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Kann man Copd aufhalten?

CIhristKine3x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute,

ich bin nicht sicher, ob sich hier aktuell Leute, die Erfahrungen mit COPD haben, aufhalten, aber ich versuch's mal.

Bei mir wurde eine COPD vor 4 Monaten festgestellt – erst wusste ich gar nicht was das ist, aber mittlerweile hab ich einiges gelesen. Ich bin im Stadium 2 und habe viel Husten und manchmal leichte Atemnot, wenn ich im Stress bin oder mich viel bewege.

Die Krankheit ist ganz schön beängstigend und ich will das mit allen Mitteln aufhalten (bin ja auch erst 39). Jetzt habe ich aber gelesen, das COPD nicht wirklich aufzuhalten ist, sondern nur zu verlangsamen. Was mir aber keiner so richtig sagen kann ist, wie sich die Krankheit entwickelt, wenn ich mich an alle Therapieempfehlungen halte (was ich wirklich versuchen will). Ich höre also gerade mit dem Rauchen auf und habe angefangen, meine Ernährung umzustellen und Sport zu treiben. Außerdem halte ich mich natürlich an die medizinische Therapie.

Gibt es da Erfahrungen hier im Forum? Kann man mit COPD gut leben, wenn man sich an die Therapie hält, oder geht es stetig bergab?

Lieben Gruß, Christine

Antworten
CUha^-TRu hat geantwortet


Hallo, Christine,

ein sehr guter Freund von mir hat COPD. Ich kenne mich da nicht wirklich aus, aber wie ich von ihm weiss, kann man diese Krankheit zumindest zum Stoppen bringen. Mein Freund hat sofort mit dem Rauchen aufgehört, ist aus dem Industriegebiet, in dem er wohnte, etwas mehr Richtung "ländlich" umgezogen (was familiär möglich war!) und hat ein strenges Trainingsprogramm begonnen, er wandert konsequent mindestens 70-80 km pro Woche. Er ist jetzt seit über 10 Jahren im Stadium 2. Ob sich da etwas verschlechtert hat, ist nicht klar, aber in jedem Fall nicht messbar.

Ich denke, Du bist auf einem guten Weg, indem Du das Rauchen aufgegeben hast und Deinen gesamten Lebensstil änderst.

Ich hoffe, es melden sich hier auch Betroffene, denn wie gesagt, ich erlebe das nur aus der Ferne bei meinem Freund.

Liebe Grüsse & alles Gute

Cha-Tu

Cdha-:Txu hat geantwortet


Ach, noch was: Man kann mit COPD sehr gut leben. Wie gesagt, mein Freund wandert seit Jahren, und durchaus auch grosse Wanderungen von 30 km am Stück. Allerdings merkt er sofort eine Zunahme der Symptome, wenn er mal eine Woche aussetzt, da meldet sich der Körper sofort...

LG

Cha-Tu

sxchaefichenr3x4 hat geantwortet


ist die diagnose schon 100%ig? ich sollte nämlich 2010 angeblich auch eine "exazerbierte COPD"haben.....bin mit übelsten husten und starker atemnot damals ins KH gekommen, diagnose COPD mit lungenemphysem :-o :-o :-o

hatte vorher niemals iwie raucherhusten oder ähnliches, obwohl ich starker raucher bin |-o

habe mich nach der diagnose selbst aus dem kh entlassen und bin nach 3 wochen zu einem anderen pneumologen......bis zu dem zeitpunkt nahm ich FORMOTOP was mir sehr geholfen hat nach einem weiteren LUFU war alles bestens, keine anzeichen für emphysem oder sonstiges, es war lediglich ein infektasthma, das ich auch immer wieder bekomme wenn ich erkältet bin!

allerdings hatte ich danach fast jede nacht, ca. 6 monate lang, asthmaanfälle, die sich aber mit der zeit komplett verflüchtigt haben! :)^

solltest du wirklich COPD haben, kannst du nur das machen, was du eh schon tust und somit kannst du sie aufhalten, bzw. dafür sorgen, dass es nicht schlimmer wird und du wirst damit dann sehr gut leben können! @:)

W-olfCgxang hat geantwortet


[[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/606125/18234450/]]

Ich wünsche dir die Kraft der Einsicht und dass du es schaffst dauerhaft von den Zigaretten wegzukommen.

E[hemal<iger NOutzer U(#46r7193) hat geantwortet


Hi,

Ich habe immer wieder mit COPD-PatientInnen zu tun und kann Dir nur eines raten: Schau dass du von den Zigaretten wegkommst.

Mit 39 Jahren bist du noch jung und hast noch viel vor dir. Mich persönlich schockiert das immer wieder wenn man COPD-Patienten sieht die auf Heimsauerstoff angewiesen sind, keine paar Meter in der eigenen Wohnung zu Fuss gehen können ohne massive Atemnot zu entwickeln und dennoch weiter rauchen wie ein Schlot...

