» »

Herz und Bass

T8u4bi;l hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ist Bass schädlich fürs Herz? Ich war in einer Disko,er Bass war sehr laut und ich habe

HRS bekommen. Bin dann fluchtartig raus gelaufen. Da ich selbst immer wieder

Extrasystolen (VES,SVES und SALVEN) habe, habe ich es schwer mich bei sowas abzulenken.

Im Inet habe ich dann gelesen, dass ein junger Mann Herzrasen in einer Disco bekommen hat

und kurz darauf an einem PHT gestorben ist.

Geht das ohne Weiteres? Ich habe selbst einen Mitralklappenprolaps.

Gruß

Antworten
Kturt )SchmVidxt


Hallo Tubil,

Sie sollten mit Ihrem Arzt die Frage nach Antiarrytmika besprechen.

Gruß

sfc'hna[tteOrgus4che


Rhythmische Geräusche haben eine starke psychische Wirkung. Besonders bei niedrigeren Frequenzen (Bässe) kommt es zu stärkeren Schwingungen durch Resonanzen im Körper.

Diese Reaktionen kann man auf verschiedene Weise ausnutzen. Der Psychologe Arnd Stein produziert Entspannungs-CDs, die von einem Sekundentakt getragen werden. Der Körper stellt sich unbewußt darauf ein. 60 Herzschläge in der Minute ist der Ruhepuls.

Ein anderes Beispiel ist das schamanische Trommeln, mit dem Menschen durch rhythmische Klänge bis zum Trance geführt werden. Es lassen sich damit auch Heilungsprozesse im Körper anstoßen. Wenn im Gehirn Wellen zwischen 13 und 21 Hz dominieren, ist das der normale Alltagszustand, auch Beta-Zustand genannt. Wenn die Frequenz der Gehirnwellen auf unter 8 Hz sinkt (Theta-, unter 3 Hz Delta-Zustand), werden die Selbstheilungsvorgänge gefördert. Dann "scannt" das Gehirn den Körper, um durch die Reaktion mit entsprechenden Botenstoffen die Reparatur anzuregen.

Deine Reaktion, rauszulaufen, war also vollkommen richtig. Es waren wohl eher die Rhythmen, die Dich zusammen mit dem Schalldruck in Alarm versetzt haben. Die Bässe bewirken, dass man die Quelle kaum ausmachen kann. Es vibriert einfach alles, und nur der Kopf weiß, dass es aus den großen Boxen kommt.

Dieser Alarmzustand kann dann bei Dir zu Extrasystolen geführt haben. Die sind im allgemeinen ungefährlich. Auch ein Mitralklappenprolaps muß nur selten behandelt werden. Wenn ES regelmäßig durch Ängste ausgelöst werden und damit weitere Ängste auslösen, ist eine Psychotherapie zum Umgang mit Ängsten sinnvoller. Die können viel gefährlicher sein als Arrhythmien. Dazu führen auch [[http://bit.ly/rfrORI Geschichten aus dem Internet]].

TXubxil


Guten Morgen,

danke für eure Beiträge!

@ schnattergushe

woher kennst du dich so gut aus?

Aber kann es dann wirklich sein, dass durch den Bass der RS so sehr gestört wird, dass

man daran stirbt. Aus dem Beitrag den ich gelesen habe stand der junge Mann genau vor der Box

worauf er Hrasen bekommen und einen PHT erlitten hat.

srchn|atterguscxhe


Ich habe mich lange Zeit damit beschäftigt. Meine Ingenieurarbeit vor 21 Jahren war ein Langzeit-EKG-System, mein Hauptthema der Prüfung Herzschrittmacher. Mit den psychologischen Aspekten habe ich mich in den letzten 15 Jahren näher befaßt, mit den Prinzipien der Selbstheilung erst seit etwa 8 Jahren.

Aber kann es dann wirklich sein, dass durch den Bass der RS so sehr gestört wird, dass man daran stirbt.

