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Herzrythmusstörung wegen Tilidin Entzug?

vJalaoro.nN hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nachdem ich (war ein Fehler, ist aber ein anderes Thema) vor einigen Monaten schonmal Tilidin und Tramadol abhängig war und einen Entzug (zu Hause) gemacht habe, bin ich vor ca. 1,5 Monaten wieder rückfällig geworden. (Konsum in der Zeit: ca. 120 Ml Tilidin = ca. 8.000 mg)

Jetzt bin ich wieder am entziehen (seit 2 Tagen ohne Konsum), habe allerdings im Gegensatz zum ersten Entzug Herzprobleme?!

Und zwar ein mehrmals täglich bei Anstrengung einsetzenden Bigeminus (Zwillingspuls). Dazu kommen seit schon ca. 4 Tagen Schmerzen in der Herzgegend, stechend, pulsierend und zwar mehrmals am Tag.

Seht ihr einen Zusammenhang? Was kann ich machen um mich zu schonen?

War früher mal sehr sportlich (ca. 4-5 mal pro Woche), leider seit 2 Jahren gar kein Sport mehr möglich. (Alter 22, männlich, schlank, noch immer keine schlechte Kondition)

Einen Termin beim Kardiologen habe ich erst in 2 Wochen.

Wär lieb jemand antwortet mir.

Liebe Grüße

Antworten
CXhad-Tu


Seht ihr einen Zusammenhang?

Ja.

Warum machst Du den Entzug nicht unter ärztlicher Kontrolle?

Gruss

Cha-Tu, etwas in Eile, daher so kurz angebunden

S"unflFower_x73


Sehe auch einen Zusammenhang!

Kann mich Cha-Tu nur anschließen: Warum kein Entzug unter ärztlicher Aufsicht?

Schonen kannst Du Dich nicht weiter (würde definitiv von Sport abraten!) – Dein Körper versucht sich auf die Situation ohne Tilidin einzustellen und neu zu regulieren.

Ein Entzug stellt immer eine Belastung für den Körper da – und wird daher beim 2. Mal nicht unbedingt einfacher. Ggf. bliebe ein langsames Runterdosieren, aber es ist fraglich, ob man es selber im Griff hat.

So ein entzug gehört eigentlich in ärztliche Hände (Stichwort Krampfanfallrisiko etc.).

vSalorxonN


Krampfanfallrisiko doch nur bei Tramadol? Wegen dem Serotin Gedöns?

Ich hab net den Mut dass meine Eltern davon Wind bekommen, hier wäre ein Donnerwetter los, der mir momentan mit Sicherheit mehr schadet als hilft.

Am Montag habich nen Termin bei meim Algemeinmediziner. Der weis davon Bescheid, dass ich mal en Entzug gemacht hab. Der hats relativ harmlos genommen. Hat gemeint mir gehts ein paar Tage nicht gut und dann ists rum.

Und genau so war es auch.

Ich hoffe einfach nur dass ich die nächsten 2 Tage überlebe. Die Unruhe bringt mich noch um.

Schlafen ist das schlimmste, weil ich mir abends so viele Gedanken mache und Angst vorm Draufgehen habe, dass ich wegen Herzraßen und Co net einschlafen kann.

Und vor allem net durchschlafen.

Und ja, meine Frage war etwas falsch formuliert. Klar besteht ein Zusammenhang zwischen meinem Entzug und den Symptomen, mir intressiert momentan vor allem das mit dem Herzen.

Weil der erste Entzug war von Tramadol UND Tilidin, und der ging eigentlich echt. Dachte ich habs unter Kontrolle.

Hab momentan einfach nur Angst, suche die Nähe zu anderen Menschen falls mir doch was passiert, damit man mir helfen kann.

Und nachts wäre halt niemand da :(

Wenn ich noch was habt um mich zu beruhigen oder aufzumuntern, bitter her damit.

Ein weis ich: Niee wieder will ich mit sowas nochmal anfangen.

Habs nach dem ersten Entzug unterschätzt, dachte ich werde nicht wieder so schnell abhängig.

Jetzt soltle ich schlauer sein.

Lieben Gruß

g8rot-tche


helfen kann dir hier keiner wirklich – leider ...

Daß du nicht wieder hättest anfangen dürfen, weißt du selbst – ist also sinnlos, dir das zu sagen.

Ich kann dir aber auch nur empfehlen den Entzug nicht alleine – sprich ohne ärztliche Unterstützung – zu machen.

Zumindest kannst du wertvolle Tips bekommen und dich jederzeit dorthin wenden.

Und ... Rhytmusstörungen können durchaus bei einem Entzug entstehen denke ich mir. Ich kenn mich mit Tilidin oder Tramadol zwar nicht aus, aber ich denke, es ist wie bei einem Drogenentzug wo ja Zittern usw. durchaus "normal" sind.

