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Aortenklappenersatz

Hqeik`o SiebMerxt hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Bin neue hier und möchte mich erstmal vorstellen ! Ich 42 Jahre alt und benötige wohl eine neue Herzklappe . Das kuriose ist das ich mit meiner jetzigen überhaupt keine Beschwerden habe. D.h. weder Atemnot noch Schmerzen oder sonstiges nur mein Puls war ein wenig hoch(nicht aber der Blutdruck) .Nun habe ich sämtliche Voruntersuchubgen hinter mir einschl. Herzkatheter, werde heute entlassen um auf einen Termin zum Klappenersatz zu bekommen

Und ich habe gelinde gesagt eine Scheiss Angst davor

Antworten
CihaO-TSu hat geantwortet


Hallo, Heiko,

das kann ich verstehen.

Wurdest Du in einem Herzzentrum untersucht?

Was für eine OP ist geplant, eine "grosse" (mit Brustkorböffnung) oder eine nicht-invasive (durch Katheter)?

Hast Du Dir eine zweite Meinung eingeholt?

Warum empfiehlt man Dir trotz Symptomfreiheit eine OP?

Lieben Gruss

Cha-Tu

K,urt SFchmxidt hat geantwortet


Hallo Herr Siebert,

Sie sollten die gemessenen Werte einem Kardiologen vorlegen, der eine Zweitmeinung abgeben kann. Dies wäre auch im Internet möglich.

Gruß

g!rottxche hat geantwortet


Auch ich kann sofort verstehen daß du Angst vor der OP hast.

Ich habe eine Mitralklappenrekonstruktion gemacht bekommen. Allerdings war ich keineswegs mehr beschwerdefrei.

Wenn eine OP empfohlen wird, obwohl du keine /kaum Beschwerden hast (der erhöhte Puls gehört da irgendwie dazu für mich) sind sie in der Klinik sicher der Überzeugung, daß du jetzt noch gute körperliche Bedingungen hast für die OP was natürlich auch für die Heilung gut ist.

Bei mir war das damals nicht der Fall – und ich würde mir heute noch wünschen, daß die OP stattgefunden hätte ohne die großen, schlimmen Beschwerden.

Auch für meine nächste OP die irgendwann ins Haus steht – den endgültigen Mitralklappenersatz – wünsche ich mir, daß es rechtzeitig erkannt wird.

Aber letztendlich könnten nur die Ärzte, die die OP befürwortet haben dir sagen, warum sie die jetzt schon machen möchten.

Eine zweite Meinung muß allerdings nicht verkehrt sein – wenn du unsicher bist, würde ICH dir auch das einholen einer zweiten Meinung empfehlen.

H eiko SiPeberxt hat geantwortet


Wurde im Herzzentrum Bad Berka Untersucht . Ja der Brustkorb soll geöffnet werden,wie gesagt ich habe keine Beschwerden nur der Pulsschlag war zu hoch das wurde aber mittel medikamenten gergelt

Nun darf ich mich nichtmehr belasten mache das mal wir haben ein grosses Haus eine zweijährige Tochter 2 Pferde und sind mit einem Taxibetrieb selbständig

C`ha-xTu hat geantwortet


Nun, wenn Du Dich ärztlicherseits nicht mehr belasten darfst, dann liegt da schon ein gravierender Schaden vor, auch wenn Du keine Symptome hast. Ich hatte vor meiner Herzerkrankung auch keine Symptome, die ich aufs Herz geschoben habe...

Und wenn die Ärzte Dir das so dringend anraten, Dich nicht zu belasten, dann würde ich das auch tun, denn das hat seinen Grund...

Alles Gute

Cha-Tu

H=eiko S)ieb$exrt hat geantwortet


Natürlich halte ich mich an den Rat der Ärzte nun warte ich auf einen Termin das kann im Nov jedoch auch im Januar werden.Kann jemand sagen wie eine solche OP abläuft und welche Risken mit Ihr verbunden sind wie lange es dauert bis man wieder zu Hause ist?

Wäre sehr nett wenn ich diesbezüglich Auskunft bekäme

CLh?a-Tu hat geantwortet


Hallo, Heiko,

es kommt da auch viel auf Deine Fitness und Dein Alter an.

Der Brustkorb wird geöffnet, das Herz "still" gelegt, man wird an eine Herzlungenmaschine angeschlossen, die dann Deine Vitalfunktionen übernimmt. Die OP dauert 2-3 Stunden, manchmal kürzer, manchmal länger. In wenigen Zentren wird heute auch schon am schlagenden Herzen operiert, d.h. man umgeht die Herzlungenmaschine bzw. sie muss nur kurze Zeit eingesetzt werden. Das ist aber (leider) noch nicht Standard.