Alles Gute!

Cohri3stsinxe38 hat geantwortet


Vielen Dank für die bisherigen Beiträge!

Das mit den Zigaretten ist so eine Sache, von alten Gewohnheiten kommt man nur schwer wieder los. Manchmal gelingt es mir über Tage nicht zu rauchen, aber schwache Momente kommen immer wieder. Besonders weil in meinem Freundeskreis viele Raucher sind. Aber es muss irgendwie klappen, weil ich jetzt auch schon vieles über das Endstadium gelesen habe, und das möchte ich mir gerne ersparen!

@ Cha Tu:

das ermutigt mich ungemein, dass dein Freund schon seit 10 Jahren keine Verschlechterung bemerkt. Wie gesagt, ich habe auch mit Ausdauer-Sport angefangen. So lang wie dein Freund halte ich es nicht aus, aber das kann ja noch kommen. Ich bleib auf jeden Fall dran!

Gibt es ähnliche Erfahrungen bei anderen?

Ezhemajliger{ NutzSer >(`#467193) hat geantwortet


Vielleicht gibt es eine Selbsthilfegruppe für dich, die sich auch mit deiner Problematik (COPD, Rauchen etc.) auseinandersetzt? Mit "Leidensgenossen" fällt es oft leichter, vor allem weil man sich gegenseitig motivieren kann.

Ich habe selbst eine Atemwegsobstruktion und kenne leider das Problem mit rauchenden Freunden bzw. verrauchter Umgebung beim Fortgehen. Schau da ein bisschen auf dich und deine Lunge, mir geht es nach so einem Abend am nächsten Tag atmungstechnisch meist ziemlich mies. Passivrauchen ist für ohnehin vorbelastete Personen kein Zuckerschlecken.

C>ha-Txu hat geantwortet


Hallo, Christine,

ich habe natürlich das Glück, keine rauchenden Freunde mehr zu haben, sie haben alle in den letzten 20 Jahren aufgehört. Ich selbst habe auch bis zu meinem 30. Lebensjahr extrem stark geraucht und habe das mit 2 Herzinfarkten bezahlt, die mich zum Frührentner gemacht haben. Es gibt NICHTS in meinem Leben, das ich bereue, selbst meine kleineren und grösseren Fehler verzeihe ich mir. Aber dass ich jemals mit diesem verdammten, krankmachenden Rauchen begonnen habe, DAS nehme ich mir bis heute übel. Man kann davon loskommen. Ich habe 60-80 Filterlose geraucht (manchmal sogar noch mehr!), und habe von heute auf morgen aufgehört. Es war 3, 4 Tage superhart, danach war nur noch eine psychische Abhängigkeit da, aber damit konnte ich gut umgehen.

Mein Freund hat mit Wanderungen von 1-2 km angefangen, und sich dann Monat für Monat gesteigert... Ich selbst habe damals, nach den Infarkten, mit 100-Meter-Spaziergängen begonnen. 50 Meter hin, 50 Meter zurück. Und danach war ich fix und fertig. Und auch ich habe mich gesteigert. Zwar nicht in dem Masse wie mein Freund, das schaffe ich nie mehr. Aber 2-3, an guten Tagen auch 4 Kilometer am Stück kann ich gehen, das hätte man damals nicht für möglich gehalten...

Alles Gute! Du bist sehr motiviert, das spürt man, und Du schaffst das!!

Cha-Tu

Wcolfgxang hat geantwortet


Manchmal gelingt es mir über Tage nicht zu rauchen, aber schwache Momente kommen immer wieder.

Es muss schon klar sein, dass Rauchen eine knallharte Sucht ist. Das plötzliche Aufhören, so wie es Chatu beschrieben hat, ist eine gute Methode des Aufhörens. Die Erfolgsquote ist relativ hoch. Es muss dir, Christine, aber klar sein, dass du NIE WIEDER eine einzige Zigarette rauchen darfst! Auch nach sehr langer Zeit kann es noch Phasen geben, in denen das Verlangen nach einer Zigarette auftaucht und dann musst du fest bleiben, sonst bist du am nächsten Tag rückfällig. Sowas ist überaus ärgerlich! Ich bin auch Ex-Raucher und kann das aus eigener, böser Erfahrung so sagen. Meine "schwachen Phasen" kamen z.b. noch nach 6 Wochen und selbst nach einem Jahr! Damit musst du rechnen und dir vorher eine Strategie überlegen, wie du reagieren willst.

