Herzstolpern und Panikattacken

02.02.12  18:21

bin das erste mal hier *:) bin 46 und habe seit 6jahren immer wieder herzstolpern.es fing vor 6 jahren an ganz wenig und steigerte sich im laufe der zeit.hab die ersten 4jahre es dauernd untersuchen lassen kam nichts bei rum wegen meiner panik die ich seit 17 jahre habe sagte man mir es komme von der psyche.seit 6 monaten ist es so schlimm geworden das ich kaum noch vor die tür gehe.bei einem puls von 76 sind 30 ...40 stolperer dabei.das geht manchmal nur minuten dann stunden.dann beruhigt es sich eine zeit lang und dann ich geht es wieder los. nehme betablocker sowie als auch beruhigungsmittel.ist aber was fürn Ar.... wer kennt das??brauche dringend hilfe!!!

d3avrktxulip

03.02.12  07:09

Vielleicht wäre es erst einmal sinnvoll, dem nächsten Kardiologen NICHT zu sagen, dass Du an einer Panikstörung leidest. Es muss zunächst einmal eine objektive Untersuchung gemacht werden, und das wurde bei Dir ja seit zwei Jahren nicht gemacht, wenn ich das richtig verstehe. In diesen zwei Jahren hat sich die Symptomatik deutlich verschärft, also sollte das noch einmal gecheckt werden.

Wenn dann nichts dabei herauskommt, wirst Du das lernen müssen, zu akzeptieren . Man KANN sich daran gewöhnen, ich habe bis zu 4000 Extrasystolen pro Tag und mich auch daran gewöhnt, und hier ist eine Userin im Forum gewesen, die bis zu 30000 dieser Dinger pro Tag hat und sich daran gewöhnt hat. Manchmal braucht es dazu allerdings psychotherapeutischer Hilfe (machst Du so etwas wegen der Panikstörung?), denn alleine ist das oft sehr schwer.

Alles Gute

Cha-Tu

Cfha-Txu

03.02.12  18:26

danke für deinen kommentar!!!!!ich bin froh das ich tips sowie als auch beruhigende worte lese...sag mir mal ehrlich .....wie lebt man damit ??? ??? ??? ??? ?ich schaffe es nicht.habe ausser das ja noch meine paniksymptome.ich weiss nicht wie ich lernen ksnn mit den ES umzugehen.gestern war es so schlimm da waren richtige salven von ES.mein mann hat mich stundenlang versucht mich zu beruhigen.ich habe vor einem halben jahr angefangen zu meditieren.das hilft mal richtig gut mal kaum.du sagst ich soll es nocheinmal untersuchen lassen aber ehrlich ich habe angst davor.ich habe mich in den 4jahren vorher zum vollhorst überall gemacht alle waren total genervt und schäbig zu mir. hatte ja auch pausen bis zu nen halben jahr wo keine ES war.....therapie habe ich beantragt dauert aber noch eine ganze weile.danke nochmal.liebe grüsse .....conny :-)

dcarktRulip

04.02.12  00:12

Ich bin dein Seelenverwandter, darktulip.

Meine Geschichte kannst du hier lesen, falls du mal Zeit hast: [[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/611778/]]

