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Wurde schon wer von seiner Herzangst geheilt?

Csha-4Tu


Vielleicht mal etwas Objektives zu De-Eskalation?

Normalerweise wird eine Angststörung (auch mit Panikstörung) ambulant behandelt. Es gibt Therapeuten, die darauf spezialisiert sind, aber auch fast jeder ambulante Therapeut ist in der Lage, eine Angststörung zu behandeln. Ohne eine ambulante Therapie wenigstens versucht zu haben, macht heute kaum noch eine Krankenkasse mit, wenn man in eine Klinik will.

In manchen Fällen aber ist es besser und schneller zielführend, in eine spezialisierte psychosomatische Klinik zu gehen, besonders wenn die Angststörung sich bereits chronifiziert oder gar generalisiert hat. Dann machen auch die meisten Kassen keine Probleme mehr. Aber auch in so einem verschärften Fall könnte eine ambulante Therapie noch helfen, braucht aber bedeutend länger als man das in einer Klinik hinbekommen würde.

Wichtig ist, dass der Patient Einsicht in seine Erkrankung hat und bereit ist, mitzuarbeiten. Das ist fast wichtiger als die Person des Therapeuten oder die Frage, ob ambulant oder stationär.

Übrigens spielt bei letzterer Frage auch eine Rolle, wie eng der Patient oder die Patientin mit seinem/ihrem Zuhause verbunden ist. Es gibt Menschen, die einfach zuhause schneller genesen als in einer Klinik. Andererseits kann die Distanz von zuhause (und damit vielleicht von einer möglichen Ursache der Störung) auch hilfreich sind.

Es gibt nicht DIE Antwort für alle, sondern sowohl die Frage der Therapieform (Verhaltenstherapie/tiefenpsychologisch fundiert Therapie) als auch des Therapieortes (ambulant/stationär) kann nur individuell entschieden werden.

Gruss

Cha-Tu

HoerzcMhexn07


Hallo Cha-Tu

nach einer Klinik folgt nicht selten eine ambulante Therapie. Die Klinik mag wohl hilfreich sein bei akuten Dingen (obwohl ich das persönlich anders sehe, in den meisten Kliniken hast du wenns hochkommt zwei Einzelgespräche in der Woche und ansonsten sitzt du rum), aber im Normalfall seh ich da keinen großen Vorteil.

Außer du möchtest ein Medikament einschleichen.

Dazu kommt, dass man sich in einer Klinik wohl kaum einer speziellen Angst (Angst vor Herzstolpern) widmet. Wie gesagt ich hatte auch zwei allgemein gehaltene Therapien, Klinik und Verhaltenstherapie, die an meiner Angst vor dem Stolpern gar nichts geändert haben.

S}chhlitzauxge67


nach einer Klinik folgt nicht selten eine ambulante Therapie. Die Klinik mag wohl hilfreich sein bei akuten Dingen (obwohl ich das persönlich anders sehe, in den meisten Kliniken hast du wenns hochkommt zwei Einzelgespräche in der Woche und ansonsten sitzt du rum), aber im Normalfall seh ich da keinen großen Vorteil.

Außer du möchtest ein Medikament einschleichen.

Dazu kommt, dass man sich in einer Klinik wohl kaum einer speziellen Angst (Angst vor Herzstolpern) widmet. Wie gesagt ich hatte auch zwei allgemein gehaltene Therapien, Klinik und Verhaltenstherapie, die an meiner Angst vor dem Stolpern gar nichts geändert haben.

In so einer Klinik hat man einen langen Tagesplan und ist dauernd beschäftigt. Klar, man hat in der Woche nur 2 Einzelgespräche, aber die sind abgestimmt mit den anderen Therapeuten. Es wird mindestens täglich 2 x Sport gemacht, man hat Tanztherapie, Meditation, Zen, progessive Muskelentspannung, Gruppentherapien, Anti-Angst-Therapie, Massage, Kneippgüsse, Feldenkrais, Yoga und und und.

Menschen, die nie nein sagen können, müssen dies einen ganzen Tag lang mit jedem, den sie kreuzen, tun, wer nicht abschalten kann, wird dazu verbannt, einen Tag lang nur im Sessel zu sitzen, um mal an seine Gefühle, welche auch immer, zu gelangen, mal zu spüren....

