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Schnappatmung? Was ist das? Was tun?

G!ermans)herxiff hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Ich bin seit 2 Wochen Schulsani und heute wurde ich gerufen, da ein Kind unter "Schnappatmung" litt.

Jetzt habe ich im Internet gesucht, aber so weit ich das Verstanden habe, leiden meist nur Personen die eine Synkope haben unter Schnappatmung.

Sie war aber bei Vollem Bewusst sein. Als ich sie auf fand, bekam sie nur schlecht Luft, sie "schnappte" nach Luft. Dieses "schnappen" ging sehr schnell ca. alle 1-2 Sekunden ein schnappen. Es schien so als ob sie den Sauerstoff gleich wieder Ausatmen würde. Sprechen konnte sie auch nur wenig und später kam auch noch Schwindel dazu. Sehstörung, Schmerzen, oder Angstzustände hatte sie nicht. Sie konnte auch klar denken.

Mein erster Gedanke als ich den Raum betrat und hörte was passiert ist, war das wir einen Krankenwagen brauchen. Die Stufenleitung die diese Situation schon kannte sagte auf meine Bitte nach einem RTW: " Einen Krankenwagen brauchen wir nicht oder sollen wir wie beim letzten mal einen rufen?" Der letzte Teil war an das Kind gerichtet. Sie schüttelte darauf hin nur den Kopf, da sie nichts sagen konnte.

Fragen an Euch:

1. Was kann das Kind gehabt haben(Schnappatmung/Hyperventilation/…)?

2. Was passiert bei diesem Anfall?

3 Was kann man in solchen Situationen machen?

Ich würde mich freuen wenn ihr eure Antworten auch gut begründen könntet. :)=

Gruß Germansheriff

Antworten
R~usselxl4


Ich vermute auch, das das Kind hyperventiliet hat. Atmen in eine Plastiktüte normalisiert dann die Atmung. Gib dem Kind das nächste mal eine Tüte und laß es eine Zeit hineinatmen.

G"ermUan?shexriff


Vielen Dank für die Antwort! :)=

Gibt es noch jemanden der eine Idee hat.

Gcerman\sheriyff


Hat sonst keiner mehr Idee. Es wäre echt wichtig für mich. Ich will ja keinen Fehler machen |-o

C\ha3-Txu


In seltenen Fällen können auch Zwerchfellkrämpfe Schnappatmungen auslösen. Wobei aber eine Hyperventilation wahrscheinlicher ist.

Cha-Tu

A~rkasZch|a


Ich schließe mich Russell an. Vermutlich hat das Kind hyperventiliert. Hatte es ein Kribbeln in Beinen oder Armen? Die Reaktionen des Körpers kann sehr beängstigend sein beim Hyperventilieren, wären aber nicht lebensbedrohlich...

Schnappatmung hingegen wär eine ganz andere Liga und durchaus gefährlich...

E,hemaliugerd Nutze>r (Q#467193)


Klingt stark nach Hyperventilation. Was dabei auch noch auftreten kann ist: Kribbeln in den Fingerspitzen / Zehen, 'Pfötchenstellung'-Stellung der Hände. Manche Leute machen auch einen 'Karpfenmund' dabei.

Aufpassen bei Rückatmen lassen in Plastiktüten oder ähnliches – bitte nur so lange bis sich die Atmung wieder normalisiert hat. Sonst steigt der CO-Spiegel im Blut zu stark an. Bevor man 'Rückatmen' lässt, reicht es aber in der Regel aber auch den Leuten einen Atemrythmus vorzugeben bzw. 'mit ihnen mitzuatmen' damit sie wieder auf eine normale Atemfrequenz runterkommen. Psychische Betreuung ist gerade bei Personen die Hyperventilationssymptome zeigen wichtig, da die Hyperventilation in den meisten Fällen einen psychischen Auslöser hat.

Schnappatmung sieht i.d.R. anders aus, sind meistens die berühmten letzten Atemzüge bei denen die Person auch selten noch bei vollständigem Bewusstsein ist. Stellt keine suffiziente Atmung mehr dar. Vorstufe zu Atem-Kreislauf-Stillstand.

Wodurch unterscheidet man Schnappatmung von Hyperventilation?

Hyperventilation: Stark erhöhte Atemfrequenz, ansich kaum Pausen zwischen den Atemzügen.

Schnappatmung: Einzelne schnappende Atemzüge zwischen denen lange Pausen liegen.

G e:rmanKshe}rixff


Ich danke euch für eure Antworten. Jetzt tut sich da aber eine neue Frage auf: Was würde passieren wenn ich sie in eine Tüte atmen lassen würde obwohl sie doch nicht hyperventiliert.

Eine weitere Frage ist: Würdet ihr bei einer Hyperventilation einen RTW :[] rufen oder braucht man ihn eigentlich nicht.

Enhemali}ger NuWtzer" (#467193)


Was heißt 'Wenn Sie doch nicht hyperventiliert'? Eine Hyperventilation erkennt man normalerweise auch als Laie relativ flott. Die jeweilige Atemfrequenz unterscheidet sich natürlich vom Entwicklungsstadium.

Neugeborene: 40-50/min, Kleinkinder: 30-40/min, Kinder: 20-30/min, Jugendliche: 16-20/min, Erwachsene: 14/18min. (Gilt natürlich nur ungefähr und in Ruhe – bei Belastung ist die AF natürlich höher)

Tachypnoe (erhöhte Atemfrequenz) ist ja ansich kein Krankheitsbild für sich selbst, sondern vielmehr ein Symptom für etwas. In deinem Fall war das wohl eine Hyperventilationstetanie ausgelöst durch einen psychischen Faktor. Bevor man in eine Tüte rückatmen lässt, zuvor versuchen die Atemfrequenz der jeweiligen Person durch Zuspruch, "mitatmen" etc. versuchen zu bremsen.

Im schlimmsten Fall führt zu langes Rückatmen zur Bewusstseinstrübung / Bewusstlosigkeit, die Person atmet ja mehr oder weniger immer die gleiche Luft ein, wo der reine Sauerstoffgehalt immer mehr sinkt, der CO-Gehalt dafür steigt. Dadurch steigt natürlich auch der CO-Spiegel im Blut, der vorher durch die Hyperventilation gesunken ist – während der O2-Gehalt im Blut (Sauerstoffsättigung) abnimmt.

Wann braucht man einen RTW? Dann, wenn durch Rückatmen / psychische Betreuung keine Besserung eintritt bzw. die Person durch die andauernde Hyperventilation kollabiert.

Bitte ganz wichtig: Das 'Rückatmen' lassen gilt nur für Tachypnoe wenn man den Verdacht hat, dass dieser Zustand durch einen psychischen Faktor / psychische Belastung hervorgerufen wird.

Tachypnoe tritt sonst noch bei zahlreichen anderen Krankheitsbilder / Verletzungsmustern auf, wo ein 'Rückatmen lassen' in eine Tüte wohl nicht zielführend ist.

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