Nach der OP bleibt man 1-2 Tage auf der Intensivstation, danach geht es auf die Normalstation. Bereits am ersten Tag nach der OP wird man "mobilisiert", d.h. man muss aufstehen und mit Hilfe eines Krankengymnastin oder eines Krankengymnasten muss man sich "bewegen". Natürlich langsam und wenig, aber die Mobilisierung beginnt sehr sehr schnell. Was auch gut ist.

In den ersten Tagen tut der Brustkorb weh, aber das ist aushaltbar, zumal man grosszügig mit Schmerzmitteln versorgt wird. Allerdings kann er bei Husten schon recht weh tun, daher ist es wichtig, dass man zum Zeitpunkt der OP keinen Husten hat. Solltest Du rauchen, so wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, damit aufzuhören, auch, um diesen sehr unangenehmen Husten zu vermeiden.

Nach 10-14 Tagen geht es meistens in die Reha. Solltest Du eine solche nicht wünschen (die aber sehr lohnenswert wäre!), geht es nach Hause.

Das alles gilt für den Fall, dass alles normal abläuft, was ja bei den meisten der Fall ist. Selbstverständlich kann es Komplikationen geben, die Genesung kann länger dauern als geplant, aber Du scheinst noch jung zu sein, und hoffentlich auch fit, ich denke, dann wird es bilderbuchmässig ablaufen.

Ich selbst wurde noch nicht am offenen Herzen operiert, aber ich habe über 10 Jahre eine Herzsportgruppe mit geleitet und kenne daher viele Herzoperierte. Ich selbst habe zwei Infarkte hinter mir, zahllose Katheter-Untersuchungen und auch mehrere Ballon-Dilatationen am Herzen.

Wenn noch Fragen sind: Nur raus damit...

Cha-Tu

H9eikoO Si!ebert hat geantwortet


Rauchen habe ich aufgehört fit bin ich soweit ich es beurteilen kann nur ein bischen zuviel,nun lass mich überraschen obwohl ist meine erste op und dementsprechend gross ist emin Schiss davor danke das du meine Fragen so geduldig beantwortest

g1ro&ttxche hat geantwortet


Cha- Tu hat es sehr gut beschrieben.

Er hat gut aufgepaßt, was ihm die operierten Mitsportler erzählt haben.

Ich bin am Herzen operiert und kann nur zustimmen (auch wenn ich länger Intensiv gelegen habe- was aber meinem Gesundheitszustand zuzuschreiben war).

Nach der Sternotomie ist husten und vor allem niesen AUA. Ziemlich Aua sogar.

Interessant waren auch die Röntgenaufnahmen auf Intensiv die im "liegen" gemacht werden. Dazu wird man aber so gelegt wie es sein muß und muß auf diese Röntgenunterlage. Das fand ich ziemlich unangenehm und war immer froh, wenn der Typ mit seinem Röntgenapparat wieder verschwand.

Auch das mobilisieren war anfangs nicht gerade angenehm. Zuerst war es "nur" aufsetzen (wußte gar nicht, daß aufsetzen so unangenehm sein kann), dann mal ab in den Stuhl und erst später als ich im Überwachungszimmer war (1 Tag) aufstehn und – juhuuu – das erste Mal auf Toilette.

Glaub mir ... du beginnst über Sachen nachzudenken, über die du niemals nachgedacht hast !

Erster Toilettengang – ich war happy. Die Schwester fragt mich ob ich das allein hinkriege . Ich sach so schön "na klaaar !" und setzte mich, Hose eben runter aufs Örtchen.

Erstes Problem kam beim abwischen ....................... die Handbewegung tat im Brustkorb weh ! Hätt ich ja nie erwartet und hab mir dann erst mal Gedanken gemacht, wie ich das möglichst schmerzfrei gestalte.

Danach dann aufstehn (gar nicht so einfach wenn man sich nicht abstützen soll) und ................... MIST .... wo issn die Hose ??! ...

Also – wie kommt man da ran ? Bücken sollte ich mich nicht aber ... die Hose is ja unten und ich oben.

Also wieder aufs Töpfchen hocken, Hose greifen und festhalten und dann schauen, daß man hoch kommt.

Über sowas hätt ich ja niemals nachgedacht.

