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QT-Zeit-Verlängerung (120%) ?

P/astxa83 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich eröffne hier einen neuen Thread, der sich auf diesen hier bezieht:

[[http://www.med1.de/Forum/Nieren/584130/]]

Worum er gerade geht, ist folgendes:

Ich wegen wieder stärkerer bestehender Herz-Kreislauf-Beschwerden in einem kardiologischen Befund von letztem Jahr reingeschaut. Der ist aus der Zeit, als ich weder Edronax noch Citalopram nahm. Da steht unter anderem drin, QTc: 471 ms/120% Das bedeutet doch, dass sich selbst ohne Citalopram oder Edronax eine QT-Zeit-Verlängerung habe, oder? Der Kardiologe ist allerdings nicht weiter auf die QTc eingegangen und schrieb, dass alles in Ordnung wäre. Jetzt habe ich aber schon öfter gehört, dass Psychopharmaka lebensbedrohliche QT-Zeit-Verlängerungen auslösen können. Erst heute hatte ich beim Schlafen wieder starke Herzbeklemmungen. Ich weiß nicht recht, was ich machen soll, einfach anstandslos die Pillen weiterschlucken oder doch nochmal ärztlichen Rat einholen und darauf drängen, dass nochmal EKGs unter Einnahme der oben genannten Psychopharmaka gemacht werden?

Antworten
PEaseta783


Ich schreibe vielleicht der Vollständigkeit halber mal den ganzen Befund aus dem Ruhe-EKG hin:

Steilty, Sinusrhythmus, Frequenz 84/min, inkompletter Rechtsschenkelblock, RS-Umschlag V3, P: 113 ms, PQ: 184 ms, QRS: 128 ms, QT: 377 ms, QTC: 471 ms/120%. QRS-Achse: 79° ST/V3:0,24MV

Alter: 28 Jahre

G>r+ottxig


Wenn du ADs nimmst, solltest du einmal jährlich zum EKG, mehr braucht es nicht. Und wenn der Kardiologe darauf nicht eingeht und sein OK gibt, dann wird es auch so sein.

C]haQ-;Txu


Der Kardiologe ist allerdings nicht weiter auf die QTc eingegangen und schrieb, dass alles in Ordnung wäre.

Meinst Du wirklich, hier in einem LAIEN-Forum hätte jemand mehr Ahnung/Wissen als ein Kardiologe? Warum sollte der Kardiologe sagen, es sei in Ordnung, wenn es nicjht so wäre? Warum geht Ihr überhaupt noch zu einem Facharzt, wenn Ihr dessen Untersuchungsergebnis sowieso nicht vertraut? Und warum vertraut Ihr Computerausdrucken mehr als der Interpretation des Kardiologen? Also manchmal verstehe ich es nicht...

Cha-Tu

G<rottixg


Hier mal mein EKG vom 8.11.11(vielleicht beruhigt es dich ja):

Herzfrequenz 90/min

PQ Intervall 156ms

QRS Dauer 98ms

QT/QTc 382/467ms

P-QRS-T Winkel 65/42/45°

P Dauer 102ms

RR/PP Intervall 662/665ms

So, mein QTc (was immer das auch ist), ist ähnlich wie deines. Bei meinem Befund steht: Zeiten in der Norm. Also wird es auch so sein, würde darauf keinen Gedanken mehr verschwenden. Wie kommst du überhaupt darauf, dass das eine QTc-Verlängerung ist?

P%a:sXtax83


Ich komme darauf, weil der obere Grenzwert für die QTc-Zeit zumindest diesen Quellen nach ([[http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2007/2007-40/2007-40-056.PDF]], [[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=29235]], [[http://flexikon.doccheck.com/Long-QT-Syndrom]], ) bei 440 bzw. 450 ms liegt. Außerdem steht ja in meinem Befund immerhin die Anmerkung 120%.

Dann ist da halt die Sache mit den Psychopharmaka, die seit zwei Jahren bei mir für Herzstechen, Herzstolpern etc. sorgen, und von denen bekannt ist, dass sie die QT-Zeit bei Langzeitbehandlung verlängern können ([[http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2007/2007-40/2007-40-056.PDF]], [[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=39862)]].