Noch mal ... Vertrau dich deinem Arzt an (du schreibst ja er wüßte ohnehin Bescheid) – dann wird das schon.

gLrbottcxhe


Ich hab net den Mut dass meine Eltern davon Wind bekommen, hier wäre ein Donnerwetter los, der mir momentan mit Sicherheit mehr schadet als hilft.

achja...

was vergessen ...

wollte mal fragen wie alt du bist ... ???

Denn beides (Tilidil und Tramadol) sind Opioide und verschreibungspflichtig ... da mußt du ja auch irgendwie ran gekommen sein...................

C\hax-Tu


Ich möchte Dir dringend raten, Dir eine therapeutische Begleitung zu suchen. Der Entzug ist ja noch nicht vorbei, wenn Du den Stoff überwunden hast, die seelische Unabhängigkeit muss therapeutisch stabilisiert werden.

Alles Gute

Cha-Tu

SJunfloGwer_x73


Schließe mich erneut Cha-Tu an:

Selbst wenn der Entzug vorbei ist: Die Gründe für Abhängigkeit und Rückfall bleiben. Du schreibst selber dass Du dachtest, es im Griff zu haben – aber offensichtlich hast Du es nicht.

Wenn man bspw. einen Entzug unter stationären Bedingungen macht (auf einer sog. Station für Qualifizierten Entzug) ist man zwar clean, aber das 2. Ziel dieser Entgiftungsbehandlung ist IMMER die Motivationm zur therapeutischen Behandlung.

Schlauer wirst Du erst, wenn Du Dir Hilfe holst und kapierst, warum Du überhaupt abhängig geworden bist.

Und wenn Du noch bei Deinen Eltern wohnst:

Wie alt bist Du? Wer verschreibt die Medikamente (wenn legal beschafft...)? Es wäre sinnvoll, ggf. über Deinen Hausarzt diese Ärzte zu kontaktieren und ein Verschreibungsverbot zu verhängen.

v*alotronN


Also, dass ich definitiv nichts mehr nehmen werde, weis ich. Anfangs hatte ich von dem Zeug gar keine Nebenwirkungen. Jetzt haben schon während dem Konsum die Herzprobleme angefangen, auch der Grund warum ich das Mittel abgesetzt habe.

Das Zeug wird mir von nem Orthopäden verschrieben, wegen verschleißbedingten Gelenkschmerzen. Bin leider erst 22 :(

Wobei ich mit dem Schmerz durchaus leben kann, nur nicht mit dem Gefühl mir bleibt gleich das Herz stehen.

Die Schmerzen in der Herzgegend sind jetz nicht so gravierend, aber eben konstant und stechend da. Meist so 40% des Tages.

Hab trotz der Schmerzen vor wieder mit Sport anzufangen, vlt kommen die Herzprobleme weil ich jederlei Sportart aufgeben musste.

Im Prinzip sind jetzt ca. 42 Stunden seit meiner letzten Einnahme vergangen, nach ungefähr 1,5 Monate Konsum.

Waren dann so etwa 60-70 Tropfen am Tag. Durchaus noch in therapeutischem Maße, habs ja auch verschrieben bekommen.

(Und ich weis auch dass Tabletten in retardierter Form immer vorzuziehen sein sollten)

@ Sunflower_73:

Ich habe nirgends erwähnt dass ich es im Griff habe ;-) Würde jetzt aber auch nicht sagen ich hätte es nicht im Griff. Habe nun bereits zum 2. mal entzogen, von MIR aus, weil ich die steigende Toleranz bemerkt habe.

Und wegen der Nebenwirkung rühr ich das Zeug jetzt nicht mehr an, war auch der Grund warum ich anfangs nach ner Zeit komplett aufs Tramadol verzichtet hatte, sobald mir das zu heikel wurde.

Zu dem Herz nochmal: Also ich versuche den ganzen Tag ruhig zu bleiben, kein Sport zu machen, nehme vorm schlafen gehen Johanniskraut (500mg), den Tag über genügend VitaminC und Magnesiumtabletten (ca. 1-1,5 gramm).

Noch andere Tipps wie ich bis morgen überlebe? Dann kann ich auch wieder zu meinem Hausarzt gehen :)

Cwh;a-Tu


Also, dass ich definitiv nichts mehr nehmen werde, weis ich.

Vor mir haben schon Alkoholiker und Junkies gesessen und beim Leben ihrer Liebsten geschworen, "nie mehr" etwas anzurühren, und einige Zeit später war's dann wieder so weit. Glaub einfach einem sehr erfahrenen alten Mann, der viel mit Menschen mit Suchtproblemen gearbeitet hat: Ohne Therapie schafft es kaum einer.

Gruss

Cha-Tu

vqa<loSronIN


Direkt nach der Einnahme bekomme ich Herzraßen, Doppelschläge (Bigeminus) setzen ein, und wenn das ganze abends ist hab ich Angst die Nacht nicht zu überleben.

