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Angst um meine Mutter Herzschwäche und niedriger Blutdruck

R=egen)tropEfenx77 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe ja schon einige Beiträge geschrieben. Heute geht es mir um meine Mutter 72 Jahre alt.

Im August 2011 ist sie plötzlich zusammengebrochen...wurde aber nicht Ohmächtig...wir sind dann schnell zum Krankenhaus gefahren. Dort hat man festgestellt, das ihr Blutdruck viel zu hoch war und das Herz viel zu schnell schlug. Mußte dann im Kranknehaus auf der ITS bleiben und wurde gründlich untersucht. Sie hat eine Herzmuskelverdickung und einen minimale Herzschwäche. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde hat sie ACE, BB und weitere Tabletten für ihr Herz bekommen. Zuerst war der Blutdruck sehr sehr hoch... 160, 180 usw. dann haben wir ein paar Wochen später beim Blutdruckmessen gesehen das sie Herzrythmusstörungen hat und sind wieder zum Krankenhaus gefahren. Man hat ihr andere Blutdrucktabletten gegeben und der Blutdruck ging langsam runter. Jetzt durfte sie die Blutdrucktablette sogar absetzen, weil ihr Blutdruck sehr sehr niedrig ist. Meistens so um die 113 oder 90 oder 120! Gerade hatte sie einen Blutdruck von 112/95/65 und wieder Rythmusstörungen. Habe voll Angst um meine Mutter... habe gelesen, dass 40% der Menschen mit einer Herzschwäche im ersten Jahr nach dem Befund sterben!!! Weiß nicht mehr was ich machen soll... was ist wenn der Blutdruck auf 80 sinkt ???

Antworten
C\ha- Tu


Welche Art Rhythmusstörungen hat sie denn? Zeigt das das Blutdruckmessgerät an? Dann kannst Du das vergessen, diese Dinge sind derart unpräzise, die weisen bereits einen etwas zu hohen Puls oder eine Extrasystole als "Herzrhythmusstörung" aus, und das sind sie eben NICHT.

habe gelesen, dass 40% der Menschen mit einer Herzschwäche im ersten Jahr nach dem Befund sterben!!!

Na, dann bin ich seit 15 Jahren tot... ;-) Eine leichte Herzschwäche hat im Alter Deiner Mutter nahezu jeder. Das Herz ist 72 Jahre alt, und da sieht man schon den einen oder anderen "Schaden", aber das ist nicht besorgniserregend. Wenn Deine Mutter sogar ihre Blutdruckmedikamente absetzen konnte, zeigt das, dass sie ein strukturell starkes Herz hat.

Weiß nicht mehr was ich machen soll... was ist wenn der Blutdruck auf 80 sinkt

Warum sollte er?

Liebe Regentropfen, ich habe ein wenig Sorge, dass Du nun Deine eigenen Herzängste auf Deine Mutter projizierst... Deine Mutter ist herzuntersucht, ausser leichte Verdickung und leichte Insuffizienz wurde nichts gefunden, ich denke, das ist altersgemäss. Sie kann mit dieser Diagnose gut und gerne 90 werden. Sie kann zur Sicherheit einmal pro Jahr ihr Herz kardiologisch untersuchen lassen, und sich ansonsten ihres Lebens freuen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

bTetaMxan


Eine Problematik fällt mit auf,die Differenz zwischen Diastole und Systole.Cha-Tu hat da wohl mehr

Erfahrung,aber einfach abwiegeln?Ich kenne dieses Problem von mir,Herzmuskelentsäuerung,Q10

zur besseren Sauerstoffversorgung des Herzens,Kalium und Magnesium waren mir eine sehr gute Hilfe. :)z

CJha>-BTxu


Hallo, betaMan,

nein, das sollte kein Abwiegeln sein, ich hoffe, das kam nicht so rüber.

Aber mit diesen wenigen konkreten Angaben kann man nicht viel anfangen. Ist der Unterschied Systole-Diastole z.B. immer so gering? Einzelmessungen sagen da wenig aus. Und es ist nur ein einziger kompletter Wert angegeben... Zumal Regentropfen und ihre Mutter anscheinend selbst gemessen haben, und Blutdruckmessen ist KEINE so einfache Sache, wie die meisten hier glauben. Konkret ist nur eine Wandverdickung und eine minimale (!) Herzschwäche. Und das ist beides in diesem Alter nicht so selten, der Blutdruck scheint ja wieder im Griff zu sein...

Gruss

Cha-Tu

E{hemaligfer N.utzer C(m#3i9391x0)


Wie wurde der Blutdruck denn gemessen? Am Oberarm oder am Handgelenk?

