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Ventrikuläre Extrasystolen machen mir Angst

meorIita hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leide schon seit vielen Jahren an diesen Herzstolperern, aber seit einer Woche ist es ganz extrem geworden; ich hatte ca. vier Tage hinternander praktisch von morgens bis abens und auch nachts stark spürbare Extrasystolen, sodass ich dann letzten Mittwoch aus Angst ins nächste Krankenhaus fuhr, um ein EKG schreiben zu lassen. Wie es nicht anders zu erwarten war, hatte ich natürlich in diesem Moment gerade keine, es wurde auch noch Blut abgenommen und zum Schluss wurde ich dabehalten, damit der Kardiologe mich am nächsten Morgen untersuchen sollte.

Am nächsten Morgen wurde dann nur ein Ultraschall vom Herzen gemacht, das eine minimale Mitralklappeninsuffizienz und einen Prolaps anzeigte (war auch schon seit Jahren bekannt)und da ich schon einen Termin für einen Holter bei meinem Kardiologen hatte für die darauffolgende Woche, wurde ich danach entlassen.

Gestern bekam ich nun das Langzeit EKG gemacht, bei welchem ich auch wieder viele Stolperer spürte, aber nicht annähernd so viele wie in den besagten Tagen, und heute hatte ich den Termin beim Kardiologen für die Auswertung. Er sagte, dass ich sporadische ventrikuläre Extrasystolen hätte und es wurde mir zum ersten Mal irgendwie bewusst, dass das ja "die Bösen" sind und obwohl der Arzt sagte, dass ich die ja schon seit fünfzehn Jahren hätte und mir bisher nichts passiert wäre, habe ich es jetzt mit der Angst zu tun bekommen.

Er meinte noch zum Schluss, dass wenn es wieder so schlimm werden sollte, ich entweder eine Kinderaspirin und eine Beruhigungstablette (um mich nicht hineinzusteigern) oder einen leichten Betablocker nehmen. Das hat mir natürlich zu denken gegeben, dass das ja dann scheinbar doch ein gewisses Risiko beiinhaltet, wenn es so stark stolpert. Und gerade jetzt spüre ich die Extrasystolen wieder ziemlich heftig.In dem Bericht stehen 21 supraventrikuläre und 82 ventrikuläre Extrasystolen.

Ich würde gerne mal von anderen Leuten mit Extrasystolen wissen, ob ihr auch "gemischte" Stolperer habt, und wie ihr damit umgeht und für wie gefährlich ihr die ventrikulären Extraschläge einstuft.

Vielen Dank im Voraus.

Antworten
R^ege]ntro}pfen77


Hallo Morita,

ich habe auch Es und VES und mein Arzt meinte das wäre nicht gefährlich.

Meine wenn die Ärzte sagen das ist nicht schlimm, dann sollte man das auch glauben.

Habe auch erst gedacht oh je ich muss jetzt an Kammerflimmern sterben.. aber naja leb noch.

Mach dir mal nicht so viele Sorgen, wenn du die seit 15 Jahren hast, dann sind die nicht gefährlich sonst wäre längst was passiert.

BB habe ich auch bekommen, die sollen dich nur beruhigen, senken leicht den Blutdruck usw.

Du kannst auch noch mal bei deiner KK anrufen die haben ja immer so ne Hotline... dann man man sich von einem Arzt beraten lassen. LG

RRegenRtrwopfenx77


Das man Angst ist glaub ich normal, es gibt niemanden der keine Angst hat.

Wenn es bei mir schlimm ist.. so wie in der letzten Nacht, dann bin ich immer ganz traurig.

Könnte immer weinen usw. aber da muss man durch. Gestern habe ich Fussball geschaut und das nächste Spiel ist im Februar ... habe gedacht na ob ich dann noch lebe?? Aber das weiß niemand und man sollte sich nicht so viele Gedanken machen! Also mach dir nicht so viele Sorgen! :-)

MKoonli%ght7x3


[[www.Extrasystolen-forum.de]]

Dadurch gehen die ES zwar nicht weg,aber man trifft dort auf viele Leute,die Extrasystolen haben.

Man kann sich austauschen und gegenseitig Tips geben.

