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Sehr schwerer Bluthochdruck (210)

S$akr2doxnus


Gerade gemessen: 194/121

Und das obwohl er seit ner Stunde ruhig im Bett liegt. Weiß nicht mehr weiter, ich werde ihn jetzt wahrscheinlich die halbe Nacht bequatschen morgen zum Arzt zu gehen

Also da jetzt auch mal der diastolische Wert angegeben wurde, das ist auf jeden Fall viel zu viel.

Was hier vor allem doch sehr ins Gewicht fällt, dass es offenbar wirklich auch eine genetische Veranlagung gibt.

Das ist sicher auch ein Punkt den man auf keinen Fall vernachlässigen sollte und der auch auf jeden Fall wenn ihr nochmals wo anders vorstellig werdet natürlich angesprochen gehört. Mit alternativen Methoden wird man hier nicht wirklich viel ausrichten können. Gerade weil eben in der Familie offenbar das Problem schon aufgetreten ist ist hier eher wenig Spielraum. Dass der Hausarzt erstmal "anderen Methoden" den Vorzug gibt wundert mich auch etwas...

Ist denn mal ein Basislabor gemacht worden? Gerade auch hinsichtlich der Blutfettwerte.. wie siehts da aus?

Weniger wegen einem kausalen Zusammenhang sondern eher dahingehend, dass man weitere Risikofaktoren auf jeden Fall möglichst unten hält.

Warum diese arrogante Abwertung? Wenn ich was Falsches sage, sage es doch einfach höflich, wie es in diesem Forum üblich ist. Ich freue mich, wenn ich dazu lernen kann. Agnes hat meiner Aussage übrigens zugestimmt, und sie ist Ärztin, und garantiert keine unseriöse Ärztin. Bist Du auch Arzt? Oder Medizinstudent im ersten Semester? Letztere benehmen sich nämlich hier nicht selten so wie Du in Deinem ersten (!) Post.

Also arrogant sollte es nicht rüberkommen. Ich finde nur dass solche Posts teilweise jeder Grundlage entbehren und tw. grob-fahrlässig sind. Ich denke mir dann eher: na der arme Freund, wenn der das lesen würde... dann weiss ich nicht wie ich an seiner Stelle reagieren würde, wenn ich vlt. wegen einem vergrößertem Herzen schon fast einem Todgeweihtem gleichgestellt werde und zusätzlich der behandelde Arzt noch dazu inkompetent zu sein scheint.

Dass Agnes (auch wenn ich sie nicht kenne) dem zugestimmt hat und Ärztin ist verwundert mich ehrlichgesagt. Weil die Punkte die ich angeführt habe (und das war noch lange nicht alles) eigentlich in die abschließende Beurteilung einer Herzmuskelvergrößerung einfließen sollten. Daraus ergibt sich dann letztendlich der Krankheitswert.

Es wurde aber nur von einem vergrößertem Herzmuskel gesprochen. Das ist ein absolut nichtsagender Befund, der alles oder nichts bedeuten kann. Ist es eine rechtsventrikuläre Hypertrophie? Dann ist es sicherlich probelamtischer weil dann wohl auch im Lungenkreislauf ein Problem vorliegen kann. Ist es eine leichtgradige linksventrikuläre Hypertrophie? Auch das ist nicht zwigend pathologisch. Ist sie kombiniert? Wie sieht das EKG aus? Wie sehen Wandstärke und Klappenfunktion aus? Geht die Hypertrophie bereits in eine Ausweitung (Dilatation) über, sprich dekompensiert der Herzmuskel? Aber davon war nirgends die Rede.

Aber wenn ich falsch liegen sollte mit meinen Punkten oder was die Diagnosestellung betrifft und man das wirklich so einfach feststellen kann lasse ich mich gerne eines besseren belehren. (Was noch dazu erwähnt gehört, ein vergrößter Herzmuskel kann u.U auch wieder kleiner werden, sofern Druck- und Volumenbelastung abnehmen.)

