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Reentry-Tachykardie, bin total fertig

LJittleeOne30 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

gestern Abend begann mein Herz, ohne Vorwarnung an zu rasen. Es war genau genommen nicht einmal unangenehm. Ich habe nur gemerkt, dass es das "von alleine" tut, als ob ein Schalter umgelegt worden wäre.

Nachdem ich keinerlei Einfluss auf den Pulsschlag hatte bin ich ins Krankenhaus. Dort bekam ich Tavor und Betablocker und erst dann ging er Puls unter 100. Ambulant beim Kardiologen angekommen, erklärte er mir dass ich vermutlich eine Reentry Tachydardie hatte und damit leben müsste. Zu mehr Informationen ließ er sich nicht bewegen, so dass ich noch einige offene Fragen habe.

Heißt das jetzt automatisch, dass ich das jetzt ständig wieder bekomme? Kann ich einen solchen Ausbruch irgendwie verhindern? Gibt es klassische Situtuationen, in denen so etwas passieren kann?

Ich haben den ganzen Tag nur geweint und fühle mich, durch die Medi´s von gestern auch total fertig. Gibt es denn irgendwelche positiven Berichte, wie man damit am Besten umgeht?

VIELEN DANK!!!!

Antworten
s+tteakx86


verste ich nicht, das die ärtze immer gleich zu medis greifen wenn das herz rast... ich habe auch pulse um 180 und lebe damit auch ohne medis...

sag mal wo kommt dein herzrasen her? hast du psychischen stress?

tCatfua


Lies doch mal [[hier [[http://www.eesom.com/go/X21OKD6DFBWVXJI1I7RVICHZSC0NSQ08]]]]

Das klingt doch gar nicht soo dramatisch ;-)

ttatuda


Ich versuche es noch mal diesmal nur der link

[[http://www.eesom.com/go/X21OKD6DFBWVXJI1I7RVICHZSC0NSQ08]]

LVitt0leODne3x0


Danke für Eure Beiträge! Habe mir den Link schon angesehen.. und ja. Rein pragmatisch betrachtet,gibt es sicherlich schlimmere Krankheiten. Die Unberechenbarkeit dieser Attacken und die Tatsache, dass man Dauergast in Notfallambulanzen sein wird – das ist keine tolle Aussicht :-(

Es gibt wohl ein paar Manöver, mit denen man eine solche Attacke ggf. selbst beenden kann. Mich würde interessieren, welches "Manöver" Euch am besten geholfen hat? Mein Kardiologe sagt nur, ich solle mir 2 Finger in den Hals stecken, als ob ich mich übergeben wollen würden ;-)

Ich fühle mich auch immer noch schlapp und nicht mehr so belastbar wie vor der Tachydardie. Kennt das jemand?

COha-xTu


Man kann sich auch aufs WC setzen und so pressen, als ob man "müsste".

Oder eiskaltes, kohlensäurehaltiges Wasser trinken, das hilft bei manchen (vielen) auch.

Gruss

Cha-Tu

mxince"pixe


Die Unberechenbarkeit dieser Attacken und die Tatsache, dass man Dauergast in Notfallambulanzen sein wird – das ist keine tolle Aussicht

Quatsch. Das ist angeboren, wie oft warst du bisher in der Notfallambulanz? Genau, ich auch.

Ist alles halb so tragisch – übermäßige Anstrengungen in angeschlagenem Zustand vermeiden (bei mir z.B.: mit Schlafmangel ungefrühstückt 20 Minuten flott marschieren und dann in ein Gebäude mit schlechter Luft o.Ä.) oder wenn es doch soweit kommt und man merkt, dass einem üsselig wird halt hinsetzen, am besten Beine hoch, etwas Kaltes trinken.

Ich fühle mich auch immer noch schlapp und nicht mehr so belastbar wie vor der Tachydardie. Kennt das jemand?

Das dürfte psychisch sein. :-)

PUfleg<etussi


Ich fühle mich auch immer noch schlapp und nicht mehr so belastbar wie vor der Tachydardie. Kennt das jemand?

Ich vermute stark, dass es von den Medis kommt – v.a. auf Tavor reagieren manche so.

C9ephxei


Hallo, ich kann dir nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Ich lebe bereits ca. 3 Jahre mit einer Reentry-Tachykardie. Teilweise tritt Herzfrequenz > 200 mehrmals am Tag auf, beendet sich aber nach wenigen Minuten von selbst wieder. Nicht so letzte Woche Freitag, da landete ich in der Notaufnahme mit HF 240, nach einer Stunde abwarten habe ich die Rettung gerufen. Klingt dramatisch ist es aber in Wirklichkeit nicht, die Ärzte sind auf solche Fälle gut eingestellt. Bei mir wurde die Tachykardie mit 3x Adenosin gestoppt (leider hats bei mir erst mit 18mg geklappt). Das fühlt sich zwar dramatisch an weil das Herz kurz gestoppt wird, ist aber auch schnell vorbei.