Gruß

Moonlight

SjpmeedAysxe


hallo *:) bei mir begann es vor vielen Jahren mit den ES und es wurde auch immer schlimmer. Von Wegdenken und es passiert mir nichts, konnte ich nicht mehr sprechen. Mein Kardiologe meinte dann auch, dass durch ständige ES die reguläre Herztätigkeit herab gesetzt wäre und empfahl mir deshalb einen Betablocker. Den nehm ich jetzt seit fast 15Jahren morgens und abends je eine halbe Tablette und mir gehts seitdem wieder richtig gut, habe wieder eine ganz andere Lebensqualität gewonnen :)=

Wünsche Dir alles Gute bei Deiner Entscheidungsfindung :)* :)*

miorUita


Vielen Dank für Eure Antworten. Sorgen mache ich mir eigentlich erst, seitdem es so extrem viele ES geworden sind. Bei vereinzelten habe ich das eigentlich auch ziemlich locker gesehen und habe weitergemach,t als wenn nichts passiert wäre. Aber wenn man, wie im Moment, praktisch ständig davon geplagt wird, kann man sich einfach auf nichts anderes mehr konzentrieren und dann ausserdem der Bescheid gestern vom Kardiologen, dass es mehr VES als SVES wären. Das war echt ein kleiner Schock für mich. Ich war immer der Annahme, dass es umgekehrt gewesen wäre.

Regentropfen

Diese Traurigkeit kenne ich auch, wenn es einem so übel geht. Ich musste gestern nacht auch eine Vierteltablette BB einnehmen, sonst hätte ich vor lauter ES nicht einschlafen können.

Moonlight

Vielen Dank für den Link; werde gleich mal reinschauen.

Speedyse

Vor vielen Jahren bekam ich auch schon mal eine leichte Dosis Betablocker verschrieben, weil mein Herz immer etwas zu schnell ging.Die wurden dann aber irgendwann wieder abgesetzt, weil mein Arzt meinte, ich bräuchte die nicht. Da war es aber, wie gesagt, nicht annähernd so krass wie im Moment.

Was ich im Moment übrigens auch habe ist, dass ich immer tief Luft holen muss. Irgendwie geht das aber nach einer Weile nicht mehr richtig und ich habe das Gefühl als würde ich nicht richtig durchatmen, sondern nur bis zur Brust. Kennt das auch jemand von Euch?

Liebe Grüsse von

RCe$gentropSfsen77


Huhu Morita,

ich habe das auch mit dem Luft holen, meistens abends im Bett.

Als würde ein Stein auf meiner Lunge/Herzen liegen... würde dann am liebsten gar nicht mehr atmen. Aber weißt du das wird wieder besser... glaub mir... vielleicht geht es nie ganz weg aber es wird weniger... ich hatte 43 VES und 2 SVES beim LZ EKG.... das sind eigentlich für 24 Stunden nicht viele. Bei dir waren es ja nur ein paar mehr... man muß bedenken, das viele Menschen 100 und 1000 am Tag haben...

Wir müßen damit leben :°_

Z!appMerlwott


Wir müßen damit leben

Ja, damit leben müssen wir, aber man kann dafür sorgen, dass man weniger Angst bekommt, indem man Hilfe sucht, mit der man lernt, die mentalen Ressourcen für solche angeblichen Krankheitssignale besser zu managen und wieder auf ein Normalmaß zurückzufahren.

:)z

m<o?ritxa


Vielen Dank für Eure Antworten, Regentropfen und Zapperlott.

Ich glaube, das mit dem Tiefluftholen ist psychisch bedingt, ausgelöst wahrscheinlich durch die Angst die wir empfinden, wegen dem Stolpern in der Brust. Ich bin sowieso ein Angsthase was Krankheiten betrifft; hatte vor kurzem gerade Magen und Darmbeschwerden und bekam zuguterletzt Beruhigungstabletten verschrieben, da alles andere nichts gebracht hatte und ab da gings mir mit einem Schlag wieder gut. Also alles psychisch?

Ich habe daraufhin eine Therapie bei einem Psychiater begonnen und finde seine Therapievorschläge auch gut und verstehe auch was er meint, aber wenn es dann bei mir ans Anwenden geht, ist das unheimlich schwierig. Ich soll zum Beispiel wenn ich wieder Bauchschmerzen , Herzstolpern, oder welche Symptome auch immer, diese akzeptieren und ausserdem innerlich und äusserlich lächeln, mich nicht darüber aufregen, (okay, es ist wieder passiert, kenne ich ja schon) mich nicht ängstigen und keinen Schuldigen suchen, weder in mir noch in jemandem anderen.

Wenn ich jetzt den nächsten Termin habe, muss ich ihm wohl gestehen, dass ich alles andere gemacht habe, als obiges anzuwenden, sondern dass ich aus Angst vor den Herzstolpern in die nächste Klinik gefahren bin und eine Nacht dort verbracht habe.

Tja, es ist alles nicht so einfach und ich werde wohl an mir arbeiten müssen, sonst werde ich nur noch aus Symptomen bestehen und Du, Zapperlott, hast es ja auch schon geschrieben. Man muss lernen die Krankheitssignale besser zu managen, aber das fällt mir halt noch unheimlich schwer.

Heute ging es übrigens mit den ES ganz gut; habe nur vereinzelt welche gespürt.

Wünsche Euch noch einen schönen Abend. *:)

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