Cyha-xTu


Dann ist da halt die Sache mit den Psychopharmaka, die seit zwei Jahren bei mir für Herzstechen, Herzstolpern etc. sorgen, und von denen bekannt ist, dass sie die QT-Zeit bei Langzeitbehandlung verlängern können

Nimmst Du denn die Höchstdosis (60 mg)? Und falls ja: Warum wurde das dann nicht mit Deinem Kardiologen besprochen? Hier im Forum kann Dir doch niemand sagen, ob da bei Dir und Deinen Ergebnissen ein Zusammenhang besteht. Selbst wenn es Menschen mit HRS gibt, die Citalopram nehmen (ich habe HRS und habe 3 Jahre Citalopram in hoher Dosis genommen und es hervorragend vertragen!), so ist das eine so individuelle Sache, die nur ein Arzt mit dem konkreten Patienten, der vor einem sitzt, entscheiden kann. Was der eine gut verträgt, muss der andere längst nicht vertragen. Ich gehe davon aus, dass Dein Kardiologe wusste, dass Du Citalopram nimmst und wenn er dann sagt, dass das okay ist, dann solltest Du dem vertrauen.

Gruss

Cha-Tu

P[astax83


Ich nehme nur 15 bis 20 mg Citalopram, aber zusätzlich Edronax.

Bereits bei 5 mg Edronax habe ich deutlich stärkere Beschwerden als bei 4 mg.

Als ich letztes Jahr im beim Kardiologen war, habe ich schon seit einigen Wochen keine synthetischen Psychopharmaka mehr genommen, sondern nur noch Johanniskraut. Edronax und Citalopram nehme ich erst seit Oktober 2011 wieder.

Ich muss sowieso wegen einer längst überfälligen Impfung bald zum Hausarzt und werde erstmal mit ihm über die Sache mit der QT-Zeit sprechen.

P#asta(83


Hallo mal wieder. Bitte um Entschuldigung, dass ich solange nicht mehr geschrieben habe. Ich hatte in den vergangenen Monaten recht viel um die Ohren und es gab auch ziemlich lange keine Klarheit.

Ich bin Ende Februar nach Rücksprache mit meinem Hausarzt nochmal zu einem anderen Kardiologen. Er nahm die ganze Sache sehr ernst.

Er sagte mir, dass ich nun mein Leben lang (!) immer dann, wenn ich Psychopharmaka, Antibiotika, Antiallergika, Anthelmintika, Antimykotika oder Blutdrucksenker verschrieben bekomme bzw. die Dosierung erhöhe, in den ersten vier Wochen 1x pro Woche beim Hausarzt ein Ruhe-EKG machen lassen muss und dabei die frequenzkorrigierte QT-Zeit (QTc) bestimmt werden muss. Der Kardiologe hat mir auch eine entsprechende schriftliche Erklärung ausgestellt und der Hausarzt hat sich schön brav dran gehalten. Sollte ich mehr als 1 QT-zeit-verlängerndes Medikament nehmen müssen, muss ich einen Kardiologen zu Rate ziehen.

Ab einer QTc über 440 ms besteht ein erhöhtes Risiko für plötzlich auftretende tödliche Herzrhythmusstörungen.

Laut Kardiologe kann es sein, dass ich eine Dispotion für medikamenten-induzierte QT-Zeit-Verlängerung habe.

Mein Psychiater nimmt das ganze auch sehr ernst und berücksichtigt das in der Medikamenten-Auswahl.

Ich bin inzwischen auf Cymbalta umgestellt. Die QTc ist dabei aus 418 ms runtergegangen. Immer noch ziemlich hoch, aber wenigstens unter 440 ms.

C ha-xTu


Danke für die Info. Ich finde es schön, dann irgendwann auch zu erfahren, was aus der Sache geworden ist. Prima, dass Du Dich jetzt auf so etwas immer einstellen kannst und dass alle Ärzte kooperieren (ist leider nicht immer so).

Alles Gute!

Cha-Tu

Poa&st\a83


Bitteschön. Ja, für meine jetztigen Hausarzt, Kardiologen und Psychiater bin ich auch sehr dankbar. Auf den ersten Kardiologen bin ich aber nicht gut zu sprechen.

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