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Katheterablation

aRlMpine<stxarxs hat die Diskussion gestartet


Guten Abend...

mein name ist chris,ich bin 27 jahre alt,1,80 m groß und 80kg schwer...habe gestern nach langer suche und ärzte marathon die diagnose wpw syndrom erhalten... :-| (plötzliches herzrasen in ruhe..ca . 180-200 schläge pro min.)

mein kardiologe sagte zu mir man könnte dieses mit einer sogenannten katetherablation beseitigen...die erfolgschancen liegen bei ca 80-90 %..so seine aussage...

ich leide auch an einer angst und panikstörung die ich durch die "Krankheit" bekommen habe... :-(

Also schickt er mich in die Schüchtermann Klinik nach Bad Rothenfelde um die ablation durchführen zu lassen...

mir wird langsam echt mulmig und wenn ich so lese was da alles schief gehen kann. :°(

Nun sitze ich hier und habe einfach mega angst vor der op...was ist wenn ich dabei eine panikattacke bekomme?oder sonst etwas...krass gesagt..habe angst dabei abzunippeln.. :-o

hatte jemand schonmal so etwas??vielleicht auch mit erfolg?

mfg chris....

Antworten
JLunxie


Meine Mutter hat dieses Prozedere schon dreimal über sich ergehen lassen.

Das erste Mal Ende der 90er Jahre, damals war die Technik noch ziemlich neu, soweit ich mich erinnere. Ich habe natürlich ihre Ängste und Sorgen damals hautnah miterlebt. Der erste Eingriff wurde damals im UKE in HH durchgeführt.

Natürlich war die Angst vor dem Eingriff riesengroß. Sie hatte allerdings durch diese ständigen, plötzlichen Rhythmusstörungen kaum noch Lebensqualität, weil sie sich kaum traute z.B. mit dem Auto weiter weg zu fahren, immer in der Angst, es könnte ja plötzlich auftreten. Der Eingriff war also unbedingt notwendig und ließ sich nicht länger aufschieben.

Der Arzt hat ihr damals Briefe von anderen "geheilten" Patienten gezeigt, die nach dem Eingriff wieder frei leben konnten und z.B. in den Skiurlaub gefahren sind, was vorher undenkbar war. Er (der Arzt selbst) musste sich auch schon dreimal dieser Ablation unterziehen und scherzte, dass man halt nicht alles beim ersten Mal erwischt hatte.

Bei Ihr verlief der Eingriff dann auch problemlos und sie hat deutlich an Lebensqualität gewonnen.

Nach ein paar Jahren traten wieder Probleme auf, und sie bekam ca. 2005 die 2. und jetzt im Nov. 2010 die dritte OP.

Bei den beiden ersten hatte sie das Gefühl "da ist noch was". Jetzt, nach der dritten, sagt sie, "ist nix mehr übrig" (wie auch immer sich das anfühlt), was die Rhythmusstörungen auslöst. Die Eingriffe selbst verliefen jedesmal völlig unkompliziert, das schlimmste war die Angst vorher. Es kommt natürlich auch hinzu, dass der Eingriff mittlerweile verbreitet ist, und die Technik sich stark verbessert hat. Zum dritten Mal ist sie völlig relaxed hingefahren, als wäre es eine Blinddarm-OP.

Als ich meine Mutter aus dem KH abgeholt habe, ging es ihr immer deutlich besser als vorher, kurz nach dem Eingriff war schon fast alles vergessen. Für mich als Tochter war es mehr als erstaunlich, lange war sie schlapp und durch die ganzen Betablocker völlig kraftlos, dann holt man sie von einem so "schweren" Eingriff ab, und sie fragt, ob wir nicht noch shoppen gehen wollten, wenn wir schon mal in HH sind. Unglaublich!

Ich hoffe, dass Dir das etwas Mut macht. Natürlich ist so etwas kein Spaziergang, und es ist ganz klar, dass man eine Höllenangst davor hat. Lese nicht soviel darüber, was schief gehen KÖNNTE!! Es wird schon alles gut gehen!! Alles Gute für den Eingriff!!

rne)geAnium


Lieber Chris,

ich, bzw. mein Herz war auch für eine Katheterablation vorgesehen. Meine Hausärztin, im Gegensatz zu meinem Kardiologen, hat zunächst abgeraten,

und Betablocker empfohlen. Ich bin dem gefolgt, und sehr froh darüber, da

es geholfen hat. Habe jetzt vorwiegend Sinusrhythmus und nur vereinzelt VES

(Extraschläge). Über leg es Dir also gut ob, bzw. wann Du dich einer Ablation unterziehst. Hole Dir weitere Meinungen von Spezialisten ein, nicht nur von Kardiologen...