Im Extremfall wird jemand dazu gebracht, mit Binden eingewickelt und im Rollstuhl, sich bedienen zu lassen und jeden um HIlfe zu bitten. Sein Tablett im Speisesaal runterfallen zu lassen, so dass alle gucken und lachen, gehört auch dazu.

Hinter Ängsten stecken manchmal einfach banale Sachen, die man sich nicht traut. Perfektionisten müssen mit 2 verschiedenen Socken, bekleckertem T-Shirt rumlaufen und so auch in die Stadt gehen. Der Lern-Effekt ist, dass Leute einen anstarren, vielleicht sogar über einen lachen und für einen Perfektionisten gilt am Abend dann festzustellen, dass die Welt trotz dieser Sachen sich weiterdreht, man kann Auslachen aushalten und auch einen schrägen Blick.

Was man kaum hat in so einer Klinik ist freie Zeit :=o . Allein die Wartezeit zur Aufnahme beträgt zumindest bei meiner Klinik inzwischen 8 – 9 Monate. Da will jeder hin, weil die Beurteilungen super sind, die Therapeuten sind auf dem neusten Stand der Dinge....

Und die "Wiederholungstäter" sind gering, man kann sich auch nach so einem Klinikaufenthalt mit dem dortigen Forum der Klinik sowohl mit Theraeuten als auch mit Mitpatienten austauschen. Das zahlt sogar die Krankenkasse, gibt es nicht in jeder Klinik angeboten.

Ambulante Therapien sollten sowohl vorher als auch nachher gemacht werden.

Besonders falsch ist die Annahme, dass man sich nicht speziell um Leute mit Herzstolpern kümmert. Das Gegenteil ist der Fall.

Man wird dazu verpflichtet, sich eben genau damit auseinander zu setzten. Die Frage: wie wollen sie denn ihr Leben gestalten, wenn sie bis zu ihrem 96. Geburtstag Herzstolpern haben? Schreiben Sie bis morgen einen kleinen Bericht auf, wie sie damit umgehen wollen (müssen). Und wie sie trotzdem das Leben geniessen können?

Was würden sie tun? Sie wissen, es ist harmlos, also wie schaut ihr Leben mit einer harmlosen Sache aus?

Wie könnten sie ihr Misstrauen wandeln, so dass sie gelassen mit diesem Herzen, wie es ist, leben können?

Es sind Auseinandersetzungen damit im Gange, und ein Therapeut hat eben genau die Aufgabe, einen zu einer anderen Denkweise zu leiten oder führen. Und wenn er gut ist, gelingt ihn dies.

Vielleicht hat man weiterhin sein Herzstolpern, aber man bekämpft es nicht mehr, man schliepßt Frieden mit seinem Herzen und unterstützt es mit freundlichen Worten statt es dauernd zu bekämpfen.

Mein Herz ist mein bester Freund, ohne diesen Freund sterbe ich. Dauernd diesem Freund zu unterstellen, es könne nicht richtig arbeiten und es wäre schlecht, ist wie Mobbing der übelsten Art.

Mit einer anderen Einstellung, zu der ich therapeutisch geleitet werde, kann ich unbesorgter leben.

Es ist ein hohes Maß an Eigeninitiative gefordert.

Und die Mitpatienten sind die, die einen mitstärken, die in der Gruppe einen Rückhalt geben können, den der Alltag zu Hause nie bringen wird, da dort oft die alten Verhaltensmuster gepflegt werden, die einen ja schon krank gemacht haben. Von denen lernt man ja nüschte..... Sonst wäre man doch gar nicht in der Situation.....

H}er-zche;n07


Dass Leute ihre Ängste konfrontieren müssen ist mir wohl bekannt, aber wir reden hier von Angst vor Extrasystolen. Und nicht von anderen Ängsten. Zettel voll schreiben kann ich daheim bei meinem Thera auch. Ich wüsste nicht warum da eine Klinik besser sein sollte....

B{rombieerkAüchl,eixn


@ Herzchen07

Weil genau das:

Es wird mindestens täglich 2 x Sport gemacht, man hat Tanztherapie, Meditation, Zen, progessive Muskelentspannung, Gruppentherapien, Anti-Angst-Therapie, Massage, Kneippgüsse, Feldenkrais, Yoga und und und.

kein ambulanter Therapeut machen kann.

sfchnetcTke1'98x5


Ich denke, die Frage Klinik / ambulante Therapie muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich halte nicht viel von psychosomatischen Kliniken, weil mir dieser Tagesplan ect. irgendwie wie eine "vorgespielte Welt" vorkommt. Und dann landet man wieder knallhart im Alltag. Und wieder andere kriegen ambulant nichts auf die Reihe und sind begeistert von den Therapieangeboten in einer Klinik.

