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Blutgruppe – Kell positiv, Antikörper negativ

SGpr%inhgchilxd hat die Diskussion gestartet


Wie sich bei der Blutuntersuchung aufgrund meiner Schwangerschaft herausstellte, habe ich wohl diese seltene Blutgruppe (ansonsten ganz normal A positiv). Aber keine irregulären Antikörper.

Gehe ich recht in der Annahme, dass das kein Problem darstellt, erst mit positiven Antikörpern? ??? Mein Frauenarzt hat darüber kein Wort verloren, und ich hab's erst zuhause gesehen.

Antworten
G5rottxig


Verstehe deine frage nicht. Es gibt eine Rhesusfaktorunverträglichkeit, aber nur wenn die Mutter negativ ist und das Kind positiv. Meist bilden diese Frauen Antikörper nach dem ersten Kind, so das es für nachfolgende "gefährlich" werden könnte, zumindest in früheren Zeiten. Heut zu Tage gibt es soweit ich weiss eine Spritze zur Sensibilisierung. Wenn ich mich richtig an Bio erinnere. Du bist aber positiv vom Rhesusfaktor her. Was also meinst du?

G^rottxig


Ach ja, du schreibst in der Überschrift "Antikörper negativ". Daraus schliesse ich, das du keine hast, bzw. haben kannst, weil du einen positiven Rhesusfaktor hast.

Sppringc'hilxd


Ich rede nicht vom Rhesusfaktor, da ist alles ganz normal.

Es gibt noch das [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kell-Cellano-System]], und das ist normalerweise negativ; bei mir ist es positiv. Das hab ich doch geschrieben: KELL positiv.

Für dieses Antigen können auch Antikörper gebildet werden, genau wie beim Rhesusfaktor, und meine Frage ist jetzt, ob das ein Problem ist (wie beim Rhesusfaktor), oder eben nicht.

S0pricngchixld


Also im Wikipedia-Artikel steht ja auch

Die Antigene sind klinisch relevant, da Personen ohne das entsprechende Antigen durch Kontakt (Transfusion oder Schwangerschaft) immunisiert werden können, wobei die entstehenden Antikörper zu hämolytischen Transfusionsreaktionen bzw. Morbus haemolyticus neonatorum führen.

Das sind die gleichen Probleme wie beim negativen Rhesusfaktor, und das wär ja wichtig zu wissen.

FWantatsie2x1


Hast du Kk oder KK? Falls du KK hast ergibt sich ein Problem, weil das kaum jemand hat, also würdest du bei einer Notfallbluttransfusion wahrscheinlich Blut das k-Antigen enthält bekommen, weil kk und Kk häufiger sind. KK ist extrem selten.

Bei dieser Notfallblutgabe würdest du durch das k-Antigen Antikörper gegen k entwickeln, weil dein Körper kein k kennt, sondern nur K. Deshalb könntest du in Zukunft nie mehr Blut mit k bekommen, was ein großes Versorgungsproblem ist und bei Frauen mit Kinderwunsch problematisch ist, da vom Partner aufgrund der Seltenheit von K oft k an das Kind vererbt wird, womit sich hier also auch eine Reaktion zwischen mütterlichem Serum-Antikörpern und kindlichen Blutzellen ergeben kann.

Da du keine Antikörper hast ist das ok, ich weiß allerdings nicht inwieweit du dich ähnlich dem Rhesussystem bei der Geburt des jetztigen Kindes immunisieren könntest.

S6pri#ngchixld


Danke für die Antwort, Fantasie. @:)

Ob Kk oder KK weiß ich nicht, das steht leider nirgends dabei. Meinst Du, das weiß vielleicht mein Frauenarzt? Oder weiß der auch nur das, was im Mutterpass steht? ???

