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Herzinfarkt,künstliches Koma, Herzrhythmusstörung, Fieber

sRyltje#ssxi hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich benötige Bitte einen Rat von Ihnen.

Mein Lebensgefährte ist 65 Jahre alt, keine Vorerkrankungen.Nichts.

Am 8.6.2011 noch selber ins Krankenhaus gefahren und ist in der Notaufnahme einem Pfleger bewusstlos in die Arme gefallen. Wie wir später erfahren haben, hatte er Herzkammerflimmern.

Er wurde dort 45 Minuten reanimiert und in ein anderes Krankenhaus in der Stadt die darauf spezialisiert sind verlegt wurde.

Dort wurde er sofort in ein künstliches Koma verlegt und der Körper heruntergekühlt.

Am 9.6.2011 hat man ihn langsam wieder aufwachen lassen wollen, die Temperatur wurde von Stunde zu Stunde erhöht.

Mein Lebensgefährte wurde gegen 17.20 wach, als wir zu ihm kamen war er wach. Die Krankenschwester redete auf ihn ein um ihn zu beruhigen, sie sagte er solle blinzeln, das tat er auch.

Jedoch stand er so wahnsinnig dolle unter Spannung das er richtig angespannt gewesen ist. (wahrscheinlich durch die ungewohnte Umgebung, der Schlauch im Mund etc.). Um ihn zu beruhigen redeten wir mit ihm und berührten ihn und er hat uns erkannt, er hatte Tränen in den Augen.

Er wollte immer hoch kommen, als ob er uns was mitteilen wollte. Dadurch wurde die Herzfrequenz auch höher und sie gaben ihm zur beruhigung ein Beruhigungsmittel.

Der Arzt entfernte den Schlauch. Da er sich so aufgeregt hat konnten wir nich mehr zu ihm, er musste sich wieder beruhigen und erstmal zur ruhe kommen.

Am 10.6.2011 wurde er wieder ins künstliche Koma verlegt, weil er wohl beim atmen ein paar Probleme hatte.

Gestern waren wir bei ihm und da sagte uns die Schwester, er habe noch zu allem Überfluss noch Fieber bekommen (38.8°) mitlerweile ist es auf 39° hoch gegangen (er hat heute morgen eines neues Medikament gegen das Fieber bekommen), ist das so eine Art Gegenreaktion auf den Körper?

Die Ärztin sagte uns noch, das er Herzrhythmusstören habe (die Herzfrequenz lag wohl schon bei 160 ganz zum Anfang und ist durch die hohen Medikamente auf 103-106 herunter gegangen).Die Herzspitze arbeite wohl auch nicht einwandfrei und sie meinte über den Berg ist er wohl noch nicht. Das Fieber geht wohl auch nicht besonders herunter, sie überlegen ob er nicht ein anderes Medikament verabreicht bekommen soll.

Ich würde das so verstehen, da der Körper ja extrem aufgeladen und angespannt ist (so wie wenn man in eine Steckdose fasst) benötigt der Körper auch eine längere Ruhephase in dem er die ganze Spannung verarbeiten kann und sich erholen muss.(dafür das künstliche Koma). Der Körper muss ja auch noch gegen den Infekt ankämpfen und das braucht wohl seine Zeit.Ist ja wie bei einer Erkältung, sie kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage und benötige 3 Tage zum abklingen. Die Ärztin sagte auch, das sie ihn evtl. Ende nächster Woche aufwachen lassen wollen. (Vorausgesetzt der Infekt ist gut behandelt), sie würden dann auch die starken Medikamente langsam absetzen wollen.

Ich habe wahnsinnige Angst ihn zu verlieren, er ist ein Kämpfer!

Können sie mir die eventuell die Angst nehmen?

Was bedeutet dieser Befund?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen

Antworten
MLaeAraxd


Die Angst kann dir hier leider niemand nehmen, das können wir nicht. Ich denke, dass die Ärzte vor Ort das ganz gut im Griff haben, aber bedenke eben, dass es eben keine Götter sind, manchmal sind auch sie machtlos. Wir hier können dir nur virtuell Händchen halten und du kannst dich gerne hier ausquatschen. Die Situation deines Lebensgefährten medizinisch zu beurteilen ist einfach in einem Forum nicht möglich und wäre auch recht verantwortungslos. @:)

Ich schicke dir und deinem LG ganz viele Kraftsternchen! :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

aTnyBwhexre


Maerad hat sicher recht, wir können den Zustand sicher nicht aus der Ferne beurteilen, aber ich denk die Voraussetzungen für deinen Lebensgefährten sind besser als für manch anderen. Du kannst nur abwarten und ihn so oft wie möglich spüren lassen, dass er nicht allein ist!

