» »

Kosten für Sonographie der Halsarterien

d"oby hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bei mir müssen die Halsarterien (Carotis) mit dem Ultraschall untersucht werden. Die Kosten muß ich selber tragen (aus eigener Tasche). Ein Anruf bei einem Neurologen ergab, daß man mir nicht gernau sagen könnte, wie teuer das wird. Aber ich müsse in der Größenordnung von 150 – 200€ rechnen, je nach dem, ob es auch noch ein Gespräch am Schluß geben wird!

Hallo?

Da wird mit einem Ultraschallkopf einige Minuten lang auf der einen Seite die Arterie "abgefahren", dann auf der anderen Seite. In der Sendung Visite des NDR wurde das einmal vorgestellt und recht fix konnte man erkennen, ob Verengungen vorliegen, oder nicht. Ich würde selbst mit einem Gespräch (kann man ja direkt beim Untersuchen führen) den Zeitbedarf auf max. 10min kalkulieren.

In der GOÄ konnte ich keine Posten entdecken, die selbst kummulativ 150 bis 200€ ergeben. Will man mich abzocken?

Antworten
dYugd aex@press


Hallo Doby,

ich kann Dir hierzu folgendes schreiben: Als Erstes mußt Du einmal sagen, wer bei Dir die Feststellung gemacht hat, dass Deine Halsarterien untersucht werden müssen.

Wenn hierzu ein zwingender Grund festgestellt wurde, wird Dir Dein Hausarzt eine Überweisung zu einem Spezialisten zwecks Ultraschalldoppler der Halsschlagadern geben. Die ganze Geschichte ist dann für Dich kostenlos. Ich nehme doch an, dass Du Kassenpatient bist.

Willst Du aber die ganze Sache vorbeugend machen lassen, um eventuell feststellen zu lassen, ob Du schlaganfallgefährdest bist, handelt es sich um eine Igel Leistung, und da sind die Preise so um die 130 Euro.

Ich kann Dir wirklich nur empfehlen, geh zu Deinem Hausarzt und hol Dir eine Überweisung. Wichtig ist auch, dass Du alle 2 Jahre zur Nachuntersuchung gehst. Leider weiß ich Dein Alter nicht, aber wenn Du nicht gerade ein Jüngling bist, müßten meine Ausführungen auf Dich zutreffen.

Liebe Grüße dugdaexpress

d3obxy


Hallo dugdaexpress,

danke für Deine Antwort. Es hört sich alles unglaublich an, deshalb auch meine Ursprungsfrage, weil ich nicht mehr weiter weiß.

Ich hatte eine Überweisung von meinem Hausarzt zu einem Neurologen, mit Verdacht auf TIA. Der Neurologe diagnostiert auch eine TIA, kann oder wollte hingegen keinen Ultraschalldoppler machen, er hätte angeblich kein Gerät dafür, verschreibt mir nur ASS 100 als weitere Prophylaxe, entläßt mich damit und daß mein HA einen Bericht erhalten würde. Zugleich gab er mir einen Tip, das alles besser kardiologisch abklären zu lassen, warum auch immer. Mein HA gibt mir eine Überweisung zum Kardiologen. Dieser macht ein EKG, dessen Status und Befund ich nicht kenne und untersucht mit einem Sono noch mein Herz. Das Herz sei wohl grob in Ordnung, aber da sei vielleicht noch was. Mehr dazu würde im Bericht zum HA stehen, ich kann gehen. Ein Sono der Halsschlagadern wird mir verweigert, die Krankenkasse würde das nicht zahlen. Oder mit anderen Worten (unausgesprochen), nach einigen Nachbohren, sein Budget wäre für mich jetzt erschöpft, verdient kein Geld mehr an mir in diesem Quartal, obwohl ich nur einmal zur Untersuchung da war. Erst im Juli könne man mich weiteruntersuchen, ich bräuchte mir aber keine Gedanken machen, denn ich würde ja ASS 100 einnehmen.