Rauchende Freunde? Menschen, die in Anwesenheit von COPD-Kranken rauchen, würde ich nicht als meine Freunde bezeichnen. :-/ Wenn du dennoch nicht auf deren Gesellschaft verzichten willst, so sollte dir klar sein, dass auch Passivrauchen für dich sehr schlecht ist. Du bist bereits vorgeschädigt und in deinem eigenen Interesse solltest du jede weitere Belastung vermeiden. Die rauchenden Zeitgenossen akzeptieren es allerdings meist ziemlich schnell, wenn man einmal fest genug "NEIN" gesagt hat. Dann werden sie eher heimlich bewundernd zu dir aufblicken, denn das haben sie noch nicht geschafft.

C,ha-Txu hat geantwortet


Es muss schon klar sein, dass Rauchen eine knallharte Sucht ist.

Ja. Unbedingt!!!

Das plötzliche Aufhören, so wie es Chatu beschrieben hat, ist eine gute Methode des Aufhörens. Die Erfolgsquote ist relativ hoch. Es muss dir, Christine, aber klar sein, dass du NIE WIEDER eine einzige Zigarette rauchen darfst!

Genauso ist es bei mir auch. Obwohl ich seit fast 30 Jahren nicht mehr rauche, WEISS ich: Wenn ich auch nur eine Zigarette rauche, würde ich zum nächsten Automaten laufen, und mir eine Schachtel holen.

Rauchende Freunde? Menschen, die in Anwesenheit von COPD-Kranken rauchen, würde ich nicht als meine Freunde bezeichnen. :-/

Dem möchte ich auch zustimmen. Nachdem meine Kollegen bei einem Besuch von mir in meiner Beratungsstelle, in der ich vor den Infarkten gearbeitet habe, nicht auf ihre Glimmstengel verzichten konnten, habe ich meine alte Arbeitsstelle nie wieder betreten. In Gegenwart eines herz- oder lungenkranken Menschen zu rauchen, ist ein Geht-Nicht.

Gruss

Cha-Tu

C`hris(teine3x8 hat geantwortet


Ihr habt natürlich vollkommen recht Grognor, Wolfgang und Cha-Tu! Ich muss es einfach schaffen, davon wegzukommen. Meine Freunde muss ich aber in Schutz nehmen: Den meisten habe ich nämlich noch gar nichts von meiner Erkrankung erzählt. Mir graut einfach davor, dass sie mich ständig bemitleiden oder mich anschauen als wäre ich schon mit einem Bein im Grab, wenn ihr wisst was ich meine.

Im Prinzip liegt es da also an mir, konsequenter zu sein. Euer Rat hat mich da aber absolut bestärkt, jetzt den nächsten Schritt zu gehen.

Danke und liebe Grüße! Christine

E@hemali$ger Nutzewr (#4H67193x) hat geantwortet


Ich wünsch dir viel Erfolg dabei. Der Weg ist sicher kein leichter und es erfordert auch einiges an Disziplin, aber wenn du es wirklich willst, ist es auch zu schaffen :)

C"ha-xTu hat geantwortet


Na, dann ziehe ich meine Kritik an Deinen Freunden zurück, Christine... Allerdings solltest Du keine Angst vor dem Mitleid haben, vielleicht ist es ja gar kein Mitleid, sondern MitGEFÜHL. Das ist ja was anderes. Und das kann etwas sehr Schönes und Hilfreiches sein. Wenn mein Freund eine schwere Krankheit hätte, dann würde ich das gerne wissen wollen. Einfach, um den Freund auch in schweren Zeiten zu verstehen und ihm beizustehen.

Alles Gute für Deinen Weg.

Cha-Tu

B,uffxyS hat geantwortet


:)D Hallo ihr Lieben, auch wenn ich hinterherhinke, so möchte ich doch einen Beitrag dazu schreiben. Ich bin schon seit meiner Kindheit mit Asthma belastet. habe über 40 Jahre geraucht und dann erfahren, dass ich zusätzlich COPD habe.

Mir hat Ausdauersport geholfen und mein Leben erleichtert. Davon habe ich bei einer Reha erfahren. Ein wirklich tolle Klinik mit einem tollen Team hat mir wieder auf die Beine geholfen und mir gezeigt, dass es auch ein Leben mit COPD gibt.

Da Rauchen habe ich vor 7 Jahren aufgehört und bisher vermisse ich es nicht. Es hat ca 14 Tage gedauert, aber dann haben sich meine Hände andweitig beschäftig ;-D

Eine gute medikamentöse Einstellung eines Facharztes und eine gute Reha, sind eine gute Voraussetzung, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Auch wenn sie nicht heilbar ist. Ein Freund von zieht an die Nordseee, wo es ihm deutlich besser geht und ich werde vermutlich auch, entweder nächstes Jahr oder das Jahr darauf ebenfalls an die Nordsee ziehen. In der Gegend wo ich jetzt wohne, ist es für mich nicht gut. Auch ist im Norden garantiert, dass alles eben ist und man besser gehen kann.

Allen eine gute Besserung

B *:)

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