Auch beim aufstehn aus dem Bett hab ich meine Probleme gehabt. Denn : aufstützen soll man sich eben nicht und – man machts beim aufstehen ohne drüber nachzudenken. Wenn man dann darüber nachdenken muß merkt man das erst. Es ist schwieriger als man meint wenn man nicht sportlich ist (ich fall leider unter eben diese Kathegorie).

Das auf dem Rücken geschlafen wird war für mich wegen meinem Rückenschaden schon schwierig da ich absoluter Seitenschläfer bin seit ich wegen Luftproblemen schon jahre nicht mehr (leider) auf dem Bauch schlafen kann (heut gehts nicht mehr weil mein Brustbein das auch im Jahr 5 nach OP nicht mag).

In der Reha war ich nachts alle Stunde auf und bin einmal durchs Zimmer gewandert. Zumal ich das Problem hatte daß in der ersten Nacht (bevor der Mann der hier wohnt mir das Bett umbaute) meine "Aufstehrichtung" ne andere als im Krankenhausbett war und ich eben die andere Richtung nicht geübt hatte (wie sich das anhört ..............) und das Bett in der Reha hatte einen hohen Rand (während man sich an so nem Krankenhausbett ja prima mit nem Bein einhaken kann ! ;-D)

Naja- Nachdem mein Schatzi mir das Bett halt dann praktisch umgeändert hatte bin ich zumindest hochgekommen (ich hätt im Krankenhaus doch die andere Richtung auch mal üben sollen ......)

Das klingt auf den ersten Moment schrecklich – aber ... alles in allem macht so ein "Erlebnis" einem einiges bewußt und man denkt bewußter über Tätigkeiten nach.

Für mich war mit am gewöhnungsbedürftigsten, daß das Herz "stillgelegt" wird und man von der HLM abhängig ist (Herzlungenmaschine). Ich hab immer befürchtet, es gäbe bei mir (ich = Pechvogel) einen Kurzschluß in diesem Ding.

Versuche, dir einfach nicht zu viele Sorgen und Gedanken zu machen vorher. Es wird sicherlich ein "Erlebnis" sein das dir das Leben nachher bewußter machen wird.

Auch die Reha solltest du Dir gönnen nach der OP – auch wenn man erst mal überlegt was das bringen soll.

Das hab ich auch getan mit meinen 33 Jahren. 99% der Mitpatienten/innen waren ja wesentlich älter als ich.

Als ich hörte "hockergymnastik" usw. dachte ich erst, ob das wirklich nen Nutzen haben kann.

Doch den habe ich erst nach etwas über 2 Wochen wirklich gespürt und hätte mir dann eine Verlängerungswoche gewünscht.

Alles was man dort macht- mag es auch noch so unsinnig aussehen und wirken – hat einen Sinn und hilft dem Heilungsprozeß. Ich kanns nur empfehlen !!

Ich drück dir die Daumen für die OP und glaub Cha-Tu ruhig, daß die Ärzte schon wissen, warum sie dir Schonung und die OP empfehlen.

Aber dennoch gilt, daß man bei Unsicherheit eine zweite Meinung einholen kann.

C}hax-Tu hat geantwortet


Grottche,

Dein Bericht ist so klasse!!! Der müsste hier als Standard-Text irgendwie gekennzeichnet werden können. Super!

Schönen Sonntag

Cha-Tu

guroFttchxe hat geantwortet


Danke Cha- Tu !

das ist ein tolles Lob von dir !! Das freut mich ganz besonders ...

Dir auch noch einen schönen Restsonntag !! *:)

H~eiko iSie~berxt hat geantwortet


Dein Bericht habe ich mit schmunzeln gelesen!!! Danke das baut einen auf habe gestern meinen Termin bekommen am 08.11 gehts los .Na was muss das muss halt. Denke und hoffe die machen das net zum erstenmal. bleibe auf alle fälle mit euch auch im Krankenhaus in Verbindung weil das eine echt Hilfe für mich ist

Danke sehr :)=

gcrotLtche hat geantwortet


hallo Heiko !

Du schaffst das ! Ich werd auch sicher an dich denken weil ich mich noch sehr gut erinnern kann, wie es mir vor der OP ging ...

Nein – keine Sorge ! die werden das sicherlich nicht zum ersten Mal machen ...

Würde mich wirklich freuen, von dir noch mal zu lesen wie es dir geht !!

Alles Gute für dich !! :)_

Ciha-T}u hat geantwortet


Alles Gute, Heiko! Ich drücke die Daumen, aber Du schaffst das, ich habe da ein gutes Gefühl, vor allem, weil Du ja noch fit und jung bist! Wenn selbst 90jährige diese OP überstehen...

Lieben Gruss!

Cha-Tu

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