Meine Recherchen ergaben aber in den letzten Wochen, daß ASS 100 bei einer TIA ggf. ungenügend sei. Ich habe zudem auch seit vielen Wochen Schwindel, auch nach Absetzen der ASS 100, auch nachdem ich noch überall gelbe Flecke am Körper bekam. Mein Blutdruck ist auf einmal auf Achterbahnfahrt, sonst war der die letzten Jahren immer unter 130. Jetzt spinnt der, ist teilweise im Hochdruckbereich und beide Ärzte interessierten sich nicht sonderlich dafür ("Budget"). Ich nehme jetzt wieder die ASS 100. Ich bin erst 40 und habe Angst vor einem Schlaganfall. Mein HA darf im gleichen Quartal nur jeweils eine Überweisung für einen Kardiologen und Neurologen ausstellen und diese beiden wollen mich, bzw. können mich nicht weiteruntersuchen. Meine KK sagt telefonisch, daß die Ärzte mich aber weiteruntersuchen müssen.

Ich habe jetzt telefonisch einen anderen Neurologen kontaktiert, als Kassenpatient bekomme ich dort auch erst Ende Juni/Anfang Juli einen Termin, privat aber sehr schnell, dann müßte ich aber 150 bis 200€ bezahlen.

Ich fühle mich im Stich gelassen, gehe sonst eigentlich selten zum Arzt. Die Anmeldung von meinem HA sagt, daß noch keine Berichte eingetroffen sind. Ich müsse mich gedulden...

Cyha-qTu


Doby, in welchem Bundesland wohnst Du?

Das ist ja unfassbar. Wenn ein Verdacht auf TIA besteht und der Neurologe Dir wegen des Budgets die Untersuchung verweigert, dürfte das in die Nähe von unterlassener Hilfeleistung rücken. Melde diesen Fall bitte Deiner Krankenkasse und der Kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes bzw. Wohngebietes. So etwas darf man sich nicht bieten lassen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

d7oby


@ Cha-Tu

Ich wohne in BW. Vor wenigen Jahren wurde die Budgets ja kräftig umverteilt. Die Ärzte in BW erhielten weniger Geld. Wir Patienten sind die letzten in der Kette und die Ärzte hatten offensichtlich das an ihren Patienten ausgelassen. Die Zeitungen waren sogar voll davon, wie z.B. Zahnärzte ihre Patienten wegschickten, Ende 2010 aufs neue Jahr vertrösteten und Orthopäden ihre Stammpatienten nicht mehr weiterbehandelten. Mit Stammpatienten meine ich z.B. Patienten mit starken Schmerzen bei schwerer Arthrose. Einige Patienten hatten dann über die KV diese Ärzte angezeigt, was zu schwarzen Listen in den Praxen führten, es wurden die betroffenen Patienten kalt abgewiesen, bzw. sie erhielten für die Zukunft "Hausverbote". Je nach Region hat man halt leider keine Auswahl, da hilft dann nur noch klein beigeben und privat zuzahlen.

Ich war letztes Jahr z.B. bei einem Orthopäden. Man gab mir sofort einen Fragebogen, in dem ich ausfüllen mußte, was ich bereit wäre zusätzlich zu bezahlen.

Und als ich kürzlich erstmalig und einmalig(!) beim Augenarzt war (sogar bei der Terminvereinbarung mit V.a. TIA), bezüglich meiner Sehstörungen, mußte ich sofort 20€ bezahlen, damit man mir überhaupt mit einer Spaltlampe den Augenhintergrund untersuchte.

Ich hätte nicht gedacht, daß das so schlimm geworden ist. Aber bei den Preisen von 130€ bis 200€ für wenige Minuten Kontrolle der Halsarterien wundert mich eigentlich nichts mehr. Ich werde in den sauren Apfel beißen müssen.

aqgnes


Was meinst Du was die Wahrscheinlichkeit ist, daß man an Deinen Arterien von Ende Juni was machen sollte?

Solltest Du tatsächlich einen hohen Blutdruck habe, sollte man sich dem allerdings bald widmen – wie auch anderen Risikofaktoren. Was ist denn bekannt?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH