» »

Lungenembolie übersehen?

byigiw`i8x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits,

Es passierte am 28. Februar beim normalen Spaziergang gegen Mittag. Völlig aus dem nichts konnte ich schlagartig nicht mehr weitergehen, ich dachte ich bekomm keine luft mehr, das atmen fiel extrem schwer, dazu starke Schmerzen im Herz/Lungen Bereich und ich war definitiv sehr kurz davor ohnmächtig zu werden....das ganze innerhalb von Sekunden!

Dann bekam ich Angst!

Ich holte sofort mein Handy aus der Tasche und dachte ich muss jetzt ganz schnell unbedingt einen Notarzt anrufen, dann dachte ich das schaff ich nicht mehr ich muss wenigstens noch irgendwie schnell bei einem der Häuser, die drumherum waren anklingeln. Auch das hätte ich ganz sicher nicht mehr geschafft wenn ich in dem Moment umgekippt wäre, was glücklicherweise nicht passierte. Nach einer kurzen Zeit konnte ich weiterlaufen, allerdings auch nur eher langsam.

Ich kam bei meinen Eltern an und soweit ging es mir im Ruhezustand wieder normal, ich hab versucht mir nichts anmerken zu lassen, nicht drüber geredet und unternommen hab ich dann auch nichts weiter...irgendwie war es mir auch peinlich.

Die nächsten Tage war ich null Belastbar, wirklich null! Ich musste um von A nach B zu kommen selbst wenns nur ganz kurze Strecken waren ein Taxi rufen, normal laufen ging garnicht, immer wieder extreme Atemprobleme und Schwindel...Treppen steigen war kaum möglich.

Ca. eine Woche nach dem Ereignis wurde es kaum besser, das hat mir keine Ruhe mehr gelassen und so ließ ich mich dann in ein Krankenhaus stationieren. Dort wurde ein großes Blutbild erstellt, die Lunge geröngt, ständig Blutdruck gemessen und ein 24Std-EGK durchgeführt. Blutsauerstoff leicht unter der Norm aber sonst völlig Ohne Befund!

Danach ging ich zum Hausarzt und er meinte nach dem Befunden sei es ziemlich sicher Stressbedingt, weil ja keine körperlichen Ursachen gefunden wurden, die Wirbelsäule käme noch in Frage, ich solle mir auf jeden Fall keine Sorgen machen. Eine Magenspieglung wurde auch noch schnell durchgeführt, ebenfalls negativ. Ich hatte dann keine Idee mehr was es sein könnte und war dann auch soweit erstmal beruhigt, dass am Herz usw. alles in Ordnung zu sein scheint.

Vor ein paar Tagen bin ich dann mal durch Zufall bei den Sympthomen einer Lungenembolie gelandet und war sehr erschrocken, wieviel davon mit meinem Erlebnis übereinstimmt. Daran hatte weder ich noch irgendein Arzt bei der Behandlung gedacht oder irgendwie in Betracht gezogen (obwohl mein Onkel in ziemlich jungen Jahren genau daran gestorben ist)

Meine Frage an Euch: Ist es möglich dass mein Phantomerlebnis vielleicht eine kleine Lungenembolie war und wären dann darauf weitere Untersuchungen notwendig oder konnte man per EKG / Lungenröntgen eine LE ausschließen?

Ich bin M, 31 und habe keine bekannten Vorerkrankungen.

Danke für ein paar Einschätzungen!!!

Antworten
ssteakx86


sicher ist es möglich das deine symtome von stress ausgelöst werden können. manch einer glaubt gar nicht was stress mit einem machen kann. hats du denn viel stress (bruflich/privat)?

BJlizxzard


Hallo bigiwi80

Ich bin natürlich nur ein Laie und kann dir etwas von mir berichten; medizinisch kann ich dein "Erlebnis" nicht wirklich bewerten.

Ich hatte vor 2 Jahren (da war ich 38) ein ähnliches Erlebnis, im Hochsommer – plötzlich wie aus heiterem Himmel Herzrasen und Atemnot, Schwindel, Druck auf der Brust. Ich war allein in der Stadt unterwegs und bekam durch die Luftnot Panik, so dass ich nach einigen verzweifelten Minuten auf der Strasse per Handy einen Notarztwagen gerufen hab. Die nahmen mich mit in die Klinik – das EKG zeigte keine Auffälligkeiten außer Tachykardien. In meinem Blut wurden aber erhöhte D-Dimere

[[http://www.internisten-im-netz.de/de_d-dimere_1338.html]]

festgestellt. Als ich nachts (ich wurde stationär aufgenommen) wieder über Luftnot und Schmerzen in der Brust klagte, bestand der Verdacht auf eine Lungenembolie, und es wurde ein CT von meiner Lunge gemacht, was aber ohne Befund war.

Ich lag dann eine Woche in der Klinik, mein Herz wurde mehrfach untersucht, alles o.B., und gegen die Tachykardien bekam ich Betablocker. In meinem Entlassungsbrief stand dann, dass der Verdacht auf Lungenembolie bestand, aber weder bestätigt noch ausgeschlossen werden konnte. Meine Beinvenen wurden auch per Ultraschall überprüft, auf Blutgerinnsel, da war alles ok.

Ich weiß also nicht, ob ich nun eine hatte oder nicht. Bin übrigens schlank, ernähre mich gesund, habe noch nie geraucht.

Das Ganze hat sich Wochen später wiederholt, wieder ein paar Tage Klinik, Herz sei aber ok, letztendlich wurde ein Reizmagen diagnostiziert, der die Beschwerden im Brustkorb auslösen sollte. Von einer Embolie war da keine Rede mehr.

Lagen denn bei dir erhöhte D-Dimere vor? Ich weiß nicht, ob man im Nachhinein diese im Blut überhaupt noch feststellen kann.

Stress ist natürlich auch eine mögliche Ursache für deine Probleme :)* Mein Reizmagen beruht wohl auch auf Stress.

LG

b!igiwli80


Stress hab ich eigentlich nicht gehabt. Vielleicht kann mir ja trotzdem jemand beantworten, ob eine Embolie beim EKG ausgeschlossen werden kann. Danke!

B@liz+zaxrd


Ich schrieb doch schon, dass meine Herzuntersuchungen OHNE Befund waren. Trotzdem konnten die Ärzte nicht mit Sicherheit sagen, ob ich nun eine Embolie hatte oder nicht. Sie konnten es also anhand des EKG nicht bewerten.

SPyntaxEUrroxr


Alleine anhand eines EKGs kann man keine Lungenembolie diagnostizieren oder ausschließen, ein EKG kann da höchstens Anhaltspunkte liefern infolge der veränderten Belastung beim Pumpen.

Alleine von der Schilderung der akuten Symptome her, bitte ich dich aber, das nächste Mal dir selber den Gefallen zu tun und direkt die 112 übers Handy anzurufen, ohne dir noch groß Gedanken zu machen. Die beißen nicht wenn du da anrufst ...

bVigiJwi8x0


Hallo Blizzard, schonmal danke für deine Zeit und Mühe!

Von D-Dimere weiss ich leider nicht viel. Gehören diese denn zu einem großen Blutbild standardmäßig dazu? Dann müssten sie wohl ok gewesen sein nehm ich mal an. Ich bin ebenfalls schlank, ernähre mich ganz gut, rauche allerdings.

Ich kann mir sehr gut vorstellen dass Stress eine Menge anrichten kann und nach so einem Erlebnis leistet die Angst sicher auch noch ihren Beitrag, aber ich hatte kaum echten Stress und hab das Gefühl dass irgendwas in meinem Körper seitdem nicht in Ordnung ist. Aber die Ärzte sagten da ist nichts, also musste ich es so hinnehmen.

Wenn mir jetzt noch bestätigt wird, dass eine Embolie durch die genannten Untersuchungen ausgeschlossen werden konnte, dann bleibt glaube ich nichts richtig ernstes mehr übrig und es war wohl was harmloses. :-)

LG und einen schönen Abend!

buigQiwi80


Sorry Blizzard und danke auch an dich SyntaxError!

Sollte ich denn wenns nicht ausgeschlossen werden konnte jetzt noch weitere Untersuchungen durchführen lassen (falls ja welche?)? Sowas sollte ja wenn ich das richtig gelesen habe unbedingt behandelt werden. Oder wäre es dafür jetzt sowieso zu spät und ich hab halt einfach selbst wenn es eine war glück gehabt?

Mich wundert im nachhinein echt, dass kein Arzt auch nur ansatzweise daran gedacht hat bei den Sympthomen, die schon für mein Befinden sehr übereinstimmen, bzw. dachte ich, dass alle möglichen ernsten Ursachen üper Blutbild und EKG + Lungenröntgen ausgeschlossen wurden.

LG

Seynt>axErmror


Also, ich kann dir das jetzt nicht zu 100% sagen, weil ich den klinischen Ablauf nicht genau kenne, ich musste mich immer nur mit dem Ablauf davor beschäftigen. Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, im Zweifelsfall frage einfach nochmal deinen Arzt.

Du bist erst eine Woche nachdem du die akuten Symptome hattest ins Krankenhaus, und es wurden EKG und Röntgenbilder der Lunge gemacht. Im normalen Röntgen sieht man imho eine Lungenembolie erst nach einigen Tagen, im Akutfall wärst du je nach Krankenhaus vermutlich früher oder später durchs CT geschoben worden. Da aber zwischen erstmaligem Auftreten der Symptome und dem Krankenhausaufenthalt eine Woche vergangen ist, gehe ich davon aus, dass man zu diesem Zeitpunkt eine Embolie schon mittels Röntgen hätte sehen müssen. Und wenn im EKG Auffälligkeiten (egal was für welche) gewesen wären, gehe ich davon aus, dass die das dir im KH auch gesagt hätten. Eine richtige Embolie ist eine ernste Akuterkrankung, ähnlich wie ein Herzinfarkt, und nichts was man monatelang mit sich rumschleppt. Von daher schätze ich mal, dass du dir da jetzt keine großen Sorgen mehr drum machen solltest – vor allem wenn es dir jetzt wieder gut geht und das ganze schon mehrere Monate her ist.

b7igiwiJ80


Ja, der 4-tägige KH-Aufenthalt inklusive Röntgen und EKG begann 8 Tage nachdem das passierte und wenn sie eine Embolie dort definitiv beim Röntgen erkannt hätten dann ist ja alles super :-)

Ich wollte halt einfach mal nachgefragt haben ob sowas im nachhinein noch feststellbar wäre, gegebenenfalls behandelt werden müsste oder jetzt eh nichts mehr zur Sache tun würde!?

Wünsche eine angenehme Nacht :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH