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Herzrasen, Kribbeln, Schwindel bei Wechsel der Schlafposition

cthris1_xhb hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen liebes Forum,

ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und möchte erwähnen, daß in der Vergangenheit viele Beiträge für mich sehr hilfreich waren.

Zu meinem Anliegen: Ich schlafe nachts in Seitenlage. Wenn ich mich irgendwann nachts von der einen Seite auf die Andere drehe, verspüre ich in beiden Händen ein starkes Kribbeln und mein Herz beginnt stärker zu schlagen. So ein "Anfall" dauert zwar kaum länger als eine Minute, aber diese Symptome verunsichern mich extrem und ich fühle mich schwindelig. Ich werde seit einer Woche gegen Bluthochdruck (Betablocker) und Panikattacken (Beruhigungsmittel) behandelt. Die o. g. Beschwerden sind aber schon vor dieser Behandlung aufgetreten.

Vor kurzem sind bei mir bereits ein Belastungs-EKG und eine Echokardiografie gemacht worden. Beides war ok, nur im EGK war eine Negativierung der T-Welle in Ableitung III zu sehen. Ich bin männlich, 37 Jahre alt, 1,85m groß und wiege 105kg.

Gruß

Chris

Antworten
C%haY-PTu


Das können Symptome von Angst sein (auch im Schlaf möglich!), aber es kann auch sein, dass Du sehr verspannt bist, und durch das Umdrehen im Schlaf irgendwelche Nervenbahnen kurzzeitig blockiert/gereizt werden. Das Kribbeln in den Händen deutet darauf hin. Das passiert z.B. wenn die Nackenmuskulatur sehr verspannt ist und die ist "gerne" verspannt bei Menschen mit Angstproblematik. Schwindel und erhöhter Puls können dann durchaus eine ängstliche Reaktion auf diesen Umstand sein.

Schönen Gruss, alles Gute

Cha-Tu

R,osxe4


Hallo,chris_hb,

wie Cha-tu schreibt, könnten die Nackenmuskeln verspannt sein, und zwar an der Stelle direkt hinter dem Schlüsselbein, diese heißen Mm. scaleni.(Rippenhaltermuskeln). Wenn diese durch winzige Verspannungen verkürzt werden, ziehen sie die 1. Rippe zum Schlüsselbein empor und schnüren die in diesem Bereich verlaufenden Blutgefäße und Nerven ein, das ist die Ursache auch für Kribbeln in der Hand bzw.Fingern, sie können auch z.B. den Brustbereich betreffen.

Diese Muskeln findest Du, wenn Du über dem Schlüsselbein mit den Fingerspitzen abtastest. Findest Du eine schmerzende Stelle, massiere sie mit 6-12 Massagestrichen mehrmals täglich und die Verspannungen werden mit der Zeit aufgelöst. Wenn man Druck auf diese Verspannungen ausübt, ensteht oft eine Art von Schmerz, der sich so anfühlt, als würde man auf einen Nerv drücken und gleichzeitig spürt man , dass der Übertragungsschmerz reproduziert wird.

Ich sende Dir einen Link, gehe zum Mm.scaleni, das blaue Kreuz stellt einen Punkt dar, den man massieren soll, es gibt aber mehrere Stellen, der rote Bereich ist das Übertragungsmuster. Ich wünsche Dir gute Besserung.

[[http://www.physiotherapie-aequilibrium.de/schmerzzone.htm#text7]]

crhri]s_hb


Vielen Dank Rose4 und Cha-Tu für die schnellen Anworten. Eine Angstreaktion oder Verspannung würde gut zu meiner aktuellen Situation passen. Es ist definitiv so, daß ich im Augenblick viele Signale meines Körpers einfach überbewerte. Die Massage werde ich heute abend mal ausprobieren.

CJha-Txu


Es ist definitiv so, daß ich im Augenblick viele Signale meines Körpers einfach überbewerte.

Genau das ist ein Kennzeichen einer auf den Körper bzw. seine Organe bezogenen Angststörung.

Gruss

Cha-Tu

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