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Kann man von Panikattacken/Aufregung sterben?

G)allaxx01 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Frage bezieht sich auf die Panikattacken. Kann man davon sterben? Weil ja der Blutdruck und der Puls in dem Moment richtig steigt. Bei meiner letzten Panikattacke hatte ich ein Blutdruck von knapp 200/110 und einen Puls von knapp über 200.

Kann der Körper da nicht schlapp machen? Ich frage mich nur, weil ja Leute unter anderem auch Kinder schon bei einer Achterbahnfahrt gestorben sind. Da wird es evtl. auch die Angst gewesen sein?, also die Aufregung selbst, oder kann das bei einem relativ gesundem Herzen nicht passieren, wobei bei den Leuten in der Achterbahn nicht einmal eine Herzerkrankung gefunden werden konnte.

Gruß und Danke!

Antworten
Cpha-Txu


Mir ist kein Fall bekannt, dass jemand an einer PA verstorben ist. Auch Kollegen haben mir nie davon berichtet.

Gruss

Cha-Tu

G.alaxx01


Danke für deinen Beitrag.

Ich denke nur das ein schneller Blutdruckanstieg nicht unbedingt gesund sein kann. Oder aber auch ein schneller Herzschlag.

Ich meine wenn jemand vor Angst stirbt, wie auch schon wenige Male auf Achterbahnen geschehen, dann muss doch irgendwas im Körper geschehen das genau an der Stelle jemand stirbt. Ob am Rythmus oder Herzerkrankung. Und wenn in einer Opduktion nichts festgestellt wurde ist es doch interesant zu wissen durch was es verursacht wurde?

C4hak-Tu


Kurzzeitige Anstiege sind nicht bedenklich. Wenn Du schnell in den 6.Stock rennst, dürfte Dein Blutdruck und Dein Puls auch stark ansteigen, es sei denn, Du bist Spitzensportler. Und die Menschen in den Achterbahnen sterben auch nicht an "Angst", sondern daran, dass Ihre Kreislaufregulation überfordert ist und sie kollabieren Es ist von der Biologie des Homo sapiens eben nicht vorgesehen, dass er mit mehr als 100 km/h in ständig wechselnder Höhe und nahezu senkrechten "Fall" durch die Gegend rast.

Cha-Tu

HXilHfsamUöxbe


Ich weiß es zwar auch nicht, aber man kann ja schließlich auch an einem Schock sterben. Oder hyperventilieren ( – >Ohnmacht, Atemstillstand usw.)... Ich denke, es hängt stark von der Stärke/Dauer der Panikattacke und der individuellen Konstitution ab. Aber völlig ungefährlich sind Panikattacken wohl nicht!

C4ha-xTu


Nun werft jetzt mal nicht alles in einen Topf. Ein Schock hat mit einer PA nichts zu tun, er ist ein rein medizinisches Geschehen und ein medizinischer Notfall. Ein "psychischer Schock", den Du vermutlich meinst, ist kein Schock, sondern eine Belastungsreaktion und die führt niemals zum Tode.

Cha-Tu

T)ubFixl


Hallo Chatu,

deine Threads sind immer sehr interessant. Du schreibst "Kreislaufregulation". Wie ist es aber dann bei Leuten die z.B. nach dem Essen einen Panikattacke erleiden. Hier ist doch das größte Blutvolumen im Magen- Darm- Trakt. Kann´s hier nicht zum Schock kommen?

Vielleicht kennst du dich auch hier aus:

Wie lange muss ich nach dem Essen warten bis ich Sport treiben kann?

Du schreibst noch "kollabieren", ist das Ohnmacht? Wenn ja, ist es möglich davon zu sterben?

SxchlCitzaiuge6p7


In einer psychosomatischen Klinik würde der Chefarzt einen Vortrag halten und sagen, dass ein ansonsten gesunder und junger Mensch davon nicht tot umfällt.

Der Anstieg solcher Werte wird vor allen Dingen durch Kopfkino gesteuert und hineinsteigern in die Sache als solche....