Das ist ja die Krux an der Psychologie: Dass jeder ein Individuum mit individuellen Bedürfnissen ist.

HZerzxc[hTen07


Sorry Brombeerküchlein, aber das habe ich zuhause auch wenn ich das möchte. Und Methoden wie Feldenkrais ect. tragen sicherlich nicht dazu bei meine Stolperangst zu überwinden.

Schnecke, seh ich genauso.

Bgrombgeerküch"leixn


@ Herzchen07

Die oben genannten Dinge macht dein ambulanter Therapeut? :-o

Ich bin begeistert – im ernst, ich kenne das nicht von einem ambulanten Thera ...

Aber die ambulante Thera scheint dir ja genauso wenig zu bringen wie eine Klinik? Wie gedenkst du deine Stolperangst in den griff zu kriegen?

HHe.rzch#en07


Wo habe ich geschrieben Therapie bringt mir nichts? Ich habe lediglich geschrieben dass meine Verhaltenstherapie meine Angst vor Extrasystolen nicht beseitigt hat weil sie auf Panikattacken im allgemeinen ausgerichtet war.

Und jetzt mal ehrlich, was soll dieses Auseinandernehmen jedes Wortes hier? Meditation, Yoga ect. bekomm ich in jeder Volkshochschule oder in eigenen Zentren, genau wie ich jederzeit in ein Sportstudio gehn kann. Deswegen muss ich nicht in eine Klinik. Aber ja, es gibt wirklich Therapeuten die Entspannungsmethoden mit anbieten, das wirst du selbst auch wissen.

SvookCieSta~ckhoxuse


Mir geht es exakt genauso wie dir. :)*

AAhoyrnblaktt


Argumente über Argumente gegen dies und das und jenes, was nicht helfen würde und warum man dazu nicht in eine Klinik gehen müßte, weil ja alles vor Ort ist.

Wird das denn vor Ort auch regelmäßig und von morgens bis abends gemacht, um festzustellen, dass sich die Dinge doch ändern könnten?

Wie sollte die ideale Therapie denn eigentlich aussehen damit sie gegen die Anjgst vor Herzstolpern hilft? Sind denn die Therapeuten Idioten oder hilflos oder haben sie keine Ahnung?

Die mentale Einstellung zu dem Thema Herzstolperangst müßte doch änderbar sein. Wie sieht denn der konkrete Einsatz des Therapeuten aus und wie sieht der persönliche Einsatz dazu aus?

Ich versuche eh zu verstehen, was hier gemeint ist. Angst vor Herzstolpern wird beschrieben, eine Phobie abgelehnt. Wie lautet denn die direkte Diagnose des Therapeuten oder Arztes?

Ich meine, wenn einer eine Spinnenphobie hat, hat er Angst vor Spinnen. Hat einer eine Angst vor Herzstolpern, ist dies eindeutig eine Herzphobie oder Herzneurose. Ansonsten wäre es ja die Angst vor der Angst. Es bleibt aber einer Phobie....

l$ore4ley_x74


Wenn du jetzt noch schreiben könntest wen du eigentlich meinst Ahorn wäre ich dir sehr verbunden. Wer lehnt denn eine Phobie ab? Wer sagt Therapeuten wären Idioten? Warum sollte man solche Dinge nicht für sich allein tun können wenn wir schon bei der Eigeninitiative sind?

Srchlitz'augex67


Die mentale Einstellung zu dem Thema Herzstolperangst müßte doch änderbar sein. Wie sieht denn der konkrete Einsatz des Therapeuten aus und wie sieht der persönliche Einsatz dazu aus?

Es geht doch einzig um diese mentale Einstellung. Denn das Herz ist doch gesund, oder?

Wenn Du schreibst, Listen oder Zettelchen kannst Du auch zu Hause schreiben, hast Du nicht verstanden, dass es dann nach der Liste um Dinge geht, die der Therapeut dann macht. In der Klinik hängen dort u. U. viele Dinge dran, die es dann zu tun gibt, zum Beispiel gleich zum Boxsack gehen und Wut rauslassen. Oder sofort Übernahme bei Musik oder Tanztherapie, um genau dort die Gefühle bewußt werden zu lassen, sie zu wandeln und zu verarbeiten.