Drück dich mal... :°_

any

l8orehnahb


hallo,

natürlich kann keiner den ausgang vorhersagen oder den momentanen zustand bewerten, das können noch nicht einmal die ärzte ganz genau. ich kann nur sagen das es mir fast genauso ging, herzinfarkt, 2mal kammerflimmern, notfall 3-fach-bypass und anschliessendes künstlliches koma mit rhythmuss-störungen,brochitis und hohem fieber!kann nur dazu sagen, das es unter der beatmung sehr häufig zu infekten und lungenerkrankungen kommt, das ist quasi fast normal..finde es nur merkwürdig das sie ihn haben aufwachen lassen obwohl er noch beatmet war..wer würde sich da nicht aufregen..allerdings ist dies auch eine folge des künstlichen komas, das sogenannte durchgangs-syndrom..man ist noch so high das es zu halluzinationen kommt. sagt ihm das!! man hat immer lichte momente dazwischen und ich glaube ich hätte es dann auch begriffen, aber wenn man dinge sieht nd die schwester bestreitet das, dann wird man so wütend..weil man ja nicht weiß das es zu halluzinationen kommen kann, das dauert auch bis zu einer woche an..so war es bei mir! vielleicht hat ihn das ja auch so traurig gemacht!

ich drücke euch die daumen und wünsche euch viel kraft für diese schwere zeit!! und redet zu ihm, es gibt vieles was im künstlichen koma zu einem durchdringt, viel auch von dem gesagten der menschen die ihm lieb sind! :)^

Cnha-xTu


Dein Lebensgefährte hatte einen sehr schweren Herzinfarkt mit Kammerflimmern, und das ist ja noch keine Woche her. Ich denke, sein instabiler Zustand ist für die erste Woche bei so einer schweren Ausgangslage noch "normal", und ich möchte mich da Lorenahb anschliessen: Redet mit ihm, streichelt ihn, das ist wichtig. Künstliches Koma bedeutet nicht, dass man total abgeschottet ist von der Wahrnehmung, sie läuft nur unterbewusst ab.

Alles Gute! Man kann auch schwere Infarkte gut überleben, und anschliessend noch viele Jahre gut leben, ich selbst bin dafür ein Beispiel.

Cha-Tu

T_inaL_23


Hallo,

ich will hier niemanden die Hoffnung nehmen, aber mein Papa hatte vor ca. 3 Monaten einen schweren Herzinfarkt, es fing in der Nacht an, nach dem ersten mal sagte er noch es wäre alles ok meine Mutter hatte ihm was zu trinken gegeben selber aufstehen konnte er nicht. Danach hat er normal weiter geschlafen. Leider kam ein zweiter Infarkt dazu früh 6 Uhr. Die Ärzte haben eine halbe Stunde gebraucht ihn wieder zu beleben haben ihn dann auch ins KH gebracht. Leider konnte ich erst wenige Tage später dort sein, bis dahin war aber alles unverändert er lag auch im künstlichen Koma. Als ich dann bei ihm war, waren die Ärzte zuversichtlich haben gesagt er würde anzeichen geben das er wach werden will. Nur leider kam der Schock schon am nächsten Tag. Er hat Krämpfe im Hirn bekommen die so schlimm waren das er nie wieder wach werden würde. Wäre er wieder wach gewurden wäre er ein schwerer Pflegefall gewurden und hätte nicht mehr mit nach Hause gekonnt :°( .

Dazu kam hohes Fieber was immer zwischen 40 41 Grad war...und weil das alles noch nicht gereicht hatte...haben dann auch noch die Nieren aufgehört zu arbeiten :°( . Da war den Ärzten klar mein Papa schafft es nicht mehr :°( .Ich kann nur sagen, wenn es euren Angehörigen passiert, gebt die Hoffnung nicht auf. Auch wenn sie im Koma liegen sie spüren es trotzdem wenn man da ist!!!

Ceha-xTu


Hallo, Tina,

das mit Deinem Papa tut mir sehr sehr leid. Ja, solche Verläufe sind leider auch möglich...

Mein herzliches Beileid.

Cha-Tu

lWorenOahxb


hallo,

natürlich gibt es auch immer noch schreckliche verläufe, aber man kann diese ja auch nicht miteinander vergleichen! dein vater ist ja erst sehr spät wiederbelebt worden, da zählt jede minute! und leider ist und bleibt es eben die todesursache nr.1! :)-

lorena

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