In psychosamtischen Kliniken, wo nur solche Fälle behandelt werden, ist auch noch nie jemand gestorben. Dem Patienten wird im Gegenteil gesagt, er sollte wissen, dass diese Werte vom Körper allein aus physischer Sicht nicht lange aufrecht erhalten bleiben. Man solle sie einfach geschehen lassen und danach reguliert der Körper das von alleine wieder runter.... Und je öfter man dies "durchhält" , desto weniger werden solche Panikattacken.

Der Körper ist nämlich nicht blöde und die Statistik ist auch nicht angefüllt mit Menschen, die an Angst sterben.

Sonst wären auch auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt kein Soldat mehr unterwegs, wenn die Angst diese Männer sterben ließe....

Eine wirksame Behandlung kann man in einer solchen Klinik erfahren. Man muß es nur wollen....

CEhax-Tu


@ Schlitzauge:

:)= :)^

@ Tubil:

Wie ist es aber dann bei Leuten die z.B. nach dem Essen einen Panikattacke erleiden. Hier ist doch das größte Blutvolumen im Magen- Darm- Trakt. Kann´s hier nicht zum Schock kommen?

Nein. Schlitzauge hat es sehr schön geschrieben, der Körper ist doch nicht blöde. Es gibt viele interne körperliche "Notfallmassnahmen" für solche Fälle. An einer Panikattacke stirbt man nicht. Ich habe in all den Jahren meiner Berufstätigkeit noch niemals davon gehört, dass jemand an einer PA verstorben ist. Ich kenne die entsprechende Fachliteratur, ich war in mehreren Fall-Supervisionsgruppen mit Kolleginnen und Kollegen (das heisst, wir haben über Fälle geredet) und mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, dass eine PA den Tod zur Folge hatte (ich meine damit den Tod durch eine organisches Versagen; anders sieht es beim Suizid ist, da sind mir einige Fälle bekannt, in denen sich Menschen während einer PA "aus Panik" das Leben genommen haben, quasi im Affekt).

Vielleicht kennst du dich auch hier aus:

Wie lange muss ich nach dem Essen warten bis ich Sport treiben kann?

Uns wurde im Sportunterricht immer gesagt: 1,5 bis 2 Stunden sollte man warten. Aber das ist lange her, vielleicht ist die Sachlage heute anders, aber da kenne ich mich nicht aus (halte mich aber nach wie vor an die 1,5-2-Stunden-Regel).

Du schreibst noch "kollabieren", ist das Ohnmacht? Wenn ja, ist es möglich davon zu sterben?

Es kommt auf die Ursache der Ohnmacht an, aber eine Ohnmacht aus Panik (sehr sehr selten) führt sicherlich nicht zum Tod, das lassen die körperlichen Selbstschutzmechanismen gar nicht zu ;-)

Cha-Tu

S?iofnaa76


Also ich leide leider auch an Panikattacken...

Meine Psychologin hat mir in der ersten Sitzung gesagt, dass man nicht davon stirbt!

Fand ich sehr beruhigend... :)z

Seitdem steiger ich mich da auch nicht mehr so rein, sonden denk mir "Ach Köpfchen, mach doch was Du willst, es passiert doch eh nichts"... ;-D

GGalkaxX01


Hallo Chatu,

ich habe noch eine Frage. Ich leide aus familiären Gründen an hohen Cholesterinwerten möchte aber gerne trainieren und bisschen was zunehmen. Mir fehlen noch ein paar Kilos und der Trainer sagte mir ich solle Fleisch und all das Essen was Kohlenhydrate und Eiweiß hat. Letzteres hebt ja den Cholesterinspiegel hoch. Bei meiner letzten Untersuchung lag mein Gesamtcholesterin bei 280. Das klingt jetzt etwas bescheuert aber das hilft mir nun mal bei meiner Zunahme: Ich habe vor knapp drei Stunden vier Cheesb. Und ein Chickb. verdrückt Kcal dürfte bei über 1200 liegen. Nun verspüre ich Schmerzen in der Brustgegend und einen recht schnellen Puls (110 vielleicht, normal liegt meiner bei 60-70).

Ist es den denkbar, dass mein Cholesterin seit der letzten Untersuchung vor drei Monaten so hoch geschossen ist, dass ich nun einen anstehenden Herzinfarkt befürchten muss?