Habe vorher selbst noch nie etwas von diesem Kell-Merkmal gehört. |-o

Fcafntasiwe21


Es gibt noch ne Menge weiterer Blutgruppen-Merkmale z.B. Duffy. :-)

Du kannst deinen Arzt ja einfach mal fragen. Wenn du Kk hast dürfte es soweit ich weiß keine Probleme geben, und Kk ist häufiger als KK. Der Arzt kann dir bestimmt auch Fragen dazu beantworten, ob das irgendwelche Auswirkungen auf diese oder zukünftige Schwangerschaften hat und ob irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen/Prophylaxe möglich/nötig sind, wie das ja bei Rhesusinkompatibilität gehandhabt wird. So genau kenn ich mich da leider nicht aus.

S7pri[ngchxild


Na dann werd ich den guten Mann mal löchern. Vielen Dank, Du hast mir schon sehr weitergeholfen. :-)

a^nti-keslxl


Hallo Springchild

Du hast eine seltene Blutgruppe nur 9 % der europäischen Bevölkerung sind Kell Positiv.

Für dich als Schwangere ist alles in Ordung, dieses Kell Merkmal kannst du an dein Baby vererben.

Ist das Baby weiblich wird dieses Kell-Merkmal weiter vererbt. Ist den Baby männlich, Kell-Positiv und trifft später auf eine Kell-negative Partnerin können bei diesen beiden später Probleme in einer Schwangerschaft auftreten. Tipp: lass später die Blutgruppe deines Kindes testen, ab 2 Jahre. (auch Kell/Cellano)

Wenn du noch mehr Infos möchtest, gehe auf [[www.anti-kell.de.ms]]

hier sind viele wichtige Informationen zu Anti-Kell-Antikörper bzw. zur Blutgruppe.

Liebe Grüße

anti-kell

SGpring[chilxd


Hallo anti-kell, vielen Dank für Deine Antwort! @:) Die verlinkte Webseite ist sehr aufschlussreich.

Meine Schwester ist auch Kell positiv (Kk). Bei der Schwangerschaft mit mir gab es keine Probleme, also wird wohl meine Mutter ebenfalls Kell positiv sein und mein Vater Kell negativ, wenn ich das richtig verstehe.

Das mit dem Blutgruppentest meines Kindes behalt ich auf jeden Fall im Hinterkopf.

Danke danke danke! @:)

SDp1ringch,ilxd


... ich muss mich korrigieren: Bei der Schwangerschaft mit mir gab es doch Probleme, und zwar drohte eine Frühgeburt. Deswegen musste meine Mutter die letzten drei Monate im Krankenhaus liegen. Bluttransfusionen o. ä. wurden soweit ich weiß nicht gemacht. Sie war danach nochmal schwanger, es kam aber zu einer Fehlgeburt.

Leider wissen weder mein Vater noch meine Mutter, welche Kell-Blutgruppe sie haben; und rein wegen meiner "wissenschaftlichen" Neugier wollen sie es anscheinend nicht bestimmen lassen. Mein Vater spendet aber öfters mal Stammzellen für Leukämie-Kranke, da wär das doch sicher aufgefallen bzw. mal getestet worden, oder?

Und: Mein Frauenarzt meinte, ob KK oder Kk sei nicht bestimmt worden und würde auch normalerweise nicht bestimmt, da es nicht wichtig sei. ???

a&nti0-kelxl


Hallo Springchild

Die Blutgruppenbestimmung auf AB0/Rhesus/Kell ist gleich, leider wird nicht in jedem Labor ein Ausdruck für den Mutterpass mit zum Gyn geschickt. Die KK oder Kk Konstelation wird oft erst wichtig, wenn eine Kell-negative Frau Antikörper gegen das Merkmal Kell gebildet hat.

Obwohl bei Frauen und Mädchen bei Transfusionen schon auf das Kell-Merkmal geachtet wird.

Wenn du von deinem Gyn hier wegen der genauen Kell-Typisierung keine Hilfe bekommst, wende dich an das DRK Abt. Blutspendedienst, die haben täglich damit zu tun. Ich persönlich finde diese Bestimmung für einen selbst und der Vererbung an unsere Kinder wegen schon wichtig.

LG

anti-kell

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