vergingen bis zu 10 minuten.Die ganzen 10 Minuten ohne ein Herzmassage da die Leute in panik waren und somit also kein Sauerstoff hatte...Die Ärzte haben ihm wieder belebt und gekühlt und in schlaf versetzt.... Nach 3 Tagen Schlaf haben sie ihm aus dem Schlaf geholt ,er wurde Wach....Und jetzt zu meinen Fragen..Also er kann sich bewegen zum Glück...aber er erkennt uns nicht mehr wieder ist es normal ??? ? Und er ist im Geistlichen zustand wie ein Kind,verschwindet das mit der Zeit...? Kann sich ein Gehirn wieder erholen ??? bald muß zur Reha,ich hoffe das sie helfen wird...Dankee fürs Lesen...

Antworten
Thessx1


Was sagen denn die behandelnden Ärzte dazu, würde an Deiner Stelle diese Fragen dort stellen.

S$araWh+ Tam


Es kann sich legen,kann aber auch so bleiben.Frag wirklich die Ärzte was sie denken

a6priNl45


Es ist relativ unwahrscheinlich das nachdem das Gehirn 10 min ohne Sauerstoff war alles wieder wie vorher wird. Da ohne Sauerstoffversorgung sehr schnell Hirnzellen absterben, deshalb ist es auch so wichtig das bei solchen Sachen unbedingt eine Herzdruckmassage so wie Atemspende erfolgt bis der Notarzt da ist.

Sicherlich können noch nicht abgestorbene Hirnzellen einen Teil kompensieren und bestimmte Ausfälle abschwächen. Wichtig ist das ihr euch auf eine lange Zeit einstellt und ihr euch klar darüber seit wie sehr dein Vater euch jetzt braucht, zeigt ihm das ihr ihn liebt und seit im umgang mit ihm geduldig denn vieles wird er sicherlich erst neu erlernen müssen.

Aber das soll nun nicht heißen das ihr Keine Hoffnung mehr haben dürft. Es gibt immer wieder auch mal Leute die sich von den Erkrankungen sehr gut wieder erholen. Denn Wunder gibt es immer wieder. Und wo Leben ist ist auch immer Hoffnung.

Gute Besserung für deinen Vater und für euch viel Kraft :)* :)* *:)

HKamb]u`rg2V222x2


Danke für eure schnelle Antworten und Danke april 45 ....................

Wir sind jeden Tag über Stunden im Krankenhaus versuchen viel mit ihm zu reden etc..

Die Ärzte können noch nichts sagen,ausser die Zeit wird es zeigen und die Reha...Hab nochma nachgeschaut 7-10 Minuten ohne Sauerstoff.....Also bewegen kann er sich einigermassen,also er kann sich drehen bewegt seine Arme,Beine etc.... Es zerreisst mir das Herz wenn er mich immer so Hilflos anschaut.....Ich unterdrücke alles ,und benehme mich ganz normal,nicht das er angst kriegt oder sowas...Ja wir werden uns um ihn kümmern egal wie lange........Hilft eine Reha ??? ?? also hat sowas viel Sinn ??? ??

p/raxxa


Hallo, Hamburg,

ich möchte hier nichts schön reden.

Dein Vater hat Glück das er noch am Leben ist, denn nach rund 10 Minuten, ohne Sauerstoff, tritt der Hirntod ein. Gehirngewebe ist mit 100% Sicherheit, auf jeden Fall abgestorben.

Welche Teile des Gehirns dies betrifft ist natürlich schwer zu sagen, deshalb macht eine Reha schon Sinn. Hier kann man feststellen, was geschädigt ist und kann gezielt behandeln.

Dein Vater, wird wohl leider, nicht mehr so wie früher werden. Darauf solltest du dich einstellen, auch wenn es sehr schwer fällt.

Das Gehirn ist allerdings ein faszinierendes Organ, welches sich sehr gut anpassen kann.

Wie april45 schon sagte: Und wo Leben ist, ist auch immer Hoffnung.

Ich wünsche deinem Vater alles Gute und dir und deiner Familie viel Kraft, dies durchzustehen.

CFha-xTu


Lieber Hamburg,

ich möchte da praxa unterstützen. Es wird sicherlich etwas "zurückbleiben", aber was sich wieder trainieren lässt, muss die Zeit zeigen.