HYo moAsni:malxEst


Es kommt natürlich darauf an, wie exzessiv und ausdauernd die Angst (wobei dieses Wort den von mir gemeinten Zustand verharmlost) zelebriert wird und in welchem Ausgangszustand sich der Körper befindet.

Bei körperlicher Gesundheit (der eine längere physische und psychische Ruhephase voraus ging) ist der plötzliche Tod extrem unwahrscheinlich.

Anders verhält es sich jedoch bei Krankheiten, besonders bei schwerwiegenderen Formen.

Bei einer schlimmen Lungenentzündung hatte mir mein Hausarzt, der um meine sportliche Aktivität wusste, ungefragt Sportverbot erteilt mit dem Hinweis auf lebensbedrohliche Auswirkungen, und das, obwohl ich gar nicht in einem bewegungsfähigen Zustand war.

Die Krux an der Sache war jedoch meine überbordernde Angst (Schockzustände, Panikattacken, usw.), die locker zu einer wiederholten sportähnlichen Belastung führte und in meiner Verfassung in Komplikationen münden hätte können.

Ich hatte in meinem jungen Leben wahrlich schon so viele Schockzustände, dass ich meinen Körper als schockgeprüft bezeichnen würde. Nichtsdestotrotz bin ich mir dessen bewusst, dass meine Angststörung mir einmal die Tür zum Tod öffnen könnte.

HnomqoAnim)aluEst


Und je öfter man dies "durchhält" , desto weniger werden solche Panikattacken.

Mag sein, dass es sich bei mir um einen Extremfall handelt. Angst ist nicht gleich Angst, und ihre körperlichen Auswirkungen sind sicherlich individuell verschieden. Dennoch möchte ich angesichts einiger Pauschalaussaggen festhalten, dass dies sich bei mir anders verhält.

Ich denke nur das ein schneller Blutdruckanstieg nicht unbedingt gesund sein kann. Oder aber auch ein schneller Herzschlag.

Was ist gesund?. Das Leben ist ein Risiko. Dem können wir uns stellen oder auch nicht (angesprochener Selbstmord).

CahaU-Txu


ich habe noch eine Frage. Ich leide aus familiären Gründen an hohen Cholesterinwerten möchte aber gerne trainieren und bisschen was zunehmen. Mir fehlen noch ein paar Kilos und der Trainer sagte mir ich solle Fleisch und all das Essen was Kohlenhydrate und Eiweiß hat.

Fleisch hat Fett und Eiweiss, aber kaum Kohlenhydrate ;-)

Letzteres hebt ja den Cholesterinspiegel hoch.

FETT (!) hebt unter bestimmten Bedingungen den Cholesterinspiegel, aber auch das eher unwesentlich. Über die Nahrung wird der Chol.-Spiegel nur unwesentlich erhöht, die Hauptübeltäter sind Übergewicht und vor allem Bewegungsarmut. Wenn Du also Sport treibst, tust Du Dir in puncto Cholesterinspiegel etwas Gutes. Allerdings lässt sich eine familiär bedingte Hypercholesterinämie meines Wissens nach nicht allein durch solche Massnahmen lindern.

Um zuzunehmen, solltest Du nicht nur einseitig Fett und Eiweiss erhöhen. Mein Neffe ist Sportler und muss manchmal vor Wettkämpfen auch zunehmen. Er macht das mit einer ausgewogenen Ernährung, deren Schwerpunkte Kohlenhydrate sind, also Reis, Nudeln, usw. Vier Cheeseburger und ein Chickenburger zu essen, halte ich für nicht sehr sinnvoll.

Ist es den denkbar, dass mein Cholesterin seit der letzten Untersuchung vor drei Monaten so hoch geschossen ist, dass ich nun einen anstehenden Herzinfarkt befürchten muss?

Da musst Du Dich schon eine Jahrzehnte dermassen "seltsam" ernähren, oder ausschliesslich so etwas essen, bevor es zu einer Arteriosklerose kommt, die dann zum Infarkt führen könnte. Allerdings müssen da auch noch ganz andere Faktoren schief laufen, z.B. Übergewicht und/oder Raucher und/oder Bewegungsarmut usw.

Gruss

Cha-Tu

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