Zur Kurzform. Ich bin 25 und leide seit ich klein bin an Stolperern. Insgesamt haben mich mittlerweile 4 Kardiologen untersucht, alle voneinander unabhängig, mehrere Internisten und auch meine Hausärztin. Nie kam etwas dabei rum. Ich sei angeblich Herzgesund. Was im Teenager Alter mit ganz leichtem Stolpern angefangen hat, mal für Jahre verschwunden war, mal richtig heftig mit Stichen während der kompensatorischen Pause, und dann eigentlich in der Versenkung verschwunden, diese Beschwerden. Seit ich so in meinen Zwanzigern bin ging es gut. Doch seit Ende 2010 hat sich mein Zustand verschlimmert. Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich in der Notaufnahme war. Wie oft sie mir Blut abgezapft haben. Wie oft ich ein EKG machen durfte, darunter auch 24 und 48 Stunden EKG's. Wie oft ich abgehört wurde. Ultraschall, Belastungs EKG. Das volle Programm. Betablocker (vielleicht haben die Tabletten die Beschwerden noch verschlimmert). Immer wenn ich mich mit meinem aktuellen Zustand langsam abfinden kann, wird es kurze Zeit später schlimmer. Jetzt kommen auch noch Couplets und Salven hinzu (worüber mich Cha-Tu bereits aufklärte). Ich forsche täglich nach gründen, was ich falsch mache, das es so plötzlich anfängt. Was passiert in diesem moment? Eine falsche Haltung? Ist es der Magen, das Zwerchfell, welches auf mein Herz drückt? Nach Mahlzeiten ist es besonders schlimm. Ich esse kaum noch was. Das gute: Ich habe so gut wie endlich wieder den Zahlenbereich mit einer 7 erreicht. Ja, 79 Kilo zu wiegen wäre schön.

Sobald ich ein Stolpern spüre, erschrecke ich. Dann macht sich ein Gefühl der Panik in mir breit. Das generiert einen Teufelskreis. Habe am Abend, um die Angst etwas zu lindern, eine Lorazepam eingeworfen. Ich fühle mich einfach benebelt und müde. Kein schlechtes Gefühl. Aber irgendwie schlägt mein Herz nun auch schneller. Das begünstigt die Stolperer. Also kein Lorazepam mehr.

Ich drehe langsam durch, darktulip. Ich weiß nicht was ich noch tun soll. Kleinste Wege werden für mich zur Qual. Ich habe sämtliche Lebensfreude verloren. Ich weiß, 1 oder 2 mal am Tag erwartet mich so eine Phase in der stundenlang Extrasystolen auftreten. Noch schlimmer dabei ist, das ich mich Fit fühle. So nimmt man alles noch viel stärker wahr. Auch ich brauch eine psychotherapeutische Behandlung. Natürlich habe ich auch mehr zu erzählen, als nur über meine Extrasystolen zu klagen.

So lange die Ärzte auf dem EKG nichts finden, nehmen sie einen selten ernst. Besonders wenn das Herz vorher gründlich untersucht wurde. Habe Heute das 48 Stunden EKG abgegeben. Und ich freue mich. Da wird mein Kardiologe staunen. Ich habe dennoch riesige Angst vor der Auswertung. Was wird danach geschehen? Wird er sagen: "Herr E. bitte kommen sie unverzüglich ins Krankenhaus. Ihr Zustand ist doch kritischer als angenommen".

Oder wird er sagen: "Machen sie sich keine Sorgen, Herr E. Damit müssen sie leben. Falls es sie beeinträchtigt können sie sich auch einer Ablation unterziehen."

Egal welche Option ich zu hören kriegen werde, ich habe furchtbare Angst.

Die meisten Ärzte waren zum Glück sehr verständnisvoll zu mir. Besonders meine Hausärztin. Natürlich wird sie nicht über das Wissen eines Facharztes, eines Kardiologen verfügen, aber die Gespräche mit ihr taten mir sehr gut. Sie hat mir auch bereits die Nummer von einem Krisenzentrum rausgesucht. Dort kann man psychologische Hilfe beanspruchen ohne lange warten zu müssen. Sieht man, das der Patient geistlich in einer labilen Verfassung ist, wird man direkt vermittelt. Vorher will ich aber erstmal meine Ergebnisse abwarten.

Eine Therapie ist Pflicht. Selbst wenn ich irgendwann beschwerdefrei leben kann. Die letzten zwei Jahre haben mich ausgemergelt und mitgenommen. Ich bin erledigt. Müde vom ganzen Nachdenken. Und auch vor meinen Freunden kann ich die Fasse des immer gut gelaunten nicht weiter aufrecht erhalten. Erstmals sehe sie, wie es wirklich um mich steht. Und das ich ganz kurz davor bin, den Verstand zu verlieren.

