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3 Hauptkranzgefäße zu bei Infarkt, wieso keine Vorzeichen??

Bjlwümchexn82 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

wer kann mir erklären warum es keinerlei Vorzeichen gab obwohl drei Hauptkranzgefäße beim Infarkt zu sind? Ich denke irgendwie kündigt sich sowas an ??? ??? ??

Es geht um einen Mann, Alter 60, Vorerkrankung: Diabetes Mellitus und PAVK II, Raucher

Der Mann hat ohne Nachfragen auf Allergien eine Penicllin bekommen und ist danach tod umgefallen (Nierenversagen, Lungenödem, o.g. Herzinfarkt, Sepsis).

Bittteeeeee, erklärt mir das jemand!!!!

Antworten
RHussxell4


Ich denke irgendwie kündigt sich sowas an ??? ??? ??

Um diese Frage beantworten zu können, müsste man den Toten befragen.

wer kann mir erklären warum es keinerlei Vorzeichen gab obwohl drei Hauptkranzgefäße beim Infarkt zu sind?

Vielleicht durch ein wanderndes Blutgerinsel?

t<he-cBaver


Vielleicht durch ein wanderndes Blutgerinsel?

Ein Gerinnsel kann nicht von einer Herzkranzarterie in die andere wandern – außerdem entstehen die Gerinnsel beim Herzinfarkt in aller Regel an Ort und Stelle.

Bei Diabetikern sind "stumme" Herzinfarkte nicht selten, weil durch den erhöhten Blutzucker auch die Nerven des Herzens geschädigt werden, so dass die Schmerzweiterleitung nicht mehr so gut funktioniert. Es kann aber auch sein, dass die 3 Infarkte innerhalb kurzer Zeit im Rahmen der Sepsis entstanden sind, wenn es zu Gerinnungsaktivierung (DIC= disseminierte intravasale Gerinnung) gekommen ist. Wenn diesbezüglich Fragen offen sind, sollte man in der Tat den Toten befragen – mit anderen Worten: Eine Autopsie durchführen (sofern das nicht schon geschehen ist).

Grüße

Fpa]ntasxie21


Diabetes Mellitus und PAVK II, Raucher

the-caver hat Recht. Es kann durchaus sein, dass bei der Kombi ein Herzinfakt nicht wirklich besonders syptomatisch ist.

R&u9sse%llx4


Ein Gerinnsel kann nicht von einer Herzkranzarterie in die andere wandern

Das meinte ich auch nicht.

C1h^aG-Tu


Mein zweiter Infarkt war auch ein stummer, bzw. ich hatte schon Symptome, die ich aber nicht als Herzsymptome gewertet habe, weil sie sehr untypisch waren, eigentlich nur etwas Übelkeit, die ich auf eine Magenverstimmung geschoben habe. Ich bin Diabetiker.

Gruss

Cha-Tu

J+odxel


Diabetes mellitus->Polyneuropathie->Myokardinfarkt ohne Schmerzen

Aufgrund des Myokardinfarkts trat wahrscheinlich eine akute Linksherzinsuffizienz mit Rückwärtsversagen auf, welche zum Lungenödem führte.

Die akute Linksherzinsuffizienz fühte zu einem verminderten Herzzeitvolumen und damit zu einem kardiogenen Schock mit allen Konsequenzen: MOV (Multi-Organ-Versagen), welches zuerst an den Nieren beginnt (Nierenversagen) und später ging der kardiogene Schock in einen septischen Schock über, weil es zu globalen Entzündungsreaktionen aufgrund von z.B. Nekrosen minderdurchbluteter Organe gekommen ist...

Dein Mann hatte wohl ein sg. "internistisches Polytrauma", wobei man sagen muss, dass er "selbst Schuld" ist.

Bglüm$chenx82


Hallo Zusammen,

danke für die Beiträge!!!

Soferner ich das richtig verstanden habe – war der Infarkt schon "irgendwie" vorbestimmt (aufgrund der Vorerkrankung und Rauchen). Allerdings soll die Reihenfolge durch die allergische Reaktion auf das Penicilin erfolgt sein. Aufgrund einer vermuteten Sepsis wurde diese ohne Rückfrage verabreicht, darauf hin kam es zu dem o.g. Infarkt. Wasser in der Lunge. Aufgrund der allergischen Reaktion konnten die Nieren aber den rechtzeitig erkannten Infarkt und das Ödem nicht ausgeschieden werden. Er hatte zuvor nur über eine "Hippigkeit" geklagt und sich müde/krank fühlen. Danach folgte schwallartiges erbrechen, dann Atemnot mit typischer Atmung. Trotz rechtzeitiger Einleitung der medizinischen Maßnahmen, verstarb der Patient nach einer Woche und drei Wiederbelebung. Hinzuzufügen ist, das der Patient sich strickt an Diäten und Insulingaben gehalten hat, das einzige was er nicht gänzlich aufhören konnte war das Rauchen.

Dein Mann hatte wohl ein sg. "internistisches Polytrauma", wobei man sagen muss, dass er "selbst Schuld" ist.

1.) ist es nicht MEIN Mann

2.) richtig, er war ein "internistisches Polytrauma" zum Schluß

3.) selber schuld, lässt sich bei dem alter gerne weiter diskutieren. Bitte entschuldigen sie, wenn ich so reagiere, aber ich empfinde es als unverschämt ohne Vorkenntnisse solch eine Aussage zu treffen. In dem Alter wurde man nach dem Krieg quasi dazu erzogen z.B. zu rauchen – weil es hieß etwas zu sein – aber selbst wenn er jünger gewesen wäre finde ich solche Aussagen nicht korrekt. Der Ton macht die Musik...

Was mich jedoch am meisten interessiert, ob es vielleicht eine vererbare ursache dahinter steckt ??? Es gibt ein Kind was bereits mit 20 Jahren, eine Fibrosierung am Herzen aufweist, aber keine Diabtets oder ähnliches. Das Kind hat einen normalen BMI und ist kein Raucher.

Der Verstorbene wurde nicht Autopsiert! Da die behandelnden Ärzte es zwar erwähnt haben, aber es in Anbetracht des "internistischen Polytrauma" für nicht empfehlenswert hielten.

Vielen Dank!!

Ccha-xTu


selber schuld, lässt sich bei dem alter gerne weiter diskutieren. Bitte entschuldigen sie, wenn ich so reagiere, aber ich empfinde es als unverschämt ohne Vorkenntnisse solch eine Aussage zu treffen.

Zumindest ist es fragwürdig, hier von "Schuld" zu reden. "Verantwortung" ja, aber "Schuld" sollte eine moralische Kategorie sein, und die hat bei der Krankheitsentstehung aussen vor zu bleiben. Zumal es sich immer leicht sagt, dass der Patient "Schuld" hat, wenn er z.B. raucht oder übergewichtig ist. Solche Menschen sind oft suchtkrank, und denen kann man mit Hinweisen auf ihre "Disziplin" nicht dauerhaft beikommen. Das ist Teil der Krankheit.

Gruss

Cha-Tu

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