Ich denke schon behaupten zu dürfen, dass ich kein Mittel mehr konsumier dass mir Angst macht. Das war bei Tramadol schon so, und jetzt bei Tilidin eben auch.

Damit wäre Schluss mit den Opioiden Schmerzmitteln, heißt also wieder Ibu Profen + Magenschutz. Und irgendwann gibts vlt mal eine andere Therapiemethode.

Ich weise übrigens keine sonderliche Affinität zu Drogen auf ;-)

In Gesellschaft, und zwar wirklich nur in Gesellschaft, und nur abends an Wochenenden trinke ich mal Alkohol. Rauche nicht. Hab in meinem Leben noch keine illegale Droge genommen.

nwajanPagut


Ich weise übrigens keine sonderliche Affinität zu Drogen auf ;-)

In Gesellschaft, und zwar wirklich nur in Gesellschaft, und nur abends an Wochenenden trinke ich mal Alkohol. Rauche nicht. Hab in meinem Leben noch keine illegale Droge genommen.

Jupp, bist ja nur opiatabhängig. Ganz easy.

%-|

S`unfloewe}r_73


Ich habe auch ein extrem kaputtes Knie – schon vor 3 Jahren wurde mit ein Kunstgelenk empfohlen. Ich weiß also, wie Gelenkschmerzen sich anfühlen. Auch bei mir stand wiederholt eine Opioid-Therapie zur Diskussion. Ich habe 11 OP's hinter mir, alle erfolglos.

Aber:

Dein Orthopäde sollte in Auge auf den Mengen haben, die Du konsumierst. Er macht es sich recht einfach mit der Verordnung (aber es bindet Dich nett als Patienten an sich, gibt Geld ]:D ).

WENN Deine Probleme so gravierend sind: Mach' eine umfassende Schmerztherapie (Medikamente, Physio, Psychotherapie). Gibt es in genug Kliniken und Schmerzzentren.

Und um die Abhängigkeit in den Griff zu bekommen (wenn eine entsprechende Medikation erforderlich ist): Es gibt bessere, weniger riskante Alternativen (z.B. Pflaster, wo die Selbstdosierung wegfällt – daraus und aus dem "Kick" resultiert die Abhängigkeit).

Außerdem:

Wenn Du absetzen und ohne auskommen konntest, brauchst Du keine so starken Schmerzmittel. Punkt. Der Ortho könnte also angewiesen werden, keine Rezepte mehr auszustellen. Aber es ist halt fein, wenn man sich das Hintertrüchen auflässt.

Kann mich ansonsten wieder mal nur Cha-Tu anschließen:

Ja klar, Du nimmst nichts mehr. Hatten wird schon – Du HAST wieder angefangen. Ich kenne diese Seite beruflich (und die Schmerzen persönlich). Und ich sage Dir, dass Du mit großer Wahrscheinlichkeit wieder anfangen wirst.

Weil:

Was verändert sich durch dfen jetzigen Entzug? Die Schmerzen bleiben. Wie willst Du damit umgehen?

Du weißt, dass Tropfen ungünstig sind – aber Du hast sei dennoch wieder genommen, statt retardierte Präparate/Pflaster. Du hast NICHTS gemacht, um die Risiko zu verringern.

Überlege Dir wirklich genau, wie es weitergehen soll.

Eine körperliche Toleranzentwicklung ist übrigens bei Opioiden normal und tritt auch bei völlig sachgemäßem Gebrauch auf. Die entsprechenden Forschungseinrichtungen definieren eine Abhängigkeit von opioidhaltigen Schmerzmitteln dann auch nicht über diese Toleranzentwicklung, die man sonst bei allen anderen Substanzen zu Grunde legt.

Aber eine erforderliche Dosissteigerung sollte halt in Kooperation mit einem SCHMERZMEDIZINER (NICHT Orthopäden!) erfolgen.

Oder mach braucht's schmerztechnisch gar nicht – dann bist Du mit Deinem Verhalten in der Suchtschiene. Basta. Es ist klar, dass Du keine anderen "Drogen" brauchst. Missbrauch von Tramal und Tilidin allein reicht dem Körper und der Selle für's bessere Befinden.

Sei ehrlich zu Dir selber. Denn letztlich gibt es nur eine Frage: Was ist JETZT, bei diesem Entzug, anders als beim letzten? Wo Du es nicht geschafft hast? Warum wird es daher diesmal so garantiert klappen?

Cbha-xTu


Ich weise übrigens keine sonderliche Affinität zu Drogen auf

Und warum der Rückfall? Im Übrigen sind sicherlich 70-80% aller Abhängigen nicht von illegalen Drogen abhängig, sondern von legalen. Aber okay, lassen wir das. Wer von diesem Zeug wirklich wegkommen will, braucht eines zuerst: Einsicht. Ich hoffe wirklich, Du hast sie. Dann hast Du Chancen für den zweiten und dritten Schritt.

Cha-Tu

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