Achja zum ersten Semester, da weiß man doch gerade mal wofür EKG steht (von richtig ableiten oder interpretieren mal ganz zu schweigen) ;-) Die ärgern sich doch noch eher mit den Valenzelektronen von Sauerstoff oder dem Drehmoment in Physik rum.

Der zweite Punkt wieso ich das so scharf angesprochen habe, weil ich nicht einsehe wieso hier tw. die gesamte Ärzteschaft für etwas geradestehen muss was tw. nicht mal in ihre Verantwortung fallen mag! Und dass aus Interpretationen (wie deiner) gleich abgeleitet wird dass man den Arzt meiden soll (sprich dieser inkompetent ist).

Wobei das ja nicht mal im Ansatz erwiesen ist! (Sicher, theoretisch bestünde die Möglichkeit).

Auch ich lasse mich gerne eines besseren belehren... und sicher, es gibt etliche inkompetente Ärzte, gar keine Frage.

Das stimmt so nicht. Zugelassene Phytopharmaka sind auf den Wirkstoff der Pflanze synthetisiert und haben dadurch ebenfalls eine verlässliche und abschätzbare Wirksamkeit.

Und Digitoxin ist natürlich ein Phytopharmakon-gerade WEIL es aus eine Pflanze synthetisiert wird.

Phytopharmaka umfassen nicht nur pulverisierte und standardisierte Pflanzendrogen, sondern auch aus pflanzlichen Bestandteilen gewonnene Einzelstoffe (wie zB Digitoxin)-das wissen nur viele nicht.

Sorry aber das stimmt einfach nicht:

Ein Phytopharmakon besteht aus einem oder mehreren Wirkstoffen im Sinne des Stoffbegriffs des Arzneimittelrechts. Diese bestehen in der Regel wiederum aus einem komplexen Gemisch aus verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen. Dabei kann zwischen Hauptinhaltsstoffen, Leitsubstanzen, Begleitstoffen und Gerüststoffen unterschieden werden. Hauptinhaltsstoffe sind die Pflanzeninhaltsstoffe, die einen wirkungsbestimmenden oder wirkungsmitbestimmenden Charakter haben. Eindeutig wirkungsbestimmende Hauptinhaltsstoffe, wie beispielsweise die Anthranoide der Sennesblätter, werden auch als Effektoren bezeichnet

Digoxin / Digitoxin ist ein aus Pflanzen eindeutig identifiziertes, extrahiertes solitäres Molekül! Ich weiss jetzt nicht ob man es synthetisch reproduzieren kann, es ist aber definitiv kein Phytopharmakon!

Soetwas wäre z.B Johanniskraut!

Das selbe gilt für Morphin, Vincristin, Colchicin (Herbstzeitlose), Vinblastin etc...

Oder sind jetzt alle Opioid-Derivate / Opiate Pythopharmaka / Tumorstatika jetzt Phytopharmaka?

Dass diese Wirkstoffe eine verlässliche Wirkung haben stellt ja niemand in Frage...

Aber die Chemiker haben sich hier von der Natur etwas abgeschaut. Im Gegensatz dazu bestünde die Möglichkeit etwas komplett neu zu synthetisieren (Benzodiazepine z.B).

Bei Phytopharmaka wird der "Naturstoff" direkt verabreicht. (ob als Paste/Pulver/Salbe/Tinktur wie auch immer sei mal dahingestellt).

C;ha-xTu


Sardonus,

meine Bemerkung "Erstsemester" tut mir leid. Man sollte, wenn man zornig ist, immer eine Nacht drüber schlafen, bevor man reagiert. Das habe ich ja auch immer gerne meinen Klienten geraten ;-)

Gruss

Cha-Tu

P*erfoKrmexr


Ich war immer der Meinung, das niedriger Blutdruck kein Krankheitsbild ist.

Daher gibt es auch in den Buchhandlungen keinerlei Bücher was Hypotonie betrifft, im Gegensatz zum Bluthochdruck, da gibt es Literatur ohne Ende.

