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Komme gerade vom Herz-Ultraschall, Ekg...

CUaroM41


Hallo Cha-Tu

Danke für deinen Kommentar. Auf der Überweisung an einen Psychotherapeuten steht Angststörung drauf und ich will das auch abklären lassen. Ich steh dem nicht von vornherein Ablehnend gegenüber, denn ich merk ja selber, dass meine Lebensqualität leidet. Das ging so schleichend irgendwie. Ich weiß ja bzw. merke, dass ich oft ängstlich bin und mir um alles und jeden Sorgen mache. Z.B. hat mein Sohn den Führerschein letztes Jahr gemacht und wenn er unterwegs ist und sich mal nicht meldet obwohl er es versprochen hat.... :=o da spring ich im Dreieck. Ich bin nicht böse oder so, aber ich mache mir Sorgen und kann an nichts anderes denken....ich lasse meinen Sohn das natürlich nicht spüren, aber der merkt mit seinen 19, dass ich übertreibe....und sagt gern indem Zusammenhang "Mutterglucke" zu mir.

Ja und was ich auch schon mit der Ärztin besprochen hab ist, dass meine Mutter Ende 2003 mit 66 Jahren aus dem Nichts heraus einen Gehirnschlag erlitt und nach 2 Tagen Koma verstarb. Ich hab mir lange nicht bewußt gemacht, dass ich das evtl. bis heute nicht wirklich verarbeitet hab. Damals war ich wie ferngesteuert, mußte und wollte dann für meinen Vater dasein ihn unterstützen, stark sein sozusagen....Vielleicht hab ich das zu sehr verdrängt und unterschwellig kommt das nach und nach wieder hoch? Vielleicht auch die Angst (schonwieder Angst....) dass mir das auch passieren könnte.Bewußt, denk ich da nicht dran, aber wer weiß vielleicht unbewußt? ...Ist wohl das Beste ich mache schnell einen Termin bei einem Psychotherapeuten. Mal schauen wo ich einen finde...

Also lieben Gruß und danke nochmal.

Caro(inzwischen42) ;-D

CEha-xTu


Hallo, Caro,

Du bestätigst einmal mehr eine Erfahrung, die ich seit langem gemacht habe: dass einige Menschen mit Organängsten (so nenne ich das mal; ich mag das Wort "Organneurose" nicht, es schreckt die Leute ab) irgendwann in der Vergangenheit einen sehr plötzlichen Todesfall in der engen Verwandtschaft oder im engen Freundeskreis erfahren, aber nicht gut verarbeitet haben.

Natürlich gilt das nicht für alle, die Herzangst oder eine ähnlich gelagerte Angst haben (Krebsangst, Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren), aber für einige.

Ich denke, eine "ungesunde Trauer" (klingt blöd) ist oft die Ursache für spätere Ängste, oft bezieht sich dann auch die Angst auf das gleiche oder ein verwandtes Organ, das bei dem verstorbenen versagt hat und zum Tode geführt hat. Daran muss gearbeitet werden. Aus dem Grunde empfehle ich auch jedem Menschen, der einen Trauerfall zu beklagen hat, sich entweder einer Trauergruppe anzuschliessen (gibt es immer mehr an immer mehr Orten) oder aber eine zeitlang therapeutische Begleitung aufzusuchen. Das gilt natürlich auch nicht für jeden Trauernden. Aber unsere heutige Zeit hat die alten Trauerrituale verlernt, man hat auch verlernt, dem Tod einen akzeptierten Platz im Leben zuzuweisen, ihn nicht zu verdrängen. Sterben und Tod finden heute unter "steriler Atmosphäre" statt und so erwartet man auch eine "sterile" Trauer. Man muss stark sein, wie Du schon geschrieben hast. Aber muss man das wirklich? Ich kenne Menschen, die für Angehörige stark sein "mussten" und die dann später erfahren haben, dass diese Angehörigen sich nichts so sehr gewünscht haben wie, dass die Angehörigen mal SCHWACH sind und mit ihnen weinen...

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

C#arxo41


@ Cha-tu

Ja es kann durchaus sein, dass es so ist bei mir. Kann denn eine Psychotherapie da hilfreich sein? Ich habe keinerlei Erfahrung mit psychischen Problemen und Therapien. Kann mir auch nicht vorstellen, wie sowas abläuft und wie so ein Therapeut das angeht. Da hab ich null Vorstellung. Aber ich bekomme am Dienstag Bescheid wann ich mich bei einer Psychotherapeutin vorstellen kann, erstmal zu einem Beratungsgespräch.

Danke dir erstmal für deine hilfreichen Kommentare

Liebe Grüße

Caro

CChaI-LTxu


Hallo, Caro,

ja, eine Therapie kann da durchaus helfen, die eigenen Gefühle ein wenig klarer zu sehen oder möglicherweise erst zuzulassen. Gerade wenn man den Verlust eines geliebten Menschen damit verbunden hat, für einen anderen "stark" sein zu müssen, wird da manches nicht zugelassen, nicht bearbeitet, nicht gesehen. Dabei hilft dann die therapeutische Begleitung. Therapeuten sind ja nicht nur dafür da, eine bereits vorhandene schwere seelische Krankheit zu "heilen", sondern auch, einen durch schwere Zeiten zu begleiten, damit es erst gar nicht zu einer wirklich schweren Krankheit kommt. Es gibt unter den Therapeuten sogar regelrechte Trauerbegleiter...

Lieben Gruss und alles Gute für Dienstag, hoffentlich musst Du nicht zu lange auf einen Termin warten.

Cha-Tu

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