R%egenktr5opfenx77


Hallo, erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Also wir messen den Blutdruck am Oberarm. Viel haben uns die Ärzte nicht erklärt. Der Blutdruck meiner Mutter hat verrückt gespielt und sie ist dann halt umgefallen. Im Krankenhaus hatte sie dann einen Blutdruck von 170 oder 180 oder sogar über 200. Die Ärzte meinten nur das er sehr gefährlich sei und sie wenn der Blutdruck nicht wieder sinkt sie einen Schlaganfall bekommen wird. Leider ist sie auch noch Zuckerkrank... der Arzt meinte dann das durch den hohen Blutdruck das Herz verdickt wäre und das sie eine Herzschwäche hätte. Der Arzt hat ihr Enalapril, Metohexal, Digimerk verschrieben. DAS LZ EKG hat auch angezeigt, das ihr Herz auch ab und zu mal aussetzt. ES hat eine ganze Zeit lang gedauert und jetzt sinkt und sinkt der Blutdruck immer mehr...! Hm, meint ihr man sollte sich nicht so auf das Blutdruckgerät verlassen und sich nicht so große Sorgen machen wenn es wieder mal Rythmusstörungen anzeigt?

Habe halt sehr große Angst um meine Mutter. Sie fühlt sich halt nicht gut.. immer schlapp und antriebslos...

CmhYa-Tu


Wie messt Ihr denn? Richtige Messung ist: Hinsetzen, Manschette anlegen, 5-10 Minuten nichts tun, ausruhen, entspannen. Dann messen. Übrigens gilt immer der Arm als Mess-Arm, bei dem der höhere Wert gemessen wird...

Magst Du mal ein paar Werte einstellen? Und zwar beide Blutdruckwerte (oberer und unterer) und falls möglich, auch die Pulswerte.

Dass Deine Mutter Diabetikerin ist, erschwert die Situation natürlich, da muss man dann intensiver schauen. Ist sie bei einem Diabetologen in Behandlung? Das würde ich SEHR empfehlen. Ohne den mitlesenden Hausärzten jetzt zu nahe zu treten, aber nur recht wenige Hausärzte haben ein wirklich fundiertes Wissen über diese Krankheit. In unserer Selbsthilfe-Gruppe (ich bin auch Diabetiker) höre ich immer wieder, dass Patienten Ratschläge bekommen wie "Essen Sie mal ein Stück Kuchen weniger, das wird dann schon wieder". Das ist schon fast fahrlässig. Ich selbst wurde von meinem vorvorletzten Hausarzt vor 15 Jahren mit einem HbA1c (Langzeitzuckerwert) von 10,9 (Norm ist 5,5-6,0) mit so einem ähnlichen "Ratschlag" entlassen, das ist schon fast ein Kunstfehler, denn ich hätte schon damals Insulin bekommen MÜSSEN, und sei es nur vorübergehend. Mittlerweile spritze ich seit 7 Jahren Insulin und habe seit 6 Jahren eine Polyneuropathie der Füsse als Folge jahrelanger Nichtbehandlung des Diabetes durch diesen unfähigen Hausarzt.

Also: Der Diabetes Deiner Mutter muss optimalst eingestellt werden. Das ist das A und O, weil Bluthochdruck, Infarkte, Schlaganfälle, Polyneuropathien, Erblindungen und Amputation die Folgekrankheiten von schlecht eingestelltem Diabetes sein bzw. werden können.

Alles Gute

Cha-Tu

R&egentrqopfQen77


Hallo Cha-Tu,

meine Mutter ist Typ II und hat die Tablette Medformin... ja sie war schon beim Diabetologen..

der wollte das sie keine Tablette mehr nimmt weil der Zucker nicht so hoch war. Im Krankenhaus wurde die Tablette auch einfach abgesetzt. Ihr Zucker schwankt so zwischen 130 bis 160..! Sie ist auch nicht kaum Süßigkeiten oder Kuchen. Keine Schoki oder Chips und keine Säfte. Mal einen Apfel oder so. Blutdruckwerte: 115/73/68; 102/70/70;103/67/76;104/69/69;91/80/60; 89/59/61 aber es gibt auch bessere..

118/63/64; 130/76/67; 120/76/72; 124/74/70

also sie setzt sich hin.. manschette um und wartet einen Moment.. dann wird gemessen..

aber sie macht auch nicht so viel deshalb wartet sie jetzt nicht 5 Minuten oder so.. vom Sofa zum Wohnzimmertisch ist jetzt auch nicht weit.