Der Bass steht da nicht im Vordergrund. Es ist eher der Rhythmus. Der Körper hat seine Grundschwingung. Dann kommt von außen eine andere dazu. Das natürliche Verhalten ist die Anpassung. Weil aber der Lärm aus den Boxen sich nicht den Besuchern anpaßt, müssen sich die Körper der Besucher den Rhythmen aus den Boxen anpassen. Das kann durchaus angenehm sein. Man wird "beschwingt", das "Tanzbein zuckt"... man fühlt sich einfach wohl. Aber es kann eben auch in einen Kampf der beiden "Systeme" ausarten. Sicher kennst Du das, dass Dir manche Musik manchmal gefällt und dann wieder auf den Senkel geht. Du wirst selten ältere Leute in der Disco finden. Ihr Grundrhythmus hat sich verändert. Leute, die sich diesen Discorhythmen anpassen wollen, weil es ihnen ein jugendliches Gefühl wiedergibt, haben dagegegn keine Probleme damit. Da entscheidet ganz einfach der Kopf zwischen "will ich" und "will ich nicht", zwischen Hingabe und Auflehnung.

Die Lautstärke spielt dabei die Rolle des Kämpfers. Lautstärke ist Schalldruck, also eine Kraft. Der Bass ist eher der gewiefte Taktiker dabei. Er erzeugt tiefe Schwingungen und breitet sich dadurch diffus aus. So läßt sich die Schallquelle weniger leicht erkennen. Beides zusammen erzeugt die Manipulation. Auch wenn der Körper dem Zwang der Rhythmen ausweichen will, wird ihm das dadurch erschwer, dass er nicht erkennen kann, wohin er sich bewegen müßte zum Ausweichen. Es scheint ja von überall zu kommen.

Wenn der junge Mann einen plötzlichen Herztod erlitten hat, kann das daran liegen, dass seine Ängste zu groß wurden. Vielleicht hat er einen kurze Aussetzer oder eine Extrasystole bemerkt und darauf panisch reagiert. Oder es war eine direkte mechanische Einwirkung durch die große Lautstärke. Das Herz wurde beim Pumpen blockiert. Etwa so, wie man jemanden auch umbringen kann, wenn man an ihm die aus der Ersten Hilfe bekannte Herzdruckmassage ausführt, obwohl sein Herz schlägt.

T`ub,ixl


ja das ist richtig, ich habe bei meinem Herzaussetzern auch mit Angst reagiert. Das ist echt super erklärt. Auch den Link oben habe ich gelesen. Sollte ich ernsthaft zu Herzen nehmen. Ich benutze das Internet ebenfalls als "Cyberdoktor" hehe.

dass seine Ängste zu groß wurden. Vielleicht hat er einen kurze Aussetzer oder eine Extrasystole bemerkt und darauf panisch reagiert.

Ich selbst musst vor Jahren eine Therapie machen weil ich immer wieder Panisch auf die ES reagiert habe. Damals hatte ich immer wieder Panikattacken und mein Arzt sagte mir, dass eine PA nicht umbringt. Ist es hier dann die Kombi aus Angst, Panik und dann die Musik die einen Menschen umbringen kann?

sechn4atteGrgZuscxhe


So ist es. Das Herz versagt dann nicht, weil es kaputtgeht, sondern weil die Angst es lähmt. Wenn das gelegentlich mal passiert, ist es nicht weiter tragisch. Man sagt auch, dass vor Angst das Herz stehengeblieben ist. Oder dass es in die Hose gerutscht ist. Wenn man dann aber Panik entwickelt und so sehr gelähmt ist, dass die Pumpe nicht wieder in Gang kommt, dann wird es tatsächlich eng.

Deshab ist es wichtig, mit Angst umgehen zu lernen. Wer sie auflösen kann, hat gute Karten. Die meisten Krankheiten lassen sich auf irgendeine Form von Ängsten zurückführen. Das, was dann medizinisch als Ursache erkennbar wird, ist bereits eine Folge der Angst.

soteabkx86


Hallo. Ich habe dieses Thema hier mal verfolgt und denke, das mein Problem hier gut reinpasst:

Ich habe seit Februar 2011 eine Herzneurose und mein Kopf denkt sich immer wieder was neues aus, was mit meinem Herzen denn alles nicht in ordnung sein könnte. Obwohl mich 7 Ärtze untersucht haben und ich mehrere Langzeit EKG´s sowie Ruhe EKG´s hatte, auch das Herzecho war ohne Befund. Ausser das ich SVES VES und Sympatikothonie habe.