Ich hoffe, darktulip, du hast eine erholsame Nacht und ein angenehmes Wochenende. Mit deinen Ängsten bist du zumindest nicht alleine.

Liebe Grüße,

Marcel

U<nlucGk;yMonkey

05.02.12  14:39

habe stunden damit verbracht mir hier die beiträge überES und die damit verbundenen ängste durchzulesen.bin verwirrt darüber das bei den aller meisten fragen eine riesen resonanz kam.wenn ich mir dagegen meine beiträge ansehe muss ich leider feststellen das da die resonanz darauf nicht sooooooooooo gross ist.Warum ??? ?mach ich was verkehrt das kaum einer was dazu zu sagen hat?!macht mich traurig denn mein leidensdruck ist enorm.vieleicht meldet sich noch jemand ....würd mich freuen.liebe grüsse von der conny *:)

dFarkt>uOlip

05.02.12  14:45

Wieso bringen dir die anderen threads nichts? was willst du hören?

A*qua/lxia

05.02.12  15:01

Hallo, darktulip,

ich verstehe zwar, dass man ein wenig enttäuscht ist, wenn so wenige auf die eigene Problematik eingehen. Aber es gibt hier zu diesem Thema sooooo viele Antworten, die auch für Dich gelten könnten... Und vielleicht liegt es ja auch einfach daran, dass man langsam müde wird, immer und immer wieder auf DIESES Thema zu antworten (ich gestehe, ICH werde langsam müde). Ich denke, ich habe allein zu diesem Thema sicherlich schon 2000 oder mehr Antworten gegeben.

Deine Symptomatik hat sich innerhalb der letzten Zeit verschärft, Du wurdest seit vier Jahren nicht mehr ärztlich untersucht (wenn ich das richtig verstanden habe), da kann man nur empfehlen, eine erneute Untersuchung durchführen zu lassen. Das ist der einzige seriöse Rat, den man Dir hier geben kann. Aber wenn Du nicht noch einmal zum Arzt willst/magst, dann musst Du eben auf die Therapie hoffen. Es gibt keine "allgemeingültigen" Tipps. Man kann diese Symptome nur untersuchen lassen und wenn der Kardiologe nichts findet, muss der Patient lernen, damit zu leben.

LG

Cha-Tu

Czha-*Tu

05.02.12  15:05

Nachtrag

Ach, noch was: Wenn die Ärzte zu Dir fies waren, wäre es vielleicht hilfreich, wenn Dein Mann mit zu so einem Termin geht und Dir da beisteht. Meistens sind unfreundliche Ärzte "höflicher", wenn da jemand zur Verstärkung beisitzt. Generell aber würde ich es mir nicht gefallen lassen, wenn Ärzte mich nicht ernst nehmen oder sogar schäbig zu mir sind. Das steht KEINEM Arzt zu. Und das würde ich ihm auch sehr deutlich machen. Du bist doch auch eine lebenserfahrene Frau und kein Kind, das musst Du Dir nicht gefallen lassen...

Gruss

Cha-Tu

CFha1-Tu

05.02.12  15:06

@ Cha-Tu

:)^ :)= @:)

Eine Panikerkrankung gehört definitiv behandelt. Ich verstehe nicht, warum die Leute jahrelang mit den Paniksymptomen durch die Gegend laufen, ohne auf die Idee zu kommen, sich mal in fachliche, d.h. therapeutische Hände zu begeben :|N

Eine Panikstörung geht nicht einfach mal so weg. Oder würdest du 6 (?) Jahre mit einer Angina herumlaufen? :|N

sjchnec|ke1985

05.02.12  15:23

Schecke,

ist die Frage an mich gestellt? Falls ja: mir ist das alles klar. Ich sehe das genau wie Du. Ich meinte auch nicht, dass der Patient mit seiner Panikstörung leben muss (im Gegenteil, als Therapeut empfehle ich hier sehr schnell, sich in Therapie zu begeben, manche sind davon schon genervt ;-)), sondern, dass er in der Therapie lernt, mit diesen Symptomen (Herzstolperern) zu leben, sofern sie durch die Therapie nicht verschwinden. Herzstolperer sind nun einmal fast immer harmlos, und Angst- und Panikkranke interpretieren diese Wahrnehmung als bedrohlich, was sie aber meistens nicht sind.

