» »

Herzrasen beim Sport, Ärzte finden nichts: Herzmuskelentzündung?

oYctavxia


;-D

Sno#undbxear77


Aktuell bin ich wieder bei Leukämie angekommen. Ach, mensch – das dreht sich hier alles im Kreis und man ist machtlos. Naja, nich ganz. Ich pfeife mich schon relativ oft und schnell zurück, aber so eine gewisse Grundangst wird man einfach nicht los.

Ich sehe mich nächste Woche schon wieder beim Doc sitzen und Blutbild machen. Dabei war das letzte vor ca.3 Wochen absolut in Ordnung. Aber glaubste das macht mich ruhig ... es könnte ja in den letzten 3 Wochen Leukämie ausgebrochen sein ... :|N

Hverz%chenx07


schon ne Therapie gemacht?

S$o undbiearx77


Gerade dabei, mit kleinen Erfolgen. Der große Wurf dauert noch. :-(

H'erIzchwen&07


nicht den mut verlieren, das wird!!!!

L[K1x0


@ Soundbear

Aktuell bin ich wieder bei Leukämie angekommen

Wenn das Blutbild in Ordnung war, ist ne Leukämie auszuschließen. Du scheinst offenbar ne etwas übersensibilisierte Selbstwahrnehmung zu haben. Leukämie ist ein "Tumor" der (meistens) von den weißen Blutkörperchen ausgeht. Es kommt zur Ausschwemmung von unreifen (neoplastischen/entarten) Zellen ins Blut. Und die werden normalerweise sofort detektiert. Normales Blutbild und Leukämie verträgt sich absolut nicht.

Darf ich fragen wie alt du bist, ob Raucher und nach dem Gewicht? Du hast jetzt nichts zu dem EKG Befund gesagt, deine Elektrolytwerte sind aber in Ordnung, ob da was im unteren Referenzbereich ist, ist vollkommen irrelevant. Die Werte sind schon so ausgelegt, dass man ne entsprechende Streuung berücksichtigt. Auch Myoglobin (und vermtl. auch Troponin-C) sind bei dir in Ordnung.

Ein Elektrolytentgleisung ist eher auszuschließen. Ne "Kaliumkur" bringt auch nur bedingt was, weil der Körper da einer derartig eklatanten Selbstregulierung unterliegt (Kalium ist eines der gefährlichsten Elektrolyte wenn sie entgleisen) dass man dass durch orale Aufnahme nicht beeinflussen / oder kaum beeinflussen kann. (Wird einfach vom Darmepithel gar nicht aufgenommen oder von den Nieren sofort wieder eliminiert).

Zu der SD-Sache:

Leider kursiert da immer noch das Gerücht dass man die Schilddrüse für alles gleich verantwortlich machen kann. Wenn TSH ; T4 und T3 passen, ist ne Störung eher auszuschließen. Ausnahmen gibts immer, gerade Hashimoto ist da ein Biest. Man kann schon mal Antikörper gegen die TPO oder TG bestimmen, das ist kein großer Aufwand. TSH ist aber ein ausgesprochen empfindlicher Parameter. TSH geht von der Hypophyse aus und ist das zweithöchste Steuerungszentrum. (nach dem Hypothalamus)

@ msangst

Freut mich zu hören dass sich der Verdacht auf MS nicht bestätigt hat ;-) Ich glaube wir haben mal geschrieben.

Joa so Entmarkungsherde dürfen schon mal vorkommen, nur gibts bei MS diesbezüglich genaue Prädilektionsstellen.

Allerdings kann ich mir nicht recht vorstellen, dass man sowas wie Gliederschmerzen, Muskelzucken oder Schmerzen im Kiefer davon bekommt. Das sind die Dinge, die aktuell wieder gehäuft auftreten. Gerade das häufige Muskelzucken (nicht vom Stress!) könnte doch Indiz für einen Elektrolytmangel sein. Ich betone auch noch mal, dass ein Teil der Symptome z.B. Tachykardie oder auch das Herzrasen mit durch die Schlafpillen hervorgerufen wurden. Seit ich die nicht mehr nehme und tägliche Kalium/Magnesium einnehme ist das stätig besser geworden.

Also Kalium ist da eher nicht so verdächtig, da wäre die Symptomatik eher anders. Stress ist übrigens einer der Hauptgründe für Faszikulationen – sprich Muskelzuckungen. Wenn ich mir ansehe dass du sogar Leukämie in Erwägung ziehst denke ich schon, dass du dir da viel zu viele Gedanken machst. Du schreibst was von Tachykardie, wie hoch war denn die Herzfrequenz und wie verhält sichs bei dir mit dem Blutdruck?

Ein Kaliummangel wird i.d.R (bei nem guten Kardiologen) auch im EKG manifest (U-Welle) Bei ner Hypokaliämie (zu wenig Kalium) ist auch so eher das Gegenteil der Fall: Die muskuläre Erregbarkeit nimmt ab!

Eher verdächtig, sofern es sich um ne Elektrolytentgleisung handelt ist da Magnesium. Sonst, Stress verursacht das eben doch ganz eklatant. (das geht dann über die Adrenalin-Achse)

Sonst, so Muskelzuckungen, Lidzuckungen etc. hat jeder irgendwann mal.

L)K1x0


Blöde Frage: Können meine beschriebenen Symptome auch von der HWS kommen?

Habe da nämlich schon länger mit zu kämpfen und auch irgendwo oben im Schulterbereich eine Blockierung. Ich merke seit vielen Wochen immer auf der linken Seite – quasi direkt unterm Schulterblatt Verspannungen in dem Bereich.

Das kenne ich schon länger, aber aktuell ist es wirklich sehr oft da und auch extrem lästig. Vielleicht hängt das ja mit dem Ziehen in den Armen/Beinen und gar dem Herzrasen zusammen?? Können denn solche Blockierungen auch direkt auf Puls und Herz Einfluss nehmen. Ich mein,e das hält sich sehr in Grenzen mit dem Puls – eher sind es wirklich Mißempfindungen, Schmerzen im Arm oder unannehmes Herzklopfen. Manchmal zieht es auch hoch bis in den Kopf, als wenn einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

Ne Blockade, was auch immer man sich darunter vorstellen darf, in der HWS.... hängt auf keinen Fall mit einer Tachykardie zusammen! Das kann keinen Einfluss auf Puls oder Herz nehmen. (das geht aufgrund gewisser anatomischer Konstellationen nicht) Das "unangenehme Herzklopfen" dass du beschreibst, ist auch bekannt unter dem Namen Palpitation. Und auch das ist eher typisch für ne psychische Überlastung. (sicher auch SD kommt in Frage, ist aber bei normalen Parametern recht unwahrscheinlich) Was du machen kannst, Multivitaminpräparate zu nehmen. Wenn das nichts bringt, würde ich aber schon auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das psychischer Natur ist. Alleine weil jemand der ansonsten gesund ist nicht einfach so auf die Möglichkeit kommt, er könnte Leukämie haben ;-) Zu den Präparaten, theoretisch kanns sein dass du nen Magnesiummangel hast, vielleicht auch B12 oder was dergleichen. Das ist aber eher unwahrscheinlich, das sei auch vorangestellt. Das betrifft eher Menschen denen ein Teil vom Magen / Darm entfernt wurde und die somit weniger aufnehmen können. Bzw. Alkoholiker und Konsorten.

S!oundb.eaxr77


@ LK10

Danke für deine ausführlichen Antworten. Vielleicht vorweg, wie dem Thread zu entnehmen ist, habe ich eine Angststörung. Allerdings sind die Symptome der letzten Wochen für mein Empfinden zu gebündelt - aber auch halt nichts von Dauer. Ich fühle mich nicht krank, aber auch nicht wirklich gesund. Leukämie ist sowieso eine große Angst von meiner Seite bzw. Teil der Angststörung und zwangsläufig gehts dann meist darauf hinaus.

Wo die Sache mit dem Herzrasen begann (Anfang Februar) dachte ich erst an eine leichte Herzmuskelentzündung. Kardiologe und HA habe das aber ausgeschlossen. Trotzdem habe ich immer wieder Herzrasen, etc. bekommen. Als der Puls dann einen Tag gar nicht runter wollte (>100) bin ich in die Notaufnahme, wurde aber ohne Befund wieder nach Hause geschickt. Das hat sich mit Absetzen meines Schlafmittels (Antihistaminika) gelegt. Habe dann auf dem Befund gesehen, dass meine Kalium- und Natriumwerte kurz vorm Mangel stehen und das mal vorsorglich in Kombination mit Magnesium eingenommen. Seit dem ist das mit dem Herzrasen auch weg.