Seit einiger Zeit habe ich, wenn ich Herzrasen habe immer so ein Komischen Gefühl, bzw "zwischenschläge". Ich beschreibe das mal so, mein Herz rast (so 140-180 schläge) und in diesem Rasen kommen dann 3-4 ganz langsame aber kräftige schläge die ich dann auch im ganzen Körper merke und nach diesen schlägen geht es dann weiter mit dem rasen. Wo das Herzrasen Herkommt weiß ich nicht genau, das sind immer situationen wenn ich Aufgeregt bin.

Was kann das sein? Das es Extrasystolen sind, denke ich nicht, da sich diese "Zwischenschläge" vollkommen anderes anfühlen, eigentlich wie ganz normale Herzschläge, nur langsamer und Kräftiger. Leider hatte ich diese "zwischenschläge nicht, wärend ich die langzeit EKG´s getragen habe.

Ich bin in Psychiologischer Behandlung, eigentlich wegen Dsythemie, aber es stellt sich wohl eine Angsstörung herraus, ch war erst bei einer sitzung.

s/chnat@tergusOcxhe


Vielleicht hilft es Dir, diese Zwischenschläge mal als Versuch des Herzens zu verstehen, die natürliche Ordnung wiederherzustellen. Wenn es rast, dann pumpt es und pumpt und pumpt und läuft eigentlich im Leerlauf. Aus diesem falschen Rhythmus kann es rauskommen, indem es ihn mit kräftigen Schlägen unterbricht.

Als Kind hast Du es vielleicht ähnlich erlebt. Im Laufe ihrer Erfahrungssammlung kommen wohl alle Kinder an den Punkt, dass sie quengeln. Mama, ich will dies, Mama ich will jenes. Und spielt Mama nicht mit, geht das Kind zum Papa. Die Eltern sagen Nein, aber das Kind quengelt weiter. Bis dann einer laut wird und einen Brüller losläßt. Dann heult das Kind, aber das Quengeln hat es vor Schreck vergessen. :-D

Ich kann aus meiner Erfahrung nur raten, sich nicht mit den möglichen Krankheiten abzugeben, sondern Muster für den Umgang mit den Symptomen zu erarbeiten. Seit der Pubertät bis etwa Mitte 20 hatte ich immer wieder Kreislaufprobleme. Nicht einfach mal Extrasystolen, sondern mein Herz hat ausgesetzt und manchmal bin ich bewußtlos umgefallen. Dann habe ich etwas über Yoga-Atmung gelesen und wie man damit den Sympathikus und den Parasympathikus beeinflussen kann. Diese Atmung habe ich so lange geübt, dass ich gar nicht mehr bewußt daran denken mußte. Wenn der Herzrhythmus aus dem Gleichgewicht geriet, hat mein Körper von selbst auf diese Weise gegengesteuert. Deshalb kann ich auch nicht sagen, wann ich diese Aussetzer losgeworden bin. Auf alle Fälle noch vor meinem 30. Lebensjahr.

... und mein Kopf denkt sich immer wieder was neues aus, was mit meinem Herzen denn alles nicht in ordnung sein könnte.

Das ist typisch für Ängste. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Ängsten. Die einen sind eine Reaktion auf eine reale Gefahr, vor der sie uns bewahren, indem sie unsere Aufmerksamkeit erhöhen. Vor dem Abgrund sucht man sich einen Halt, um nicht abzustürzen. Die anderen sind die Reaktion auf eine Gefahr, die wir uns selbst ausdenken. Diese Ängste erhöhen nicht die Aufmerksamkeit, sondern die Konzentration auf das imaginäre Ereignis. Sie lähmen uns. Dabei geht es immer um Ereignisse in der Zukunft. Oft stützen wir uns dabei auf die Erfahrungen in der Vergangenheit oder Informationen über Erfahrungen anderer Leute in der Vergangenheit. Aber die Angst entwickeln wir für die Zukunft. Angst vor Wiederholung der vergangenen Ereignisse oder Angst vor dem Eintreten ausgedachter Szenarien. Nur vor der Vergangenheit selbst und auch vor der Gegenwart hat niemand Angst.

