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Asthmatische Beschwerden – Asthma

4HAn{di4 hat die Diskussion gestartet


Liebe Mitleser, ich habe eine Frage, und hoffe, Ihr könnt mir helfen – vielleicht jemand da, der sich gut mit Asthma auskennt?

Seit 7 Jahren habe ich subjektiv immer wieder phasenweise "asthmatische" Beschwerden: Kurzatmitgkeit, das sehr unangenehme subjektive Gefühl, nicht richtig atmen zu können, vor allem Probleme beim Ausatmen, verbunden damit Angst usw. Würde ins Bild passen, denn ich habe eine starke Pollenallergie (mega Heuschnupfen), und die Probleme treten allermeistens in der 1. Jahreshälfte auf (mal tagelang, mal wochenlang, dann auch mal ein Jahr gar nicht).

So, aber jetzt kommts. Es wurde mehrmals pneumologisch abgeklärt. Meine Lungenfunktion ist immer annähernd normal (so zw. 85 bis 100 Prozent), auf den ReizInhalationstest habe ich nicht wirklich reagiert, ich habe ein Peakflowmeter, puste dort gute Werte (max 630 bei 175 Körpergröße und Mitte 30, männlich, minimal so ca. 560 bisher), das ändert sich auch während der subjektiv vorhandenen Beschwerden nicht, ich kann das Gefühl haben, vor Atemnot fast zu "japsen" und habe Peakflow über 600.

Mein Pneumo hat mir ein Bedarfsspray (Salbutamol) verordnet, das hilft meistens. Außerdem ein CortisonPräparat für die Pollenzeit (Novopulmon), da merke ich normalerweise keine Besserung von.

Der Arzt ist skeptisch, fragt sich, ob die Beschwerden bei mir psychosomatsch sind (durchaus möglich). Erwiesen ist allerdings die Pollenallergie, und ich reagiere negativ auf Betablocker (hatte sie wg Bluthochdruck, mussten mehrfach wieder abgesetzt werden, jetzt lasse ichs ganz).

Bin Nicht(bzw. ganz selten) Raucher, jogge (sommers) 1 bis 2 x die Woche.

Meine Fragen: KANN das überhaupt Asthma sein? Kann man bei normalen oder guten PeakFlowwerten bei gleichzeitig bestehenden subjektiven Beschwerden von "Asthma" sprechen?

COPD ist bei mir auszuschließen, beim Lungenröntgen war alles ok.

Danke fürs Lesen!

Antworten
NloNamex93


Also laut meines Pneumos stehe ich auf der Grenze wo man von Asthma/nicht-Asthma spricht, zeige aber deutliche Anzeichen und werd dadurch als Asthmatikerin eingestuft, allerdings sind meine Lungenwerte deutlich schlechter als deine. Ich habe auf den ReizInhalationstest dramatisch reagiert und meine Lungenfunktion liegt nur bei 70%.

Da du schon selber schreibst das ein psychosomatisches Problem bei dir vorliegen könnte würde ich auf jeden Fall in der Richtung weiter behandeln lassen, denn dieses Keine-Luft_bekommen Gefühl ist echt ätzend, kenne das ja selber und man steigert sich oftmals auch darein (hat angst und dadurch noch weniger Atmung möglich).

Vielleicht liegt das aber auch alles einfach an der Allergie, vielleicht ist die bei dir halt relativ heftig, wäre ja genauso möglich.

Die Medis die du nimmst kenne ich auch. Hatte bis vor ein paar Wochen auch das Novopulmon hat bei mir aber auch absolut keine Besserung ausgelöst, deshalb hab ich was anderes bekommen damit klappts ganz gut.

Also wie gesagt würde an deiner Stelle noch mal abklären lassen ob das nicht alles von der Allergie kommt und wenn das nicht sein kann würde ich wirklich auf die psychosomatische Schiene weiterverfahren. Damit du dieses blöde Gefühl irgendwann wieder los wirst :)

Gute Besserung :)

H[in+ata


Dass das Cortison keine 'sofortige' und 'spürbare' WIrkung liefert ist egtl 'normal'.

Das Salbutamol ist ein Reliever in der Asthmatherapie – es öffnet sofort die Atemwege und man kann besser atmen. Cortisone werden bei Asthma gegeben um die Entzündung der Atemwege einzudämmen bzw zu kontrollieren (daher 'Controller')

MAn darf nicht vergessen,d ass Asthma eine Erkrankung ist, die sich durch eine chronische Entzündung der Atemwege und eine Hyperreagibilität auszeichnet. Das soll heißen, dass die Bronchialmuskulatur auf normale Reize (Kälte, Allergen) unangemessen stark reagiert.

Das Cortison sollte man nicht von jetzt auf gleich ab setzen.

4sA2ndix4


Vielen herzlichen Dank für die Antworten. Da sind gute Hinweise dabei! Nein, ich habe das Cortison Präparat nie plötzlich abgesetzt, hatte aber immer das Gefühl, dass es wochenlang keine Besserung bringt und es dann gegen Ende der Pollensaison sein lassen. Meistens waren meine Lungenprobleme im Hochsommer eh vorbei und bleiben weg bis Januar / Februar/ März. Jetzt hab ich aber aktuell Probleme... Wie gesagt, ich frage mich, ob das was Asthmatisches sein kann, bei gutem PeakFlow (selbst jetzt gerade: Subjektiv krieg ich schlecht Luft, objektiv habe ich einen 590er Peakflow, das ist mehr als 90Prozent meines Bestwerts und laut Tabelle für mein Alter und meine Größe völlig im Rahmen).