Allerdings habe ich seit dieser Zeit vereinzelt komisch Symptome, wie vereinzelt Gliederschmerzen mal in Armen oder Beinen, spontane kurze Kopfschmerzen oder auch als wenn man zu wenig getrunken hätte. Oft habe ich das Gefühl, dass mein Kreislauf im Keller ist, ich friere - habe teils abends eine Temperatur von unter 36° rektal. Über Schlappheit und Müdigkeit in dem Sinne kann ich jedoch nicht klagen, kommt aber vor, dass ich mich kurzzeitig schlecht und krank fühle, was dann aber auch wieder schnell verfliegen kann. Dann sind mir winzige rote Pünktchen an den Armen aufgefallen, die auch damit zu tun haben könnten - sind aber enorm klein und auch nicht viele. Es reicht aber um sich wieder Sorgen zu machen, wobei unsere Familie generell zu solchen hautlichen Dingen neigt, wie Besenreiser, etc. - auch generell hatte bei uns niemand in entfernter Verwandschaft je Krebs.

Das beruhigt aber nur bedingt. Das Blutbild ist 3 Wochen alt - es könnte sich ja schon wieder was verändert haben. So funktioniert leider (noch) meine Logik. Bin heute mit einem Kopf aufgestanden, als hätte ich gestern 10 Bier getrunken. Erst nach dem Spaziergang ging es dann, habe dann noch 30 Minuten auf dem Trainer gesessen - alles völlig normal. Wie gesagt, das tritt alles immer punktuell auf - heute das, morgen das - früh so, nichmittags mal das - dann über Tage gar nichts weiter. Ich verstehe das alles schon lange nicht mehr ...

L\K1x0


Hi Soundbear!

Also deine Schlafmittel sind auf antihistaminerger Basis, da kanns schon sein dass es zu ner Tachykardie kommt. Was du immer noch nicht geschrieben hast, wie hoch ist denn deine Herzfrequenz bzw. dein Blutdruck.

Das witzige, oft ist das wesentlich "geringer" oder weniger als man es selber wahrnimmt. Weil man den eigenen Herzschlag normalerweise nicht registriert. Registriert man ihn (dann mal in ner Paniksituation) kommts einem sofort übertrieben hoch vor.

Du sagst weiters, keiner hatte Krebs in der Verwandtschaft – ist ein super Prädikator gell.

Sonst, ja das Blutbild ändert sich normalerweise tagtäglich, ne Leukämie entsteht aber normalerweise nicht so von heute auf morgen ;-)

S!oundJbeaxr77


Wie erwähnt, die Sache mit der Tachykardie ist abgehakt und kann eindeutig auf das Schlafmittel zurückgeführt werden. Habe das auch nicht mehr, seitdem ich nicht mehr nehme. Damals, wo es in die Notaufnahme ging, lag mein Puls zwischen 100-120. Blutdruck normal bis leicht erhöht. Normalerweise ist mein Ruhepuls um bzw. unter 60, Blutdruck bei 125/75. Die Werte kenne ich ja alle, als Sportler ja nicht ungewöhnlich. Darum ist mir das schon extrem deutlich aufgefallen, da fast doppelt so schnell.

Krebs: War heute beim Doc, naja und wir haben beide mit ironisch-tränendem Augen ein Blutbild veranlasst – was solls. Ja, klar – die Chance ist extrem gering, aber bei einer Angststörung kommt man mit Logik nicht weit. Die Leute versuchen das gern und mir ist das schon lange klar, aber Angst ist eine instinktive Sache, die nicht logisch arbeitet, sondern irgendwie eher auf das Bauchgefühl o.ä. hört – sie ist unberechenbar. Das ist ja das Fatale an der ganzen Sache.

Tausende Angstgestörte verfluchen das auf die selbe Art und Weise. Sie haben Angst vor Dingen, die logisch nicht zu erklären sind. Jeder, der schon mal Prüfungsangst hatte, weiß doch, dass man da 100%ig alles drauf haben kann, aber trotzdem aufgeregt ist, nicht schlafen kann, etc. – man kann es nicht abstellen und genauso gehts mir mit meiner Angst. Ich kann es nicht mit Logik bearbeiten oder bewusst runterfahren. Wenn die Angst da ist, muss man seine Gegenmittelchen finden. Recht oft hilft es auch, wenn jemand wie Du einem wieder auf den Teppich holt. Darum schreibe ich hier auch öfter mal oder versuche im Gegenzug andere runterzuholen. Ich weiß nämlich, wie es den Leute dann geht.

C?h|a-Tu


Hallo, Soundbear,

Du hast schon Recht, dass die Angst etwas Instinktives ist. Immerhin brauchte der Steinzeitmensch sie dringend, um Gefahren überhaupt erkennen zu können. Ein Neanderthaler, der keine Angst vor Säbelzahntigern hatte, hatte es schwer... ;-)

Aber man kann diese Angst steuern. Man kann mit ihr "umgehen", man muss sich nicht von der Angst beherrschen lassen, sondern man selbst kann die Angst beherrschen. Sie ist nach einer Therapie immer noch da, aber man lernt, mit ihr zu "arbeiten".