Gruss

Cha-Tu

CHha\-Txu

05.02.12  15:41

Nein, lieber Cha-Tu, die Frage war nicht explizit an jemanden gerichtet. :)_

Ich bin nur immer wieder erstaunt, wie lange Menschen mit ihren psychischen Problemen leben (müssen), weil man sich nicht in fachliche Hände begibt / getraut. Jeder "unbehandelter" Tag ist ein verschenkter Tag, und das macht mich manchmal traurig und fassungslos :°(

s1ch_necUke1x985

05.02.12  15:50

wie lange Menschen mit ihren psychischen Problemen leben (müssen), weil man sich nicht in fachliche Hände begibt / getraut. Jeder "unbehandelter" Tag ist ein verschenkter Tag, und das macht mich manchmal traurig und fassungslos

Ja, das geht mir auch so, Schnecke. Und auch hier im Forum: Viele Menschen gehen jahrelang von Arzt zu Arzt, ertragen und durchleben Horrornächte, die schrecklichsten Panikattacken, haben kaum noch Lebensqualität, aber wenn man ihnen eine Therapie empfiehlt, macht man sich damit nicht immer beliebt, oder sie haben immer einen Grund, es NICHT zu tun...

Aber darktulip will ja, ist angemeldet, ich hoffe, sie bekommt bald einen Platz.

LG

Cha-Tu

CthWa-Txu

05.02.12  17:12

hallo ;-) ich war überascht und froh nochmal was zu meinem thema zu hören.danke an cha tu!!!ich habe bemerkt das du hier jemand bist der ganz viele hilfreiche kompetente und auch töstende worte hast....meinen respekt davor!!!!.......noch etwas zu meiner person .....ich bin mit 25jahren an einer panikstörung einer generalisierten angststörung,zwängen,und einer borderline störung erkrankt.habe daraufhin mit29 jahren die erwerbsunfähigkeitsrente bekommen ....war insgesammt 23mal in stationerer behandelung,3rheamassnahmen gemacht und die jetzt von mir beantragte therapie wäre nummer7.also wenn ich eins kann und weiss dann ist es wie man sich in therapie oder was auch immer es da so im psychischem bereich gibt begibt.tagesstätten ,betreutes wohnen alles habe ich durch.die ES habe ich wie schon mal gesagt seit 6jahren mit immer mal monatelangen pausen dazwischen.aber die ES ist nur eines meiner vielen beschissenen symtomen und problemen.deswegen fällt es mir schwer überhaupt jeden einzelnen tag in meinem doch mittlerweile 46 jahren zu überstehen.und ja,viele können wohl nicht mehr viel zum thema ES sagen weil wohl alles gesagt wurde.aber für mich ist es sehr notwendig was zu hören oder lesen was mir irgendwie hilft.habe am 12.02. meinen wohl gefühlt 100 termin beim kardiologen.nochmal sorry wollte hier niemanden überstrapazieren.brauchte nur ein bissi trost und rat.liebe grüsse ;-)

d+ar+kJtuxlip

05.02.12  17:15

nachtrag.an aqualia....was ich hören möchte fragst du.......ich denke.....von dir lieber nix.

d(arktuLlixp

05.02.12  17:47

ch dachte immer, dass dieses Forum dafür da sei, sich mit anderen auszutauschen oder evtl. Hilfe bei bestimmten Sachen zu bekommen. Wenn ich das hier lese, muss man aufpassen, was man schreibt.

Ich kann dir schon nachfühlen, wie es dir geht darktulip. Mir geht es seit einiger Zeit auch so mit den Panikattacken. Bei mir fangen die Untersuchungen erst an. Du hast ja schon einige hinter dir. Ich wünsche dir alles Gute! :)* :)* :)*

B,isne250x0

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