viel Erfolg!

a1lYpinenstaxrs


hey...vielen dank für eure antworten... :)^

ich streube mich dagegen betablocker zu nehmen..war letztes jahr schonmal in der schüchtermann klinik wegen geplanter ablation...habe aber kurz vorher gesagt...leute...ich versuchs so...und dann letztens beim fußballspiel in kroatien ging los...herzrasen wie wild...dachte ich gehe jetzt von der welt...habe michauf den rücken gelegt (während des spiels) und sofort kamen viele an umzuhelfen..ich habe immer gesagt helft mir..da stimmt was nicht...das hatte ich danach noch 4 mal...vom sommer bis jetzt...und kleinere anfälle 2-3 mal die woche... es schränkt mich ein...ich hatte die chance hoch zu kommen im fußball..und dann sowas...ich will die herzanfälle endlich loswerden...sie beeinträchtigen meine lebensqualität....dazu kommen die panikattacken ..meist nachts..hochschrecken weil man denkt das herz bleibt stehen... :-( meine freundin leidet auch schon sehr darunter...aber die angst ist schon echt heftig vor dem eingriff...

r-eggeniuxm


hi Chris, ich verstehe deine Angst vor den Betablockern, hatte ich als Dauerläufer

Ausdauersportler auch, wg. Leistung usw., war aber unbegründet, nach 2. Wochen Einnahme hat sich alles stabilisiert, ich merke nichts beim Laufen. Jedenfalls lohnt es sich aus meiner Sicht erst einmal mit diesen B-Blockern zu versuchen, sie sind zunächst mal die 1. Wahl bevor man sich einer Ablation unterzieht. Die kann man immer noch machen. Die B-Blocker sind vergleichsweise harmlos im Vergleich zu den

sog. Arrythmikas...

Gruß

C_ha-ZTxu


Also, vor dem Abnippeln brauchst Du keine Angst zu haben. Das ist ein Routineeingriff, der heute sehr sehr risikoarm durchgeführt wird. Allerdings kann es durchaus sein, dass der erste Versuch nicht 100% erfolgreich ist. In manchen Fällen muss ein zweiter oder dritter Ablationsversuch durchgeführt werden, aber dann ist es meistens behoben.

Im Gegensatz zu meinem Vorredner würde ich den Betablocker bei einem jungen Mann als zweite Wahl bezeichnen, da er als Nebenwirkung Potenzstörungen haben KANN (nicht muss!). In jungen Jahren ist das aber eben nicht selten und auch besonders unangenehm, zumal ich finde, es sollten erst alle anderen Möglichkeiten probiert werden, bevor man zu einer dauerhaften, u.U. lebenslangen Medikation greift.

Alles Gute

Cha-Tu

aDlpixnesbtarxs


Hi...

@ regenium...danke für deine antwort...ich bin dennoch cha-tu's meinung..weil eine lebenslange B-blocker einnahme nicht so dem entspricht was ich mir vorstelle...

@ Cha-Tu..auch dir danke das du mir antwortest...wie gesagt bin ich eher deiner meinung auch wenn es regenium nur gut meint ... :)^ hattest du auch schonmal eine Katetherablation?wie alt bist du denn?ich habe halt n mulmiges gefühl an mir rumoperieren zu lassen..ich glaube zwar das in der schüchtermann klinik nicht gerade die schlechtesten Kardiologen arbeiten...dennoch kann es ja zu komplikationen kommen..(wegen panick etc.) oder vielleicht muss ich auch einfach ma meine eier in die hand nehmen und da durch...aaaaaaaah %:| habbbbb schiiiß...hatte sogar schiss vor meine blinddarm op...irgendwie ziehe ich nämlich komplikationen magisch an...1 tag nach blinddarm op..magendarm grippe...hut ab... :)=

C^ha-xTu


hattest du auch schonmal eine Katetherablation?

Nein, aber schon 6 Herzkatheter-Untersuchungen und 1 Ballondilatation.

wie alt bist du denn?

60.

ich habe halt n mulmiges gefühl an mir rumoperieren zu lassen..ich glaube zwar das in der schüchtermann klinik nicht gerade die schlechtesten Kardiologen arbeiten...dennoch kann es ja zu komplikationen kommen..(wegen panick etc.)