Das kann eine ambulante Therapie nie bieten. Auch Feldenkrais ist eigentlich erst einmal eine mental geschaffene Sache, die dann auf den Körper wirkt. Und von der VHS willst Du doch nicht behaupten, man ginge zusätzlich auf die Phobie ein, erzähl doch so etwas nicht.... Und im Sportverein erst recht nicht.

Aber um zu entspannen, muß man lernen, bestimmte Muskeln zu lockern. Mindestens 30 % der Patienten einer psychosomatischen Klinik hat eine Herzphobie, die Du ja nun doch nicht leugnest. Und die Therapien sind dort genau daraufhin zugeschnitten. Von diesen 30 % der Herzphobikern haben ca. 80 % sehr große Fortschritte gemacht während so einer klinischen Therapie. Das sind die geheilten.

Der Rest gehört zu denjenigen, die sich unverstanden fühlen, die nicht verstanden haben, dass es nicht um das Herz geht sondern um die mentale Einstellung, mit solchen Ereignissen umzugehen. Sie beteiligten sich kaum an den Angeboten, fanden eh alles besch.ssen und die sind genau so mit ihrer Phobie wieder nach Hause zurückgekehrt und bleiben der Meinung: es nützt alles nix. Eigeninitiative NULL.

Der Titel lautet doch hier, wer geheilt ist.

Wenn dann geschrieben ist, welcher Aufwand dazu nötig war und was gemacht wurde, lese ich hier: kann ich alles selbst..... Und sowieso....

Aber offensichtlich fand bei diesem ich kann alles auch zu Hause ja nicht der geringste Fortschritt statt. Das sollte eigentlich zu denken geben.

Und Ahornblatt hat das erkannt: egal, welcher Vorschlag gemacht wurde: es scheint immer ein Gegenargument zu geben.....

lNorel,ey_7x4


Guten Tag :-)

ich hatte heute ein Vorgespräch. Ganz kurzfristig wurde ich bei einer Therapeutin angenommen, was ein Glück! Sie meinte kein Klinikaufenthalt notwendig, das ist was für akute Fälle, das Leben findet draussen statt.

Sie selbst therapiert gerade zwei Leute mit Extrasystolen.

Ich denke mal ich vertraue dem Experten, der sich um "Kundschaft" keine Gedanken machen muss. Therapeuten gibts immer zu wenige.

Übrigens für Feldenkrais zum Beispiel, gibt es gar keine Wirksamkeitsnachweis, von daher kann ich auf solch Zeug getrost verzichten.

Ich werde berichten :)^

Bdrian GzriyfZfin


Liebe Loreley,

Ich verstehe durchaus, was du da durchmachen musst. Ich hatte das vergnugen 4 Jahre Lang meine Herzangst zu erleben *puke* und mir das Leben so richtig versauen zu lassen. Bei mir war es so, dass ich jede Freie Minute meine Hand zur Faust ballte, den Puls Kontrollierte, meinen Arzt unter tränen anbettelte, mich zum Kardiologen zu Überweisen und so weiter und sofort.

Ich habe mich 3 Jahrelang (!) nicht aus der Wohnung getraut, frei nach dem Motto ,,Zuhause passiert mir nix" durch Sitzungen bei meinem Therapeuten und durch meinen Lieben Partner, habe ich das gröbste Überwunden, ich fahre wieder alleine Stundenlang mit der Bahn in fremde städte, und übernachte wieder fern weg von Zuhause, gehe wieder weg. (Daran war früher nicht zu denken) Um die Angst zu überwinden, solltest du einfach die dinge tun, die du meidest (frei nach dem Motto augen zu und durch) nur so, kannst du der Angst in den (pardon) Arsch treten.

Ich gebe zu, bei mir ist die Kardiophobie nicht ganz weg, aber sie hat sich gebessert und belastet nicht mehr zu sehr. Du schaffst das, nur mut ;-) @:) :)*

Fakt ist: Herzversagen, hat IMMER eine Ursache (Herzkrankheit etc.) Und passiert sehr selten ohne Krankhafte Ursache

liebe grüße

Brian

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