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Körperlich ein bissl kaputt

p$anthYerinx78 hat die Diskussion gestartet


...und das schlägt mir aufs Gemüt.

Offenbar hab ich lungenmäßig einen Jackpot in Form von Asthma und copd ausgefaßt. Probleme hab ich – inzwischen – so gut wie keine mehr, die Medis wirken, mit gelegentlicher Atemnot und einem Druckgefühl in der Brust kann ich vergleichsweise leben. Womit ich hadere, ist die Tatsache, dass mein Wohlbefinden von Medikamenten abhängig ist.

Eigentlich langen mir die Schmerzmittel, die ich immer wieder mal nehmen muss, weil ich aufgrund einer Wirbelsäulenskoliose zu starken Verspannungen (und dadurch auch starke Kopfschmerzen) neige.

Dazu kommt noch die ärztliche Vermutung, dass das Herz "was hat", weshalb in ein paar Tagen US und Ergometrie anstehen. Ich schei* mich regelrecht an vor Angst.

Bitteschön, ich bin Mitte 30 und eigentlich aktiv und sportlich. Seit Monaten fühle ich mich dauernd krank, ausgelaugt und einfach kaputt. Körperlich so dermaßen NICHT zu funktionieren deprimiert mich zugegebenermaßen sehr.

Danke fürs Aussudern...

Antworten
C%h_a]-Txu


Womit ich hadere, ist die Tatsache, dass mein Wohlbefinden von Medikamenten abhängig ist.

Nun, das geht wohl erst einmal jedem chronisch Kranken so. Bei mir ist es sogar so, dass die Medikamente mir ermöglichen weiterzuleben. Ohne Medis wäre ich schon lange tot (ich bin chronisch und schwer herzkrank).

Aber ich denke, diese Sicht ist falsch. Dein Wohlbefinden ist nicht von den Medis abhängig, sondern sie ermöglichen Dir, Dich wohl zu befinden. Sie schaffen die Basis, dass es Dir gut geht, sie sind, wenn Du so willst, der "Dünger". So würde ich das sehen und so habe ich es bei mir selbst zu sehen gelernt.

Dazu kommt noch die ärztliche Vermutung, dass das Herz "was hat", weshalb in ein paar Tagen US und Ergometrie anstehen. Ich schei* mich regelrecht an vor Angst.

Dazu kann ich natürlich nichts sagen, denn "was am Herzen" ist nicht konkret genug. Wenn Du mehr weisst, schreibe es einfach hier rein, da finden sich sicherlich Kommentare.

Bitteschön, ich bin Mitte 30 und eigentlich aktiv und sportlich. Seit Monaten fühle ich mich dauernd krank, ausgelaugt und einfach kaputt. Körperlich so dermaßen NICHT zu funktionieren deprimiert mich zugegebenermaßen sehr.

Das verstehe ich sehr gut, und das ist auch eine RIESENaufgabe, das zu akzeptieren und anzunehmen zu lernen.

Vielleicht wäre es sinnvoll, Dich mal eine zeitlang von einem Therapeuten oder einer Therapeutin begleiten zu lassen. Nicht, weil ich denke, Du hast eine seelische Störung, sondern einfach, damit Du auf diesem Weg des Akzeptierens nicht ganz alleine bist. Mir hat das damals sehr gut getan, denn sich von seiner Gesundheit zu "verabschieden", das ist eine Lebensausgabe, die schnell in einer Lebenskrise enden KANN.

Alles Gute

Cha-Tu

p-anther3in78


Danke für deine Antwort! Du schreibst sehr einfühlsam.

Ich weiß, ich jammere vergleichsweise auf hohem Niveau ;-), es gibt so viele Menschen, denen es wesentlich schlechter geht, als mir. Dennoch, momentan kann ich nicht aus meiner Haut. |-o

C=ha-xTu


Oh, nein, Du jammerst nicht auf hohem Niveau, Du "jammerst" gar nicht. Du hast zwei schwere Erkrankungen, ein dritte "droht" eventuell, Du hast das Recht, darüber zu klagen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

Jvorinxa


Ich bin auch Asthmatikerin und ehrlich gesagt sehr glücklich, heute gut eingestellt überhaupt leben zu können, früher gab es gar nichts richtig Wirksames dagegen, die Menschen siechten dahin oder starben an ihrer Atemnot.

Deshalb bin ich wirklich dankbar für meine morgendlichen 2 Hübe, die mir auch eine fast uneingeschränkte Sportlichkeit ermöglichen.

Meiner Erfahrung nach kann es eine Entscheidung sein, ob wir das Angewiesensein auf Medikamente von der negativen oder der positiven Seite sehen wollen.

Wenn du zur Zeit zu erschöpft dazu bist, so verstehe ich das; das würde ich angehen, danach kannst du Dein Leben bestimmt auch wieder in einem schöneren Licht sehen.

p\antherxin78


@ Jorina:

Ja, damit hast du natürlich Recht, die Medis ermöglichen eine Lebensqualität, die ohne nicht drinnen wäre. Brauch nur meinen Jetzt-Zustand mit den letzten 3 Monaten vergleichen. Die Husterei war ein Wahnsinn.

Wie ich aus der Erschöpfung rauskommen soll, weiß ich echt nicht. Denn das ist es momentan, ich bin total ausgelaugt. Und sobalds etwas bergauf geht, werd ich prompt krank. Oder eines der Kinder, was in weiterer Folge aufs gleiche raus kommt.

Jfolri,na


Pantherin

Bist Du denn vielleicht seelisch ausgelaugt, so dass sich die Psyche auf den Körper schlägt?

Du hast mehrere Kinder, das ist ja schon nicht immer einfach...

pyanktherinx78


Was war zuerst, die Henne oder das Ei, die physische oder die psychische Erschöpfung? ???

Ich habe zwei Kinder, die mich zugegebenermaßen sehr fordern. Und Job. Und Haus. Seit der Geburt des kleineren vor knapp 3 Jahren gehts gesundheitlich irgendwie ständig bergab. Ich schnappe jeden verfügbaren Infekt auf, habe aber einfach keine ZEIT und keine Gelegenheit, etwas auszukurieren...naja und seit der Lungenentzündung letztes Jahr hab ich mich halt nicht mehr wirklich erholt. Das alles zehrt, das merk ich momentan stark. Einen Gang zurückschalten ist der übliche Rat an dieser Stelle. Aber ich bin schon im Leerlauf. Und an Tagen wie heute, wenn ich mit den Kindern rodeln gehe und es mit ach und weh schaffe, den Hügel hoch zu schnaufen, könnte ich nur noch heulen.

JKorinxa


Oha! Und da wunderst du dich? Eigentlich alles ganz folgerichtig.

Wenn wir mal das Asthma nehmen: Psychosomatisch ist es oft ein Zeichen für tiefgehende Konflikte, die wir nicht bewältigen, kann auch für zu viel Output statt Input stehen. Würde bei dir ganz gut passen, hm?

p%ant~herinx78


Ja, das würde sicher passen. Mir sind derartige Mechanismen auch bekannt bzw. bewusst. Trotzdem fühle ich mich momentan außerstande, etwas dagegen zu unternehmen – ich finde keinen Weg. Es ist einfach ein Teufelskreis: Ich fühle mich körperlich mies, weils mir mental mies geht, weils körperlich nicht hin haut, weils...

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