Wenn Du das möchtest, kannst Du Dir ein Beruhigungsmittel geben lassen. Dann ist Dir alles, was um Dich herum ist, egal. Ich habe ein Beruhigungsmittel abgelehnt, weil ich sehr neugierig bin und es faszinierend fand, das alles auf dem Monitor mit zu verfolgen. Allerdings hatte ich vor der ersten Katheter-Untersuchung sehr grosse Angst. War aber im Nachhinein nicht nötig gewesen.

oder vielleicht muss ich auch einfach ma meine eier in die hand nehmen und da durch...aaaaaaaah habbbbb schiiiß...hatte sogar schiss vor meine blinddarm op...

Ich fand die Blinddarm-OP ist viel schlimmer. Meine jedenfalls war der reinste Horror.

LG

Cha-Tu

avlpixngestarls


vielen dank cha-tu...

du machst mir mut... :)_ hoffe mal das es gut ausgeht und werde hier auf jedenfall drüber berichten wenn ich da raus bin...wenn ich das überlebe ":/

C?ha-xTu


Wann ist denn der Eingriff? Dann können wir Daumen drücken...

aSlpin4estar$s


den termin habe ich noch nicht...werde aber kurz vorher hier schreiben...cool wäre wenn ich wärden der operation schreibe...dank smartphone ;-D mein kardiologe macht den termin..das geht schneller sagt er... ich sollte in der nächsten woche post kriegen....

s}i7gmarJ_1x7


Cha-Tu,

du hast vollkommen recht, Medikamente können die Beschwerden höchstens eine Weile unterdrücken, aber das Problem besteht dahinter weiter. Endlich einer, der sich auskennt.

Ebenso richtig ist, dass Beta-Blocker dringend im Verdacht stehen, beim Mann Impotenz (ED) zu verursachen.

Die mit diesem Medikament gewünschte Frequenzkontrolle hat meist keinen Einfluß auf den angestrebten Sinusrhythmus und bringt auch in Kombination mit einem Anti-Arrhytmikum leider sehr selten den gewünschten Erfolg. Insgesamt alles sehr abhängig von Anfallshäufigkeit Instensität, Art und tatsächlicher Ursache der Herzrhythmusstörung.

Ich habe zu diesem Thema bereits an anderer Stelle in diesem Forum gepostet, dass die Kathederablation heute als einzig wirkliche Alternative und in absehbarer Zeit sogar als Behandlung der 1. Wahl angeboten werden kann.

Abgesehen davon, wird vor jeder Ablation eine elektrophysiologische Untersuchung des Herzens (EPU) vorgenommen, die den Entstehungsort des VHF zweifelsfrei erkennen lässt und andere Ursachen endlich ausgeschlossen werden können!

Auch das Risikoprofil ist, wie du ja selbst sehr richtig sagst, im Vergleich zu anderen OP's ein erstaunlich gutes. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass man bei der PVI direkt im Herzen und damit im Zentrum des lebenserhaltenden Systems im Körper interveniert.

Da ich einen Termin zur Ablation habe, bin ich dir ob deiner erlebten Erfahrung über deine optimal verlaufene OP sehr dankbar und deckt sich vollkommen mit meiner Einschätzung.

Wenn du noch darauf eingehen würdes, mit welchen Kathedersystem, RF oder Cry, die PVI bei dir vorgenommen wurde, wäre ich dir sehr dankbar.

Liebe Grüsse

Cyha-Txu


Hallo, Sigmar,

danke für Deinen Bericht. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiss, welche Kathetersysteme da verwendet worden sind. Das hat mich nie interessiert. Die erste Katheterisierung war nach meinem ersten Infarkt 1995, die letzte vor 4 Jahren. Es waren jedoch keine Katheter, der erhitzt werden konnten, denn bei mir musste ja nichts abladiert werden. Jedes Mal war es eine Links-Katheter-Untersuchung.

Gruss

Cha-Tu

r1egenRium


Hallo zusammen,

nach der Beschreibung von Cha-Tu handelte es sich bei ihr/ ihm um einen sog. "Herzkatheter" also Herz- bzw. Herzgefäßeuntersuchung auf arteriellem Wege, also eine rein diagnostische Geschichte ohne Ablation. Eine Ablation im Rahmen einer EPU wird dagegen über die Venen durchgeführt.

Gruß :-D

s@igmrar_x17


Alles klar,

ich dachte nur, Che-Tu hat ob seiner prima Information auch schon eine PVI hinter sich.

LG

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