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Darmprobleme durch Beta-Blocker?

n~orMax2 hat die Diskussion gestartet


Meine Tochter (17) muss wegen ventrikulärer Tachykardie Beloc-Zok retard 95 mg einnehmen. Ihre Herzbeschwerden sind dadurch so gut wie weg.

Seit einigen Jahren leidet sie aber auch an heftigen Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Blähungen, Verstopfung, krampfartige Schmerzen). Ich kann mich an den Beginn ihrer Verdauungsprobleme nicht mehr erinnern. Die Ärzte in der Uni-Klinik konnten keine organische Ursache finden und sagten, sie hätte ein Reizdarm-Syndrom.

Mittlerweile wird ihr Tagesablauf so sehr von den Symptomen bestimmt, dass ihre Lebensqualität enorm beeinträchtigt ist. Es gibt viele mögliche Ursachen und genau so viele Lösungsansätze. Wir haben auch noch keinen Arzt in unserer Nähr gefunden, der wirklich Interesse hat, meiner Tochter zu helfen und sich mit dem Thema auskennt.

Könnte es vielleicht sein, dass ein Beta-Blocker wie Beloc-Zok derartige Reizdarmprobleme verursacht? Der Kardiologe meiner Tochter sagt dazu: Nein!

In der Packungsbeilage von Beloc-Zok steht allerdings bei den Nebenwirkungen:

"Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100) können vorübergehend Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Leibschmerzen, Verstopfung oder Durchfall auftreten."

Hat jemand Erfahrungen mit dem Medikament und kann mir etwas über Nebenwirkungen sagen?

Danke im Voraus.

Grüße von

Nora2

Antworten
K;urgt Scwhmidxt


Hallo Nora,

wenn der Kardiologe noch nicht einmal den Inhalt des Beipackzettels kennt, sollten Sie überlegen, den Arzt zu wechseln.

Gruß

Czha-xTu


Hallo, Nora,

das Problem ist, dass Deine Tochter eine sehr schwere Herzrhythmusstörung hat, eine Kammertachykardie MUSS behandelt werden. Eine Alternative zur medikamentösen Behandlung wäre der Einsatz eines Defibrillators, auch darüber sollte zusammen mit dem behandelnden Arzt (Kardiologe!) zumindest einmal nachgedacht werden.

Ich würde Dir dringend raten, mit ihr einen hervorragenden Kardiologen (an einem der deutschen Herzzentren!) aufzusuchen, damit sie optimal eingestellt wird, und zwar so, dass auch ihr Darm das verträgt. Es gibt sicher Alternativen zu Betablockern. Wenn sie wirklich eine ventrikuläre Tachykardie hat, ist meines Wissens nach ein Betablocker NICHT das Mittel der Wahl...

Alles Gute

Cha-Tu

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