Von niedrigem Blutdruck bin ich selber betroffen.

Cfha-wTxu


Ich war immer der Meinung, das niedriger Blutdruck kein Krankheitsbild ist.

Der Meinung bin ich nach wie vor.

Gruss

Cha-Tu

Moo*niM


@ Sardonus:

Du hast Recht, einzeln isoliert zählen sie zu den "Schulmedikamenten" @:) .

Es wurde aber nur von einem vergrößertem Herzmuskel gesprochen. Das ist ein absolut nichtsagender Befund, der alles oder nichts bedeuten kann. Ist es eine rechtsventrikuläre Hypertrophie? Dann ist es sicherlich probelamtischer weil dann wohl auch im Lungenkreislauf ein Problem vorliegen kann. Ist es eine leichtgradige linksventrikuläre Hypertrophie? Auch das ist nicht zwigend pathologisch. Ist sie kombiniert? Wie sieht das EKG aus? Wie sehen Wandstärke und Klappenfunktion aus? Geht die Hypertrophie bereits in eine Ausweitung (Dilatation) über, sprich dekompensiert der Herzmuskel? Aber davon war nirgends die Rede.

Man muss dazu allerdings sagen, dass das vergrößerte Herz in diesem Faden nur ein "Nebenschauplatz" ist, der (wenn er überhaupt größere Relevanz haben sollte) noch weiterer Diagnostik bedarf.

Was allerdings unbestreitbar ist: Der Freund der TE hat einen kontinuierlich zu hohen Blutdruck, und zwar so hoch (wir nehmen mal an, dass sowohl der Patient als auch das Praxispersonal weiß, wie man den Blutdruck korrekt misst), dass nach allen momentan geltenden Leitlinien medikamentöses Eingreifen erforderlich ist-oder zumindest der Gang zu einem Spezialisten.

Cpaoimxhe


Ich war immer der Meinung, das niedriger Blutdruck kein Krankheitsbild ist.

Der Meinung bin ich nach wie vor.

Zumindest in der Schwangerschaft freuen sich Hebammen und Ärzte nicht, wenn der Blutdruck bei unter ca. 100/60 liegt.

Zur TE: Meine Schwiegermutter, die wirklich äußerst versessen auf Homöopathie, Phytopharmaka & alternative Heilmethoden schwört nimmt Blutdrucksenker. Sie hat teilweise einen Blutdruck von 210, aber zu 90. Kein Arzt kann jemanden mit solchen Werten wieder wegschicken ohne schlechtes Gewissen.

S_ch&nmeehxexe


Ich hab ihn jetzt so weit dass er morgen früh eine halbe Ramipril 10 mg nehmen will! Kann er das tun, und wann wird der Blutdruck sinken? Er soll morgen nochmal den Arzt anrufen !!!

Das ist ja schon mal ein Anfang. :)= Aber innerhalb eines Tages wird sich da noch keine großmächtige Besserung bemerkbar machen.

Falls er das Ramipril ist eigentlich eine sehr gutes Medi, aber die bekannte Nebenwirkung ist Reizhusten wirklich nicht vertragen sollte, darf er es nicht wieder absetzen, sondern sollte mit seinem Arzt drüber sprechen, damit er ihm ein Blutdruckmittel aus einer anderen Wirkstoffgruppe gibt. Mein Mann nimmt übrigens auch einen ACE-Hemmer und verträgt in ausgezeichnet wie viele andere Patienten auch.

Wurde eigentlich schon eine 24h-RR-Messung gemacht oder ist geplant?

Cdhatixni3


@ Barbara-S,

@DieKruemi, @othello

Ich war im Mai wegen einer Routine-OP im Krankenhaus. Dort ist mir zweimal in der Leiste ein Blutgefäß gerissen. Ausserdem hatte ich Atemnot und Herzrasen. Das einzige was man dort gesagt hat war : Keine Ahnung wieso das passieren konnte. Das EKG war in Ordnung. Den Bluthochdruck können Sie auch ambulant behandeln lassen.

