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Herz? Atmung? Rücken? nervöses Gefühl

kWaffeQe_hxh hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bin 37 Jahre alt und hab seit einiger Zeit ein Problem, und mein Internist geht in Rente, weiss also nicht genau was ich da machen soll.. und hab auch irgendwie schiss davor zum Arzt zu gehen. Aber es lässt mich nicht recht in Ruhe.

Neige eh zu Panikattagen und so, und hab seit einigen Monaten so ein permanentes, beunruhigendes leichtes Druckgefühl auf der Brust und was das Herz betrifft das Gefühl, da "ist was". Allerdings, und darum glaub ich eigentlich nich dass das was mit dem Herz ist, nur im Ruhezustand.. wenn ich mich sportlich betätige wirds deutlich besser. Hab dann keinerlei Schmerzen oder Luftnot oder so. Aber wenn ich in Ruhe z.B. bei Familie aufm Sofa sitze, wird mir nervös und unruhig dadurch, fühlt sich ungut an.

Sitze allerdings auch viel vom Computer, hab diverse harte Muskelstränge im Rücken und Rippen wos weh tut wenn man drückt, und Atmung ist bestimmt auch nicht gerade perfekt (hyperventilation?). Genau da wo vorne dieses seltsame Gefühl ist, ist hinten ein Muskelstrang der ordentlich hart ist und weh tut. Kann das damit zusammenhängen? Ich habs ausserdem auch schon seit Monaten und es wird nicht schlimmer sondern bleibt konstant.. und obwohl es so ein latentes Schwächegefühl ist, ist mir nie jemals wirklich schwindelig oder gar ohnmächtig. Fühle mich eigentlich eher fit, aber halt nur wenn ich aktiv bin, im Ruhezustand wirds dann oft wieder unangenehm.

soll ich mich nun verrückt machen (wozu ich neige) oder versuchen es eher gelassen zu sehen? Puls ist ansonsten übrigens ganz normal (Ruhepuls so 74, bei wenig Schlaf und/oder zu viel Kaffee bis zu 90), Herzstoplern eigentlich auch nicht. Und obwohl sichs halt ungut anfühlt ist ja auch noch nie was passiert, ausser ein paar Mal eine Panikattacke. Aber die Folgen davon sind halt so ein permanent leicht ängstliches Gefühl und vor allem Schonhaltung, traue mich manchmal nicht so recht aus dem Haus oder unter Leute. Aber wenns wirklich was dramatisches mit dem Herzen wär müsste man doch ganz andere Symptome haben?

Antworten
kbaffee4_hh


Ach ja und je mehr ich drüber nachdenke umso schlimmer wirds. passiert das nicht auch bei einer anststörung? verspannugnen im brustkorb und so?

C(haD-xTu


Also, bevor man zu einer Therapie rät, sollte erst einmal medizinisch alles abgeklärt werden. Du hast Symptome, die körperlicher Art sein können, aber auch seelischer Art. Bevor man an die Seele denkt, muss ein Arzt Dich untersuchen, am besten einer, der nicht bald in Rente geht... Wenn DANN nichts gefunden wird, sollte man an die Seele denken.

Und ja, es kann ein Zeichen einer Angststörung sein, wenn sich Symptome verschlimmern, sobald man an sie denkt. Es können aber auch andere Ursachen vorhanden sein, daher: Erst zum Arzt, dann zum Therapeuten. In DIESER Reihenfolge.

Alles Gute

Cha-Tu

kKaff5ee_hxh


hm ja klingt logisch, danke..

Sxu nflowqer_x73


Wenn Du Dich für eine Psychotherapie entscheidest, muss eh ein ärztlicher Befund eingeholt werden – und gerade bei Panik gehört da bspw. die Abklärung via EKG und Schilddrüsenwerten dazu. Sollte zumindest, macht leider nicht jeder Hausarzt. Ein guter Therapeut kann sowas aber auch anfordern (da stellt sich dann die Frage, inwiefern ein Mediziner auf einen "medizinischen Laien" wie einen Psychotherapeuten hört).

Aber um Deine Fragen zu beantworten:

JA, Verspannungen und Selbstbeobachtung können die Symptome hervorrufen/verstärken. Da hilft nur: Ablenkung; Symptome nicht als "gefährlich" interpretieren sondern harmlose Erklärungen in den Vordergrund stellen. Versuch', Dir mal Physiotherapie/Massagen verordnen zu lassen.

Und natürlich wirklich eine einmalige Abklärung.

ksaffIeex_hh


wahrscheinlich ist die Befürchtung, es könnte doch was schlimmes sein, und die damit verbudene angst vorm arztbesuch, und gleichzeitig der druck, da doch besser hingehen zu sollen, an sich schon was, was unheimlichen druck erzeugt und für 50% der beschwerden verantwortlich ist. daher will man vielleicht im vorfeld erstmal versuchen erklärungen zu finden die nicht so damatisch sind. wobei das auch gelingt, gibt jede menge plausible erklärungen, und gerade herz kommt mir auch rational betrachtet doch eher unwahrscheinlich vor. ich nehg halt auch immer dazu, mich selbst verrückt zu machen..

hab ansonsten beschwerden dieser art schon seit geraumer zeit (10 jahre?), war immer verbunden mit panikattacken im rahmen beruflicher überforderung. eigentlich fühlt sichs an als hätte sich das quasi chronifiziert. und passt zeitlich auch, weil das letzten sommer so richtig losging und direkt davor auch eine arg stressige phase war.

Crhax-Tu


Wann wurdest Du denn das letzte Mal gründlich untersucht?

Und gründlich heisst: Relevante Blutwerte (wie sunflower schon schrieb: Schilddrüse), Belastungs-EKG und ggfs. Langzeit-EKG, und selbstverständlich der übliche Check mit Befragung, Abhorchen etc. Das ist ein MUSS, bevor man von "psychisch bedingt" reden sollte.

Wenn all diese Untersuchungen innerhalb der letzten 12 Monate bereits gemacht wurde, dürfte das Medizinische in Ordnung sein; falls das länger her ist: bitte machen lachen.

Cha-Tu

S+unflBower_x73


Und mal über eine Psychotherapie nachdenken, bevor es sich verschlimmert. Ist ja schon gut, dass Du die Zusammenhänge mit Überforderung & Symptomatik erkennst!

Aber auf jeden Fall medizinisch abklären, wenn es noch nicht geschehen ist.

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