Mir wurde eine medikamentöse Therapie vorgeschlagen, ich will aber nicht mein restliches Leben Medikamente nehmen und habe deswegen einen Termin zur Herzkatheterablation vereinbart (im September). Das ist eine sehr risikoarme (meistens) permanente minimalinvasive Behandlung. Wichtig ist aber das die Ablation von einem routiniertem Arzt durchgeführt wird, am besten in einem Zentrum das auf solche Fälle spezialisiert ist.

CLep#hei


Was ich noch hinzufügen möchte: Nicht panisch werden wenn es auftritt, das gesunde Herz verkraftet die Tachykardie viele Stunden ohne Probleme und meistens hört es von selbst wieder auf. Trotzdem vorbereitet sein für einen Kurzaufenthalt im Krankenhaus falls es doch nötig sein sollte. Mein Arzt hat mir empfohlen eine Stunde zu warten und dann die Rettung alarmieren.

Die Tipps von Cha-Tu sind auch sehr gut und helfen in Wirklich vielen Fällen. Generell sollte man auf seinen Lebensstil achten, gut ausgeschlafen und entspannt sinkt die Wahrscheinlichkeit das eine Tachykardie ausgelöst wird.

Letzten Endes wirst aber auch du dir irgendwann die Frage stellen müssen wie du das Problem löst. Ich habe (rückblickend) viel zu lange gewartet mit der Entscheidung zur Ablation. Aber alles der Reihe nach, zuerst würde ich an deiner Stelle die nichtinvasiven diagnostischen Möglichkeiten durchlaufen. Ich hab mich dafür 3 Tage in ein Krankenhaus gelegt das darauf spezialisiert ist. Wenn alles abgeklärt ist und es handelt sich tatsächlich um eine Reentry-Tachykardie wird man dir wahrscheinlich eine medikamentösen Behandlung (zB Flecainid oder Propafenon) oder Ablation vorschlagen.

DzwaHg~gixe


Hallo!

ich habe ebenfalls vor ein paar Wochen eine Reentry-Tachykardie diagnostiziert bekommen, da hatte ich einen Puls von ca. 210/min und mir wurde dabei ganz schlecht.

Solche Attacken hatte ich ca. 2-3 mal davor, aber nur über ein paar Sekunden bis wenige Minuten.

Generell habe ich schnelles Herzklopfen öfter, aber so nicht.

Als ich den "schlimmen" Anfall hatte wurden meine Arme und beine ganz taub und schwer/kribbelig, dann fing das Herz an, zu "blubbern", also kurz nicht mehr klar zu schlagen, sondern fast schon gefühlt zu schwabbeln. Da habe ich so Panik bekommen, dass ich die Rettung angerufen habe...

bis der RTW dann kam, war das ganz schlimme schon vorbei, aber ich hatte noch Puls 130 und auch nach gabe von Betablockern ging er die ganze Nacht nicht unter 90.

Bei mir war allerdings nie die Rede von "aushalten" oder "damit leben", sondern relativ von Anfang an von einer Katheterablabtion... -ablation... ich weiß nicht, wie man das schreibt...

Mein Papa hatte das gleiche, aber bei ihm trat das erst vor ca. zwei Jahren auf, bei ihm war es aber so schlimm, dass er zweimal in Narkose geschockt werden musste, weil die Tachykardie nicht medikamentös verschwunden ist...

Gestern hatte ich noch einen kleinen Trip ins Krankenhaus, weil ich einen neuen Anfall hatte und ich sehr nervös auf soetwas reagiere. Mir war vom Kreislauf her wieder schlecht (heiß/kalt, Schwindel, Panik, Schweregefühl) und nachdem ich ganz alleine wohne und niemanden kenne, wars halt zum zweiten Mal der Krankenwagen.

Seit 3 Wochen nehme ich Bisoprolol (2,5 Mg, eine halbe frühs, eine halbe abends, weil ich Asthmatiker bin und es so besser vertrage) und Magnesiocard (10 mmol), da ich anscheinend einen Mangel hatte.

Hat jemand Erfahrung mit einer Katheteruntersuchung?

Ich habe sehr, sehr große Angst davor, auch wenn ich überall höre, dass die Untersuchung und die Ablation... Ablabtion dingenskirchen relativ Risikoarm sein soll...

aber die stecken einen Draht in mein Herz, während ich zukucken muss und machen da Sachen mit Strom kaputt :-(

Mein Papa ist da ziemlich cool drauf, der fand das spannend, da zuzukucken und hat sich nicht so gefürchtet...

ich bin leider eine schreckliche Mimose und dreh fast am Rad, wenn ich nur daran denke...

Andererseits habe ich die Hoffnung, dass ich danach nicht mehr so oft Panikattacken haben muss und mein sowieso dauerhaft leicht erhöhter Puls (bei normalem Blutdruck) sich normalisiert.

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