Bjarb=ara_xS


Dort ist mir zweimal in der Leiste ein Blutgefäß gerissen.

haben dir die Ärzte gesagt, warum sie gerissen sind ??? ich tipp mal sehr stark auf Blutdruck ;-)

klar, prinzipiell kann man hohen RR ambulant behandeln, aber wenn es nicht hilft ???

b}uddlxeia


Man muss dazu allerdings sagen, dass das vergrößerte Herz in diesem Faden nur ein "Nebenschauplatz" ist, der (wenn er überhaupt größere Relevanz haben sollte) noch weiterer Diagnostik bedarf.

Definitiv, da die Familienanamnese ja auch deutlich positiv ist..da steckt möglicherweise mehr dahinter als "nur" der hohe Druck.

@ Schneehexe

Eine Langzeitblutdruckessung hatter mein Freund vor 4 – 5 Jahren und auch dort waren die Werte so wie heute auch.

Wir messen schon seit Jahren ca. 3 x täglich und der Wert ist halt immer zw. 180 und 210. Und beim Arzt ist der Blutdruck auch jedes Mal so hoch, und er weiß es.

Aktuell jetzt nicht, die häuslich gemessenen Werte (3x täglich) sind aber in der ganzen Zeit dauerhaft deutlich zu hoch.

SDchnkeehRexxe


Danke buddleia, das hatte ich jetzt nicht mehr im Kopf |-o .

Aber trotzdem wäre eine erneute 24h-RR-Messung mal wieder angezeigt bei den Werten ":/ .

COhatixni3


@ Barbara-S

Warum das Gefäß gerissen ist konnten mir die Ärzte auch nicht sagen. Ich bin bei einem Hypertensiologen in Behandlung, selbst der sagt dass das alles nicht so schlimm ist, und ins Krankenhaus brauche ich nicht.

D|er_DYudxe


Und war dein Freund beim Arzt? Mich würde, nachdem ich den Großteil des Threads gelesen habe, insbesondere interessieren, wie groß er ist und was er wiegt. Du hast zwar mal irgendwas von 5-8 kg zuviel geschrieben – nur ist das ja Ansichtssache. Wenn er keinen großartigen Sport macht und auch nicht in die Muckibude geht, würde ich auch nicht unbedingt davon ausgehen, dass er "kräftig gebaut" ist. Also, her mit den "technischen Daten" ;-)

zMwetsIchge* 1


@ Puderperle

Eine halbe ramipril 10 mg wird so ein hohen Blutdruck nicht senken, wird ihn nichts nützen! Ein Arzt muss die genaue Dosis festlegen! Ich tippe drauf das er entweder noch ein Blutdrucksmedikament einnehmen muss, also 2 medis gleichzeitig, oder halt ein viel höheren Dosis! 5 Mg Ramipril ist für ein sehr gering erhöhten Blutdruck, und das hat dein Freund ja nicht gerade! Wenn Ramipril, dann muss er bestimmt mindetens 10 mg tgl einnehmen! Das wird aber denke ich auch zu wenig sein!

Ich bekomme gegen mein Bluthochdruck ATACAND protect 32 Mg tgl.! Mein Blutdruck war zu spitzenzeiten 180/110! Es hat 4 wochen gedauert bevor sich das Blutdruck eingependelt hätte!

Ich verstehe nicht wie dein Freund so gleichgültig mit seine gesundheit ungehen kann :|N

bPomoxbo


Nehme selbser 5 mg Ramipril und mein Blutdruck ist nicht besonders hoch. Bei mir hat es ca. 2 Wochen gedauert, bis sich alles eingepegelt hat.

Für deinen Freund ist das viel zu wenig, er muss unbedingt das nehmen, was die Ärzte empfehlen, die 5 mg werden nur sehr geringe Auswirkungen haben.

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