Über die Zukunft hat unser Kopf keine wirklichen Informationen. Diese Lücke versucht er, mit seiner Fantasie auszufüllen. Wer gelernt hat, ganz bewußt zu akzeptieren, dass er keine solchen Informationen hat, wird diese Ängste überwinden. Sie sind behindernde Motivationen, also Demotivationen. Man kann sie aber auch in förderliche, echte Motivationen umwandeln. Wer verstanden hat, dass er mit dem gleichen Recht, das ihn die Informationslücke mit negativen Gedanken füllen läßt, sie auch mit positiven füllen kann, wird vom Pessimisten zum Optimisten. Denn er geht viel offener und unverkrampft auf die Zukunft zu. So ist er auch in der Lage, mit dem, was ihn da tatsächlich erwartet, besser umzugehen.

sUteaxk86


ach schnattergusche, ich könnte dich umarmen für deinen Beitrag! :)= :)= :)= :)= :)= :)=

Also bist du der meinung, das diese zwischenschläge nicht gefährlich sind? Ich hatte da nämlich schon gleich angst als ich gelesen habe ("Das Herz versagt dann nicht, weil es kaputtgeht, sondern weil die Angst es lähmt. Wenn das gelegentlich mal passiert, ist es nicht weiter tragisch. Wenn man dann aber Panik entwickelt und so sehr gelähmt ist, dass die Pumpe nicht wieder in Gang kommt, dann wird es tatsächlich eng." ), das es solch eine Reaktion ist wenn mein herz diese "Zwischenschläge" macht.

s3chnantteCrgu%sche


Also bist du der meinung, das diese zwischenschläge nicht gefährlich sind?

Ich bin kein Arzt und stelle keine Ferndiagnosen. Ich stelle gar keine Diagnosen außerhalb der Welt der bits und Bytes. ;-) Es ist ganz sicher nicht verkehrt, wenn Du Dir die Meinung von Fachleuten einholst. Aber das hast Du schon gemacht, und wenn ich es richtig verstanden habe, konnten 7 Spezialisten nichts finden. Mir würde das schon zu sehr großer Ruhe verhelfen.

Und trotzdem ist da ja noch etwas. Das läßt sich nicht so einfach vom Tisch fegen und ignorieren. Ich bin ein eher pragmatischer Typ. Wenn ich etwas nicht ändern kann, versuche ich damit umzugehen. Manchmal ändert es sich dadurch sogar. :-) Oder es verstärkt sich so, dass endlich ein Fachmann etwas damit anfangen kann. Dann habe ich lieber eine schlechte Diagnose als gar keine. Wenn aber auch die Symptome verschwinden, weil die Angst vor ihnen weg ist... hmmm, worum geht es denn dann überhaupt noch? ":/ :=o

s@teaxk86


das ist halt mein Problem, ich kann damit nicht umgehen, wie gesagt, stecke in einer herzneurose und werde psychiologisch betreut. Schon nach der ersten sitzung hat mein psychiloge gesehen, das ich es extrem ängstlich bin, was die zukunft betrifft.

Auch bin ich nicht wirklich optimistisch und neige dazu alles schlecht zu reden bzw vor allem was passieren könnte angst zu haben. Das es nichts gefährliches sein kann, was ich mit meiner Herzen habe, müsste mir eigentlich schon klar sein, wenn was sein würde, dann wäre ich doch schon längst umgefallen oder sonst was (ich habs seit feb 2011), aber es ist noch nie was passiert, ausser das ich immer Angst bekomme wenn ich mal extrasystolen habe und so wieter.

sVchnaattRerg?uschxe


Deshalb wird es in der Therapie auch nicht um Dein Herz gehen. Dem geht es sicher besser als Dir insgesamt. Es wird um die Ängste gehen und Deinen Umgang mit ihnen. Du mußt nicht krank sein, kannst Dich aber krank denken. Natürlich nicht absichtlich. Aber einfach durch ungeeignete Denkmuster. Der erste Schritt ist, zu akzeptieren, dass sie da sind. Erst dadurch kannst Du diese Muster auch korrigieren. Das wirkt sich dann nicht nur indirekt auf Dein Herz aus, sondern auf Dein ganzes Leben. Herzlichen Glückwunsch dazu, dass Du in Therapie bist. Und viel Erfolg dabei!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH