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Kreislaufabsturz und Ohnmachtsanfälle

Dqann0y8x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

ich will jetzt nicht irgendwie pushen oder so aber die bereits bestehenden Threads über Kreislauf haben mit meinem Problem leider nichts zu tun, also erstele ich einfach mal einen neuen.

Also ich bin nicht empfindlich in sachen Blut, Spritzen oder OPs. Ich schaue auch zu wenn an mir rumgedoktert wird. Nun hatte ich vor 2 Tagen eine Sklerosierung meiner Varikozele und man musste mir morgens Blut abnehmen. Ich hatte an dem Morgen nur einen Kaffee getrunken und sonst nichts, war also fast nüchtern. Außerdem war es ziemlich Warm/Schwül draußen und ich bekomme schnell warm.

Jetzt war der junge Mann gerade fertig mir im Sitzen das Blut abzunehmen und wollte gerade die Spritzen weglegen als ich mich mit den Worten: "Mir wird gerade schlecht" meldete und mir schwummerig im Kopf wurde. Zack, Ohnmacht. Der junge Arzt scheint cool reagiert zu haben und ich war Sekunden später wieder da. Allerdings sehr verwirrt im Kopf (wusste nicht wo ich war und habe kein Gesicht erkant) und Blass (Asch-Grau sagte der Arzt und meine Freundin sagte es hätte was von Leichenblässe gehabt). Der Arzthelfer hat mir sofort eine Zuckerlösung, an die bereits gelegte Kanüle, gemacht.

Als sie mich dann in mein Zimmer einschreiben wollten habe ich dann ein Brötchen gegessen und mir war bei weitem besser. Durch die Zuckerlösung hatte ich nach dem Essen auch einen Blutzuckerwert von 153.

Dann folgte die Op bei der ich zu Anfang ein wenig aufgeregt war (puls ging auf 101 rauf) und im späteren Verlauf immer ruhiger wurde (Puls nur noch auf 79 – 83). Ich durfte dabei zusehen wie sie mir den Katheter in die Beinvehne legten und ihre Instrumente durchschoben. Auch konnte ich die OP auf dem Bildschirm verfolgen in form von Live Röntgenbildern (oder eher video). Bei mir war soweit alles in Ordnung, Blutdruck und Puls optimal. Dann wurde die betroffene Stelle gefunden und mit Alkohol behandelt (der Chirurg sagte mir das sei das gleiche Zeug was die Jungen sich letztes Jahr in der Türkei reingeschüttet haben). Nachdem er die 4. Ampulle reingejagt hatte hängte er nummer 5 an und sagte: "Es könnte Ihnen jetzt langsam warm werden und sie schwitzen wie in einer Sauna", und damit hatte er recht. Unter dem OP Laken wurde mir richtig heiß und ehe ich mich versah wurde mir wieder schwindelig und ich konnte noch sagen "Ich werd ohnmächtig". Das letzte was ich mitbekommen habe war das der Arzt mir die Hände auf Herz legte und pumpte. Als ich wach wurde stand das komplette OP Team mit aufgerissenen Augen neben mir. Der Arzt erkundigte sich wie es mir ginge und nachdem ich ihm bestätigte das ich wieder obenauf bin machte er weiter wie gehabt. Nachdem er fertig war schob man mich aus dem Op und der Arzt erklärte mir das ich gerade eine sehr heftige Reaktion auf die OP hatte wie er sie schon seeeehr lange nicht mehr gesehen hatte. Er hat mir sofort Athropin (oder so) gespritzt und mich nach unserem Gespräch in den Aufwachraum zur Untersuchung geschickt hat. Dort haben die Ärzte dann nur noch Topwerte gemessen. Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung waren alle im normal bereich.

Später bei der Visite sagte der Arzt mir das es nicht normal sei das man während einer Sklerosierung so heftig reagiert und in Ohnmacht fällt.

Meine Frage ist: Kann es sein das ich Probleme mit meinem Kreislauf habe, zumal es nicht das erste mal ist das mir so etwas passiert.

Vorgeschichte:

Meine erste Ohnmacht hatte ich als ich knapp 39,8°C fieber hatte und in der Apotheke stand.

Meine zweite Ohnmacht hatte ich auf dem Bau als ich mir an einer 150kg Palette den finger eingeklemmt hatte und unter schmerzen weiter arbeitete.

Meine dritte Ohnmacht hatte ich beim Blutspenden nach 480ml weil ich zu wenig gegessen und getrunken hatte.

Jetzt waren das ja ausnahmesituationen in denen ich verstehen kann warum mein Körper die Ohnmacht anordnete, aber die jüngsten Ereignisse geben mir einige Fragen auf.

Zweite Frage: Ist es normal Athropin gespritzt zu bekommen oder ist es ebenso eine Ausnahme?

Dritte Frage: Warum stand der Arzt sekunden vor meiner Ohnmacht über mir und legte mir die Hände auf die Brust als wollte er mich reanimieren? Kann es sein das eine Ohnmacht mit einem kurzzeitigen Herzstillstand gleichkommt, also die Symptome die gleichen sind? Ich konnte leider nicht mehr hören was er sagte.

Ich habe mir auf Anraten der Krankenschwester jetzt ein Blutzuckermessgerät bestellt um meine Werte im Auge zu behalten da es in meiner Familie mehrere Typ I wie Typ II vorkommen gibt und sie meinte mein Kreislauf könnte deswegen auch stark belastet werden.

Ich danke euch im Vorraus für die Hilfe

Antworten
Pyrinze?ssin_


Hallo,

So wie du das beschreibst wird das eher eine Synkope gewesen sein. Atropin wird sowohl bei Herzstillständen, als auch bei Bradykardien (zu niedrige Herzfrequenz) eingesetzt.

Hättest du wirklich einen Herzstillstand gehabt, dann wärst du mindestens auf eine Überwachungsstation (Intermediate Care) gekommen, damit man deine Frequenz unter Monitoring beobachten und dementsprechend handeln kann.

Es kann auch gut sein, dass du auf das Medikament reagiert hast.

Sollte das nochmal vorkommen würde ich das kardiologisch abklären lassen.

*:) Gute Besserung

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