LG

Ciha-xTu


Guten Morgen, Regentropfen.

meine Mutter ist Typ II und hat die Tablette Medformin...

Metformin ist ein gutes Mittel, solange man kein Insulin spritzen muss, oder als Ergänzung. Ich nehme es auch, zusätzlich zu meinem Insulin.

Ihr Zucker schwankt so zwischen 130 bis 160..!

Ist das der Nüchternzucker? Also morgens, vor dem Frühstück? Oder gemessen, 1 Stunde nach dem Essen? Misst sie ihren Blutzucker selbst?

Blutdruckwerte: 115/73/68; 102/70/70;103/67/76;104/69/69;91/80/60; 89/59/61 aber es gibt auch bessere..

118/63/64; 130/76/67; 120/76/72; 124/74/70

Auch die oberen sind nicht schlecht. Der RR ist etwas niedrig, und die Differenz etwas klein, aber ich sehe da nichts wirklich besorgniserregendes. Hat der Arzt sich schon mal zu der geringen Differenz geäussert?

also sie setzt sich hin.. manschette um und wartet einen Moment.. dann wird gemessen..

aber sie macht auch nicht so viel deshalb wartet sie jetzt nicht 5 Minuten oder so..

Das sollte sie aber machen. Selbst der kurze Weg von Sofa zum Wohnzimmertisch kann bei einem untrainierten Menschen den RR verändern, so dass es dann kein Ruhe-RR mehr ist.

Übrigens: Wenn man diabetesmässig gut eingestellt ist, darf man ruhig mal Kuchen oder Süsses essen, das mache ich auch. Diese "asketischen" Ratschläge, nach denen ein Patient auf alles verzichten muss, was Genuss und Freude macht, sind heute absolut nicht mehr "Standard der Diabetestherapie". Ein medikamentös oder insulinmässig gut eingestellter Diabetiker kann ALLES essen, ohne dass ihm der Zucker entgleitet, bzw. er kann dem vorbeugen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

bEetaMxan


Es wäre auch interressant zu Wissen wann die "besseren Werte" gemessen wurden?Denn die sind ja

wirklich gut.Eventuell kann die Mama noch etwas Bewegung brauchen?Spaziergänge in Begleitung?

Ansonsten für Cha-Tu - Respekt -!

aQgxnes


Wer mißt so oft den Blutdruck und warum?

RVeg!entEropfenx77


Aus Angst mißt man so oft den Blutdruck ...

weil der in den letzten Wochen echt hoch war...

Angst vor Schlaganfall usw... glaub der höchste Wert war 210...

Derzeit ist er ja zum Glück niedrig... wenn er ja so zwischen 120-140 liegen würde...

Zuckerwert meistens nach dem frühstück! Was ihr am meisten Kummer macht ist Stuhlgang... ohne Abführmittel kommt nix mehr. Ob das von den Tabletten kommt oder vom Blutdruck?

LG

C6hax-Tu


Aus Angst mißt man so oft den Blutdruck ...

weil der in den letzten Wochen echt hoch war...

Das Problem dabei ist, dass viel Messen den Blutdruck nicht nur nicht senkt, sondern auch bewirken kann, dass er steigt. Man entwickelt eine ungünstige Erwartungshaltung ("Der Blutdruck ist nicht in Ordnung") und tatsächlich entspricht der Blutdruck dann dieser Erwartung. Auf den Blutdruck wirkt Stress und Erwartung so intensiv wie auf kaum eine andere Körperfunktion...

Was ihr am meisten Kummer macht ist Stuhlgang... ohne Abführmittel kommt nix mehr. Ob das von den Tabletten kommt oder vom Blutdruck?

Ich weiss ja nicht, wie sich ernährt. Aber meine Mutter hatte das Problem auch. Als sie zu uns zog (nach einem schweren Schlaganfall zog sie zu uns) war sie "verstopft bis zum Hals" und es klappte nur noch mit Abführmitteln und das auch nur einmal pro Woche. Sie hat sich dann unserer Ernährung angeschlossen (vollkorn-orientiert, vegetarisch), hat alle ihre Abführmittel abgesetzt, hatte 6 oder 8 wirklich schlimme Wochen, aber dann war der Stuhlgang normalisiert, und sie hat nie mehr ein Problem damit gehabt, und sie hat da noch fast 10 Jahre gelebt. Sie war übrigens auch Diabetikerin und herzkrank...

Gruss

Cha-Tu

a_gnXes


Hast Du Angst oder Deine Mutter? Geht es Euch besser, wenn Du so oft mißt?

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