Hinweise, dass das Herz / die Gefäße krank / verengt sein könnten, gibts eigentlich nicht. Kann Sport treiben und das Herz wurde vor 2 Jahren mal sehr ausführlich untersucht, ohne Befund.

p3antherxin78


Warum nimmst du in der Pollensaison gleich Cortison, statt einem Antihistamin?

4\Andix4


Ich nehme beides. Antihistamin (Cetirizin) nach Bedarf, wenn Augen u Nase tränen und laufen. Aber das hilft nicht gegen die Atembeschwerden. Daher (auf Anordnung des Pneumologen und von mir durchaus kritisch hinterfragt) immer wieder für einige Wochen dieses CortisionPräparat. Wobei man festhalten muss, dass es sich hierbei um ein rel niedrig dosiertes Pulver handelt, das man inhaliert, und das auch ziemlich gezielt in der Lunge wirkt (die Asthmatiker unter Euch wie NoName93 kennen das).

p[anth,eri#n7x8


Ich habe selbst – noch nicht lange – allergisches Asthma, reagiere auf Pollen und Hausstaub. Medis sind ähnlich, Antihistamin und Cortisonpräparat, wobei mir z.Z. nur die kalte Luft tatsächlich "den Atem raubt". Wenn das der Fall ist, versuche ich bewusst und ruhig zu atmen und bisher hats noch jedes Mal funktioniert.

Lungenfunktion ist irgendwo bei 50-60% z.Z. (ist allerdings auch COPD im Spiel).

Wie gehts dir mit dem Cetirizin? Mein Mann hatte das mal, das hat ihn umgehend ins Land der Träume verfrachtet und morgens hat er sich wie erschlagen gefühlt.

4mAndix4


Ja, kenn ich! Ich nehm nur ne halbe, wenn ich eine ganze Cetirizin nehme, wirds manchmal schwierig, auf Arbeit durchzuhalten. Wie läufts denn bei dir mit dem Peakflow?

N{oN5ame9x3


das das cortison nicht direkt wirkt weiß ich, es hat sich aber in den 4 Monaten die ich es genommen habe weiter verschlimmert als verbessert, deshalb die neuesn medis ;-)

Bei Cetrizin gehts mir im übrigen teils ähnlich...werd da auch sehr schnell müde von...aber direkt einschlafen tu ich nicht. hab das auch mal über eine zeit lang genommen hats aber auch nicht gebracht.

Klappt das mit dem bewusst und ruhig atmen bei dir immer? bei mir eher selten, meist kriege ich dann richtig krasse hustenanfälle bis ich nicht mehr zum einatmen komme und dann bringt das ruhig atmen auch nichts mehr irgendwie...da hilft nur noch das salbutamol...

4\Andxi4


Ja, das mit dem bewusst und ruhig Atmen klappt bei mir eigentlich ganz gut. Ich kriege auch nie richtige krasse klassische Asthmaanfälle, wo man das akute Gefühl hat, zu ersticken. Bei mir ist eher das Problem, dass ich langanhaltend das Gefühl habe, nicht genug Luft zu bekommen. So eine Art "Lufthunger" am Ende des Atemzugs. Und manchmal auch vorübergehend ein ganz leises Pfeifen, noch ein echtes "Giemen". Wie schon erwähnt: PeakFlow normal bis gut, Sport dabei möglich. Deshalb auch die Vermutung, dass es psychosomatisch ist bzw. zumindest psychosomatische Anteile hat.... Öhm jetzt wird mir grad klar, vermutlich hattest du die Frage mit dem "ruhig Atmen" an Pantherin78? Na egal, jetzt weißt Dus von mir auch ;-)

p^anEth erWin78


-ruhig atmen: Ich bemühe mich, die kleinen "Atemnöte", die den ganzen Tag über auftreten, zu ignorieren. |-o Salbutamol brauch ich seltenst. Vielleicht aber auch nur, weil ich bei tiefen Atemzügen einen starken Druck in der Brust bekomme, bevor der Husten kommt. Das bremst. Sport hab ich aber länger keinen betrieben, damit warte ich jetzt, bis es wärmer wird. Hoffe, laufen funzt dann wieder, das geht mir momentan sehr ab.

- PeakFlow: Keine Ahnung. Das sind diese kleinen Röhrchen, oder?

- Cetrizin: Nehmts das nicht am Abend?

N'oNamex93


cetrizin sollte ich nachmittags und dann abends noch eine nehmen ;-)

Und ja das mit dem ruhig atmen war an pantherin aber macht ja nichts, gut zu wissen ;-)

PeakFlow Messungen mache ich im übrigen auch nicht, hat zu nichts geführt^^

Das mit dem Lufthunger wie du es beschriebst kenne ich auch, habs früher einfach ignoriert (tue es jetzt immer noch) nur irgendwann wirds so schlimm das ich anfange zu husten. Keine ahnung warum :D

p9antnheNri1nx78


Ok, habe gestern fest gestellt, dass das Cortison dahingehend wirkt, dass ich auch bei leichten Belastungen (war eislaufen) so gut wie nicht huste. Luft hab ich trotzdem keine mehr bekommen und gepumpt wie ein Blasebalg. Da war nix mehr mit ruhig atmen. :-/

@ Andi:

Du schreibst von einem Pfeifen...Blöde Frage – kommt das von unten her oder von der Nase? Hast vielleicht Polypen?

4bAnd=i4


@ pantherin:

Gibt keine blöden Fragen ;-) zumindest nicht hier.

Pfeifen kommt von unten, also aus den Bronchien. Ist aber ganz leise und subtil, nicht das klassische asthmatische "Giemen".

N'oNKamet9x3


Ist aber ganz leise und subtil, nicht das klassische asthmatische "Giemen".

was aber nicht unbedingt was heißt...dieses Pfeifen habe ich nämlich auch nicht ;-)

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