Ich verrate Dir jetzt mal etwas: Ich hatte eine ausgesprochene Krebsangst (die ich im Prinzip immer noch habe). Sobald irgendwo in meinem Körper etwas mir Unbekanntes gepiekst hat, war sofort der erste Gedanke "Krebs", und ich spürte, wie mein Puls deutlich höher wurde. Aber ich habe gelernt, die Realität zu befragen, und meine panischen Gedanken infrage zu stellen.

Dazu gehört, dass ich NICHT im Internet danach googele, Du wirst mich in den Krebsangstforen nicht finden. Denn das würde meine Situation wieder "reaktivieren" und verschlimmern, und das brauche ich nicht.

Falls ich der Meinung bin, das Zwicken, Pieksen oder der Schmerz sind wirklich ungewöhnlich, dann gehe ich zu meiner Ärztin. Und jetzt kommt es: Wenn meine Ärztin dann nach der Untersuchung sagt, das sei nichts, oder das sei eine kleine Entzündung oder was weiss ich, aber kein Krebs bzw. nichts Schlimmes, dann glaube ich ihr das.

Ich verstehe so schwer, dass die Menschen in diesem Forum so ein generelles Misstrauen gegenüber ihren Ärzten haben. Sie laufen zwar dauernd zu ihnen, glauben ihnen aber nicht. Wenn ich Ärzte habe, denen ich nicht glaube, suche ich mir andere, denen ich vertrauen kann. Das Vertrauen zu meinen Ärzten ist mein WICHTIGSTES Mittel gegen aufkommende Krebsängste. Weder Laboruntersuchungen noch sonst etwas ist so hilfreich.

Lieben Gruss

Cha-Tu

S`ound;bea7r7x7


Es liegt ja letztendlich nicht am Arzt oder das der schlecht ist. Das Misstrauen bzw. der Gedanke, dass trotzdem etwas da sein könnte ist ja Teil der Angststörung. Wenn das nicht wäre, wäre es ja alles einfach, dann bräuchte ich auch keinen Psychologen. Dann rufe ich kurz beim Doc durch und der sagt "Alles in Ordnung, sie sind gesund" und alles ist in Butter. So einfach ist es leider nicht. Man misstraut selbst Laborbefunden und denkt, naja - vielleicht stimmen die auch nicht so exakt. Wie gesagt: wenn die Angst normale Ausmaße hätte und einigermaßen rational erklärbar wäre, dann wäre ich nicht in Behandlung.

Ich weiß auch, dass man lernen muss damit umzugehen und da mache ich Fortschritte. Dieser Weg ist aber lang und auf diesem Weg begleiten einem auch diese Rückschläge. Aber ich packe das!!

Aber vielleicht noch mal aufs eigentliche Thema:

Ich habe nun schon zum zigsten Mal gehört, dass man doch noch mal das Thema Borreliose abklären lassen sollte. War gestern joggen, naja - der Puls auf 148 durchgehend und auch wieder so ein Ausreißer auf >160 dabei. Noch denke ich, dass es event. damit zu tun haben könnte, dass ich ca. 3 Monate nicht wirklich Sport gemacht habe - aber eigentlich ist das trotzdem bissl aus der Norm.

Auf Borreliose kam ich aber eigentlich, weil ich über Monate im rechten Schultergelenk recht starke Schmerzen hatte, die dann von heute auf morgen weg waren. Dachte erst Mausarm, Bürositzschaden, o.ä. Bisher habe ich dem nur beiläufig Beachtung geschenkt und wollte noch mal zum Orthopäden und schwups wars weg. Hatte damals nach meinem Zeckenbiss vor 2 Jahren wie "wild" alle Tests machen lassen, da kam aber nichts bei raus. Bekannt ist aber auch, dass das gar nichts zu bedeuten haben muss. Der runden Rötung im Arm (nicht an der Bissstelle) wurde damals keine Beachtung geschenkt.

Stutzig bin ich aktuell eben auch, weil ich ständig stark auffallende, wandernde Muskelschmerzen in Armen und Beinen habe - gerade auch im rechten Bein. Ich glaube nicht, dass das vom Rücken kommt oder ne Kopfsache ist. Das tritt alles auch sehr spontan auf und ist dann wieder weg. Genauso die komischen Kopfschmerzen, die mal aus dem Nichts kurz da und dann wieder weg sind. Dann halt immer wieder diese kurzen Pulsausreißer beim Sport - aber auch sehr ursachenlos und nicht nachvollziehbar. Gleich vorweg: Ich habe keine riesige Angst vor Borreliose - das sehe ich also sehr gelassen und mache mich damit nicht verrückt, aber gerade diese Gliederschmerzen könnten doch ein typisches Indiz dafür sein.