Meine Mutter hatte nach einem gravierenden Schlaganfall, der erst 36 Stunden später als solcher entdeckt worden war, gravierende Schäden. Als sie in die Reha gebracht wurde, war sie verwirrt, sie war auf dem linken Auge blind, die linke Körperseite völlig gefühllos, sie konnte nicht sitzen und nicht stehen, sie wurde auf der Bahre in die Rehaklinik getragen, das konzentrierte Sprechen fiel ihr schwer, sie hatte auch Wortfindungsstörungen.

Nach 3 Monaten Reha humpelte sie zwar am Stock, aber selbständig aus der Reha, sie hatte noch Gedächtnislücken (die sich im Laufe von mehreren Jahren Training noch weiter verringerten), aber sie war nicht mehr verwirrt. Das linke Auge blieb zwar blind, aber im Laufe der Zeit konnte sie durch Krankengymnastik, Logopädie und ein psychiatrisches Training noch manches wieder reaktivieren, bzw. andere Teile des Gehirns übernahmen Funktionen von anderen Teilen, die zerstört worden waren. Heute weiss man, dass man noch JAHRE (!) nach einer schweren Hirnschädigung etwas machen kann. Wichtig ist: Krankengymnastik, Logopädie und eine gute psychiatrische Begleitung.

Ansonsten möchte ich Dir aber raten, Deinem Vater ruhig zu zeigen, dass Du traurig bist. Natürlich solltest Du in seiner Gegenwart nicht weinend zusammenbrechen. Aber so zu tun, als ob alles "normal" sei, macht in solchen Fällen oft noch mehr Angst. Der Patient weiss oder spürt ja selbst, dass NICHTS in Ordnung ist, und wenn er seine Angehörigen dann so erlebt, dass sie tun, als sei alles in Ordnung, denkt er unter Umständen, dass alles noch VIEL schlimmer sei als er selbst befürchtet. Ich habe die Erfahrung gemacht (nicht nur bei meiner Mutter, auch in der therapeutischen Begleitung schwerkranker und auch sterbender Menschen), dass eine Mischung aus Mutmachen und Zulassen der eigenen Gefühle da wichtig und richtig ist.

Lieben Gruss und alles Gute für Deinen Vater und Euch als Familie!

Cha-Tu

Mcaerxad


Ansonsten möchte ich Dir aber raten, Deinem Vater ruhig zu zeigen, dass Du traurig bist. Natürlich solltest Du in seiner Gegenwart nicht weinend zusammenbrechen. Aber so zu tun, als ob alles "normal" sei, macht in solchen Fällen oft noch mehr Angst. Der Patient weiss oder spürt ja selbst, dass NICHTS in Ordnung ist, und wenn er seine Angehörigen dann so erlebt, dass sie tun, als sei alles in Ordnung, denkt er unter Umständen, dass alles noch VIEL schlimmer sei als er selbst befürchtet. Ich habe die Erfahrung gemacht (nicht nur bei meiner Mutter, auch in der therapeutischen Begleitung schwerkranker und auch sterbender Menschen), dass eine Mischung aus Mutmachen und Zulassen der eigenen Gefühle da wichtig und richtig ist.

Lieben Gruss und alles Gute für Deinen Vater und Euch als Familie!

Das hier möchte ich unterschreiben. Vor allem sollten Dinge unterlassen werden, wie wenn der Patient beispielsweise sagt, dass er Angst hat und dann viele Menschen in ihrer eigenen Hilflosigkeit oft mit den Worten "Ach, alles wird wieder gut, ist alles nicht so schlimm" darauf reagieren. Das führt (eigene Erfahrung und auch Erfahrung von vielen anderen kranken Menschen) beim Patienten häufig dazu, dass er sich nicht ernst genommen fühlt und dann denkt, die Angehörigen würden ihn für einen Simulanten halten. Und er hat recht damit: Denn wie schlimm es wirklich ist, kann immer nur der Patient beurteilen, denn dieser steckt in dem momentan rebellierenden Körper.

Wenn er Angst zeigt und sagt, dass er Angst hat, dann hilft es meist die Hand zu halten oder zu sagen: "Das verstehe ich, wir sind alle für dich da" Das ist wirklich hilfreich. @:) :)*

Auch von mir alles Gute für deinen Vater. :)*

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