Magnesiummangel stand als zweites im Raum. Aber irgendwo müssen doch diese dämlichen Schmerzen herkommen. Mir kann doch keiner erzählen, dass die von der Angst kommen. Durchfall, Schlaflosigkeit, auch mal zu hoher Puls, Kopfaua von mir aus ... kenne ich alles aus meiner "Karriere", aber keine Muskel- oder Gelenkschmerzen über Wochen.

CDha-YTu


Ich weiss das, Soundbaer, dass das alles Folgen einer Angststörung sind. Aber ein recht grosser Teil der User in diesem Forum weiss es anscheinend nicht. Hier gibt es kaum noch echte Herzkranke (ist Dir das schon mal aufgefallen?), aber zahllose Menschen mit einer Angststörung, und die wehren sich oft mit Händen und Füssen dagegen, dass sie herzgesund sind... Sie vergeuden damit Kraft und Zeit, denn in der Zwischenzeit könnten sie bereits in einer erfolgreichen Therapie stehen. Aber statt dessen werden immer neue Ärzte aufgesucht, denen man dann letztendlich nicht vertraut, und alles beginnt von vorn. Das muss doch mal auffallen...! (Ich meine nicht Dich persönlich). Hier gibt es User, die seit Jahren (!) glauben, herzkrank zu sein, es aber nicht sind, und die ablehnen, auch nur den Gedanken zuzulassen, dass eine seelische Ursache (oder Mit-Ursache) vorliegen könnte... Darauf weise ich dann zwischendurch immer wieder "gerne" hin, auch wenn ich merke, dass ich müde werde...

Gruss

Cha-Tu

SJounwdbpear77


Aber ein recht grosser Teil der User in diesem Forum weiss es anscheinend nicht. Hier gibt es kaum noch echte Herzkranke (ist Dir das schon mal aufgefallen?), aber zahllose Menschen mit einer Angststörung, und die wehren sich oft mit Händen und Füssen dagegen, dass sie herzgesund sind...

Das stimmt ja. :)z Aber auch irgendwie logisch. Die "richtigen" Kranken gehe ja auch zum Arzt und der findet was. Der Rest wird geteilt in somatoform Kranke und Leute, die schlecht diagnostizierbare Krankheiten haben. Beide Gruppe richten sich natürlich hier an die Leute, weil sie ja sonst niemanden haben. Nicht selten hatten Leuten doch sowas wie Borreliose und mussten sich monatelang vom Arzt beschimpfen lassen. Ich meine, ich will das nicht generalisieren, denn die Leute, die wirklich somatoform krank sind, sind sicherlich in der Überzahl - das andere eher Ausnahmen. Hat mein HA auch gesagt. Ich verurteile aber eher diese extrem schnelle Schlussfolgerung. Da gibts keine eingehende Untersuchung und nix - man hat halt "ne Meise" und gut ist. Ich kann hundert mal dem Arzt beteuern, dass mir irgendwas WIRKLICH nicht geheuer ist und klar, das hat der bei den 20 anderen davor auch schon gehört.

Letztenendes geht es fasst nicht mehr darum krank zu sein, sondern es ist immer dieser ewige Kampf. Wenn ich wirklich mal einen Infarkt habe und zum Doc gehe, bekomme ich ne Travor und darf nach Hause. Verstehst Du, was ich sagen will? Einmal Angstpatient - immer Angstpatient. Man wird absolut nicht mehr ernst genommen, völlig unabhängig davon was ich habe. Da muss ich schon mit gebrochenem Bein kommen. Alles, was die nicht sehen, ist dann wieder der Kopf. Da fällt es mir einfach schwer wirklich Vertrauen zu schöpfen. Auf dem Befund aus der Notaufnahme steht drauf "Sinustachykardie, Panikstörung". Hätte ich vielleicht nicht sagen sollen, wars auch gar nicht - waren die Antihistaminika. Hatte auch gesagt, dass ich das Zeug schlucke, hat aber niemanden interessiert. Das sind halt alles so Geschichten, die die Zweifel noch nähren.

Ich vertraue nach wie vor den Ärzten in großem Maße - bin auch nicht der Wechsler und nicht so oft da. Gehe meist auch nur, wenn wirklich der Schuh drückt. Aktuell werde ich aber das Gefühl nicht los, dass sich da was breit macht. Am deutlichsten merke ich das halt am Sport. Wenn das reibungslos funktionieren würde, wäre ich schon lange still.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH